{"id":1616,"date":"2008-08-22T19:29:24","date_gmt":"2008-08-22T17:29:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=435"},"modified":"2008-08-22T19:29:24","modified_gmt":"2008-08-22T17:29:24","slug":"predigthilfe-vom-31-8-2008-apostelgeschichte-12-25-13-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-31-8-2008-apostelgeschichte-12-25-13-3\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 31.8.2008 &#8211; Apostelgeschichte 12, 25 &#8211; 13, 3"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des Herrn<br \/>Predigtthema: SOS &#8211; deshalb <\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 12, 25 &#8211; 13, 3<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nLukas war der zeitlich pr\u00e4zise Ablauf in der Apostelgeschichte weniger wichtig als die genauere Beschreibung der wesentlichen Ereignisse. Ab Apg 13 verlagert sich das Gewicht von den Aposteln, besonders Petrus und Philippus, auf den Apostel Paulus. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nApg 12, 24 (zus\u00e4tzlich) Lukas zeigt, dass niemand den Lauf des Evangeliums durch die Welt aufhalten kann und dass alle Ereignisse und alle Boten diesem einen Ziel dienen. Bis in unsere Zeit hinein hat es sich als Tatsache erwiesen, dass die Botschaft von Jesus Christus zunimmt und von  keiner Macht der Welt unterdr\u00fcckt werden kann. (1) Wie der selbstherrliche K\u00f6nig Agrippa, so sind im Verlauf der Geschichte bereits viele Machthaber an dem Eckstein Jesus Christus zerschellt (Lk 20, 17-18). Das Reich aber, das der \u201eGott des Himmels\u201c durch sein lebendiges Wort errichtet hat, konnte und kann \u2013 wie Daniel es vorausgesagt hat (Dan 2, 44) \u2013 \u201enimmermehr zerst\u00f6rt werden\u201c. Es erweist sich als st\u00e4rker. Und am Ende werden sich alle Knie vor diesem \u201eWort\u201c beugen.<\/p>\n<p>Apg 12, 25 Barnabas und Saulus hatten ihren Auftrag in Jerusalem ausgef\u00fchrt (Apg 20, 19b \u2013 31). Mit ihnen reiste nun ein junger Mitarbeiter Johannes Markus (2), dessen Person zwischen Barnabas und Paulus zur Trennung f\u00fchrte.  <\/p>\n<p>Apg 13, 1 Wie hier in Antiochia wird der Begriff Gemeinde (griech. Ekkles\u00eda) zuerst f\u00fcr die Ortsgemeinde gebraucht. (In den Briefen dagegen, besonders im Epheserbrief, ist damit oft die \u201eallgemeine\u201c Gemeinde Jesu gemeint.) Antiochia in Syrien war die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt im R\u00f6mischen Reich. Dort nannte man die Jesusnachfolger zuerst Christen und unterschied sie dadurch von den j\u00fcdischen Frommen in der Synagoge. JEDE Gemeinde bewusster Christen bietet den Ausgangspunkt f\u00fcr missionarische Arbeit. <\/p>\n<p>Bei \u201ePropheten und Lehrern\u201c geht es nicht um die Abgrenzung von \u201eAmtsbereichen\u201c und Befugnissen.<br \/>\n\u201eHier wird gesagt, die Gemeinde besa\u00df in ihren leitenden M\u00e4nnern die beiden wichtigsten Gestalten des \u201eWortes\u201c: die unmittelbar vom Geist gewirkte Verk\u00fcndigung mit dem Durchblick durch die Herzen und mit der Vorschau in die Zukunft, und die lehrhafte, auf bestimmtes Wissen gest\u00fctzte Darlegung mit der Entscheidung in praktischen und seelsorgerlichen Fragen. \u201eCharisma\u201c und \u201eAmt\u201c liegen noch ganz ineinander, denn es ist alles noch von Gott geschenktes und geleitetes Leben. Geistesm\u00e4chtige M\u00e4nner wirken; organisatorische Fragen, Abgrenzungen von Zust\u00e4ndigkeiten, Probleme der Kirchenverfassung sind ganz unwichtig und werden darum auch nicht sichtbar.