{"id":1615,"date":"2008-08-11T18:49:28","date_gmt":"2008-08-11T16:49:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=434"},"modified":"2008-08-11T18:49:28","modified_gmt":"2008-08-11T16:49:28","slug":"predigthilfe-vom-24-8-2008-apostelgeschichte-11-19-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-8-2008-apostelgeschichte-11-19-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24.8.2008 &#8211; Apostelgeschichte 11, 19-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des Herrn<br \/>Predigtthema: Miteinander <\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 11, 19-26<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDen geschichtlichen Ablauf unterbricht Lukas mit Apg 8, 4 und nimmt ihn hier wieder auf.<br \/>\nGenauere Termine und Inhaltsangaben \u00fcber die Jahre des Paulus in seiner Heimatstadt Tarsus sind kaum festzulegen, aber Gott kann auch gerade in \u201eZeiten der W\u00fcste\u201c seine Leute neu aufbauen, st\u00e4rken und zur\u00fcsten f\u00fcr weitere Aufgaben. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 19 Die Steinigung des Stephanus (Apg 6, 8 \u2013 7, 59) war ein Schock f\u00fcr die ersten Christen und l\u00f6ste eine Zerstreuung aus (8, 1-4).<br \/>\nPh\u00f6nikien bezeichnet den Bereich des heutigen Libanon.<br \/>\nZypern war die Heimat des Barnabas (Apg 4, 36) und vieler Juden. (1)<br \/>\nAntiochien geh\u00f6rte zu den drei gr\u00f6\u00dften Weltst\u00e4dten Roms, war also ein Zentrum und Schmelztiegel aller damaligen Religionen und Weltanschauungen. (2)<\/p>\n<p>Missionarische Kontakte und Aktivit\u00e4ten der Christen in der Zerstreuung konzentrierten sich zuerst nur auf die Juden (Mt 10, 6), obwohl die Jesusleute griechischer Abstammung auch schon an den Heiden der damaligen Welt interessiert waren. Die Unterschiede der beiden gro\u00dfen Gruppen Juden- und Heidenchristen waren deutlich vorhanden, waren auch Grund f\u00fcr die Wahl der sieben Almosenpfleger (6, 1), zu denen Stephanus geh\u00f6rte. Sein griech. Name l\u00e4sst vermuten, dass er selber zu den Hellenisten geh\u00f6rte. Auch Paulus greift das Problem dieser Parteiung innerhalb der Gemeinde auf (Eph 2, 11ff).<br \/>\nParteig\u00e4nger besonderer Lehrmeinungen und Erkenntnisse innerhalb der Gemeinde schadeten immer dem einen Leib Jesu. Jesus legt Wert auf das Einssein (Jo 17, 11), auch Paulus (Eph 4, 1-6, 15f).<\/p>\n<p>V 20 Kyrene lag in Nordafrika. (3)<br \/>\nGriechen: \u201eDarunter wurden alle griechisch sprechenden und griechisch beeinflussten Menschen des \u00f6stlichen Mittelmeers verstanden.\u201c (Elberf. Bibel). Die Hellenisten (Griechenland = griech. Hellas) unter den Christen waren schon weitr\u00e4umig verstreut, aber Gott schafft selbst die Voraussetzungen f\u00fcr den Bau seines Reichs auf lange Sicht. (4) Heidenmission ist angesagt. Der Blick f\u00fcr ALLE Menschen wird geweitet (1. Tim 2, 4). Gemeinde Jesu hat immer ein Herz f\u00fcr die Weltmission gehabt. <\/p>\n<p>V 21 Gott best\u00e4tigt, was seine Leute in seinem Namen beginnen (Apg 2, 47). (5) So ist auch Gemeindewachstum eine Form des Segens, d. h. kein noch so frommer und erfahrener Christ kann das \u201emachen\u201c.<br \/>\nDie \u201eHand Gottes\u201c schuf, sch\u00fctzte und bewahrte seine Leute (z. B. 2. Mo 13, 9; 5. Mo 4, 34; Ps 136, 12).<\/p>\n<p>V 22 Die \u201ePost der Frommen\u201c war nie eine \u201eSchneckenpost\u201c. (6)<br \/>\nBarnabas (\u201eSohn des Trostes, der Weissagung\u201c). Ein Beiname, den die Apostel dem Leviten Josef aus Zypern gegeben hatten (Apg 4, 36) und mit dem er dann ausschlie\u00dflich genannt wird. (7)<br \/>\nDie Jerusalemer Christen bildeten die anerkannte Urgemeinde, die in strittigen Fragen des Glaubens \u00fcberregional entscheiden konnte (Apg 15).