{"id":1637,"date":"2008-12-27T12:57:51","date_gmt":"2008-12-27T10:57:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=456"},"modified":"2008-12-27T12:57:51","modified_gmt":"2008-12-27T10:57:51","slug":"predigthilfe-vom-4-1-2009-epheser-4-1-16","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-4-1-2009-epheser-4-1-16\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 4.1.2009 &#8211; Epheser 4, 1-16"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Einheit nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Epheser 4, 1-16<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nDer Epheserbrief z\u00e4hlt zu den Lehrfundamenten der Gemeinde Jesu. Geschrieben in der Gefangenschaft (3, 1; 4, 1; 6, 20) und durch Tychikus versandt (6, 21f; Kol 4, 7f). Wahrscheinlich handelt es sich um ein Rundschreiben, das zuerst in Ephesus vorgelesen wurde. Die Leser waren sog. Heidenchristen der kleinasiatischen Gemeinden.<br \/>\nNach dem belehrenden Teil folgt in den Briefen des Paulus \u00f6fter der praktische (wie R\u00f6 12, 1).<br \/>\nDie Gemeinde wird als Leib Christi beschrieben.<br \/>\nDer Textinhalt ist allerdings so konzentriert, dass in einer Gottesdienstpredigt nur Ausschnitte angesprochen werden sollten. (1) <\/p>\n<p>Texterkl\u00e4rungen<br \/>\nV 1ff Selbst \u201ezur Freiheit berufen\u201c gilt der Gemeinde hier der Brief eines Gefangenen. Gott selbst hat berufen vom Tod zum Leben, von der Finsternis ins Licht, von der Gewalt Satans zur Gemeinschaft mit Gott (R\u00f6 8, 28; 1. Ko 1, 9; Gal 5, 13; 1. Tim 6, 12; 1. Petr 2, 9).<br \/>\nDas \u201eW\u00fcrdig wandeln\u201c wird in f\u00fcnf Mahnungen erkl\u00e4rt, die ersten drei im Blick auf das Verhalten der einzelnen Gemeindeglieder untereinander, die \u00dcbrigen gelten der Gemeinde insgesamt.<\/p>\n<p>DEMUT wird im weltlichen Griechisch als \u201ekriechend, servil, niedrig\u201c verstanden. Im NT erh\u00e4lt der Begriff seinen neuen Inhalt durch das Vorbild Jesu (Mt 11, 29; Phil 2, 5ff) und wird der Gemeinde Jesu f\u00fcr ihre eigene Gesinnung empfohlen (1. Petr 3, 8).<br \/>\nSANFTMUT l\u00e4sst nicht mehr durch das Schl\u00fcsselloch der privaten Optik schauen, sondern sieht den N\u00e4chsten an wie Gott selbst. Und der begegnet jedem Menschen zuerst mit der Liebe Jesu (Mt 11, 28-30).<br \/>\nGotteskinder werden als Sanftm\u00fctige nicht zu \u201eFu\u00dfabtretern\u201c der Gesellschaft. Sanftmut l\u00e4sst bei aller Wahrheit die Liebe nicht vergessen und h\u00e4lt Macht und Liebe beisammen. (2)<br \/>\nLangmut ist nicht dasselbe Wort wie Geduld. Beim ersten bezieht sich die Geduld auf Personen, beim zweiten auf Verh\u00e4ltnisse. Geduldig ist einer, der unter schwierigsten Verh\u00e4ltnissen standhaft bleibt und seinen Mut nicht verliert.<br \/>\nBeispiel f\u00fcr Langmut: 2. Sam 16, 10-13.<br \/>\nBeispiel f\u00fcr Geduld: Hiob.<br \/>\nLIEBE (agape), die einander tragen l\u00e4sst, &#8211; dasselbe Wort wie f\u00fcr die Liebe Gottes Eph 1, 4. Paulus f\u00fchrt das neue Leben der Gotteskinder auf Tatsache und Erfahrung der Liebe Gottes zur\u00fcck (2. Ko 13, 13; 1. Jo 4, 9). Liebe zu Geschwistern muss keine Anstrengung sein, wenn Gott sie bewirkt.