{"id":1617,"date":"2008-09-05T21:23:12","date_gmt":"2008-09-05T19:23:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=436"},"modified":"2008-09-05T21:23:12","modified_gmt":"2008-09-05T19:23:12","slug":"predigthilfe-vom-14-9-2008-maleachi-16-29","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-9-2008-maleachi-16-29\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14.9.2008 &#8211; Maleachi 1,6 &#8211; 2,9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem Herrn<br \/>Predigtthema: Dem Herrn mit ungeteiltem Herzen dienen<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Maleachi 1,6 &#8211; 2,9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nMaleachi (\u201emein Engel\u201c oder \u201eJahwes Bote\u201c) ist eventuell kein Eigenname. Er wirkt in der von Babel zur\u00fcckgekehrten Judenschaft, die den zweiten Tempel erbaut hat (515 vChr). Anschlie\u00dfend begann eine Zeit geringer Dinge. Man dachte klein von Gott. Das wirkte sich im Darbringen unw\u00fcrdiger Opfer aus. Die Distanz zu den Heiden ging verloren, man ging Mischehen ein und die Scheidungsrate stieg. An dieses seelisch schlaffe, Gott gegen\u00fcber laue Geschlecht richtet Maleachi seinen Bu\u00dfruf.<br \/>\nDie religi\u00f6s-moralischen Zust\u00e4nde, die Maleachi schildert, entsprechen ganz den Aufzeichnungen Nehemias. (Mal 2, 8 siehe Neh 13, 29; Mal 2, 11-12 siehe Neh 13, 23-25; Mal 3, 8-10 siehe Neh 13, 10).<br \/>\nMal 1, 6 \u2013 2, 16 enth\u00e4lt eine Gerichtsbotschaft im Blick auf das Opfer, die Priesterschaft, Ehescheidungen und Mischehen.<br \/>\nDie Liebe Gottes zu den Menschen h\u00e4ngt aber nicht von deren Verdienst ab, sondern beruht auf Gottes Erw\u00e4hlung. Trotz der Untreue der Gemeinde k\u00fcndigt Gott seinen Liebesbund nicht, sondern l\u00e4sst durch seine Boten immer wieder ausrufen \u201eGott hat euch lieb!\u201c (1, 2).<br \/>\nDie Priester hatten Gottesdienste zu halten, die Schrift auszulegen, biblisch-theologischen Unterricht zu halten und Lehrentscheidungen zu treffen (Esr 7, 6.10f.25f; 10, 5ff; Neh 8, 1ff).<br \/>\nDie Beobachtung religi\u00f6ser Br\u00e4uche ohne Leben aus Gott wird dem Menschen aber zum Verh\u00e4ngnis. \u00c4u\u00dfere Formen und Gewohnheiten k\u00f6nnen nie die innere Bereitschaft zum Glauben, zur Demut und zur Hingabe ersetzen (1, 7-14).<br \/>\nMit der Selbstzufriedenheit ist oft die Unzufriedenheit mit Gottes Wegen verbunden; der pharis\u00e4ische Geist f\u00fchrt zum Unglauben und zur Auflehnung (1, 7.12-13).<br \/>\nDas Buch Maleachi geh\u00f6rt zwar zu den \u201ekleinen Propheten\u201c und steht am Ende der Schriften. Maleachi z\u00e4hlte also zu den Propheten, war aber auch Schriftgelehrter (3, 22) und wahrscheinlich auch Priester, d. h. die Schriftgelehrsamkeit lag noch ganz in den H\u00e4nden der Priester.