{"id":1639,"date":"2009-01-07T12:43:28","date_gmt":"2009-01-07T10:43:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=458"},"modified":"2009-01-07T12:43:28","modified_gmt":"2009-01-07T10:43:28","slug":"predigthilfe-vom-18-1-2009-epheser-4-25-32","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-1-2009-epheser-4-25-32\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18.1.2009 &#8211; Epheser 4, 25-32"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Ver\u00e4nderung nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Epheser 4, 25-32<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nPaulus versteht den neuen Wandel als FOLGE der Wiedergeburt, der Bekehrung. Keine neuen Verhaltensregeln werden aufgestellt, die in eigener Kraft zu befolgen sind, sondern erinnert wird an die neuen Verh\u00e4ltnisse zu Gott innerhalb der Gemeinde und gegen\u00fcber anderen Menschen.  <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 25 \u201eDARUM\u201c beschreibt die FOLGEN in Abh\u00e4ngigkeit von schon Geschehenem. Eine WEIL-DESHALB-Beziehung.<br \/>\n(s Konkordanz; Auswahl: Mt 5, 48; 6, 9a; 9, 38; 10, 16; 24, 42; R\u00f6 1, 26; 2, 1; 14, 8; Kol 3, 8ff u.v.a. \u201eDarum\u201c und \u201edeshalb\u201c kommen \u00fcber 1000 Mal in der Bibel vor.) <\/p>\n<p>Als Folge der Bekehrung werden hier Ver\u00e4nderungen in 5 Lebensbereichen [1.-5.] beschrieben:<br \/>\n[1.] L\u00dcGE beschreibt hier nicht nur die einzelne Unwahrheit, sondern das Wesen des alten Menschen. Wie zu jedem Baum Wurzeln geh\u00f6ren, die sein Leben zwangsl\u00e4ufig beeinflussen, kommt der Unbekehrte nicht ohne Unwahrheiten aus.<br \/>\nIn seinen Worten, in seinem Tun und ganzen Wesen bleibt er \u201eganz der alte\u201c, der sich nicht durch eigene Willenskraft aus der alten L\u00fcgenwelt befreien kann. Und das betrifft alle Menschen (Ps 116, 11).<br \/>\nSie versuchen, \u201esich ins rechte Licht zu stellen\u201c, um einen guten Eindruck zu vermitteln, geben selten freiwillig eigenes Versagen zu. (1)<br \/>\nOft besteht ein Gegensatz zwischen ihrem \u00e4u\u00dferen Sich-Geben und ihrer inneren Haltung; Schein und Sein sind nicht deckungsgleich.<br \/>\nGeh\u00f6rt die L\u00fcge zur Lebensgrundlage des alten Menschen, so wird der neue Mensch durch die Wahrheit gepr\u00e4gt, die ihren Grund in dem Einen fand, der selbst die Wahrheit und das Leben ist (Jo 14, 6; 8, 45; 18, 37; Eph 4, 21). <\/p>\n<p>Die Begr\u00fcndung daf\u00fcr, dass nun auch Wahrheit das Miteinander von Gotteskindern bestimmt, ist ihre Zugeh\u00f6rigkeit zur einen Gemeinde, zum selben Leib des Herrn (Eph 4, 15f).<br \/>\nWer bewusst mit der Unwahrheit innerhalb der Gemeinde agiert, (zer-)st\u00f6rt die Lebensgemeinschaft.<br \/>\nEs geht dabei also nicht nur um menschliche Weisheit (2) und Pflichterf\u00fcllung sondern um einen wesentlichen Lebenszug der Gemeinde. Sie wird als St\u00f6rung der Lebensabl\u00e4ufe im Leib Jesu beschrieben. Glieder, die sich nicht gegenseitig unterst\u00fctzen, schaden immer dem Ganzen. (3)<br \/>\nF\u00fcr das Ablegen der L\u00fcge reichen eigene Kr\u00e4fte nicht aus.<\/p>\n<p>V 26<br \/>\n[2.] Jesus konnte zornig werden (Mt 21, 12.16; Mk 11, 15-18; Lk 19, 43.46; Jo 2, 13-16; Jo 11, 33.38; Mk 3, 5), allerdings OHNE zu s\u00fcndigen.