{"id":1640,"date":"2009-01-16T11:10:38","date_gmt":"2009-01-16T09:10:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=459"},"modified":"2009-01-16T11:10:38","modified_gmt":"2009-01-16T09:10:38","slug":"predigthilfe-vom-25-1-2009-epheser-5-1-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-1-2009-epheser-5-1-14\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.1.2009 &#8211; Epheser 5, 1-14"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Wachsamkeit nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Epheser 5, 1-14<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nEph 4, 17 \u2013 5,20 ist ein Aufruf an die Gemeinde zum Verlassen heidnischer Wege, denn auch bekehrte Ephesus-Einwohner waren durch ihr Umfeld gepr\u00e4gt worden. (1)<br \/>\nAllerdings trug die Weltstadtatmosph\u00e4re, (Ephesus lag am Hauptweg von Rom nach Osten) auch zur Verbreitung des christlichen Glaubens bei. Paulus lebte hier fast drei Jahre (Apg 19, 10; 20, 31), kannte sich also gut aus. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 1-7<br \/>\nEinen anderen Menschen nachahmen beeintr\u00e4chtigt die eigene Originalit\u00e4t, ger\u00e4t leicht zum einfallslosen Nach\u00e4ffen, zur grotesk verzerrten Kopie. Gott nachahmen schafft dagegen Originale (Phil 2, 5). (2)<br \/>\nWiedergeborene Menschen tragen das \u201eErbgut\u201c des Vaters in sich (R\u00f6 8, 14) und lassen sich umgestalten durch Erneuerung (griech metamorphouste) ihrer Sinne (3) (siehe auch Eph 4, 23; Kol 3, 10). <\/p>\n<p>Zum Beispiel: Wie Kinder, die eine Liebesbeziehung zu ihren Eltern haben, versuchen deshalb praktisch  \u201eauch mal so\u201c zu werden. (4)<br \/>\nWie durch einen Stempel des g\u00f6ttlichen Vaters wird das Wesen der Kinder Gottes gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Liebe (agape = die g\u00f6ttliche Liebe) ist das Lebenselement der Christen wie Luft und Wasser.<br \/>\nDer Wandel (siehe Elberf.; besser als Luthers \u201eLebt&#8230;\u201c) meint gewohnheitsm\u00e4\u00dfiges Verhalten und Tun. Die Liebe wird also anderen Menschen nicht von Fall zu Fall entgegengebracht, sondern ist in Fleisch und Blut \u00fcbergegangen (1. Ko 13; 16, 14; 2. Ko 6, 6; Gal 5, 13.22; Eph 3, 17; 5, 25).<br \/>\nDie Liebe Christi ist die neue Norm f\u00fcr das Christenleben. <\/p>\n<p>Und die Liebe des Herrn wird nirgends deutlicher als auf seinem Weg ans Kreuz (Jo 15, 13; R\u00f6 5, 8; Phil 2, 5-8).<br \/>\nJeder \u201eDuft von Wohlgeruch\u201c VERZEHRT sich wie Parf\u00fcm, wie jede Kerze. Gotteskinder verzehren sich im Dienst der Liebe zu ihren Geschwistern und allen Menschen (Gal 6, 10).   <\/p>\n<p>N\u00f6te und Schwierigkeiten d\u00fcrfen in der Gemeinde nicht ausgeblendet werden (ab 4, 17ff). (5)<br \/>\nUnd Einfallstor f\u00fcr S\u00fcnde ist seit dem ersten S\u00fcndenfall (1. Mo 3, 4ff) die Selbstsucht (Habsucht), die Sucht, mehr haben zu m\u00fcssen. (6) Habsucht ist nicht leicht zu entdecken, weil diese S\u00fcchtigen sich meistens \u201ein Wort und Werk und ganzem Wesen\u201c r\u00fchrig und gesch\u00e4ftst\u00fcchtig auff\u00fchren und ihre Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit beeindruckt (vgl. Sir 14, 7; Mk 7, 22; Lk 12, 13ff; R\u00f6 1, 29; Eph 4, 19).<br \/>\nHier kennzeichnet Paulus aber Grundhaltungen der Menschen, denn kein Mensch au\u00dfer Jesus war niemals \u201ehabgierig\u201c. (7) <\/p>\n<p>Alle guten Gaben, die Gott gegeben hat, kann der Mensch missbrauchen und dadurch Gott entehren.<br \/>\nAllerdings z\u00e4hlt das nicht zu den Hauptthemen der Verk\u00fcndigung. In diesen Bereichen sollte die Gemeinde der Welt keinen Anlass zu Ger\u00fcchten geben. Davon soll nicht einmal gemunkelt werden.  <\/p>\n<p>Hurerei, bzw. Unzucht (griech. porneia abgeleitet von porn\u00e9 = Hure) meint zuerst die geschlechtliche Bet\u00e4tigung au\u00dferhalb der Ehe. (8)<br \/>\nJesus nennt Hurerei als einzigen Scheidungsgrund (Mt 19, 9). Doch auch Huren und Hureren steht der Weg zur Vergebung offen (Mt 21, 31f; 1. Ko 6, 11).<br \/>\nDaneben versteht die Bibel auch den Umgang mit falschen G\u00f6ttern. Als Bild des G\u00f6tzendienstes werden die Begriffe \u201eHure\u201c und \u201eHurerei\u201c vor allem in Offb 2, 20f; 14, 8; 17, 1 bis 19, 2 verwendet. <\/p>\n<p>Die Bibel macht bei einzelnen S\u00fcnden Unterschiede. Die Vertreter der in V3 genannten F\u00e4lle werden in V5 h\u00e4rter beurteilt als die Unt\u00e4ter in V4.<br \/>\nAls \u201eZungens\u00fcnden\u201c sind die drei Bereiche V4 aufzufassen. Mit Worten wird leichter, eher und unbedachter zerst\u00f6rt als durch Taten (1. Petr 3, 10; 1. Jo 3, 18; Jak 1, 26; 3, 5-8). <\/p>\n<p>Paulus stellt keinen biblischen Sittenkodex auf, nach dem die Gemeinde sich zu richten hat. Die Bibel soll  vielmehr in der Gemeinde leben(!). Dadurch entsteht ein (fast) \u201einstinktives\u201c Wissen von dem, was Gott gef\u00e4llt und was nicht (Mt 7, 21; Jo 7, 17; Hebr 13, 21).  <\/p>\n<p>V. 3-5 k\u00f6nnten einen Schwarz-Wei\u00df-Eindruck erwecken: Hier der Gl\u00e4ubige und dort der S\u00fcnder. Aber der Gl\u00e4ubige ist mit seiner Bekehrung nicht s\u00fcndlos geworden. (9) Er lebt in st\u00e4ndiger Gemeinschaft mit der Welt und tausende Eindr\u00fccke beeinflussen ihn ungewollt und leider manchmal auch gewollt, sonst h\u00e4tte Paulus diesen Briefabschnitt nicht schreiben m\u00fcssen.<br \/>\nEr erwartet aber eine klare und grunds\u00e4tzliche Scheidung (vgl. V11).<br \/>\n\u201eWerdet nicht ihre Mitteilhaber, Mitgenossen\u201c. (10) <\/p>\n<p>V 8f \u201eDenn\u201c leitet die Begr\u00fcndung f\u00fcr Gotteskinder ein: Fr\u00fcher \u2013 Jetzt (Baruch 4, 28; R\u00f6 6, 20; 1. Ko 12, 2; Eph 2, 1.11-17; Kol 1, 21; 1. Petr 2, 10.25).<br \/>\n\u201eDenn \u2013 So\u201c beschreibt eine logische Folge wie z.B. \u201eDarum\u201c (Eph 4, 25; siehe entspr. Predigttipp).<br \/>\nDie Radikalit\u00e4t der Bekehrung wird unterstrichen: Vorher \u2013 nachher; damals \u2013 jetzt; entweder \u2013 oder; fr\u00fcher \u201eS\u00f6hne des Ungehorsams\u201c(V6b), jetzt \u201eKinder des Lichts\u201c (8b). <\/p>\n<p>V 10-14 \u201ePr\u00fcfen\u201c geh\u00f6rt nun zu den Glaubensregeln (R\u00f6 14, 22; 2. Ko 13, 5; 1. Thess 5, 21).<br \/>\nWer sein Verh\u00e4ltnis zur Welt pr\u00fcft, sollte wissen, was \u201eweltlich\u201c ist, ohne diesem Wissen zu verfallen. Die Pr\u00fcfung soll den Charakter der Welt darstellen. (11)<br \/>\nDie von Gott seit 1. Mo 3 abgefallene Welt wird \u00fcberf\u00fchrt: S\u00fcnde = Zielverfehlung. <\/p>\n<p>\u201eAns Licht bringen\u201c k\u00f6nnte kriminalistische Ambitionen wecken und aus menschlicher Kraft geschehen. (12)<br \/>\nHier geht es um das Licht des Gottes, der sowieso alles wei\u00df (Jo 1, 48ff) und trotzdem die Liebe ist. <\/p>\n<p>Momentanes Wachsein f\u00fcr Jesus nennt die Bibel Erweckung. Dabei geht es weniger um einen Begriff als um ein Geschehen. Wache Christen brauchen das Wort Gottes, die Gnade, die Geschwister, die Gemeinde, die Mission, das Zeugnis, das Gebet, den Dank, das Opfer, &#8211; eigentlich nur IHN, den Herrn,  ALLEIN.<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 nach Heiko Krimmer:<br \/>\n1. Woran sich ein liebevoller Lebensstil orientiert, wovon er sich distanziert<br \/>\n2. Nicht im Zwielicht bleiben<br \/>\n3. Leben, wie es Gott gef\u00e4llt<br \/>\nevtl. 4. Aufdecken, was dunkel ist<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2<br \/>\n1. Wertloses im Dunkeln<br \/>\n2. Leben im Licht<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Ephesus war ein Schmelztiegel vieler V\u00f6lker, Religionen, magischer Kulte und okkulter Praktiken. Das Leben der Stadt stand unter dem Zeichen der G\u00f6ttin der Fruchtbarkeit (griech. Artemis, r\u00f6m. Diana). Daf\u00fcr stand der Tempel. Prostitution war gesetzlich erlaubt und pr\u00e4gte das Stadtleben.