<br \/>\nDas Buch ist im Frage- und Antwortstil abgefasst, eine Spezialit\u00e4t j\u00fcdischer Thoraschulen, die bis heute praktiziert wird. Allerdings geht es hier nicht um ein Zwiegespr\u00e4ch zweier gleichberechtigter Partner \u201eauf Augenh\u00f6he\u201c, sondern eine Auseinandersetzung zwischen Gott und Mensch.<br \/>\nF\u00fcr Christen war das Buch auch deshalb wichtig, weil es 34 Mal im NT vorkommt, bzw. zitiert wird, auch von Jesus selbst (Mt 11, 7ff; Lk 7, 24ff; Mk 9, 11). Dabei wird das zweite Kommen des Propheten Elias angek\u00fcndigt und mit der Person Johannes des T\u00e4ufers verbunden (Jo 1, 21.25; Mt 16, 14; Mk 6, 15; 8, 28; Lk 9, 8.19.) Auch der Engel teilt Zacharias mit, dass der versprochene Sohn Johannes der zweite Elia sein werde (Lk, 1, 13.16f). <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nKapitel 1<br \/>\nV 6 Das Gottesvolk wurde als SOHN (2. Mo 4, 22; 5. Mo 32, 6; Ps 80, 16; u. a.) und KNECHT (Jes 41, 8; 44, 1f; 49, 3; 63, 17; 65, 9.13; Jer 30, 10; 46, 27f) bezeichnet. Schon die alten Propheten hatten gleiche Vorw\u00fcrfe gegen Israel erhoben ((Jes 1, 2ff). Die Sch\u00e4rfe des Textes besteht darin, dass ausgerechnet die Priester, die Gottes Ehre verk\u00fcnden und verbreiten sollten, den Namen Gottes VERACHTEN.<br \/>\nDas \u201eallgemeine Priestertum\u201c der neutestamentlichen Gemeinde l\u00e4sst diesen Ermahnungstext aktuell werden und verl\u00e4ngert die Liste der Adressaten ungemein.<br \/>\n\u201eIhr aber&#8230;\u201c: Die Priester akzeptieren diese Kritik nicht einfach, sondern lenken ab und verteidigen erst einmal ihre Standpunkte, &#8211; ein ganz normaler Vorgang (siehe auch 2. Sam 12, 5). <\/p>\n<p>V 7 Zwei wichtige Alt\u00e4re standen im Tempel: 1. Brandopferaltar (2. Mo 27), 2. R\u00e4ucheraltar (2. Mo 30; 1. K\u00f6 6, 22; 7, 48) \u2013 siehe auch Offb 6, 9; 8, 3.5. u. a.<br \/>\n\u201eUnrein, untauglich, befleckt\u201c waren Opfergaben, die den kultischen Vorschriften, bzw. dem Anspruch, dem heiligen Gott dargebracht zu werden, nicht entsprachen. (1)<br \/>\nGottes Gebote wurden in dieser Zeit kaum beachtet (1, 14; 2, 8f.11.16.17; 3, 5.14f), bisher g\u00fcltige Werte verfielen. (2)<br \/>\nWo Gottes Werte und Gebote verachtet werden, steht letztlich immer Gottes Ehre zur Disposition. <\/p>\n<p>V 8 Konkret: Blinde, lahme oder kranke Tiere waren als Opfer nicht zugelassen (3. Mo 22, 20ff).<br \/>\nIronie klingt durch beim Vorschlag, solche Gaben dem weltlichen Statthalter (Provinzgouverneur) anzubieten. Wird auf Gottes Ehre weniger geachtet als auf den guten Eindruck, den man auf Menschen machen will? <\/p>\n<p>V 9 Genauer: \u201eFleht doch das Angesicht Gottes an, damit er uns gn\u00e4dig sei!\u201c Das ANGESICHT ist das Typischste an einer Person. (3)<br \/>\nAber Gott wird nicht antworten, wenn die H\u00e4nde, die gerade zuvor Gottes Gebote verachtet hatten, nun zum Gebet aufgehoben wurden.