<br \/>\nDas Leben in der Liebe Gottes ist deshalb nicht anstrengend, weil Gottes Geist sie bewirkt (R\u00f6 5, 5; 2. Ko 5, 14; Gal 2, 20).<br \/>\nDas \u201eEINSSEIN im Geist\u201c hat nichts mit Sympathie und absoluter \u00dcbereinstimmung in allen Bibelfragen zu tun. Der Kern der Botschaft ist klar durch das Handeln Gottes in Christus Jesus umrissen.<br \/>\nUneinigkeit in Randfragen kann aber nicht inneren Abstand bewirken oder Trennung verursachen. (3) <\/p>\n<p>V 4ff Drei wichtige Themen in je drei Gruppen:<br \/>\n&#8211; EIN Leib, ein Geist, eine Hoffnung\u201c.<br \/>\nDer Leib Jesu ist dieser Welt nicht unsichtbar. In seiner Gemeinde ist er gegenw\u00e4rtig (Mt 18, 20; 1. Ko 11, 24). Einander nicht nur als Geschwister ERTRAGEN ist angesagt, sondern sich gegenseitig TRAGEN. (4)<br \/>\nObwohl die weltweite Gemeinde, der Leib Christi, von Anfang an in vielen Fragen uneins war, blieb der Zug zueinander lange erhalten. (5) <\/p>\n<p>&#8211; EIN Herr, ein Glaube, eine Taufe.<br \/>\nDem selben Herrn dienen die Geschwister in seinen Gemeinden. Sie glauben an ihn.<br \/>\nDie TAUFE geh\u00f6rt zu den Wortzeichen wie das Abendmahl, ist ein Zeichen, welches die Zusage Gottes verdeutlicht. EINE Taufe auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes gen\u00fcgt. (6) <\/p>\n<p>&#8211; EIN Gott und Vater \u00fcber allen und durch alle.<br \/>\nNur ein Gott lebt und hat das Sagen. Alle \u00fcbrigen \u201eG\u00f6tter\u201c wurden aus verschiedensten Quellen und Gr\u00fcnden von Menschen erfunden. (7) <\/p>\n<p>V 7ff Vom Geber der Gaben. Zu den Gro\u00dfartigkeiten der Gemeinde geh\u00f6rt die Vielfalt der Gaben, die zur Einheit der Gemeinde beitr\u00e4gt.<br \/>\nJedem Glied, auch dem \u201egeringsten und schw\u00e4chsten\u201c sind Gaben verliehen (Mt 25, 14ff), die es nicht in erster Linie zur eigenen Erbauung nutzen sollte, sondern zur Auferbauung des einen Leibes Christi.<br \/>\nDiese Gaben sind nicht einfach Weiterentwicklungen der nat\u00fcrlichen F\u00e4higkeiten, k\u00f6nnen aber bei den nat\u00fcrlichen Anlagen des Menschen einsetzen. Geber dieser Gaben ist der eine Herr. Seine Zuteilung ist nicht abh\u00e4ngig von menschlichen Verdiensten und Vorleistungen, sondern reine Gnade. V 8 unterscheidet sich von Ps 68, 19 durch eine Auswechslung des Verbs \u201eempfangen\u201c durch \u201egegeben\u201c. Im Psalm wird der Messias gefeiert als Triumphator nach gewonnener Schlacht, der von besiegten Feinden Geschenke (Tribut) erh\u00e4lt. In Eph 4 teilt der erh\u00f6hte Christus geistliche Gaben aus.<br \/>\nIn der allertiefsten Niedrigkeit und aus dem gr\u00f6\u00dften Jammer heraus nahm er die Last der Menschheit auf sich. (8) <\/p>\n<p>V 11 Hier werden nicht die viel versprechenden nat\u00fcrlichen Anlagen des Menschen gef\u00f6rdert, sondern in der Gemeinde durch den heiligen Geist Gaben verliehen.<br \/>\nDie vier angegebenen \u201eBegabungen\u201c grenzen nicht vier bestimmte Arbeitsfelder voneinander ab, sondern bezeugen die Vielfalt der Aufgaben.