{"id":1641,"date":"2009-01-23T10:25:25","date_gmt":"2009-01-23T08:25:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=460"},"modified":"2009-01-23T10:25:25","modified_gmt":"2009-01-23T08:25:25","slug":"predigthilfe-vom-1-2-2009-epheser-5-15-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-2-2009-epheser-5-15-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1.2.2009 &#8211; Epheser 5, 15-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Verst\u00e4ndnis nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Epheser 5, 15-20<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nPaulus schreibt hier nicht an die Welt, wenn er S\u00fcnden benennt. Die letzten Kapitel sind auch ein Aufruf an die Gemeinde zum Verlassen heidnischer Wege, denn auch bekehrte Ephesus-Einwohner waren durch ihr Umfeld gepr\u00e4gt worden. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 15 Mit SEHEN ist hier eine Haltung gemeint, die st\u00e4ndig \u00fcberlegt, ob das, was getan werden soll, vor Gott bestehen kann. (1) Es gibt Christen, die nicht lange fragen und aus der Situation heraus spontan handeln, Typen wie Petrus in seinen \u201eSturm- und Drangzeiten\u201c (Mt 14, 28; 26, 33ff; Jo 18, 10). <\/p>\n<p>\u201esorgf\u00e4ltig, genau\u201c hei\u00dft im Griech. \u201eakribos\u201c, auf deutsch \u201eakribisch\u201c. <\/p>\n<p>Nur, wer in der Bibel zu Hause ist, wei\u00df, was Gott will. Seine Sicht wird gesch\u00e4rft. Er misst m\u00f6glichst sein ganzes Verhalten an Gottes Wort (Ps 25, 4). Siehe auch das Beispiel des K\u00f6nigs Hiskia in 2. K\u00f6 19, 14ff.<\/p>\n<p>Eine zweite \u00dcbersetzungsm\u00f6glichkeit f\u00fcgt das \u201egenau\u201c eher dem Wandel, der Lebensf\u00fchrung an. Es kommt vor, dass Christen zwar genau WISSEN, was Gott zu einer Entscheidung oder Praxis sagt, vergessen aber diese Erkenntnis. Ein Zeugnis f\u00fcr die Welt sind Gotteskinder, die TUN, was im Wort steht (Mt 7, 21) .  <\/p>\n<p>Zusammengefasst: Genau im SEHEN und genau in der LEBENSF\u00dcHRUNG.<\/p>\n<p>\u201eDer Anfang der Weisheit ist die Furcht des Herrn\u201c (Ps 111, 10; Spr 1, 7; 9, 10).<br \/>\nSalomo bat um ein \u201egehorsames Herz\u201c und Gott schenkte ihm Weisheit (1. K\u00f6n 3, 9.12).<br \/>\nAber besonders der Botschaft des Evangeliums gegen\u00fcber erweist sich die Weisheit der Welt als unzureichend. Darum orientiert sich die Verk\u00fcndigung im NT nicht mehr an menschlicher Weisheit sondern an Gottes Geist und Kraft (1. Ko 2, 4f.13). <\/p>\n<p>V 16 Menschen haben die Freiheit, Raum und Zeit auszuf\u00fcllen. Sie k\u00f6nnen beliebig ihren Wohnort wechseln und ihren Kalender vollstopfen. WIE der Christ seine Zeit verplanen soll, \u00fcberl\u00e4sst Paulus dem Einzelnen.<br \/>\nDie Zeit auskaufen meint auch aussch\u00f6pfen, auswerten, ausnutzen, f\u00fcllen.<br \/>\nDer Mensch der Welt nutzt den Tag. (2) Allerdings verliert er sich im Heute, im Rausch des Augenblicks und verdr\u00e4ngt z.B. die Tatsache, dass er sterben muss (Ps 90, 12).<br \/>\nDas Auskaufen der Christen geschieht im Wissen, dass der verl\u00e4ssliche Gott da ist und der Mensch jederzeit abgerufen werden kann. Deshalb wirkt er, solange es Tag ist (Jo 9, 4).