{"id":1638,"date":"2008-12-27T13:01:13","date_gmt":"2008-12-27T11:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=457"},"modified":"2008-12-27T13:01:13","modified_gmt":"2008-12-27T11:01:13","slug":"predigthilfe-vom-11-1-2009-epheser-4-17-24","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-1-2009-epheser-4-17-24\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.1.2009 &#8211; Epheser 4, 17-24"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Erneuerung nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Epheser 4, 17-24<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\n[Sehr empfehlenswert: Bibel-Kommentar 14, Epheserbrief, Helge Stadelmann, Edition C, H\u00e4nssler 1993]<br \/>\nIn den meisten Paulus-Briefen finden sich im zweiten Teil Ermahnungen, nicht nur Ratschl\u00e4ge (s. 4, 1.17).<\/p>\n<p>Texterkl\u00e4rungen<br \/>\nV 17-19 ist der \u201eKopf\u201c f\u00fcr die folgenden Ausf\u00fchrungen. Die Verse 17-24 behandeln das allgemeine Verh\u00e4ltnis der Gotteskinder zum Herrn, ab V25 folgen Einzelanweisungen.<br \/>\nVoraussetzung f\u00fcr das neue Leben ist die Wiedergeburt. Der Mensch OHNE Gott hat einen ganz anderen, entgegen gesetzten Blickwinkel (1. Ko 2, 14; Gal 2, 20). Man kann nicht Christ dadurch werden, dass entsprechende Lebensregeln \u00fcbernommen werden. (1)<br \/>\n\u201eGl\u00e4ubige und Ungl\u00e4ubige sind sich nicht nur un\u00e4hnlich, sondern gegens\u00e4tzlich, wie Wahrheit und L\u00fcge, Leben und Tod, wie Licht und Finsternis.\u201c (Fritz Rienecker)<br \/>\nUm den Kontrast zu verdeutlichen, wird das Heidentum geschildert. Die Ursache f\u00fcr das Problem liegt im Fehlen jeder Erkenntnis von Gott. Sie ahnen, dass ein Gott ist (R\u00f6 1, 21), akzeptieren ihn aber nicht. (2)<br \/>\nDie Heiden meinen, dass das B\u00f6se durch ver\u00e4ndertes Denken, durch Wissen und \u201eWeisheit\u201c bek\u00e4mpft und abgeschafft werden kann. (3)<br \/>\nMan suchte bei aller inneren Haltlosigkeit immer nach etwas, an das man sich noch klammern k\u00f6nnte, und griff immer wieder ins Nichts. (4) Eine Theorie l\u00f6ste die andere ab, ein Rettungsvorschlag den anderen (Apg 17, 18-21 und ff).<br \/>\nAus vergifteten Wurzeln kann nur Giftiges wachsen: Unsittlichkeit und Ichsucht. Beide geh\u00f6ren zusammen. (5)<br \/>\nSelbstsucht und Genusssucht waren immer Zwillinge und traten nicht nur unter den ehemaligen Funktion\u00e4ren der sozialistischen Staaten gemeinsam auf. Sie begleiten jedes Leben ohne Gott.<br \/>\nDie Zerst\u00f6rung findet seit dem S\u00fcndenfall im Denken statt, dann durch Verstockung der Seele, schlie\u00dflich in einer selbstbezogenen, verblendeten Lebenspraxis. <\/p>\n<p>V 20f Im Herzen Christ sein und im Leben Heide bleiben ist nicht m\u00f6glich (Mt 6, 24). Gott macht keinen S\u00fcnder frei f\u00fcr ein ichs\u00fcchtiges Leben. Wiedergeborene sind nicht mehr an ihr Selbst gebunden, sondern an Gott. Christus hat sie durch sein Blut nicht nur losgekauft, sondern freigekauft f\u00fcr ihren neuen Herrn.<br \/>\nW\u00f6rtl. \u00fcbersetzt: \u201eIhr aber habt Christus so nicht gelernt.