<br \/>\nDer ZORN Wiedergeborener ordnet sich der Tatsache unter, \u201eein St\u00fcck\u201c von Christus zu sein (4, 4-6; Phil 2, 5), wobei auch der so genannte \u201eheilige Zorn\u201c (4), der vordergr\u00fcndig \u201ezu Recht besteht\u201c, besonders anf\u00e4llig ist f\u00fcr S\u00fcnde, z. B. Eigen- und Ehrsucht, Immer-Recht-behalten-m\u00fcssen, pers\u00f6nliches Beleidigtsein.<br \/>\nWird aber die Heiligkeit Gottes und seines Sohnes angegriffen, werden Demut und Bescheidenheit nicht ausgeschaltet. Dazu bleibt das Bewusstsein der eigenen Unzul\u00e4nglichkeit erhalten. (5) <\/p>\n<p>Der Sonnenuntergang setzt dem Zorn zeitliche Grenzen. Wer \u00fcber l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg Geschwistern etwas nachtr\u00e4gt, b\u00fcrdet sich selbst unn\u00f6tige Lasten auf und beeintr\u00e4chtigt das Gemeindeleben. Wer Zorn im Herzen l\u00e4sst, steht in gro\u00dfer Gefahr, die Anliegen Gottes mit weltlich-menschlichem Zorn durchsetzen zu wollen und dadurch der Finsternis im eigenen Herzen wieder Platz einzur\u00e4umen und das Wirken DES Lichtes der Welt f\u00fcr sich selbst einzuschr\u00e4nken. (6)<\/p>\n<p>V 27<br \/>\n[3.] Unter \u201eDARUM\u201c f\u00e4llt auch der Rat, dem TEUFEL (Vater der L\u00fcge, Jo 8, 44) gerade auch im wiedergeborenen Herzen keinen Platz einzur\u00e4umen. Diese Gefahr besteht ununterbrochen (2. Tim 4, 10).<\/p>\n<p>V 28<br \/>\n[4.] In den Gemeinden waren Christen, die vor ihrer Bekehrung Verhaltensmuster und Wertma\u00dfst\u00e4be praktiziert hatten, die im weltlichen Bereich \u00fcblich waren und dort h\u00f6chstens als \u201eKavaliersdelikte\u201c eingestuft wurden. (7) Auch Christen k\u00f6nnen wieder in ALTE LASTER verfallen.<br \/>\nDagegen r\u00e4t Paulus zur \u201eeigenen Arbeit\u201c im praktischen Handwerk oder am Schreibtisch. Wichtiges Motiv dazu: Abgeben k\u00f6nnen. Wer opfern oder spenden soll (vgl. Mal 3, 10; 2. Ko 9, 7) , muss vorher Werte sammeln. Erst dadurch kann er Hilfsbed\u00fcrftige auch materiell unterst\u00fctzen. Arbeit ist deshalb auch ein geistliches Gesch\u00e4ft.<br \/>\nArbeit geh\u00f6rt seit dem S\u00fcndenfall zum Menschsein (1. Mo 3, 19). Aber ihren Wert erh\u00e4lt sie nicht durch sich (8), sondern von Gott her.<br \/>\nNicht jeder Beruf passt zur neuen Einstellung eines Wiedergeborenen. (9) Und wenn Arbeitgeber zur S\u00fcnde dr\u00e4ngen oder dazu \u201everpflichten\u201c, beenden Jesusnachfolger das Verh\u00e4ltnis und nehmen lieber wirtschaftliche Einbu\u00dfen in Kauf im Vertrauen auf ihren neuen Herrn. (Jer 17, 8; Mt 6, 25ff; Lk 12, 22; R\u00f6 13, 14). <\/p>\n<p>V 29<br \/>\n[5.] REDEN kann hilfreich oder verletzend sein (Jo 6, 68; Jak 3, 5). Menschen mit der Gabe einer schnellen und scharfen Zunge sind besonders gef\u00e4hrdet, sie f\u00fcr selbsts\u00fcchtige Ziele einzusetzen (Mt 12, 36). (10)<br \/>\nAndererseits weist gerade das m\u00fcndliche Zeugnis den Christen aus und sein Reden ist wichtiges Mittel zur Gewinnung von Menschen f\u00fcr Jesus (Apg 2, 40; 1. Ko 2, 4.13; 9, 19ff).