<br \/>\nChristus hat durch seinen stellvertretenden Tod Herzen und H\u00e4nde gereinigt und den Eingang in die Gottesn\u00e4he erm\u00f6glicht (Hebr 10, 19ff). <\/p>\n<p>V 10 Wenn Gott keinen Gefallen am Gottesdienst seines Volkes hat, ist jede Anstrengung umsonst. (4) (5)<br \/>\nGanz nebenbei wird deutlich, dass der Tempel zwei Fl\u00fcgelt\u00fcren hatte. <\/p>\n<p>V 11 Der meist zitierte Vers aus Maleachi. (6) Die GANZE V\u00d6LKERWELT ist eingeschlossen, nicht nur Israel. Die Menschen wissen, DASS ein Gott ist (R\u00f6 1, 21), allerdings nicht, WER dieser lebendige Gott ist. Auch die sogenannten Atheisten sind nicht sicher, ob Gott existiert oder nicht. (7)<br \/>\nDer Neue Bund ist \u00fcber Israel hinaus weltweit g\u00fcltig (1. Tim 2, 4). Weltmission ist angesagt.<br \/>\nVielleicht hat Jesus in Mt 8, 11 diesen Vers 11 gemeint.<\/p>\n<p>V 12 Heilig ist, was Gott geh\u00f6rt.<br \/>\nLuther betont die Aussage gegen die Priester, \u201edass sie Gottes Wort f\u00e4lscheten und untreulich lehreten\u201c aus \u201eGeiz und Bauchsorge\u201c. Von geopferten Tieren durften die Priester Fleischteile zur eigenen Ern\u00e4hrung behalten (5. Mo 18, 3).<br \/>\nAuch haupt- und ehrenamtliche Wortverk\u00fcndiger k\u00f6nnen tief fallen. Ihre Praxis kann zur leblosen Routine werden.<\/p>\n<p>V 13 Auch Dienst f\u00fcr Gott kann zur M\u00fchsal werden, in zweifacher Hinsicht: Entmutigung und \u00dcberanstrengung. (8) Zu \u201elahm und krank\u201c siehe oben V8, \u201eGeraubtes\u201c k\u00f6nnte unrechtm\u00e4\u00dfig Erworbenes als Entgelt f\u00fcr falsche Rechtsprechung und eigenn\u00fctzige Auslegung von Bibeltexten bedeuten.<br \/>\n\u201eUnsere H\u00e4nde k\u00f6nnen noch so viel opfern \u2013 solange unser Herz nicht ihn sucht, bleiben wir von Gott geschieden.\u201c (Wuppertaler Studienbibel). <\/p>\n<p>V 14 Nachdem die Priester getadelt wurden, kommen nun auch die Laien dran. Opfer wurden versprochen, um Gottes Hilfe zu erreichen, wobei man oft GEL\u00dcBDE aussprach. (9) Diese besonderen Opfer wurden Gott in der Not versprochen, wurden sp\u00e4ter aber nicht oder nur unvollkommen ausgef\u00fchrt. (10)<br \/>\nK\u00f6nige nannten sich damals gern \u201e&#8230; der Gro\u00dfe\u201c. Gott ist gr\u00f6\u00dfer als alle weltlichen Machthaber. (11)<br \/>\nEhrfurcht gegen\u00fcber ihren G\u00f6ttern kannten alle V\u00f6lker und Religionen der damaligen Zeit, siehe z. B. Areopag-Rede des Paulus (Apg 17, 23) oder die Feststellung R\u00f6 1, 21a.<br \/>\nDas Problem der V\u00f6lker: siehe oben zu V11. <\/p>\n<p>Kapitel 2<br \/>\nV 1 Das \u201eUnd nun\u201c leitet die unausweichlichen Folgerungen ein: Gott macht so nicht mehr mit!<br \/>\nDas Urteil trifft zuerst die Priester, die Wortverk\u00fcndiger, den \u201eharten Kern\u201c der Gemeinde (Jer 25, 29; Hes 9, 6; 1. Petr 4, 17). Von verantwortlichen Mitarbeitern, denen viel vergeben wurde, wird erwartet, dass sie nicht vergessen, was Gott ihnen geschenkt hat (Lk, 12, 48).  <\/p>\n<p>V 2 Fluch ist das Gegenteil von Segen, eine Entziehung des Segens. So verfluchte Gott die Schlange, die Eva verf\u00fchrt hatte (1. Mo 3, 14), und Kain, der seinen Bruder ermordete (1. Mo 4, 11). Fl\u00fcche, von M\u00e4nnern Gottes gegen Menschen ausgesprochen (1. Mo 9, 25; 49, 7; 5. Mo 27, 15; Jos 6, 26), sind nicht Ausdruck der Rache, Leidenschaft und Ungeduld, sondern Weissagungen der Entziehung des Segens und der Strafe Gottes.<br \/>\nPriester standen selbst unter dem Segen Gottes und waren beauftragt, den Segen auf das Volk zu legen (4. Mo 6, 22ff).<br \/>\n\u201eKeine Ehrfurchtslosigkeit und Taubheit (ist) so schwer wie die Taubheit derer, die das Wort reden, und die Ehrfurchtslosigkeit derer, die Verehrung zum Beruf haben.\u201c (Hellmut Frey).  <\/p>\n<p>V 3 Der erste Satz ist sehr schwer zu \u00fcbersetzen. Luther: \u201eIch will euch den Arm zerbrechen.\u201c; Elberfelder: \u201eIch bedrohe euch die Saat\u201c; Vulgata: \u201eIch trenne euch den Arm ab; d.h. vernichte eure Kraft\u201c; Wuppertaler Studienbibel: \u201eIch schelte eure Nachkommenschaft\u201c; H. Frey: \u201eIch schelte euch den Arm\u201c.<br \/>\nSchelten meint massive Kritik \u2013 bis hin zum \u201eAbschalten\u201c. So wie der Segen Gottes wirkt, hat auch seine Schelte Folgen (Sach 3, 2; Nah 1, 4; Ps 106, 9; Mal 3, 11).<br \/>\nDie R\u00f6mer zerst\u00f6rten 70 nChr den Tempel und beendeten damit auch die Aufgaben der Priester des AT, d. h. eine ganz neue Priesterschaft war notwendig geworden und wurde im neuen Bund eingesetzt (1. Petr 2, 9).<br \/>\nUnrat bezeichnete u. a. das, was nach dem Ausschlachten der Opfertiere aus dem Anteil der Priester (siehe oben V12) \u00fcbrig blieb, z. B. Inhalte der Ged\u00e4rme. Die waren zur Verbrennung au\u00dferhalb des Tempels vorgesehen.<br \/>\n\u201eDie Priester wandern als von Gott selbst unrein gemachte Gottesdiener mit dem Unrat der Welt hinaus aus dem Heiligtum, wenn sie nicht Bu\u00dfe tun.\u201c \u201eWas auserw\u00e4hlt und edel war in Israel, wird selbst zum Unrat.\u201c (Wuppertaler Studienbibel).<\/p>\n<p>V 4 Wer jetzt nicht glaubt und sein Leben Gott anvertraut, wird einmal die Folgen SEHEN (m\u00fcssen) (Offb 20, 11ff).<br \/>\nDer \u201eBund mit Levi\u201c wurde mit Pinchas geschlossen (4. Mo 25, 12f; 5. Mo 18, 1ff).<br \/>\nWird die fr\u00fchere Priesterschaft entlassen, kann Gott neue Priester einsetzen. Jesus und das allgemeine Priestertum der Gemeinde \u00fcbernehmen den Auftrag Gottes auf eine neue Weise (Hebr 7-9; 1. Petr 2, 5.9). <\/p>\n<p>V 5 Der Bund Gottes mit Israel bedeutete FRIEDEN, Schalom (4. Mo 25, 12). Hieraus entstand LEBEN.<br \/>\nDie Ehrfurcht ist die normale Erkenntnis im Verh\u00e4ltnis zum lebenspendenden Gott. <\/p>\n<p>V 6 Die eigentliche Bestimmung der Priester: Gottes Wort (hier: thora) und seinen Willen verk\u00fcnden und erkl\u00e4ren. Worte weitergeben, auf die man sich verlassen kann. Menschen daf\u00fcr gewinnen, S\u00fcnde zu lassen (w\u00f6rtl.: \u201elie\u00df er zur\u00fcckkehren von S\u00fcnde\u201c). <\/p>\n<p>V 7 Ein Bote ist ein \u201eGesandter\u201c. (12) Sein Wort soll wie das seines sendenden Herrn gelten (Lk 10, 16).