<\/p>\n<p>V 23 Barnabas SAH Gottes Gnade in der Form bekehrter Heiden. Und weil sich niemand aus eigener Einsicht und Kraft bekehren kann, sind Bekehrte ein Zeichen der Wirksamkeit Gottes.<br \/>\nEs gibt nichts Erfreulicheres in dieser Welt, als das Tun Gottes z. B. an Neubekehrten zu erleben.<br \/>\n\u00dcberzeugungen und Zeugnisse der \u201eFrischbekehrten\u201c sind meistens besonders glaubw\u00fcrdig, wirken \u201eansteckend\u201c. Keine Mission ohne echtes Christuszeugnis.<br \/>\nDr. H.-W. Neudorfer: \u201e Wir beobachten von hier an in der Apg ein Zur\u00fccktreten der \u00e4u\u00dferlich sichtbaren Geistesgaben als Zeichen des Geistbesitzes zugunsten der innerlichen Umkehr der Menschen.\u201c<\/p>\n<p>Ermahnung (genauer: Ermutigung, Zusprechen) im Namen Gottes zielt immer auf Heilung und hat nichts zu tun mit Durchsetzungsverm\u00f6gen und Rechthaberei, sondern mit der Liebe, die in Christus ist (R\u00f6 8, 39; Gal 5, 6; 1. Tim 1, 14; siehe auch 2. Petr 1, 10).<br \/>\nNach dem Schritt ZU Jesus folgt der Weg MIT Jesus. (8) Gemeinden sind beauftragt f\u00fcreinander da zu sein, weil Probleme und Anfechtungen des Lebens zum Hindernis auf dem Weg mit Jesus werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>V 24 Barnabas war ein VORBILD im Glauben, wie es \u201eim Buche (= Bibel) steht\u201c. Stephanus wurde \u00e4hnlich beschrieben (Apg 6, 5).<br \/>\nDas einzige \u201eGewinnspiel\u201c, das die Bibel vorschl\u00e4gt, ist das GEWINNEN von Menschen (2. Ko 5, 11ff), \u00fcbrigens auch das Gewinnen von Geschwistern (Mt 18, 15)&#8230;<\/p>\n<p>V 25 Apg 9, 30 beschreibt, wie der fr\u00fcher extremste Feind und Verfolger der ersten Christen von Geschwistern gebeten wurde, sich vorl\u00e4ufig in seine Heimat Tarsus zur\u00fcckzuziehen (Apg 9, 30). Aber er wurde nicht vergessen.<br \/>\n\u201eDer Mann, den Gott aufs Abstellgleis gef\u00fchrt hatte, der vielleicht schon an seiner Berufung und Sendung zweifelte, der aber diese \u201aR\u00fcst-Zeit\u2019 sicher nicht ungenutzt verstreichen lie\u00df, dieser Mann findet nun seine erste bedeutende Wirkungsst\u00e4tte in der entstandenen heidenchristlichen Gemeinde Antiochias.\u201c (Dr. H.-W. Neudorfer)<br \/>\nAls gebildeter, j\u00fcdischer Theologe (Apg 23, 6), der auch Verbindungen zu Judenchristen hellenistischer Herkunft (Tarsus) hatte, auch die praktische Sprache der Handwerker verstand (1. Ko 9) und gleichzeitig das r\u00f6mische B\u00fcrgerrecht (Apg 22, 28) besa\u00df, war er f\u00fcr die Missionst\u00e4tigkeit pr\u00e4destiniert. Gott stellt seine Leute dorthin, wo sie sich am besten einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>V 26 Die Bezeichnung der Jesusnachfolger als \u201eChristen\u201c entstand zuerst in Antiochia. Ob das ein Schimpf- oder Spitzname war, ist nicht klar. Offensichtlich war die Gemeinde dadurch bekannt geworden, dass Christus ihr Mittelpunkt, ihr Ein und Alles war. Ein missionarisches Kennzeichen war also geplante oder ungewollte \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<br \/>\nEin Jahr Bibelschule f\u00fcr die ersten Christen.<br \/>\nDie unterschiedlichen Sprachen waren schon damals ein Problem der Heidenmission. Das AT war in hebr\u00e4isch geschrieben, Jesus sprach aram\u00e4isch (Abart des Hebr\u00e4ischen), hellenistische Juden verstanden haupts\u00e4chlich griechisch und im R\u00f6mischen Reich breitete sich das Lateinische aus. Paulus und Barnabas brachten Sprachkenntnisse ein und konnten das Evangelium verdolmetschen. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. F\u00fcr die ganze Welt<br \/>\n2. mit ganzem Herzen<br \/>\n3. das ganze Wort Gottes<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Paulus und Barnabas durchzogen die Insel Zypern auf der 1. Missionsreise (Apg 13, 4-13). Barnabas und Johannes Markus besuchten sie noch einmal, nachdem sie sich zu Beginn der 2. Missionsreise von Paulus getrennt hatten (Apg 15, 39).