\u201c  (aus Werner de Boor, Apostelgeschichte) <\/p>\n<p>Weshalb Simeon (ein j\u00fcdischer Name) der \u201eSchwarze\u201c genannt wird, ist nicht mehr bekannt.<br \/>\nUnd ob Manahem ein \u201eMilchbruder\u201c ( = von derselben Amme gro\u00dfgezogen. Texterkl\u00e4rung in Stuttgarter Jubil\u00e4umsbibel) vom Tetrarchen Herodes (3) war, ist zweifelhaft. Jugendgenosse trifft das Verh\u00e4ltnis eher. <\/p>\n<p>V 2 Wahrscheinlich handelt es sich hier um eine regelm\u00e4\u00dfige Gebetsversammlung, bei der man auch fastete. Das war besonders dann \u00fcblich, wenn man den Herrn um besondere Weisungen bat. Der Heilige Geist benannte ihnen die richtigen Leute f\u00fcr den Missionsdienst.   <\/p>\n<p>V 3 FASTEN hat in der Bibel eine Geschichte (s. Bibellexikon). Das Wort meint den freiwilligen Verzicht auf Nahrung, bzw. die Zeit dieses Verzichtes; hebr. zom, \u201ezusammenschn\u00fcren\u201c (der Eingeweide), griech. n\u00e4steuo.<\/p>\n<p>Auszug aus Lexikon zur Bibel, Rienecker: \u201e1) Jesus selbst fastete 40 Tage und N\u00e4chte, um sich so in der Stille vor Gott auf seinen Dienst vorzubereiten (Mt 4, 2). Strikt lehnt er jedoch das F. der Heuchler ab (Mt 6, 16-18), gibt aber zugleich die Anweisung f\u00fcr das rechte F., n\u00e4mlich das F. \u201eim Verborgenen mit gewaschenem Angesicht und gesalbtem Haupt\u201c. Die Frage der Johannesj\u00fcnger, warum sie und die Pharis\u00e4er so oft f. und die Jesusj\u00fcnger nicht, beantwortet der Herr mit dem Bild des Br\u00e4utigams und der Hochzeitsleute, die, solange sie zusammen sind, keinen Grund zur Enthaltsamkeit haben. Wenig sp\u00e4ter aber muss er seinen J\u00fcngern, die in ihrer Ohnmacht dem besessenen Knaben nicht helfen konnten, sagen: \u201eDiese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten und Fasten\u201c (Mk 9, 29), wobei das \u201eund Fasten\u201c in manchen alten Handschriften fehlt.<br \/>\n2) Nach Pfingsten wird auch von den Aposteln berichtet, dass sie gefastet haben. So fastete Paulus nach seiner Bekehrung (Apg 9, 9) und auch sp\u00e4ter (2. Kor 6, 5). Die Gemeinde in Antiochien fastete vor und bei der Aussendung von Paulus und Barnabas in den Missionsdienst (Apg 13, 2f), wie diese wiederum bei der Einsetzung der \u00c4ltesten in den Gemeinden (Apg 14, 23).<br \/>\n3) Obwohl das NT so eine volle Freiheit vom F., aber auch zum F. schenkt, sah man im Laufe der Jahrhunderte das F. erneut mehr und mehr als verdienstvolles Werk an, in der r\u00f6m. Kirche wurde es f\u00fcr bestimmte Zeiten und Tage des Jahres zum Gesetz. Die Reformation brachte auch hierin eine gro\u00dfe Wende, doch das bibl. F. geriet bald in Vergessenheit.