<br \/>\nDer Bote darf die Botschaft nicht eigenm\u00e4chtig ver\u00e4ndern. Was er sagt, gilt als Wort des Absenders. <\/p>\n<p>V 8 Aus der Medizin wurde ein Giftmittel. Andere zu Fall bringen verurteilt Jesus scharf (Mt 18, 6ff).<br \/>\nWelche Verantwortung hatten besonders die Leitenden im Gottesvolk! Welches Gewicht haben heute die Entscheidungen der Gemeindeleiter und Verk\u00fcndiger! Welchen Schaden richten Repr\u00e4sentanten in der Christenheit an, wenn sie von Gottes Wort abweichen! (13) <\/p>\n<p>V 9 Die untreue Priesterschaft wird dahingegeben, beendet. Diese Voraussage erf\u00fcllte sich in der Zeit der Makkab\u00e4er, dann mit der Beteiligung der Hohenpriester am Tod Jesu, schlie\u00dflich 70 nChr bei der Zerst\u00f6rung des Tempels und der Stadt Jerusalem.<br \/>\nIm AT war das \u201eAnsehen der Person\u201c, d. h. auch die Parteinahme aufgrund pers\u00f6nlicher Vorteile, streng verboten (3. Mo 19, 15; 5. Mo 10, 17; Ps 82, 2) und wurde zum Beispiel unparteiischer Gerichtsbarkeit. (14) <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Gottes Ehre<br \/>\n2. Ungeteilte Herzen<br \/>\n3. Gottes neue Priesterschaft<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Beispiele: Tempelreinigung Jesu (Mt 21, 12ff; Jo 2, 14ff) oder der Vorwurf gegen\u00fcber der Priesterfamilie Elis (1. Sam 2, 29).<br \/>\n(2) \u00c4hnlich wie heute, &#8211; siehe \u201eSchluss mit lustig\u201c (Peter Hahne).<br \/>\n(3) In Personalausweisen und P\u00e4ssen wird weltweit das Angesicht abgelichtet, obwohl auch andere K\u00f6rperteile unverwechselbar w\u00e4ren. Am Gesicht \u201eerkennt\u201c man das Wesentliche.<br \/>\nZ. B. hatte Jakob Gott zwar nicht ins Gesicht geschaut (1. Mo 32, 31), was auch gar nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re (2. Mo 33, 20), aber er hat das Typische an Gott gesehen und seinen Segen erhalten (1. Mo 32, 28. 30b).<br \/>\nSeit dem NT ist das Typischste an Gott in Jesus am Kreuz zu finden: GENAU SO ist der lebendige Gott.<br \/>\n(4) Teure Gemeindeh\u00e4user, behagliche St\u00fchle, ansprechende Musik, &#8211; von der Programmgestaltung bis zur Stromrechnung: Alles umsonst, wenn der Herr nicht Inhalte und Leben bestimmt (Offb 3, 14ff).<br \/>\n(5) Auf Grund einer Auseinandersetzung mit den Donatisten (s. Bibellexikon) einigten sich die Christen im 4. Jahrhundert darauf, dass Amtshandlungen (z.B. Taufe und Abendmahl) auch g\u00fcltig bleiben, wenn die handelnden Priester in S\u00fcnde lebten. Dahinter stand die Erkenntnis, dass weder Priester noch Empf\u00e4nger der Wortzeichen s\u00fcndlos sind. Allerdings macht sich der Betreffende pers\u00f6nlich schuldig, wenn er Gottes Handlungen in bewusster S\u00fcnde weitergibt oder empf\u00e4ngt (1, 10).