{"id":1619,"date":"2008-09-15T12:16:33","date_gmt":"2008-09-15T10:16:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=438"},"modified":"2008-09-15T12:16:33","modified_gmt":"2008-09-15T10:16:33","slug":"predigthilfe-vom-7-9-2008-1-petrus-21-10","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-7-9-2008-1-petrus-21-10\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 7.9.2008 &#8211; 1.Petrus 2,1-10"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem Herrn<br \/>Predigtthema: Dem Herrn mit ungeteiltem Herzen geh\u00f6ren<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Petrus 2,1-10<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDer Textabschnitt ist fast \u00fcbervoll von biblischen Wahrheiten. Eigentlich eignet sich jeder Satz f\u00fcr eine Predigt. F\u00fcr die Verk\u00fcndigung wird also nicht \u201ealles\u201c ausreichend erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDurch das \u201eSo\u201c und das \u201enun\u201c (V1) schlie\u00dft der Text an Kapitel 1 an.  <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV1 Genauer: \u201eAbgelegt habend\u201c beschreibt die geistliche Reinigung \u2013 wie bei einem Neugeborenen (V2). BOSHEIT kann alle Bereiche des Lebens beherrschen. (1) Betrug und Verschlagenheit zielen auf das eigene Wohlergehen auf Kosten Anderer (2). Die Denkrichtung des ichbezogenen Menschen ist das Gegenteil einer Christusgesinnung (Phil 2, 4f). HEUCHELEI, NEID und \u00dcBLE NACHREDE sind Fr\u00fcchte der Selbstsucht, die auch in Jesusnachfolgern nicht vollkommen ausgerottet ist. So wird das Frommsein vergiftet wie bei Judas (Jo 12, 5; Lk 22, 3) oder Ananias und Saphira (Apg 5). Frommer Schein \u00fcberlagert frommes Sein. (3)<br \/>\nHeuchelei versteckt den eigentlichen Kern. Deshalb ist Heuchlern nur schwer zu helfen. Und darum warnt Jesus davor (Lk 12, 1).<br \/>\nDie \u00dcBLE NACHREDE ist eine Achillesferse frommer Kreise: Man kommt sich n\u00e4her, lernt sich besser kennen, erf\u00e4hrt dabei Vertrauliches und k\u00f6nnte umso besser davon erz\u00e4hlen.<br \/>\n\u201eGenau betrachtet sind das Wesenss\u00fcnden aus denen Tats\u00fcnden entstehen.\u201c (Uwe Holmer).<br \/>\n\u201cH\u00f6rt auf mit&#8230;\u201c ist der Ratschlag, Verdunkeltes im eigenen Leben hell zu machen. (4)<\/p>\n<p>Petrus ruft seine Briefempf\u00e4nger nicht auf, sich zusammenzurei\u00dfen. Wer sich selber heilen kann, br\u00e4uchte ja keinen Heiland. \u201eAbgelegt habend\u201c h\u00e4ngt mit Erinnerung und Einsicht zusammen (Jak 1, 21; Hebr 12, 1; R\u00f6 13, 12; Eph 4, 22.25; Kol 3, 8-14). Auch ein Schalksknecht hatte vergessen, was der Herr f\u00fcr ihn getan hatte (Mt 18, 21ff).   <\/p>\n<p>V 2 Neugeborene sind auf Nahrung aus. (5) Die Folge von V1 \u201eabgelegt habend\u201c ist \u201eseid begierig&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eUnverf\u00e4lscht\u201c betont die geistliche Ern\u00e4hrung ohne Zusatzstoffe: Biblische Vollwertkost. (6)<br \/>\nAppetit l\u00e4sst sich auch im Geistlichen nicht befehlen. Wer keine Essenslust hat, wurde vielleicht schon von anderem satt und hat \u201ekeinen dringenden Bedarf\u201c mehr. Auch beim Christsein kann der Appetit beim Essen kommen.   <\/p>\n<p>V 3 Wer die Nahrung erst einmal wie ein Baby geschmeckt hat, will automatisch mehr davon, wird \u201ebegierig\u201c nach bester Ern\u00e4hrung. (7) Schmecken weckt Verlangen.<br \/>\nDeshalb haben z. B. Jesus und Paulus nie Menschen \u00fcberredet, sondern alles getan, um sie zu GEWINNEN (Mt 18, 15;  Apg 11, 24; 15, 14; 2. Ko 5, 11; 1. Petr 3, 1).<br \/>\nVERLANGEN nach dem Wort und der Gemeinschaft wecken, nicht gleich Vorschriften formulieren. (8) <\/p>\n<p>V 4 Zwei neue Bilder (9): Lebendige Steine und der Aufbau. In V3 wird dazu an den \u201efreundlichen, g\u00fctigen\u201c Herrn erinnert.<br \/>\nKirchengeb\u00e4ude und Gemeindeh\u00e4user wurden aus toten Steinen gebaut. Steine wurden behauen und geformt, damit sie passen. Gott will aus geistlich toten Menschen lebendige Steine machen, die er in Liebe ver\u00e4ndert und f\u00fcr ihren vorgesehenen Platz passend und tragf\u00e4hig macht. Ohne den Glauben an Christus bleibt der Mensch ein toter Stein. (10)<\/p>\n<p>\u00dcber Steine kann man allerdings auch leicht stolpern, Ansto\u00df nehmen. Und so stellt Gott bewusst auch Stolpersteine auf, Anst\u00f6\u00dfe (2. Ko 2, 16). (11)<br \/>\nWenn Steine im Weg liegen, haben sie nicht immer nur die Aufgabe, Menschen zum Stolpern zu bringen.<br \/>\nDie Gemeinde Jesu kannte zu allen Zeiten auch steinige Wege. (12)<br \/>\nAber trotzdem gilt 1. Ko 10, 13!<\/p>\n<p>LEBENDIGE STEINE: Beweglich und fest zugleich, weder starr noch breiig. (13)<br \/>\nGrundstein ist Jesus Christus, der gepr\u00fcft und als untauglich weggesch\u00e4tzt wurde.<br \/>\nAufgebaut werden hei\u00dft: Zu Jesus kommen. Trotz Bekehrung: IMMER WIEDER. (14)<br \/>\nWer ist Jesus f\u00fcr mich? (15)<br \/>\nAuch Menschen werden abf\u00e4llig beurteilt und \u201eweggesch\u00e4tzt\u201c (16)<\/p>\n<p>V 5 Das geistliche Haus ist der Tempel, die Gemeinde Jesu, die Offenbarungsst\u00e4tte Gottes in der Welt (Jo 13, 35; 15, 12; R\u00f6 12, 10). Hier kann man SEHEN, wie aus toten lebendige Steine werden.<br \/>\nBesondere Aufgaben an jedem besonderen Platz. Um Andere zu tragen, braucht der lebendige Stein das Getragen-Werden.<br \/>\n\u201eLasst euch&#8230;\u201c betont das freiwillige Einverst\u00e4ndnis der Adressaten (Kol 3, 16).<br \/>\nDazu ist jeder Wiedergeborener Priester, darf vor Gott f\u00fcr Andere einstehen. Sein erstes Opfer ist ER SELBST. Der Ausdruck \u201eSchlachtopfer\u201c (rev. Elberf. \u00dcbersetzung) deutet an, dass echte geistliche Opfer nur gebracht werden, wo auch gestorben wird (R\u00f6 6; 2. Ko 5, 14; Gal 2, 19; Kol 3, 3).     <\/p>\n<p>V 6 Zitat aus Jes 28, 16. <\/p>\n<p>V 7f An diesem Eckstein entscheidet sich das ewige Schicksal jedes Menschen. Den einen ein Ansto\u00df; den anderen ein neues Lebensfundament (s. o.). <\/p>\n<p>V 9 Gottes Volk hatte eine andere Bestimmung als der Rest der Welt (2. Mo 19, 6; Jes 43, 20f).<br \/>\nDas \u201eauserw\u00e4hlte Geschlecht\u201c liefert nun keinen Grund zum Hochmut: Gott selbst gr\u00fcndet seine Gemeinde des neuen Bundes durch seinen Sohn. In Israel wurde die Dazugeh\u00f6rigkeit durch die Abstammung begr\u00fcndet, in der Gemeinde Jesu spielen Nationalit\u00e4ten keine Rolle mehr.