<br \/>\nHIRTEN (das griechische Wort stammt vom Verb \u201esch\u00fctzen\u201c ab) wurden die F\u00fchrer und Versorger des Volkes genannt (Jes 63, 11; Jer 3, 15), ein Bild f\u00fcr F\u00fcrsten und K\u00f6nige. Im NT kommt diese Bezeichnung nur im Epheserbrief vor (vgl. aber 1. Petr 5, 2; Apg 20, 28; 1. Ko 9, 7). Es geht offensichtlich um die verantwortlichen Leiter von Einzelgemeinden. Diese T\u00e4tigkeit wird unterschiedlich benannt: \u201eBisch\u00f6fe\u201c (Apg 20, 28; 1. Tim 3, 2), \u201eLeiter\u201c (Apg 15, 22; Hebr 13, 7.17.24); \u201e\u00c4lteste\u201c (Apg 14, 23; 1. Tim 5, 17).<br \/>\nLEHRER werden mit den Hirten zusammen aufgez\u00e4hlt. Die Gaben und Verantwortungen k\u00f6nnen \u00fcberlappen, liegen auch oft in einer Hand. R\u00f6 7, 4ff werden die Aufgabenbereiche aufgez\u00e4hlt. Lehrer \u00fcbernehmen die fortlaufende Unterweisung im Wort Gottes und vermitteln Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Heilsratschluss Gottes.<br \/>\nTit 2, 10 beschreibt die Gabe der Lehre als \u201eLehre Gottes, unseres Heilandes\u201c.<br \/>\nPaulus nennt sich \u201eLehrer der Heiden\u201c (1. Tim 2, 7) und allgemein \u201eLehrer\u201c (2. Tim 1, 11).<br \/>\nPROPHETEN haben Offenbarungen und\/oder erkl\u00e4ren Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus der Sicht Gottes.<br \/>\nVerschiedene Aufgaben, aber \u201emancherlei Kr\u00fcge, aber eine einzige Quelle\u201c. <\/p>\n<p>V 12f Zweck und Ziel der Gaben ist die Erbauung des Leibes Christi, eben der Gemeinde. Gabentr\u00e4ger sind Beauftragte ihrer Gemeinde. (9)<br \/>\nZu den Aufgaben der Verantwortlichen in der \u00f6rtlichen und weltweiten Gemeinde Jesu geh\u00f6rt das Anstreben der EINHEIT im Glauben.<br \/>\n\u201eErkenntnis\u201c bedeutet in der Bibel mehr als optische oder gedankliche Wahrnehmung.<br \/>\nIm Hebr\u00e4ischen bedeutet \u201eerkennen\u201c 1. wahrnehmen (1. Mo 27, 23; 37, 33), 2. Heirat, eins werden und sein (1. Mo 4, 1.17). Ziel Gottes ist das Einig- und Einswerden mit seinem Heilsplan (1. Tim 2, 4). <\/p>\n<p>Wachstum vom Kind zum Mann. Gotteskinder sollen sich weiterentwickeln, aus dem Wort dazulernen, wachsen in der Gnade. <\/p>\n<p>Weil Jesus Christus in seiner Gemeinde \u201ewohnt\u201c, (Haupt-) Teil von ihr ist, tr\u00e4gt sie seinen Namen.<br \/>\nDer \u201evollkommene Mann\u201c ist Christus selbst, das Haupt seines Leibes (Eph 1, 22). <\/p>\n<p>Das \u201eHingelangen, Heranreifen\u201c wird durch die Glieder der Gemeinde angestrebt und dient eben dieser Gemeinde. (10) <\/p>\n<p>V 14 Unm\u00fcndige werden \u201ehin- und hergeschaukelt\u201c wie die Wellen der Meere. Jeder Wind bewegt Wasser.<br \/>\nBeschrieben wird 1. die Beweglichkeit aller Menschen und Dinge ohne festen Halt, 2. das Bewegtwerden durch \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse.<br \/>\nDabei ist das W\u00fcrfelspiel ein \u201eGl\u00fccks-Spiel\u201c, weil W\u00fcrfel normalerweise nicht beeinflussbar sind, ihr Fall auch nicht vorausberechnet werden kann. (11) Hier wird dieses Spiel aber mit Betrug in Verbindung gebracht (V14). W\u00fcrfel lassen sich aber manipulieren. In der Literatur wird das W\u00fcrfelspiel auch als Beispiel f\u00fcr die Listen Satans gebraucht.