<br \/>\n(6) Siehe auch Kanon \u201eVom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang&#8230;\u201c.<br \/>\n(7) Heinrich B\u00f6ll: \u201eDas Langweilige an den Atheisten ist, dass sie st\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen.\u201c<br \/>\n(8) Auch beim Weg in den Burnout k\u00f6nnen hoher Selbstanspruch und das Setzen auf eigene Kraftreserven beschleunigend wirken.<br \/>\n(9) \u201eHerr, WENN du die Krankheit von mir, meiner Frau oder &#8230; nimmst, werde ich&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eHerr, wenn ich diese Arbeitsstelle bekomme, will ich&#8230;\u201c<br \/>\n\u201eHerr, WENN DU, &#8211; DANN ich.\u201c<br \/>\n(10) Ein ungarischer Bauer lag in der Erntezeit nach einem Unfall mit Lungenentz\u00fcndung und gebrochenen Beinen im Krankenhaus. Er versprach Gott, 50 Kerzen zu opfern, falls er bald wieder nach Hause k\u00e4me. Nach ein paar Tagen informierte er auch den Krankenhausseelsorger: \u201eWenn Gott mich hier heil wieder rausbringt, werde ich 40 Kerzen kaufen und sie vor dem Altar anz\u00fcnden. Seine Beine heilten schnell und als ihm sein Versprechen einfiel, lie\u00df er schon mal beim Mesner 20 Kerzen bestellen. Und bei der Entlassung aus dem Krankenhaus erinnerte er sich dann auch gleich an die 3 Kerzen, die er spenden w\u00fcrde.<br \/>\nAls er dann aber endlich wieder auf seinem Hof war und die viele Arbeit sah, hatte er Wichtigeres im Kopf als die eine Kerze, die er mal irgendwann und nebenbei versprochen hatte.<br \/>\n(11) Aus Lied Iwwd 381, \u201eWer Gott folgt, &#8230;\u201c Vers 4: \u201eDie M\u00e4chtigen kommen und gehen&#8230;\u201c.<br \/>\n(12) Im Altertum galt der Grundsatz: \u201eDer Gesandte ist gleich dem Sendenden.\u201c (2. Ko 5, 20).<br \/>\n(13) Wenn angesehenste Vertreter der Kirchen in Scheidung oder im Ehebruch leben k\u00f6nnen, wenn auch ein Homosexueller f\u00fcr ein Bischofsamt kandidieren darf, wenn gleichgeschlechtliche \u201eEhen\u201c mit kirchlicher Segnung rechnen d\u00fcrfen und wenn Gottes Wort den landl\u00e4ufigen Vorstellungen und Werten angepasst werden darf (z. B. die \u201eBibel in gerechter Sprache\u201c), wird dieser Text h\u00f6chst aktuell.<br \/>\n(14) Gemeindepraxis: Auch der Bruder auf h\u00f6chster Karriereleitersprosse und der Spender hoher Betr\u00e4ge f\u00fcr die Gemeindekasse k\u00f6nnen nicht bevorzugt behandelt werden, schlimmer: Ihre besonderen Erkenntnisse und vielleicht sogar Irrt\u00fcmer oder Sonderlehren werden unvoreingenommen am Wort Gottes gepr\u00fcft, wie alles in der Gemeinde. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben ohne Kompromisse vor dem HerrnPredigtthema: Dem Herrn mit ungeteiltem Herzen dienen Bibelstelle: Maleachi 1,6 &#8211; 2,9 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Maleachi (\u201emein Engel\u201c oder \u201eJahwes Bote\u201c) ist eventuell kein Eigenname. 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