<\/p>\n<p>Warum? Alle Zeiten waren f\u00fcr Jesusleute \u201eb\u00f6se Zeiten\u201c (Ps 49, 6). Sie leb(t)en in einer Welt, in der die S\u00fcnde herrscht. Geistlicher Gegenwind war und ist immer vorhanden (Jes 5, 20). Vom Kindergarten bis ins Alter werden Christen bel\u00e4chelt, ver\u00e4chtlich gemacht, verleumdet, angegriffen und verfolgt.<br \/>\nAber weil sie wissen, dass diese b\u00f6se Zeit vor Jesu Wiederkunft zur ausgesprochenen Tr\u00fcbsalszeit wird (Offb 7, 14), wissen sie auch, \u201edass der Sommer nahe ist\u201c (Mt 24) und stellen sich darauf ein. Sie sind sich dar\u00fcber im klaren, \u201edass Er kommt\u201c aber niemand wei\u00df Zeit und Stunde. Deshalb ist Wachsamkeit angesagt. <\/p>\n<p>V 17 \u201eWerdet nicht Unverst\u00e4ndige\u201c. Gemeint sind Menschen, die wieder zur\u00fcckgefallen sind in ihre fr\u00fcheren, weltlichen Denkmuster. Es gibt kein Christsein der Sicherheit, der Garantien, der Geborgenheit ohne die Gefahr, wieder abzufallen (2. Tim 4, 10).<br \/>\n\u201e\u2019Unverst\u00e4ndig sein\u2019, das ist kein Mangel an Schlauheit und Begabung, das ist vielmehr Mangel an \u201aGlaubensgehorsam\u2019\u201c, (Fritz Rienecker) oder der Versuch, wieder aus eigener Kraft zu schaffen, was nur Gott kann, eben selber Reich Gottes bauen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nDer Mensch wei\u00df zwar, DASS ein Gott ist (R\u00f6 1, 21), wei\u00df aber nicht WER der lebendige Gott ist. Und deshalb muss er st\u00e4ndig von Gott reden und sich und anderen st\u00e4ndig beweisen, dass es gar keinen Gott gibt. (3)<br \/>\nDer Mensch, der Jesus nicht nachfolgt, folgt anderen Gr\u00f6\u00dfen und ist seinem eigenen Willen untertan (R\u00f6 7, 19.24). Durch die Wiedergeburt entsteht ein neuer Wille, n\u00e4mlich Gott zu gehorchen und dem Herrn nachzufolgen. Der Christ lebt nun nicht mehr f\u00fcr sich, sondern f\u00fcr seinen Herrn (Gal 2, 20). <\/p>\n<p>\u201eVersteht\u201c hei\u00dft, dass niemand schon alles verstanden hat.<br \/>\nAuch in die fr\u00f6mmsten Aufgaben und Dienste kann sich der eigene Wille einschleichen und die Ichsucht wieder einnisten. Dann sehen Gemeindeglieder auf \u201everdiente Personen\u201c, Einzelgemeinden und ganze Werke sind auf die Zugkraft ihres Leiters ausgerichtet. (4)<br \/>\nDer Christ meint, ohne ihn k\u00f6nnte diese oder jene Arbeit nicht optimal funktionieren. Und wenn er sein eigenes Glaubensleben pr\u00fcft, registriert er u.a. seinen eigenen, alten Willen, der sich immer wieder in die Welt des Glaubens schleichen m\u00f6chte. Man kann auf Vieles leichter verzichten: Reichtum, Bequemlichkeit, Ansehen, &#8211; aber nur schwer auf den eigenen Willen.<br \/>\nDabei soll der Wille selbst nicht sterben, nur sein selbsts\u00fcchtiger Anteil. Gott will keine Menschen und keine Gemeinden, in denen der Wille an sich zerbrochen wurde. (5) <\/p>\n<p>Wer den Willen Gottes erkannt hat, wird von ihm mitgerissen, wenn er sich ihm vertrauend \u00fcberl\u00e4sst. Den \u201eWillen Gottes tun\u201c geh\u00f6rt zu den wichtigen Aussagen der Bibel (Ps 40, 9; Hebr 10, 7; Jo 4, 34; 6, 38; Mt 7, 21; 12, 50; Mk 3, 35; 1. Jo 2, 17; Hebr 10, 36; 13; 21). <\/p>\n<p>V 18 Die Mahnung \u201enicht unverst\u00e4ndig\u201c (V17) zu sein, ber\u00fchrt auch den Bereich aller Rauschmittel.<br \/>\nWas vom Denken an und mit Gott und von den Gedanken an pers\u00f6nliche Sorgen bis hin zur Todesangst bestimmt wird, ist \u201eunverst\u00e4ndig\u201c, weil Gott der Herr \u00fcber allem ist.