<br \/>\nAber \u201ek\u00f6nigliche Priester \u201c haben einen Stand und eine Aufgabe zugleich (siehe auch V5 und Offb 1, 6; 5, 10).<br \/>\nHEILIG bedeutet \u201eGott geh\u00f6rig\u201c. Dieses Besitzverh\u00e4ltnis ist zur Zeit noch verdeckt, wird aber einmal durch alle Welt verstanden werden (1. Jo 3, 2; Offb 1, 7).     <\/p>\n<p>V 10 Einst und Jetzt! Nicht vergessen, was mal war (Ps 103, 2).<br \/>\n\u201eNun aber\u201c beschreibt Gottes M\u00f6glichkeiten. \u201eAber der Herr ist immer noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag  (nach Heiko Krimmer)<br \/>\n1. Das auserw\u00e4hlte Geschlecht<br \/>\n2. Das heilige Volk<br \/>\n3. Das Volk des Eigentums<\/p>\n<p>Liedvorschlag<br \/>\nIwwd 410 Gott baut sein Reich Stein auf Stein<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Es juckt einen, einem anderen eins auszuwischen.<br \/>\n(2) Auf den Nebensatz eines Lohnsteuerpflichtigen \u201eDas merkt doch keiner!\u201c meinte der gl\u00e4ubige Finanzbeamte: \u201eDoch! Einer merkt\u00b4s, &#8211;  vom Himmel aus\u201c.<br \/>\n(3) Eine Gefahr f\u00fcr christliche Kreise besteht darin, dass frommer Schein selbstverst\u00e4ndlich ist und \u201eunvollkommene\u201c Christen dadurch unbewusst  zur Heuchelei animiert werden. Vollkommenheit ist mit menschlichen Mitteln nicht zu erreichen, die schafft Gott allein (Mt 5, 48).<br \/>\n(4) Ein Rabbi fragte einen gl\u00e4ubigen Juden: \u201eWann weicht die Nacht dem Tag? Woran erkennt man das?\u201c Der versuchte eine Antwort: \u201eVielleicht wenn man den ersten Lichtschimmer am Himmel sieht? Oder wenn man einen Busch schon von einem Menschen unterscheiden kann?\u201c \u201eNein\u201c, sagte der Rabbi, \u201eDie Nacht weicht dem Tag, wenn der eine im Gesicht des anderen den Bruder und die Schwester erkennt. Solange das nicht der Fall ist, ist die Nacht noch in uns.\u201c<br \/>\n(5) Babynahrung oder S\u00e4uglingsnahrung ist der Oberbegriff f\u00fcr alle Lebensmittel, die f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von S\u00e4uglingen besonders geeignet sind. Dabei trinken sie, was ihnen angeboten wird. Aus f\u00fcrsorglicher Verantwortung soll unkritischen und zutraulichen Babys nicht alles angeboten werden, was z. B. auch Erwachsenen schadet. Strenge Regelungen sind notwendig.<br \/>\nDazu kommt: Der Energiebedarf von S\u00e4uglingen ist auf Grund des Wachstums mit etwa 90 kcal pro Kilogramm K\u00f6rpergewicht zwei- bis dreimal h\u00f6her als bei Erwachsenen.<br \/>\nIm \u00fcbertragenen Sinn: Neubekehrte brauchen Zuwendung, aber noch unverzichtbarer biblische Kost (Jer 15, 16).<br \/>\n\u00c4ltere Seelsorger hielten das Bild vom S\u00e4ugling durch. Er braucht vier Hilfen: Atmung, Reinigung, W\u00e4rme und Nahrung. Entsprechend braucht der Wiedergeborene Gebet, Reinigung, Gemeinschaft und das Wort Gottes.<br \/>\n(6) Christliche Sonderlehrer versuchen, einzelne Bibelstellen \u00fcberzubewerten oder Textabschnitte \u201eIHRER Erkenntnis\u201c entsprechend auszuklammern.<br \/>\nBeispiel zur Erl\u00e4uterung. Im Mittelalter litten die Seelaute und sp\u00e4ter auch die ersten Polarforscher oft unter Skorbut, einem Mangel an Ascorbins\u00e4ure (Vitamin C). Folge: Die Z\u00e4hne fielen aus.