<br \/>\nDie im Stra\u00dfenpflaster eingemei\u00dfelten Wegweiser zum Bordell finden heute noch das Interesse der Ephesus-Besucher.<br \/>\n(2) \u201eNachahmen\u201c kommt vom mittelhochdeutschen \u00e1men = ausmessen. (\u00c1me war ein Fl\u00fcssigkeitsma\u00df). Der gro\u00dfe Duden \u00fcbersetzt: \u201eausmessend gestalten\u201c, d. h. st\u00e4ndig das Eigene am Vorbild pr\u00fcfen und sich ihm m\u00f6glichst genau anpassen.<br \/>\nIm alten Luthertext stand \u201eWerdet meine Mitnachahmer!\u201c.<br \/>\n(3) Bekanntes Beispiel ist die Wandlung der Raupe zum Schmetterling. Einer Raupe kann man auch mit den ausgefeiltesten Methoden nicht das Fliegen beibringen. Erst die Umwandlung (Metamorphose) schafft das Wunder.<br \/>\n(4) Kinder tragen auch das Erbgut ihrer Eltern in sich.<br \/>\n(5) \u201eDas ertragen wir, behalten wir f\u00fcr uns und breiten die Decke der Verschwiegenheit dar\u00fcber!\u201c klingt gut, hat aber oft von Zust\u00e4nden abgelenkt, die einer Gemeinde geistlich schadeten.<br \/>\n(6) Die weltweite Wirtschafts- und Bankenkrise entstand nicht zuletzt durch das Mehr-haben-wollen (-m\u00fcssen) leitender Manager.<br \/>\n(7) Deshalb sollte nicht jedem gl\u00e4ubigen Kind, das sich sehnlichst Playmobil w\u00fcnscht, ein bedr\u00fccktes Gewissen verschafft werden. R\u00f6 14, 1: \u201eDen Schwachen im Glauben nehmt an und streitet nicht \u00fcber Meinungen\u201c (Luther: \u201eund verwirrt die Gewissen nicht!\u201c).<br \/>\n(8) Die Bibel nennt jede geschlechtliche Bet\u00e4tigung au\u00dferhalb der Ehe Hurerei (Mt 5, 32; 19, 9; 1. Mo 38, 15f; 19, 9; R\u00f6 1, 26; 1. Tim 1, 10; 1. Ko 5, 1f; 3. Mo 18, 23). Anmerkung: Die Schuld des Onan war zuerst die Verweigerung einer Pflicht (1. Mo 38, 9; 5. Mo 25, 5).<br \/>\nAusf\u00fchrlichere Beschreibungen geh\u00f6ren eher in den seelsorgerlichen Bereich als in die Predigt.<br \/>\n(9) Wozu br\u00e4uchte er dann noch einen Heiland?<br \/>\n(10) Ein Teilhaber ist bewusst und verbindlich an etwas beteiligt. Der Begriff \u201eGenosse\u201c h\u00e4ngt mit \u201egenie\u00dfen\u201c  zusammen. Mit Anderen zusammen teilt man eine gemeinsame Nutznie\u00dfung.<br \/>\n(11) z.B. versuchen im Gerichtswesen fast alle angeklagten Gesetzes\u00fcbertreter zuerst einmal ihre \u201ewei\u00dfe Weste\u201c vorzuf\u00fchren. Einzelne Anw\u00e4lte sind leider bereit, durch unwahre oder bewusst l\u00fcckenhafte, einseitige oder verdrehte Darstellung einen Freispruch zu erwirken. Alle Tarn- und T\u00e4uschungsmittel gelten dabei als Kavaliersdelikte und vergr\u00f6\u00dfern sogar den Ruhm dieser \u201eRechtsanw\u00e4lte\u201c.<br \/>\nDer erfahrene, geschulte Blick des Richters kommt seinen Kunden trotzdem \u201eauf die Schliche\u201c.<br \/>\nGott sieht das Herz an (1. Sam 16, 7).<br \/>\n(12) Ein Thema der Literaten, solange es um allgemeine Schuld geht, nicht um die eigene (Texte im Internet):<br \/>\nFriedrich v. Schiller: \u201eDie Kraniche des Ibykus\u201c.<br \/>\nAdelbert von Chamisso: \u201eDie Sonne bringt es an den Tag\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Wachsamkeit nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Epheser 5, 1-14 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Eph 4, 17 \u2013 5,20 ist ein Aufruf an die Gemeinde zum Verlassen heidnischer Wege, denn auch bekehrte Ephesus-Einwohner waren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-1640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-epheser"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-17 22:34:29","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1640"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1640\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}