<br \/>\nAllein das Gegr\u00fcndetsein im Wort Gottes bewahrt vor den Betr\u00fcgereien der Menschen. (12) <\/p>\n<p>V 15f Die positive Seite: \u201eWahrhaftig in der Liebe\u201c duldet kein Hintenherum-Gerede, keine Intrigen. Damit ist der Inhalt des Evangeliums gemeint (Eph 1, 13; 5, 9; 6, 14; Gal 2, 5.14; 5, 7; R\u00f6 1, 18). <\/p>\n<p>Die einzelnen K\u00f6rperglieder sind nicht zusammenhanglos, sondern aufeinander angewiesen. (13)<br \/>\nDurch die \u00dcbertragung der Gelenke hilft eines dem anderen auf und tr\u00e4gt zum Wachstum des Ganzen bei.<br \/>\n\u00dcber das Ma\u00df der Aktivit\u00e4ten und ihre Wirksamkeit bestimmt das Haupt, Jesus Christus.<br \/>\nVon jedem Glied wird nicht der gleiche Dienst erwartet. Wenn alle gleich w\u00e4ren in der Begabung, Funktion und den Aufgaben, w\u00e4re kein Leib funktionst\u00fcchtig. Vergleiche sind \u00fcberfl\u00fcssig, ebenso die Einteilung in anerkannte und niedere Dienste.<br \/>\nDie Einheit besteht nicht in menschlicher Autorit\u00e4t, auch nicht im Lehrzwang einer Kirche, eines Verbandes oder einer Gemeinde, sondern in dem einen gleichen Geist, in dem sie alle wirken. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Einheit im Geist<br \/>\n2. Vielfalt in den Gaben<br \/>\n3. Mit einem Ziel<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Dieser Textabschnitt kann in EINER Predigt nicht ersch\u00f6pfend behandelt werden, um die Zuh\u00f6rer nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig zu ersch\u00f6pfen. Eine Auslegung oder ein Bibelkommentar k\u00f6nnten f\u00fcr die Vorbereitung und die Erfassung der wichtigsten Bereiche hilfreich sein.<br \/>\n(2) \u201eHerr, lass die Macht deiner Liebe in mir nie durch die Liebe zur Macht \u00fcberfl\u00fcgelt werden\u201c.<br \/>\n(3) Zu viele traurige Beispiele auch aus Gemeinschaftskreisen: Die Trennung von Gotteskindern mit unterschiedlichen Meinungen oder Erkenntnissen, Spaltung ganzer Kreise, kaum \u00f6rtliche Kontakte \u00fcber Gemeinschaftsverbandsgrenzen hinweg, Ver\u00f6dung der Beziehungen zu Kirchengemeinden mit einem gl\u00e4ubigen Pfarrer. So hat der Herr der Gemeinde Jesu das sicher nicht vorgesehen. Aber wo Geschwister neu oder wieder erneut zum Herrn finden, findet sich ein Zug zu Gotteskindern auch \u00fcber alle Verbandsgrenzen hinweg.<br \/>\n(4) Ist Jesus tats\u00e4chlich noch Mittelpunkt unserer Gemeinde? Zieht es uns noch zu Geschwistern anderer Gruppen, wo auch Gotteskinder dabei sind?<br \/>\n(5) Heute unterst\u00fctzen die meisten Gemeinden die weltweite Mission, haben aber praktisch ganz \u00fcberwiegend ihre eigenen Missionen und Missionare auf der Gebetsliste. Das Reich Gottes ist viel gr\u00f6\u00dfer \u2013 oft sogar vor Ort &#8211; aber sicher in der ganzen Welt.<br \/>\n(6) Eine Taufe gen\u00fcgt. GOTT ALLEIN ist bei der Taufe der Handelnde, weder der T\u00e4ufling noch der T\u00e4ufer.<br \/>\nUnd Gott muss sein Tun nicht wiederholen. Deshalb ist die Kindertaufe nicht wirkungslos.<br \/>\nWiedert\u00e4ufer handeln oft aus psychisch leicht verst\u00e4ndlicher Hilfsbereitschaft, aus Mitleidsgef\u00fchlen oder aus einem Missverst\u00e4ndnis ihrer geistlichen Verantwortung heraus. Wer anbietet, auch mehrmals zu taufen, weil es dem T\u00e4ufling \u201ehilft\u201c, handelt verantwortungslos.<br \/>\nKeine andere Frage hat unter den Gemeinden solch gegens\u00e4tzliche Positionen erzeugt wie die Frage der Taufe.