{"id":1636,"date":"2008-12-27T12:54:34","date_gmt":"2008-12-27T10:54:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=455"},"modified":"2008-12-27T12:54:34","modified_gmt":"2008-12-27T10:54:34","slug":"predigthilfe-vom-1-1-2009-lukas-18-18-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-1-2009-lukas-18-18-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1.1.2009 &#8211; Lukas 18, 18-30"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn leben<br \/>Predigtthema: Leben nach dem Willen Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 18, 18-30<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nJahreslosungen (1) werden \u00fcberwiegend am Jahresanfang und oft mit der Frage bedacht: Was bringt\u00b4s?<br \/>\nSie k\u00f6nnten die Aufgabe eines \u201ePassworts\u201c \u00fcbernehmen, das den Zugang zum Eigentlichen erleichtert.  <\/p>\n<p>Texterkl\u00e4rungen<br \/>\nV 18-23 Matth\u00e4us nennt ihn den \u201eJ\u00fcngling\u201c (Mt 19, 20). F\u00fcr alle drei Evangelisten war er ein \u201eReicher\u201c.<br \/>\nNach Lukas war es hier ein \u201eOberer\u201c, ein Vorsteher, vielleicht aus der Synagoge. Die sieben \u00c4ltesten der Synagoge wurden \u201edie Guten\u201c genannt.<br \/>\nDer Mann suchte bei Jesus nicht Gnade, sondern Lohn. Er wollte das ewige Leben (die Pharis\u00e4er glaubten daran) durch eigene Tugenden und Verdienste erwerben, voll von gutem Willen, aber ohne Selbsterkenntnis.<br \/>\nDas \u201eewige Leben\u201c kommt im AT nur in Dan 12, 2 buchst\u00e4blich vor, was aber von der Lehre Israels \u00fcbernommen wurde und z. Zt. Jesu ein gebr\u00e4uchlicher Ausdruck war,<br \/>\nAn Jesus scheitern fromme Spr\u00fcche. Er begr\u00fc\u00dft den Gast nicht begeistert als neuen Anh\u00e4nger, sondern fragt nach. Damit bezeichnet er sich nicht als \u201enicht gut\u201c (Jo 10, 12). Aber weil Gott allein wirklich GUT ist, muss der, der Jesus gut nennt, dessen Einssein mit Gott erkennen.<br \/>\nJesus stellt keine neuen Gebote auf, zitiert nur aus der zweiten Tafel der Gebote, die von der N\u00e4chstenliebe handeln. Wer hier seine Unvollkommenheit feststellt wird einsehen, dass er so vor Gott nicht bestehen kann, und ihm die Liebe zu Gott erst recht fehlt. <\/p>\n<p>Markus berichtet davon, dass Jesus ihn lieb hatte (Mk 10, 20), ihm also helfen, nicht verurteilen wollte.<br \/>\nWoran hing das Herz des Reichen? (2)<br \/>\nWenn der Reichtum, das HABEN wollen\/m\u00fcssen, zum Gottesersatz, zum Abgott wird, bleibt der Wunsch nach ewigem Leben ein Wunschtraum. <\/p>\n<p>Was Jesus vom Reichen \u00e4u\u00dferlich erbat, vollzog er selbst innerlich im h\u00f6chsten Ma\u00df (Phil 2, 6ff).<br \/>\nDen Weg zum \u201eReich sein in Gott\u201c hatte er \u00f6fter deutlich vorgeschlagen (Lk 9, 23; 14, 33; 12, 33f). <\/p>\n<p>Der Reiche erkennt, dass seinen eingebildeten Sicherheiten das Fundament fehlte, nachdem er seine Verdienste nur noch vervollkommnen wollte. <\/p>\n<p>V 24f Der Eintritt ins Himmelreich wird sehr schwer, wenn das HABEN vor dem SEIN rangiert. Das Beispiel unterstreicht die Unm\u00f6glichkeit.<br \/>\n\u201eNadel\u00f6hr\u201c nannte man einen sehr kleinen Toreingang in Jerusalem, den beladene Kamele (\u201ekamelos\u201c) nicht passieren konnten. (3) (4)<br \/>\nGanz \u00e4hnlich hei\u00dft das Schiffstau (\u201ekamilos\u201c), dass durch kein Nadel\u00f6hr passt.