<br \/>\n(2) Antiochien hei\u00dft heute Antakia und liegt ca. 300 km n\u00f6rdlich von Damaskus und gut 30 km vom Mittelmeer entfernt. Die Stadt ist in vielerlei Hinsicht heruntergekommen. Minarette bestimmen das Stadtbild. Alle Bereiche des St\u00e4dtebaus und Lebens werden vom Islam beherrscht. Kirchengeb\u00e4ude sind nicht zu finden. \u00dcber einen l\u00e4ngeren Fu\u00dfweg erreicht man eine schlichte Felsenh\u00f6hle, die heute als Versammlungsort der ersten Christen bezeichnet wird und weitgehend aus Gr\u00fcnden des Fremdenverkehrs geduldet wird.<br \/>\n(3) Stadt nahe der Mittelmeerk\u00fcste in Libyen, 800 km \u00f6stl. des heutigen Tripolis, Hauptstadt der r\u00f6m. Provinz Cyrenaika. K. war eine griech. Kolonie, die Bev\u00f6lkerung bestand aber zu einem Viertel aus Juden. Sie besa\u00dfen ihre eigene Synagoge in Jerusalem (Apg 6, 9), einige von ihnen h\u00f6rten die Pfingstpredigt des Petrus (Apg 2, 10).<br \/>\n(4) Gott setzt dazu auch Heiden ein. Herodes der Gro\u00dfe hatte in Pal\u00e4stina die Verkehrswege ausgebaut, sodass die Botschaft von Jesus Christus leichter zu verbreiten war. Erst das Weltreich der R\u00f6mer erm\u00f6glichte eine weltumfassende Evangelisations- und Missionst\u00e4tigkeit.<br \/>\n(5) Durch seinen Segen erhalten menschliche Beitr\u00e4ge zum Bau des Reiches Gottes Qualit\u00e4t.<br \/>\n\u201eSegen\u201c kommt vom lateinischen \u201eSignum\u201c und dem Verb \u201esignare\u201c (= kennzeichnen). Fr\u00fcher wurden z. B. finanzielle Schulden \u201eauf einem Kerbholz notiert\u201c.<br \/>\nG\u00f6ttliches Heilsgut wird durch ihn selbst oder beauftragte Mitarbeiter vermittelt (1. Mo 12, 2f).<br \/>\nDie Kraft des Segens geht auf den Gesegneten \u00fcber, erscheint fast wie selbst\u00e4ndig wirkend, wird durch Ausspruch (1. Mo 27, 28f; 48,15f) und Handauflegung (1. Mo 48, 14ff) vermittelt. So wird der Gesegnete selbst Ausgangspunkt g\u00f6ttlichen Segens (1. Mo 12, 3). Im Grunde ist es immer Gott selbst, der segnet (1. Mo 49, 25). Was dem Menschen im Segen zuflie\u00dft, ist Gabe und Auswirkung g\u00f6ttlicher Liebe (5. Mo 7, 13).<br \/>\n(6) Positiv gesehen: Das Erleben von Gottes Tun spricht sich herum (Jes 55, 11; Ps 66, 16; Apg 4, 20) und bei diesem Thema ist ein Vorteil, dass auch die \u201ePietistenpost\u201c zu den schnellsten Nachrichten\u00fcberbringungssystemen z\u00e4hlt.<br \/>\n(7) aus Lexikon zur Bibel, Rienecker: \u201eBarnabas hatte die besondere Gabe des Propheten und Lehrers (Apg 13, 1) und muss bald nach Pfingsten zum Glauben gekommen sein. In der ersten Zeit der Gemeinde in Jerusalem verkaufte er ein Grundst\u00fcck und stellte den Erl\u00f6s notleidenden Gemeindegliedern zur Verf\u00fcgung (Apg 4, 37). Als Paulus zum ersten Mal nach Jerusalem kommt, nimmt B. sich seiner an und f\u00fchrt ihn in die Gemeinde ein (Apg 9, 27). Bald darauf entsteht in Antiochia die erste heidenchristliche Gemeinde, und B. wird von Jerusalem dorthin abgesandt. Er st\u00e4rkt und unterst\u00fctzt die Christen in Antiochia, holt Paulus, der inzwischen nach Tarsus gegangen war, herbei und arbeitet mit ihm ein Jahr in der Gemeinde zusammen. Dann \u00fcberbringen sie beide die Unterst\u00fctzung der Heidenchristen an die Gemeinde in Jerusalem (Apg 11, 20-30). Nach ihrer R\u00fcckkehr sendet die Gemeinde in Antiochia sie zur ersten Missionsreise aus, die sie \u00fcber Zypern bis ins Innere Kleinasiens f\u00fchrt.\u201c<br \/>\n(8) Altes Lied: Nicht der Anfang, erst das Ende kr\u00f6nt des Christen Glaubensstand<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des HerrnPredigtthema: Miteinander Bibelstelle: Apostelgeschichte 11, 19-26 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Den geschichtlichen Ablauf unterbricht Lukas mit Apg 8, 4 und nimmt ihn hier wieder auf. 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