<br \/>\n(7) Sogar die Bl\u00e4tter mit \u00fcberzeugt unchristlicher Richtung finden sich zu s\u00e4mtlichen Festen der Christen mit Themen \u00fcber Gottes Wort ein. Beispiel: SPIEGEL.<br \/>\nDazu der Literaturnobelpreistr\u00e4ger Heinrich B\u00f6ll: \u201eDas Langweilige an den Atheisten ist, dass sie st\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen.\u201c.<br \/>\nAuch Mohammed hat nur SEINE Gedanken 600 Jahre(!) nach Christus festschreiben lassen.<br \/>\n(8) Luther: \u201eEr ist als der allerunseligste und verachtetste Mensch angesehen gewest, wie geschrieben steht, \u201aEr hatte keine Gestalt und Sch\u00f6ne\u2019 usw. Kein Mensch auf Erden ist so tief gedem\u00fctiget als Er, auf dass das Wort Pauli: \u201aEr ist hinuntergefahren\u2019, festbest\u00fcnde und wahr bliebe. Denn Er hat Sich an Allertiefstes heruntergelassen unter das Gesetz, unter den Teufel, unter den Tod, unter die S\u00fcnde und unter die H\u00f6lle. Das ist, meine ich, die letzte und unterste Tiefe.\u201c<br \/>\n\u201e&#8230;weil es aber unm\u00f6glich war, dass Seine Seele sollte in der H\u00f6lle gelassen werden und Sein Fleisch die Verwesung sehen, musste Er aus dieser Tiefe und dem Tod wieder in die H\u00f6he fahren, d.i. zur rechten Hand Gottes. Nichts tiefer denn die H\u00f6lle, nichts H\u00f6heres denn die rechte Hand Gottes.\u201c(Luther in einer Himmelfahrtspredigt im Jahre 1527, W.A., Bd. 23, 702-704.)<br \/>\n(9) \u201eDie gro\u00dfartige Verbindung von Gaben und Diensten (1. Petr 4, 10) ist das eigentliche Geheimnis der Gemeinde.\u201c (Prof. emerit. Rendtorff)<br \/>\n(10) \u201cDas Heranreifen geschieht je nachdem jeder einzelne Teil dem andern dient mit der ihm von Gott verliehenen Gabe, es beruht alles auf Gegenseitigkeit.\u201c (Lohmann)<br \/>\n(11) Das W\u00fcrfelspiel an sich ist nicht verwerflich. Es kann der Geselligkeit dienen und Gemeinschaft f\u00f6rdern.<br \/>\n(12) \u201eDerselbe Wind, der die losen Bl\u00e4tter hin und her jagt und wirbelt, macht, dass der gewurzelte Baum seine Wurzeln nur noch tiefer in das n\u00e4hrende Erdreich hineinschl\u00e4gt. Jeder heftige Sturm, der \u00fcber die Tenne fegt, s\u00e4ubert den Weizen von der Spreu. Es muss zu Scheidungen und Sichtungen kommen. Dazu benutzt Gott daherbrausende gewaltige Str\u00f6mungen von allerlei tr\u00fcgerischer Lehre. Da kracht dann viel totes Holz herunter, die gesunden B\u00e4ume aber erstarken. (Str\u00f6ter, Eph, S. 117.)<br \/>\n(13) Der kleine Finger braucht die F\u00fc\u00dfe, um sich an der richtigen Stelle einsetzen zu k\u00f6nnen. Das Auge braucht den gesamten K\u00f6rper, um n\u00fctzlich zu sein.<br \/>\nAbgel\u00f6ste Bl\u00e4tter, abgeschnittene Blumen sind schon so gut wie tot.<br \/>\n\u201eDie Gliedteile eines Organismus sind immer im Werden in der Entwicklung zum Ziel, und die \u201aGestaltungskraft des Organismus\u2019 ordnet alles zum Ziel, indem sie die Gliedteile in die wechselseitige Beziehung setzt.\u201c (Lohmann, Eph, S. 88ff und S. 81). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Einheit nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Epheser 4, 1-16 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung Der Epheserbrief z\u00e4hlt zu den Lehrfundamenten der Gemeinde Jesu. 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