\u201c Jesus bringt aber keine neue Lehre, sondern das neue Leben. Er ist nicht der verf\u00fcgbare \u201eGhostwriter\u201c f\u00fcr Predigtvorbereitungen, liefert auch nicht nur interessante Unterpunkte, sondern will SELBST wirken. Jeder Verk\u00fcndiger muss ihn \u201egelernt\u201c, kennen gelernt haben als Retter von S\u00fcnde, Tod und Teufel. <\/p>\n<p>Zwischen dem sittlichen Leben und der Glaubenshaltung besteht ein Zusammenhang, wie zwischen kommunizierenden R\u00f6hren.<br \/>\nWenn das Glaubensleben kr\u00e4nkelt, wird auch das \u00e4u\u00dfere Leben dadurch beeinflusst. Der Gl\u00e4ubige h\u00f6rt auf, Zeugnis f\u00fcr die reinigende Kraft des Wortes Gottes zu sein. In der Praxis wird \u00fcberwiegend umgesetzt, was in der Theorie gelernt wurde.<br \/>\nChristliches Leben ist WAHRHEIT, ist echt und wirklich Leben. Der Mensch mit Jesus teilt den Alltag nicht ein zwischen Bereichen des Glaubens und der gelebten Wirklichkeit. Beides geh\u00f6rt zusammen. <\/p>\n<p>V 22ff Der konzentrierte Inhalt eines christlichen Unterrichts, der am Beispiel der TAUFE deutlich wird.<br \/>\n1. Ablegen.<br \/>\n2. Neuwerden.<br \/>\n3. Anlegen.  <\/p>\n<p>1. T\u00e4uflinge legen ihre Kleider ab. Von den Eigenarten des alten Lebens trennt sich der T\u00e4ufling bewusst.<br \/>\n2. Das Taufwasser verdeutlicht die Neugeburt (siehe Bibellexikon: Taufe).<br \/>\n3. Das neue Kleid nach der Taufe beschreibt das erl\u00f6ste, neue Leben f\u00fcr den neuen Herrn Jesus Christus. <\/p>\n<p>Das bedeutet: Jeder Erneuerungsversuch von au\u00dfen (durch Gesch\u00f6pfe Gottes) bleibt dilettantisches Flickwerk (siehe Fu\u00dfnote 3) an Gottes Gesch\u00f6pfen. <\/p>\n<p>Die Bereiche \u201eRechtfertigung und Heiligung\u201c, \u201eWiedergeburt und Erneuerung\u201c werden behandelt. Zuerst geht es um einen Akt der Barmherzigkeit Gottes (R\u00f6 8, 32), dann um das Wirksamwerden seiner Erziehung, die Abh\u00e4ngigkeit WENN-DANN. Paulus benutzt oft den Vergleich WENN-SO\u201c (R\u00f6 5, 10.17; 6, 5.8; 8, 13; u. v. a.). (6) <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag (H Stadelmann)<br \/>\n1. Der alte Sumpf (Vv. 17-19)<br \/>\n2. Der neue Grund (Vv. 20.24)<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) So unm\u00f6glich, wie ein Maulwurf durch \u00dcberlegungen und \u00c4nderungen seiner Gewohnheiten das Fliegen erlernen kann, wird aus einem nicht Wiedergeborenen ein neuer Mensch.<br \/>\nEiner Raupe kann nicht das Fliegen beigebracht werden bevor sie das Wunder ihrer Umwandlung zum Schmetterling erlebt hat.<br \/>\n(2) \u201eWir beachten viel zu wenig, dass durch den S\u00fcndenfall auch die Denkkraft des Menschen geschw\u00e4cht und getr\u00fcbt ist. Wir nehmen immer an, der Intellekt, das Denken des Menschen sei intakt, normal, zu allen Erkenntnissen f\u00e4hig. Wir bemitleiden die Geisteskranken, deren Denken ver-r\u00fcckt, d.h. verschoben ist, und meinen nun, wir, \u201edie Gesunden\u201c, h\u00e4tten ein v\u00f6llig unbesch\u00e4digtes Denken. Welch ein Irrtum! \u2013 Gott zu erkennen, g\u00f6ttliche Gedanken zu denken, das ist dem alten Menschen, das ist unserem nat\u00fcrlichen, gefallenen S\u00fcndenleben unm\u00f6glich.\u201c (Oskar Pfister).