{"id":1624,"date":"2008-10-16T10:06:04","date_gmt":"2008-10-16T08:06:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=443"},"modified":"2008-10-16T10:06:04","modified_gmt":"2008-10-16T08:06:04","slug":"predigthilfe-vom-26-10-2008-1-petrus-3-15b-19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-10-2008-1-petrus-3-15b-19\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26.10.2008 &#8211; 1.Petrus 3, 15b-19"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem Herrn<br \/>Predigtthema: SOS &#8211; deshalb best\u00e4ndig bereit zum Zeugnis<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Petrus 3, 15b-19<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 15 Hoffnung ist Sehnsucht unserer vergehenden Welt: \u201eAlles geht ja doch bergab\u201c, Moral, Wirtschaft, Renten, usw. Die Parteien sind machtlos. (1) \u201eHoffnungslosigkeit ist die H\u00f6lle\u201c (Dostojewski), macht Angst und Angst l\u00e4hmt. Hoffnung muss wahr sein. Nur die Wahrheit macht frei (Jo 8, 32) \u2013 Jesus (Jo 14, 6). Christen sind die Realisten. \u201eWer einen Pakt mit dem Leben schlie\u00dft, hat den Tod nicht zu f\u00fcrchten\u201c (P. Hahne). Christustr\u00e4ger sind die Hoffnungstr\u00e4ger. Sie k\u00e4mpfen nicht um ihre Zukunft, weil die seit Golgatha gekl\u00e4rt ist. Und das muss umgesetzt werden (2). \u201eChristen sind Bettler, die anderen Bettlern sagen k\u00f6nnen, wo Brot zu finden ist\u201c (P. Hahne).<br \/>\nFragt man uns noch nach dem Grund unserer Hoffnung? \u2013 oder haben wir uns eingerichtet in der Welt, in einer Einrichtung, wie z.B. dem Br\u00fcderbund?<br \/>\nWir brauchen Wegweisung und Wegzehrung aus dem Wort Gottes, Geschwister als Weggef\u00e4hrten zur ewigen Heimat. Bibelleser wissen mehr. Ihre Hoffnung steht gegen alle Resignation.<br \/>\nDeshalb d\u00fcrfen die \u201eStillen im Lande\u201c nicht zu still werden im Schutz der W\u00e4nde ihrer Versammlungss\u00e4le. Die Welt braucht Jesus, der Rest vergeht (1. Jo 2, 17).<br \/>\nBis dahin sind \u201eMauerbrecher zu anderen hin\u201c n\u00f6tig, damit diese mit Gott \u201ewiedervereinigt\u201c werden k\u00f6nnen.<br \/>\nSeltsam, dass die Fragen von au\u00dfen nicht zuerst am Glauben der Christen entstehen, sondern an ihrer HOFFNUNG. <\/p>\n<p>V 16f Fanatische Fromme zerst\u00f6ren, machen kaputt, reizen zur Gegnerschaft, kommen in blinden Eifer, -Streitsucht und \u00dcberlegenheitsgef\u00fchle mischen sich ein. Sanftmut gewinnt dagegen durchs weite Herz (3).<br \/>\nMenschen dieser Welt greifen nicht nur an, sie haben auch Fragen nach dem Woher und Wohin, nach dem Sinn ihres Lebens. Suchende sehnen sich nach verbindlichen Antworten.<br \/>\nDas ist die g\u00fcnstigste Situation, wenn ein Zeugnis erbeten und nicht aufgedr\u00e4ngt wird. <\/p>\n<p>Zeugnis geben lernt man nicht zuerst durch Schulung. Learning by doing! (4) Jesus l\u00e4sst nie einen seiner Zeugen allein (Mt 10, 19.27; Mk 13, 11; Lk 12, 11.22: 21, 14).<br \/>\nDie liebende Zuwendung zum N\u00e4chsten ist Vorbedingung. Christlich-kluge Antworten erreichen oft nur den VERSTAND, aber die Freundlichkeit Jesu will das HERZ mit SANFTMUT ver\u00e4ndern (Mt 11, 28-30). <\/p>\n<p>Die Gottesfurcht meint das ehrliche Ernstnehmen der heiligen Gegenwart Gottes. Gott ist kein Kumpel.