<br \/>\nFlucht vor Gott, sich verstecken vor ihm, Zudecken von Bedenken des Gewissens und inneren Anklagen, geh\u00f6ren zum alten Willen.<br \/>\nMenschen der Welt haben sich zu allen Zeiten auf unterschiedlichste Arten berauscht. (6) Und haben ihre letzten Werte und Bindungen \u201eertr\u00e4nkt\u201c: Keine Verantwortung mehr, nur noch selbst leben wollen. <\/p>\n<p>V 19f Nach der Visitation l\u00e4sst Paulus keine Abrechnung folgen, im Gegenteil: Der Schlussstrich hei\u00dft JESUS.<br \/>\nKeine Verurteilung Einzelner, sondern der Hinweis: Wir sollten trotz allem GOTT LOBEN, dessen Sohn Jesus Christus alle Vers\u00e4umnisse, Ausfl\u00fcchte, Vergehen und S\u00fcnden auf sich genommen hat. ALLE! (Jes 53, 5; Hebr 9, 12).<br \/>\nPaulus versenkt sich nicht in einzelne Untaten, die im Unverstand unterlaufen sind (V17), er findet \u201etrotz allem\u201c zum LOB GOTTES. Nicht das Schwarze, Bedr\u00fcckende, die Flecken und Sch\u00e4den der Gemeinde sind sein Hauptthema sondern die menschlich unverst\u00e4ndliche GNADE GOTTES.<br \/>\nUndankbarkeit und Unzufriedenheit mit dem Verhalten anderer Geschwister l\u00e4hmen und haben meistens ihren Ursprung in der eigenen Geschichte, \u00fcbersehen die unbeschreiblich gro\u00dfen Gaben Gottes und bleiben im eigenen Welt- und Gemeindebild h\u00e4ngen. <\/p>\n<p>\u201eDankt jedes Mal f\u00fcr Jedes\u201c f\u00fchrt zu dem Wunder, dass Gotteskinder auch in pers\u00f6nlicher Not Gott noch danken k\u00f6nnen, nicht, weil sie die N\u00f6te sch\u00e4tzen, sondern in allem in der Hand des Herrn gut aufgehoben sind (1. Chron 21, 13; Iwdd 375). <\/p>\n<p>____________________________<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (nach Dr. Helge Stadelmann)<br \/>\nWeise leben \u2013 aber wie?<br \/>\n1. Weise ist, wer die Gnadenzeit n\u00fctzt, um Gottes Willen zu tun (V. 15-17)<br \/>\n2. Weise ist, wer sich n\u00fcchtern vom Segen Gottes leiten l\u00e4sst (V. 18-20)<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2<br \/>\n1. Zeit nicht vertun, sondern nutzen.<br \/>\n2. Nicht ablenken lassen, ermuntern<br \/>\n3. Danken ist dran<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Zur verbreiteten Gewohnheit junger Christen wurden Armb\u00e4nder mit den aufgedruckten Buchstaben \u201eWWJD\u201c = &#8222;What would Jesus do&#8220; (deutsch: \u201eWas w\u00fcrde Jesus tun?\u201c). Hinter dem Slogan steht die Idee, durch solche Armb\u00e4ndchen daran erinnert zu werden, sich bei allem, was man tut, zu fragen, wie Jesus Christus in dieser Situation reagieren, handeln oder denken w\u00fcrde.<br \/>\nDie Gesch\u00e4ftsfrau Jamie Tinklenberg entdeckte die Frage \u201eWas w\u00fcrde Jesus tun?\u201c in einem mehr als hundert Jahre zuvor geschriebenen Buch von Charles Sheldon. Diese Frage und die damit verbundenen Armb\u00e4nder verbreiteten sich rasch unter amerikanischen jugendlichen Christen. Laut Tinklenberg wurden bisher weltweit \u00fcber 52 Millionen Armb\u00e4nder verkauft (nach WIKIPEDIA).<br \/>\n(2) \u201eCarpe diem\u201c (= Nutze, pfl\u00fccke den Tag) stammt von Horaz (66-9 vChr.). Er schl\u00e4gt vor, das Heute auszunutzen und nicht auf den n\u00e4chsten Tag zu vertrauen.<br \/>\n(3) Literaturnobelpreistr\u00e4ger Heinrich B\u00f6ll: \u201eDas Langweilige an den Atheisten ist, dass sie st\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen.\u201c<br \/>\n(4) Machtmenschen beherrschen nicht nur die Politik, sie kommen auch in christlichen Gemeinden vor und fallen durch ihre Bereitschaft, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, zuerst positiv auf. Sie beherrschen Andere in Demut und unter dem Mantel der Liebe und Vergebung, WISSEN dabei aber auch von ihrer Wichtigkeit. Die subtile, fromme Form der Machtaus\u00fcbung macht es schwierig, zu unterscheiden, was dieser Leiter erhalten oder durchsetzen m\u00f6chte und was tats\u00e4chlich Gottes Wille ist.<br \/>\n2 kleine Taschenb\u00fccher zu diesem Thema: 1. Edin Loevas, W\u00f6lfe im Schafspelz. Machtmenschen in der Gemeinde, Brendow-Verlag. 2. Martina &amp; Volker Kessler, Die Machtfalle. Machtmenschen in der Gemeinde, Brunnen-Verlag.<br \/>\n(5) Gott will keine \u201efrommen Waschlappen\u201c. Die meisten christlichen Werke wurden durch Menschen gegr\u00fcndet, die einen starken Willen hatten, die allerdings WOLLTEN, WAS GOTT WILL. <\/p>\n<p>Heute hat die Zahl der Lieder, die von der bewussten Lebens- und Willens\u00fcbergabe handeln, leider stark abgenommen. Die Zahl der Lob- und Anbetungslieder hat stark zugenommen, die Liedtexte \u00fcber eine konsequente Lebens\u00fcbergabe wurden weniger. Kaum werden z.B. noch folgende Lieder gesungen:<br \/>\nHier hast du meine beiden H\u00e4nde<br \/>\nNimm mein Leben, Jesu, dir \u00fcbergeb ich\u00b4s&#8230;<br \/>\nIch habe nur ein Leben und das geh\u00f6rt dem Herrn.<br \/>\nDir sei mein ganzes Leben, o Jesus, nun geweiht.<br \/>\nIn allen meinen Taten lass ich den H\u00f6chsten raten<br \/>\nGOTT will\u00b4s machen, dass die Sachen gehen, wie es heilsam ist.<br \/>\nHier ist mein Herz! Mein Gott, ich geb es dir&#8230;<br \/>\nNun, so will ich denn mein Leben v\u00f6llig meinem Gott ergeben&#8230;<br \/>\nVor meines Herzens K\u00f6nig leg eine Gab ich hin&#8230;, es ist mein eigner Wille&#8230;<br \/>\nDass ich dein auf ewig sei, sei die gr\u00f6\u00dfte meiner Sorgen<br \/>\nNun, so bleibt es fest dabei, dass ich Jesu eigen sei.<br \/>\nDora Rappard: Mein Wille geh\u00f6rt meinem Gott, ich traue auf Jesus allein. (Iwdd 394, Kehrreim).<br \/>\n(6) \u201eSich versenken\u201c in ein wichtiges Buch, berauschen an einer Super-Opern- oder Popstimme, an einem Mona Lisa-Gem\u00e4lde, in Aktienkursen oder einem neuen Auto, in der Natur, in den Bergen, in der Liebe oder beim Einschlafen. Wenn es zur Ablenkung von Gottes Reden wird, ist Gefahr im Verzug.<br \/>\n\u201eAls DROGE gilt nach Definition der Weltgesundheitsorganisation jeder Wirkstoff, der in einem lebenden Organismus Funktionen zu ver\u00e4ndern vermag. Hierunter werden im Allgemeinen aber keine Nahrungsmittel gefasst. Gesellschaftlich wird der Begriff Droge jedoch weit enger gefasst: Drogen sind Stoffe und Zubereitungen, die prim\u00e4r zur Erzeugung eines Rauschzustandes oder zur Befriedigung einer Sucht verwendet werden.\u201c (Wikipedia) Alles, was man \u201ef\u00fcrs Leben gern\u201c erleben m\u00f6chte, kann dazu geh\u00f6ren. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Verst\u00e4ndnis nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Epheser 5, 15-20 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Paulus schreibt hier nicht an die Welt, wenn er S\u00fcnden benennt. 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