<br \/>\nEin gro\u00dfes Problem f\u00fcr die Gemeinde sind geistlich \u201ezahnlose\u201c Christen, besonders wenn sie verantwortliche Aufgaben wahrnehmen.<br \/>\n(7) G\u00fctesiegel f\u00fcr Nahrungsmittel sind \u201eDirekt vom Erzeuger\u201c, \u201e&#8230; vom Fachmann\u201c, \u201e&#8230; vom Bio-Landwirt\u201c, \u201e&#8230;von der Quelle\u201c, sogar \u201edirekt vom Fass\u201c.<br \/>\n(8) Wie viel Bibel \u201emuss\u201c man t\u00e4glich lesen? Wie lange muss die \u201eStille Zeit\u201c dauern? Wie hervorragend h\u00f6rt sich ein \u201efreies\u201c Gebet an?<br \/>\n(9) Die Bibel kennt viele Bilder, um geistliche Zusammenh\u00e4nge zu erkl\u00e4ren, sogenannte Wortzeichen.<br \/>\nIn der Gemeinde Jesu z\u00e4hlen dazu Taufe und Abendmahl. \u201eSo handgreiflich, wie ich da Brot im Mund sp\u00fcre und mir einverleibe, hing der Leib Christi f\u00fcr mich am Kreuz und so \u201ehandgreiflich\u201c gilt mir seine Erl\u00f6sung.<br \/>\nD. h., 1. Bilder helfen, etwas zu begreifen, 2. Bilder sprechen andere Schichten in uns Menschen an als das Wort, 3. Bilder bed\u00fcrfen des Wortes, um sie zu verstehen.<br \/>\n(10) Der K\u00f6nig von Sparta hatte einmal einen anderen K\u00f6nig bei sich zu Besuch. Bei einem Rundgang zeigte der K\u00f6nig dem Gast alle Sehensw\u00fcrdigkeiten der Stadt. Besonders stolz erz\u00e4hlte der K\u00f6nig \u00fcber die Stadtmauern von Sparta. Er br\u00fcstete sich, dass die Stadtmauern von Sparta un\u00fcberwindlich seien.<br \/>\nDer k\u00f6nigliche Gast interessierte sich f\u00fcr diese un\u00fcberwindlichen Stadtmauern. Aber sosehr er sich auch bem\u00fchte, er konnte \u00fcberhaupt keine Stadtmauern in Sparta sehen. In Sparta gab es n\u00e4mlich tats\u00e4chlich keine Stadtmauern.<br \/>\nNach einiger Zeit fragte der Gast den K\u00f6nig etwas verlegen: \u201eVerzeih mir, lieber Freund, du hast eben von un\u00fcberwindlichen Stadtmauern gesprochen. Wo sind diese Stadtmauern? Denn sosehr ich mich auch anstrenge, ich kann keine Stadtmauern hier in Sparta sehen!\u201c Da machte der K\u00f6nig von Sparta eine Handbewegung und zeigte stolz auf seine Leibgarde. Dann sagte er: \u201eDas hier sind die Mauern von Sparta! Jeder von ihnen ist ein lebendiger Stein in dieser Mauer!\u201c<br \/>\n(11) Ansto\u00df (griech. Skandalon) bezeichnet urspr\u00fcnglich das Stellholz unter der Kistenfalle oder dem Fallklotz des J\u00e4gers. Ein kleiner Ansto\u00df gen\u00fcgt&#8230;<br \/>\n(12) Ein Mensch konnte nichts Sch\u00f6nes und Gesundes sehen. Als er in einer Oase einen jungen Palmbaum im besten Wuchs fand, nahm er einen schweren Stein und legte ihn der jungen Palme mitten in die Krone. Mit einem h\u00e4mischen Lachen ging er weiter. Aber die Palme versuchte, die Last abzuwerfen. Sie sch\u00fcttelte und bog sich. Vergebens. Sie krallte sich tiefer in den Boden, bis ihre Wurzeln verborgene Wasseradern erreichten. Diese Kraft aus der Tiefe und die Sonnenglut aus der H\u00f6he machten sie zu einer k\u00f6niglichen Palme, die auch den Stein hochstemmen konnte. Nach Jahren kam der Mann wieder, um sich an dem Kr\u00fcppelbaum zu erfreuen. Da senkte die kr\u00e4ftigste Palme ihre Krone, zeigte den Stein und sagte: \u201eIch muss dir danken. Deine Last hat mich stark gemacht!