<br \/>\nUnd seine N\u00e4he bewahrt davor, die Wahrheit des Evangeliums der Welt aus Angst vorzuenthalten. Die Gottesfurcht bewahrt vor Eigenruhm, Selbstsucht und \u2013sicherheit. <\/p>\n<p>Das GEWISSEN  (lateinisch conscientia, w\u00f6rtlich &#8222;Mit-Wissen&#8220;) begleitet den Menschen. Es meldet sich auch, ohne erw\u00fcnscht zu sein. (5)<\/p>\n<p>Gott-lose beantworten die \u00dcberzeugungskraft der Jesusleute gern damit, nun auch bei den Christen deren S\u00fcnden aufzusp\u00fcren. Dagegen hilft der Vorschlag des m\u00f6glichst \u201eguten Wandels in Christus\u201c (16b).<br \/>\nDie Besch\u00e4mung der Angreifer ist nicht Ziel der Christen. (6)  <\/p>\n<p>V 18f \u201eEIN f\u00fcr alle Mal\u201c, ein Kernvers der Christenheit. Jesus stirbt nicht f\u00fcr jede S\u00fcnde extra. Gott \u00fcberlegt nicht, ob er Wiederholungst\u00e4ter besonders bestrafen soll. Die komplette \u201eStrafe liegt auf ihm\u201c (Jes 53, 5), die Anklageschrift ist ein f\u00fcr alle Mal vernichtet, Kol 2, 14: \u201eEr hat den Schuldschein gegen uns gel\u00f6scht,  in Satzungen , der gegen uns war, und ihn auch aus  Mitte fortgeschafft, indem er ihn ans Kreuz nagelte\u201c (Elberf.) ( siehe auch Hebr 9, 12.29!).<\/p>\n<p>Gerade auch im Leiden sollen Jesu J\u00fcnger nicht ihr  \u201eGutes tun\u201c unterlassen. Besonders im Druck wirkt das Zeugnis von der Gottesn\u00e4he, der Vergebung und der Herrlichkeit \u00fcberzeugender. (7)<br \/>\nChristus war selbst Vorbild: Zeugnis durch Leiden. <\/p>\n<p>\u201eIm Fleisch\u201c (als normal Lebender) konnte Jesus die Toten nicht erreichen. Nach dem Kreuz besuchte er aber die bis damals Verstorbenen. Offensichtlich verliert der Mensch mit dem Tod seinen sterblichen Leib, bleibt aber als Person erhalten (Mt 10, 28; Lk 16, 22ff; 23, 43; Apg 7, 59).<br \/>\n\u201eGef\u00e4ngnis\u201c wird der Aufbewahrungsort genannt, d. h. der Mensch lebt weiter, ob er will oder nicht.<br \/>\nDie Gl\u00e4ubigen sind allerdings beim Herrn (Lk 16, 28), mit ihrem Erl\u00f6ser vereint (Lk 23, 43; Phil 1, 23; 2. Ko 5, 1.8).<br \/>\n\u201eDer Vers meint nicht, dass Menschen, die Christus im Leben abgelehnt haben, sich im Totenreich noch f\u00fcr ihn entscheiden k\u00f6nnten. Betont doch Jesus in Jo 3, 36: \u201a&#8230; wer aber dem Sohn Gottes nicht gehorcht, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.\u2019 \u201c (Uwe Holmer)<br \/>\nIm Text geht es um die, die das Wort Gottes zu Lebzeiten geh\u00f6rt und angenommen haben. (8)<br \/>\nDass alle Toten irgendwann einmal gerettet werden, entspringt menschlichen Wunschtr\u00e4umen. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1.  Selig beim Zeugnis und im Leiden<br \/>\n2.  Sanftm\u00fctig gegen\u00fcber Allen<br \/>\n3.  Ein f\u00fcr alle mal gerettet<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Sog. \u201eInternationale\u201c, Bekenntnislied der politischen Linken, Vers 2:  \u201eEs kann uns kein Erl\u00f6ser retten, nicht Gott noch C\u00e4sar, kein Idol. Erl\u00f6st Euch selbst aus Euren Ketten!\u201c<br \/>\n(2) Paul Humburg, Pr\u00e4ses der rheinischen Bekenntnissynode: \u201eHerr, bring mein Leben auf das Niveau meiner Worte.\u201c<br \/>\n(3) Rektor Dietrich, Gr\u00fcnder der Apis: \u201eHerr, schenk mir ein Herz wie ein Scheunentor. Ich w\u00fcrde am liebsten alle mit in den Himmel nehmen.\u201c<br \/>\n(4) Learning by doing = Lernen indem man es TUT.<br \/>\n(5) Luthers Gewissensnot, die durch kein Sakrament, keine Kirche, keine menschliche Einrichtung gestillt werden konnte, entsteht \u00fcberall, wo das Gewissen eines Menschen erwacht.<br \/>\n\u201eDAS GEWISSEN\u201c ist allerdings nicht automatisch die \u201eStimme Gottes\u201c.  