\u201c <\/p>\n<p>Ebenso findet auch die HANDAUFLEGUNG nur langsam wieder ihren Platz in den Gemeinden. Dabei soll diese besondere Ber\u00fchrung verdeutlichen, wie die Segenskraft Gottes einem Mitarbeiter vermittelt wird. Eine Segenskraft soll \u00fcbergehen. Aber dabei geht es nicht um magische Zusammenh\u00e4nge. Nicht der Handauflegende handelt, sondern der Herr. Gott r\u00fcstet selbst seine Mitarbeiter aus.   <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1.  Gemeinden brauchen auch neue Mitarbeiter<br \/>\n2.  Gemeinden und Mitarbeiter werden begleitet<br \/>\n3.  Gemeinden ist die ganze Welt wichtig<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Beispiele aus der Geschichte wie z. B. Russland, DDR, China, Franz\u00f6sische Revolution, aber auch alle  bibelkritischen Formen modernistischer Theologie bewiesen die Macht des Wortes Gottes.<br \/>\n(2) Auszug aus Lexikon zur Bibel, Rienecker: \u201eBeiname eines Judenchristen Johannes in Jerusalem (Apg 12, 12). Vielleicht war er Levit, da er als Vetter (Kol 4, 10) des Leviten Barnabas (Apg 4, 36) bezeichnet wird. Man kann in ihm wohl den J\u00fcngling sehen, der bei der Gefangennahme Jesu nackt entfloh, als man ihn festnehmen wollte (Mk 14, 51f). Das Haus der Maria, der Mutter des M., wird sp\u00e4ter zum Mittelpunkt der Jerusalemer Gemeinde; Petrus wandte sich dorthin, nachdem er aus dem Gef\u00e4ngnis befreit worden war (Apg 12, 12).<br \/>\nJohannes M. wurde von Barnabas und Paulus auf die erste Missionsreise mitgenommen (Apg 13, 5), hielt aber nicht durch und kehrte in Perge in Pamphylien um (V13). Zur zweiten Missionsreise wollte Barnabas M. trotzdem wieder mitnehmen, aber Paulus weigerte sich und w\u00e4hlte Silas zum Gef\u00e4hrten, w\u00e4hrend Barnabas mit M. nach Zypern fuhr (Apg 15, 36-40). Sp\u00e4ter besteht indessen wieder ein gutes Verh\u00e4ltnis zwischen Paulus und M., der w\u00e4hrend der ersten Gefangenschaft bei dem Apostel in Rom ist (Kol 4, 10; Phlm24), und um dessen Kommen Paulus bei seiner zweiten r\u00f6m. Haft den Timotheus ausdr\u00fccklich bittet (2. Tim 4, 11). Wir finden ihn sp\u00e4ter dort bei Petrus (1. Petr 5, 13), der ihn \u00bbseinen Sohn\u00ab nennt, was darauf hindeutet, dass M. durch Petrus zum Glauben gekommen ist.<br \/>\nDer Aufenthalt des M. in Rom ist von Bedeutung f\u00fcr die Abfassung des -&gt; Markusevangeliums. Von seinem weiteren Leben und Wirken ist uns nichts bekannt.\u201c<br \/>\n(3) Nach dem Tode Herodes des Gro\u00dfen (4 v. Chr.) wurde das Reich unter den S\u00f6hnen aufgeteilt, deshalb Vierf\u00fcrsten, eigentlich \u201eViertelf\u00fcrsten\u201c. Statt vier waren es auch nur drei Regionen: Herodes Antipas in Galil\u00e4a und Per\u00e4a, Archelaos in Jud\u00e4a und Samaria, Philippus im Bereich nord\u00f6stlich des Sees Genezareth.<br \/>\nTrotzdem lie\u00df sich besonders Herodes Antipas vom Volk gern \u201eK\u00f6nig\u201c nennen (Mt 2, 1.9; Mk 6, 14. 22; Apg 12, 1).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des HerrnPredigtthema: SOS &#8211; deshalb Bibelstelle: Apostelgeschichte 12, 25 &#8211; 13, 3 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Lukas war der zeitlich pr\u00e4zise Ablauf in der Apostelgeschichte weniger wichtig als die genauere Beschreibung der wesentlichen Ereignisse. 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