<br \/>\nRegel: Rede so, dass der Andere es als Hilfe empfindet, damit und wo auch immer es not-WENDIG ist. <\/p>\n<p>Nicht in allen F\u00e4llen hilft Reden, schon gar nicht das \u201eAuf jemanden einreden\u201c. Auch die \u201eSprache Kanaans\u201c eignet sich nicht f\u00fcr Gespr\u00e4che mit Leuten, die sie nicht oder unvollkommen verstehen.<br \/>\nMt 7, 9 schl\u00e4gt vor, erst einmal und \u00f6fter mit Gott zu reden. (11) <\/p>\n<p>V 30 Christliches Reden geh\u00f6rt unter die Leitung des Geistes (Mt 10, 19; Jo 16, 13; R\u00f6 8, 14).<br \/>\nDer Geist ist Teil der Dreieinigkeit Gottes, die auch das Traurigsein kennt (Jes 63, 10; Mt 9, 36; Lk 15, 20b; Apg 5, 3; 1. Thess 5, 19). Auch die Welt spricht vom \u201eungeistlichen Reden\u201c und dr\u00fcckt dadurch mehr aus, als sie meint. <\/p>\n<p>Bisher ging es um Einzelf\u00e4lle, die in Gemeinden nicht st\u00e4ndig vorkommen, nun geht es um \u201enormale\u201c Vorkommnisse.<br \/>\nV 31 BITTERKEIT \u201efrisst alles in sich hinein\u201c und tr\u00e4gt es mit sich herum. Man f\u00fchlt sich in seinen Rechten beeintr\u00e4chtigt, beh\u00e4lt das aber f\u00fcr sich und l\u00e4sst die Verwundung unversorgt. Das offene Vertrauensverh\u00e4ltnis bleibt gest\u00f6rt Verbitterung kann so zur Verbissenheit werden (Hebr 12, 15).<br \/>\nDaraus entstehen leicht die erregbare Natur, ZORN und GRIMM. Das innere Gereiztsein kann schlie\u00dflich zu offenem Zorn f\u00fchren. Der gespeicherte \u00c4rger bricht durch. (12)<br \/>\nL\u00c4RMSUCHT, Polterrede: Wer laut wird, sorgt sich, anders nicht mehr geh\u00f6rt zu werden. Der Weg zu Schimpfw\u00f6rtern und Beleidigungen ist nicht weit.<br \/>\nGOTTESL\u00c4STERUNG (griech. blasphemia) bedeutet hier auch, Kindern Gottes, Geschwistern den Glauben abzusprechen und ihnen schwerste S\u00fcnden gegen Gott vorzuwerfen (Spr 14, 31).<\/p>\n<p>Die gemeinsame Wurzel dieser Entgleisungen ist die Ichbezogenheit. Selbstsucht l\u00e4sst sich aber nicht unbefristet unterdr\u00fccken und verstecken. (13) <\/p>\n<p>V 32 \u201eSeid (oder: werdet) aber&#8230;\u201c beschreibt nun das geistliche Miteinander in der Gemeinde.<br \/>\n\u201eWERDET!\u201c Es bleibt in dieser Weltzeit beim Werden (Hebr 11, 8; Kol 2, 6f) und Wachsen (4, 15; Kol 1, 10; 1. Thess 3, 12).<br \/>\nG\u00dcTIG und LIEBREICH ist Gott, dessen Eigenarten sich in seinen Kindern auswirken sollen. Paulus r\u00e4t w\u00f6rtl. zu \u201eguten Eingeweiden\u201c, zur Offenheit f\u00fcr Gef\u00fchlsregungen gegen\u00fcber Geschwistern und Hilfsbed\u00fcrftigen. <\/p>\n<p>VERGEBT, WIE &#8230; Wer die Vergebung Gottes erlebt hat und st\u00e4ndig in Anspruch nimmt, kann sie nicht f\u00fcr sich behalten (Mt 6, 12.14f; 18, 21ff; Gal 6, 2; Kol 2, 13; 3, 13), d. h. Gotteskinder d\u00fcrfen nicht den Ast abs\u00e4gen, auf dem sie selber sitzen.<\/p>\n<p>Glaubende werden von der Liebe und G\u00fcte Gottes getragen, sie leben von seiner Gnade (Jo 1, 16). Und DAS bestimmt ihre Lebensf\u00fchrung, nicht Vorschriften und Gesetze. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (Dr. Heiko Krimmer)<br \/>\nWas man von einem Christ erwarten kann<br \/>\n1. Ein Christ ist wahrhaftig (V25)<br \/>\n2. Ein Christ ist vers\u00f6hnungsbereit (Vv. 26-27)<br \/>\n3. Ein Christ ist ehrlich und hilfsbereit (V 28)<br \/>\n4. Ein Christ redet so, dass es gut tut (Vv. 29-30)<br \/>\n5. Ein Christ ist angenehm in seinem Verhalten (Vv. 31-32) <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2<br \/>\n1. Eine Ursache<br \/>\n2. Viele Auswirkungen<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Menschen sagen nicht immer, was sie wirklich denken, d. h. sie k\u00f6nnen sich hinter ihren Worten \u201everstecken\u201c.