\u201c<br \/>\n(13) Aus einer Predigt von Ralf Krust in erf-Predigten:<br \/>\nUnterseite: Fundament Jesus Christus; nicht Schreckstein sondern Eckstein.<br \/>\nAu\u00dfenseite: Beziehung zur Welt; nicht Dekostein sondern Zeugenstein.<br \/>\nBeide Stirnseiten: Gemeinschaft mit anderen Christen und Gemeinden: Nicht Einstein, sondern viele Steine.<br \/>\nInnenseite: Gemeinde und pers\u00f6nliches Glaubensleben: nicht Ruhestein sondern \u201eTue\u201c-stein.<br \/>\nOberseite: Nicht Klage- sondern Tragestein.<br \/>\nAu\u00dferdem: Manchen Edel- und Halbedelsteinen werden besondere Kr\u00e4fte zugewiesen und sie wirken sich sichtbar auf die Geldb\u00f6rsen der Leichtgl\u00e4ubigen aus. Die gr\u00f6\u00dfte Kraft im gesamten Weltall hat unser Eckstein Jesus Christus inne. Wer diesen Stein im Herzen tr\u00e4gt, braucht keine anderen Steine.<br \/>\n(14) Dora Rappard: \u201eWie lang hab ich m\u00fchvoll gerungen, geseufzt unter S\u00fcnde und Schmerz. Erst als ich mich ihm \u00fcberlassen, da str\u00f6mte sein Fried in mein Herz.\u201c  (Iwwd 394, V2).<br \/>\n (15) Ein Bauer begegnete mit einem Sack voll Reis auf dem R\u00fccken dem allm\u00e4chtigen Gott. \u201eSchenke mir den Reis!\u201c bat ihn Gott. Da suchte der Bauer das kleinste Reiskorn heraus und reichte es dem allm\u00e4chtigen Gott. Dieser verwandelte das Reiskorn in Gold und gab es ihm zur\u00fcck. Da \u00e4rgerte sich der Bauer, dass er ihm nicht den ganzen Sack geschenkt hatte.<br \/>\n(16) Ein gelehrter Rabbi pries einmal den Glauben von armen und gew\u00f6hnlichen Leuten. Ein frommer Chassid, der neben ihm sa\u00df, fragte \u00fcberrascht, was er denn an ihnen f\u00e4nde. \u201eSie haben viele Vorz\u00fcge\u201c, erwiderte der Rabbi. \u201eSo? Nun, ich kann nichts Besonderes an ihnen finden\u201c, sagte er. Da schwieg der Rabbi.<br \/>\nEinige Augenblicke sp\u00e4ter wandte er sich an den Chassiden und meinte: \u201eDu bist Diamantenh\u00e4ndler, nicht wahr? Darf ich einmal ein paar deiner Steine sehen?\u201c Sofort zog er ein Beutelchen aus seiner Tasche und sch\u00fcttete den Inhalt vor dem Rabbi aus, der ihn mit m\u00e4\u00dfigem Interesse betrachtete. \u201eDieser hier ist ein wunderbarer Stein\u201c, sagte der Chassid und zeigte auf einen der Diamanten, \u201eein Juwel von seltener Sch\u00f6nheit!\u201c Der Rabbi blieb unbeeindruckt und sagte, er k\u00f6nne nichts Besonderes an ihm finden. \u201eOh\u201c, sagte der Chassid, \u201eman muss Fachmann sein, um die Sch\u00f6nheit eines Steines wirklich sch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen.\u201c Der Rabbi l\u00e4chelte. \u201eLieber Freund!\u201c sagte er. \u201eAuch um die Sch\u00f6nheit des Glaubens eines einfachen Menschen sch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, muss man Fachmann sein!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem HerrnPredigtthema: Dem Herrn mit ungeteiltem Herzen geh\u00f6ren Bibelstelle: 1.Petrus 2,1-10 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Der Textabschnitt ist fast \u00fcbervoll von biblischen Wahrheiten. 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