<br \/>\n(3) Kommunismus und Sozialismus wollten den neuen Menschen schaffen.<br \/>\nZitat aus Internet-Chat: \u201eDer Kommunismus w\u00e4re eine gute Sache, wenn er nicht am Menschen, der ihn handhabt, scheitern w\u00fcrde. Tatsache war immer, dass eine kleine Minderheit das Volk unterdr\u00fcckt und ausgenommen hat. Man lebte nur vom verstaatlichten Gut, bis es aufgebraucht war. Der Mensch ist leider nicht geeignet, den K. zu leben. Ein gutes Beispiel erbrachte das Ende der UdSSR sowie auch der DDR.\u201c<br \/>\nZitat UdSSR-Ministerpr\u00e4sident Chruschtschow (1894-1971): \u201eWir w\u00e4ren schon lange am Ziel, wenn blo\u00df die Menschen nicht w\u00e4ren.\u201c<br \/>\n(4) siehe z. B. Peter Hahne-Buch \u201eSchluss mit lustig\u201c.<br \/>\n(5) Manager der obersten Etagen verschiedener Werke leisteten sich ausschweifende Partys.<br \/>\nIchsucht und Habgier von Verantwortlichen machen Schule. Einer der m\u00e4chtigsten Manager in Deutschland, Post-Chef und Multimillion\u00e4r Klaus Zumwinkel, unterhielt heimliche Auslandskonten und hinterzog Steuern im hohen Ma\u00df. Horrende Geh\u00e4lter der Banken- und Wirtschaftskapit\u00e4ne gehen einher mit der krass wachsenden Zahl der Hilfsbed\u00fcrftigen.<br \/>\n\u201eJeder denkt an sich, nur ich denk an mich.\u201c geh\u00f6rt seit dem S\u00fcndenfall zum \u201eErbmaterial\u201c des gefallenen Menschen. Als Volksweisheit noch beschmunzelt, z\u00e4hlt sie zu den Hauptideen Satans (1. Mo 3, 5).<br \/>\n(6) \u201eDie menschliche Weisheit sagt: \u201aMach dich allm\u00e4hlich los von deinen S\u00fcnden, lerne nach und nach Gott lieben und Ihm leben.\u2019 Aber auf diese Weise brechen wir nie v\u00f6llig mit der S\u00fcnde und geben uns nie ganz an Gott hin. Wir bleiben in der dumpfen und tr\u00fcben Atmosph\u00e4re unserer eigenen Natur, und wir bringen es nie zum Anblick der vollen Klarheit der Heiligkeit Gottes. Der Glaube dagegen erhebt uns wie mit einem Sprung zu der k\u00f6niglichen Stellung der neuen Geburt. Der Verstand sagt: \u201aWerde heilig, dann bist du es!\u2019 Der Glaube sagt: \u201aDu bist heilig, darum werde es auch, d.h. darum zeige es \u2013 offenbare es.\u2019\u201c (Godet) <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Erneuerung nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Epheser 4, 17-24 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung [Sehr empfehlenswert: Bibel-Kommentar 14, Epheserbrief, Helge Stadelmann, Edition C, H\u00e4nssler 1993] In den meisten Paulus-Briefen finden sich im zweiten Teil [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[24],"tags":[],"class_list":["post-1638","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-epheser"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-09-17 22:37:25","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1638","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1638"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1638\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1638"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1638"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1638"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}