<br \/>\nPraktisch: Menschen k\u00f6nnen sich drehen, vorw\u00e4rts, seitw\u00e4rts, r\u00fcckw\u00e4rts, aber von sich aus nicht die T\u00fcr zum ewigen Leben passieren. Erst das Ablegen der Selbstzufriedenheit und -gerechtigkeit und das Akzeptieren der einzigen T\u00fcr (Jo 10, 9) bringt das Leben. <\/p>\n<p>V 26 Wer kann dann \u00fcberhaupt noch&#8230;? (5) NIEMAND, wenn er sich auf seine Verdienste, sein Tun und Lassen beruft. JEDER, der sich dem Sohn Gottes anvertraut. <\/p>\n<p>V 27 Gedanken zu Jahreslosung:<br \/>\n\u201eDas Kleid -, dieser Typ -, das Gesch\u00e4ftsjahr -, dieses Verhalten -, die Rettung dieser Ehe -, eine lebensrettende Operation: UNM\u00d6GLICH!\u201c Solche Ausdr\u00fccke sind nicht ungew\u00f6hnlich. (6)<br \/>\nDagegen eine gro\u00dfm\u00e4ulige Werbung: \u201eNICHTS ist unm\u00f6glich!\u201c (7)<br \/>\nDas letzte Jahr brachte den Absturz hoher Wachstumserwartungen und Wertzuwachspl\u00e4ne. (8) Rentner sehen sich um ihre Zukunftssicherungen betrogen, weltbekannte Firmen haben Absatzprobleme und viele ihrer Zuliefererfirmen melden Insolvenz an.<br \/>\nJesus f\u00fchrt das menschliche \u201eNichts ist unm\u00f6glich!\u201c erst einmal ad absurdum, ebenso das \u201eKenne ich alles schon seit dem Kindergottesdienst.\u201c Und das \u201cMach ich doch alles schon!\u201c.<br \/>\nDer Rat Jesu: L\u00f6se dich von deinen selbst geschaffenen oder erarbeiteten Sicherheiten. Vertrau nicht auf deine Versicherungen und schon gar nicht auf dich selbst.<br \/>\nTeile das was du hast mit denen, die es n\u00f6tiger haben. Verschenke dich! Dann musst du nicht mehr auf die Stunde deiner pers\u00f6nlichen Insolvenz warten sondern hast einen ewigen Wohnplatz im Himmel. <\/p>\n<p>Beispiele genug: Vom armen(!) Kornbauern (Lk 12, 16ff) bis zum reichen(!) Lazarus (Lk 16, 19ff).<br \/>\nAuch wenn alle menschlichen Ressourcen am Ende sind, macht Gott m\u00f6glich, was keinem Menschen gelingt.<br \/>\nF\u00fcr den Menschen gilt nur: Loslassen \u2013 und sich Gottes F\u00fchrung anvertrauen. <\/p>\n<p>V 28-30 Der Reiche verzichtet auf seinen \u201eSchatz im Himmel\u201c, weil ihm seine pers\u00f6nlichen Sch\u00e4tze wichtiger waren. \u201eWas habe ich davon?\u201c, \u201eWas bringt\u00b4s?\u201c <\/p>\n<p>Die J\u00fcnger hatten dagegen \u201ealles verlassen\u201c (Beruf, Besitz, Angeh\u00f6rige) (Mt 19, 27) und sind Jesus nachgefolgt. Anstelle der Furcht des Reichen, nicht errettet zu werden, beherrscht auch sie der Wunsch, besonders BELOHNT zu werden. Jesus hatte ja die Trennung von irdischen G\u00fctern verbunden mit der Verhei\u00dfung unverrottbarer himmlischer Werte (Lk 12, 33).<br \/>\nEs geht bei Jesus nicht um den VERDIENST, sondern um den DIENST f\u00fcr den h\u00f6chsten Herrn aller Zeiten (Mt 20). J\u00fcnger Jesu werden nicht erst belohnt, wenn sie das Irdische verlassen, sondern haben schon hier und jetzt einen Herrn, der sie zuverl\u00e4ssig betreut und belohnt. Und diese vielf\u00e4ltige \u201eVergeltung\u201c wird im ewigen Leben bei Jesus dann noch offensichtlicher werden. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (nach Dr, Gerhard Maier)<br \/>\n1. Endlich mal ein Vorbild?<br \/>\n2. Echter Gewinn ist die F\u00fcrsorge Gottes<br \/>\n3. Ein noch h\u00f6herer Gewinn ist das ewige Leben<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2<br \/>\n1. Ein neues Gebot?<br \/>\n2. Ein Angebot!<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Alle Jahreslosungen seit 1930 unter: www.jahreslosung.net\/archiv.htm<br \/>\n1852 kam ein Pfarrer auf die Idee, seinen Konfirmanden lesegerechte Tagesabschnitte aus der Bibel vorzuschlagen. Daraus entwickelten sich die Herrnhuter Losungen, Jahres- und Monatslosungen, schlie\u00dflich auch die Wochenspr\u00fcche. Man wusste: \u201eDes Herrn Wort bleibt in Ewigkeit.\u201c (1. Petr 1, 25)<br \/>\n(2) Luther: \u201eWoran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist dein Gott!