Der Begriff wird im Deutschen so vielseitig verwendet, dass sogar die Duden-Kommission vorschlug, dieses Wort zu streichen. Gewissens-ERFAHRUNGEN macht allerdings jeder. Folgendes aus Siegfried Kettling, Das Gewissen, 1985:<br \/>\n1. Da ruft mich jemand<br \/>\n2. Da \u00fcberf\u00e4llt mich jemand \u00fcberraschend<br \/>\n3. Da redet jemand sehr vertraulich mit mir<br \/>\n4. Da nennt jemand Ross und Reiter konkret beim Namen<br \/>\n5. Da erhebt jemand einen absoluten Anspruch<br \/>\n6. Da trifft mich jemand sehr pers\u00f6nlich<br \/>\n7. Das Gewissen qu\u00e4lt, verurteilt, straft, schl\u00e4gt, beisst einen Menschen<br \/>\nDie bis heute g\u00fcltigen Antworten der Welt sind haneb\u00fcchen:<br \/>\n1. Die Griechen: Das Gewissen ist eine rei\u00dfende Bestie (siehe Furien, Erynnen, Racheg\u00f6ttinnen, usw.)<br \/>\n2. Friedrich Nietzsche: Das G. ist die gef\u00e4hrlichste Erkrankung des Menschen.<br \/>\n3. Siegmund Freud: Das G. ist das Sammelbecken der Ma\u00dfst\u00e4be meiner Umwelt.<br \/>\n4. Seneca, griech. Philosoph: Das Gewissen = GOTTES Stimme.<br \/>\nDieser Aspekt lebt u. a. im New Age wieder auf: \u201eWir brauchen keinen Gott \u00fcber uns, er ist schon ewig in uns. WIR sind der Ast, auf dem wir sitzen!\u201c (Humberto Maturana, New Age-Vordenker).  <\/p>\n<p>Das Gewissen wurde mit in den S\u00fcndenfall gerissen und wird seitdem auch vom Satan beansprucht.<br \/>\nMenschen ahnen und wissen wohl, dass ein Gott ist (R\u00f6 1, 21), wissen aber nicht, WER Gott ist.<br \/>\nUnd so entwickeln sich in V\u00f6lkern und Religionen extrem unterschiedliche Ansichten \u00fcber gute und schlechte Gewissen.<br \/>\nErst der geistliche Zusammenbruch des gefallenen Menschen und die konsequente  Hinwendung zu Gott und seinem Wort erneuert das Gewissen. Und weil der Feind um diese Bastion k\u00e4mpft, ist auch das \u201eGUTE Gewissen\u201c gef\u00e4hrdet. Sogar der erfahrene Paulus \u201e\u00dcBT sich, zu haben ein gutes G&#8230;.\u201c (Apg 24, 16).<br \/>\n(6) Trotzdem sch\u00e4men sich gerade Wiedergeborene, wenn sie sich an ihre Angriffstechniken erinnern.<br \/>\n(7) (Nethanja Post, Herbst 2008), Seite 1: \u201eJesus hat den Seinen nie zugesagt, dass sie in Frieden und Sicherheit leben w\u00fcrden&#8230; Das Blut der M\u00e4rtyrer ist der Same der Kirche&#8230; Die Gemeinde in der Endzeit wird eine missionierende Gemeinde sein&#8230; Mission durch das Zeugnis des Leidens\u201c \u201e<br \/>\n(8) Konsequenz: F\u00fcr Menschen, die Gott zu Lebzeiten nicht akzeptiert hatten, muss man Gott nicht nachtr\u00e4glich um eine Rechtfertigung bitten, die die Verstorbenen nicht gew\u00fcnscht haben.<br \/>\nAlles Reden von einem \u201ereinigenden Fegefeuer\u201c, von \u201estellvertretender Bu\u00dfe\u201c f\u00fcr Tote, von der Wirksamkeit gespendeter Kerzen, gesch\u00f6nten Nachrufen am Grab oder anderen Leistungen, wie \u201eMesse lesen lassen\u201c f\u00fcr einen Verstorbenen, geh\u00f6ren in den Bereich Mummenschanz. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem HerrnPredigtthema: SOS &#8211; deshalb best\u00e4ndig bereit zum Zeugnis Bibelstelle: 1.Petrus 3, 15b-19 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Erkl\u00e4rungen und Tipps: V 15 Hoffnung ist Sehnsucht unserer vergehenden Welt: \u201eAlles geht ja doch bergab\u201c, Moral, Wirtschaft, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[29],"tags":[],"class_list":["post-1624","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1-petrus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-20 05:07:03","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":{}},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1624\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}