<br \/>\nAber auch noch so fromme Worte beschreiben nicht immer den wahren Inhalt. Afrikanisches Sprichwort: \u201eIch kann deine Worte nicht verstehen, weil deine Taten so laut reden.\u201c<br \/>\n(2) \u201eL\u00fcgen haben kurze Beine&#8230;\u201c; \u201eL\u00fcgen lassen sich auf Dauer nicht verheimlichen.\u201c; \u201eNur \u201aNotl\u00fcgen\u2019 sind ab und zu erlaubt.\u201c<br \/>\n(3) Ein krankes Glied belastet auch die anderen und der ganze Organismus leidet.<br \/>\nWenn k\u00f6rpereigene Abwehrkr\u00e4fte anfangen, gegen die eigenen K\u00f6rperzellen zu wirken, sind Leiden und schwerwiegende Krankheiten unvermeidbar.<br \/>\n(4) Wenn sogar Ungl\u00e4ubige vom \u201eheiligen Zorn\u201c reden und ihr Temperament als Entschuldigung anf\u00fchren, sind die Motive selten frei von Ichsucht und Rechthaberei.<br \/>\n(5) Augustin: \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten und dann tu\u2019 was du willst.\u201c \u2013 abgewandelt: \u201eLiebe deinen N\u00e4chsten und dann sag\u2019 ihm, was du willst.\u201c<br \/>\n(6) \u201eDie Sonne, die mir lachet, ist mein Herr Jesus Christ.\u201c (Paul Gerhardt)<br \/>\n(7) Heute gelten z. B. auch unter Christen nicht grunds\u00e4tzlich alle Verkehrsregeln, Ehrlichkeit in Steuerfragen oder die Unantastbarkeit fremden Eigentums. Sogar in Gemeinden kamen (und kommen!?) Unterschlagungen von Opfergeldern vor.<br \/>\n(8) \u201eArbeit ist des B\u00fcrgers Zierde, Segen ist der M\u00fche Preis\u201c (Schiller, Die Glocke) beschreibt die Auffassung des Menschen ohne Gott, der eventuell sogar \u201ein \u201aseiner\u2019 Arbeit aufgeht\u201c und sein Selbstwertgef\u00fchl an seiner Schaffenskraft festmacht. Nachrufe bei Beerdigungen unterst\u00fctzen oft diese Sicht: \u201eNur Arbeit war sein Leben!\u201c<br \/>\n(9) Bestimmte Vergn\u00fcgungslokale und Wirtschaften mit Alkoholausschank wurden aufgegeben, als ihre Betreiber Christen wurden. Rechtsanw\u00e4lte konnten nach Gesetzes\u00fcbertretungen ihrer Klienten nicht mehr um jeden Preis deren Unschuld beteuern.<br \/>\n(10) Redewendungen: Der schw\u00e4tzt jeden unter den Tisch. Der hat immer Recht. Der\/die hat ein &#8230; wie ein Schwert. Ein gel\u00e4ufiger Begriff ist \u201e\u00dcberredungsKUNST\u201c.<br \/>\n(11) \u201eRede mit deinen Kindern nicht zu oft \u00fcber Gott, sondern lieber \u00f6fter mit Gott \u00fcber deine Kinder.\u201c<br \/>\n(12) Redewendungen: Das Ma\u00df ist voll. Das geht \u00fcber die Hutschnur.<br \/>\n(13) \u201eWir lassen uns in unserer Demut von niemandem \u00fcbertreffen&#8230;\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Ver\u00e4nderung nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Epheser 4, 25-32 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Paulus versteht den neuen Wandel als FOLGE der Wiedergeburt, der Bekehrung. 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