\u201c<br \/>\n(3) Pfr. Ralf Krust (Hardheim + H\u00f6pfingen) in einer Predigt f\u00fcr Konfirmanden: \u201eEines Tages kommt ein Kamel an dieses Tor. Kein normales Kamel. Es ist ein besonderes Kamel. Es hat einen wundersch\u00f6nen Sattel mit feuerroten Quasten. Und es hat einen Diener bei sich, der von ihm die Fliegen vertreiben soll. Das Kamel ist hoch beladen mit kostbaren Teppichen, die auf dem Markt verkauft werden sollen.<br \/>\nDer Junge ruft: &#8222;Platz da, jetzt gehen wir durch das Tor.&#8220; Aber es klappt nicht. Das Kamel passt nicht hindurch. Es ist zu gro\u00df.<br \/>\n&#8222;Versuch doch, dich r\u00fcckw\u00e4rts durchzuschl\u00e4ngeln&#8220;, sagt der Junge. Und er macht dem Kamel vor, wie er das meint.<br \/>\n&#8222;Kamele schl\u00e4ngeln sich nicht&#8220;, denkt das Kamel. Aber egal, es dreht sich um und zw\u00e4ngt sein Hinterteil in das Tor.<br \/>\nEs dr\u00e4ngt sich und zw\u00e4ngt. Ja es schl\u00e4ngelt sich sogar! Aber es klappt nicht. Das Kamel passt nicht hindurch.<br \/>\n&#8222;Ich werde deine kostbaren Teppiche abladen&#8220;, sagt der Junge. Er bindet alle Sachen los und nimmt alle Teppiche herunter. &#8222;Nun versuch es noch einmal,&#8220; ermuntert der Junge das Kamel.<br \/>\nEs hat keinen Zweck. Das Kamel kann sich immer noch nicht durch das Tor quetschen. &#8222;Der Sattel ist im Weg&#8220;, sagt der Junge, &#8222;ich werde ihn dir abnehmen m\u00fcssen.&#8220;<br \/>\nOhne seinen wundersch\u00f6nen Sattel sieht das Kamel ganz anders aus. Nicht mehr stolz und wichtig, sondern eben ein ganz normales Kamel.<br \/>\nNoch einmal versucht es das Kamel. Runter auf die Knie, vorw\u00e4rts gerutscht, Zentimeter f\u00fcr Zentimeter, bis es schlie\u00dflich &#8230; durch ist. &#8222;Hurra! Es ist durch, die M\u00fchen haben sich gelohnt.\u201c<br \/>\n(4) Kamelen helfen dabei auch Di\u00e4tkuren nicht.<br \/>\n(5) Clemens von Alexandrien schrieb ein B\u00fcchlein \u201eWelcher Reiche kann selig werden?\u201c, aber die eigentliche Frage hei\u00dft: \u201eWer \u00fcberhaupt kann noch gerettet und selig werden?\u201c.<br \/>\nAntwort: NIEMAND, der nicht den einzig m\u00f6glichen Zugang ins Reich Gottes akzeptiert (Jo 10, 9; 1, 12).<br \/>\n(6) Die W\u00f6rter der \u201eM\u00f6gen\u201c-Familie haben im Deutschen ihren Ursprung im althochdeutschen Verb \u201emugan\u201c: = k\u00f6nnen, verm\u00f6gen, imstande sein und h\u00e4ngen mit dem englischen \u201emay\u201c und dem schwedischen \u201em\u00e5\u201c zusammen. Verm\u00f6gend gilt jemand, der wohlhabend und reich ist. VerM\u00d6Genden Menschen ist aus menschlicher Sicht eben alles M\u00d6Glich&#8230;<br \/>\n(7) W\u00f6rterb\u00fccher gerade der deutschen Sprache beschreiben die Situation: \u201eNichts geht mehr! Nicht durchf\u00fchrbar! Nicht zu bewerkstelligen! \u2013 Nicht zu verwirklichen!\u201c Eines der verbreitetsten Handb\u00fccher z\u00e4hlt fast 3 Seiten deutsche W\u00f6rter auf, die mit \u201eun-\u201c beginnen. Typisch f\u00fcr Deutsche oder einfach unm\u00f6glich?<br \/>\n(8) Beispiele t\u00e4glich in jeder Zeitung: Vom ehemaligen Multimillion\u00e4r und Post-Chef Klaus Zumwinkel bis zu den \u201evertrauensw\u00fcrdigen\u201c Bankern der Wall-Street, von der Ohnmacht der Politiker bis zum Steuerbetrug des \u201ekleinen Mannes\u201c: Auch alles Schlimme ist m\u00f6glich.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Nach dem Willen des Herrn lebenPredigtthema: Leben nach dem Willen Gottes Bibelstelle: Lukas 18, 18-30 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung Jahreslosungen (1) werden \u00fcberwiegend am Jahresanfang und oft mit der Frage bedacht: Was bringt\u00b4s? 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