{"id":1613,"date":"2008-07-18T19:31:21","date_gmt":"2008-07-18T17:31:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=432"},"modified":"2008-07-18T19:31:21","modified_gmt":"2008-07-18T17:31:21","slug":"predigthilfe-vom-10-8-2008-apostelgeschichte-6-1-7","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-8-2008-apostelgeschichte-6-1-7\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10.8.2008 &#8211; Apostelgeschichte 6, 1-7"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des Herrn<br \/>Predigtthema: Miteinander Konflikte l\u00f6sen<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 6, 1-7<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nNachdem der Feind die Gemeinde vergeblich von au\u00dfen angegriffen hat<br \/>\n(Apg 4 und 5), gibt es nun innerhalb der Gemeinde gro\u00dfe Probleme.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nIn den neutestamentlichen Briefen wird immer wieder von gro\u00dfen Problemen berichtet. Bsp.: Korintherbrief<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\na) V.1 Probleme der Gemeinde<br \/>\nb) V.2-5 Probleml\u00f6sung<br \/>\nc) V.6 Auswirkungen der Probleml\u00f6sung<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV.1: Es wurden immer mehr J\u00fcnger (Gemeindewachstum). Das gab neue Probleme. Nun m\u00fcssen Strukturen in der neuen Gemeinde geschaffen werden.<\/p>\n<p>Murren, wie einst das Volk Israel (2. Mose 16,7-9 \/ Joh. 6,41).<\/p>\n<p>Griechische Juden waren Juden, die Hebr\u00e4isch, die Muttersprache der in Israel lebenden Juden nicht beherrschten. Sie waren wahrscheinlich irgendwann ausgewandert und sprachen au\u00dfer Griechisch nur noch die Sprache der Herkunftsl\u00e4nder.<br \/>\nHebr\u00e4ische Juden waren streng orthodox und wollten mit nichts Heidnischem zu tun haben.<br \/>\nZwischen beiden Gruppen gab es immer wieder Spannungen.<\/p>\n<p>T\u00e4gliche Versorgung: Geht zur\u00fcck auf einen Brauch der Juden in der Synagoge. Dort wurde einmal w\u00f6chentlich Geld bzw. Lebensmittel eingesammelt und an die Bed\u00fcrftigen verteilt, so dass sie eine Woche davon leben konnten. Diesen Brauch \u00fcbernahm nun die Gemeinde. Hatte eine Witwe keine Kinder, kam sie in gro\u00dfe Not, denn die M\u00f6glichkeit des Erwerbs hatte die Frau nicht, deshalb diese Witwenspeisung.<\/p>\n<p>Warum die griechischen Judenwitwen \u00fcbersehen wurden, wissen wir nicht. Wurden sie einfach \u201e\u00fcbersehen\u201c oder galten sie f\u00fcr die hebr\u00e4ischen Juden als Menschen zweiter Klasse?<\/p>\n<p>T\u00e4glicher Dienst, w\u00f6rtlich: Diakonia<\/p>\n<p>V.2: Gemeindeversammlung wird einberufen und die Probleme werden in aller Offenheit besprochen, (Vergl. Apg. 1,15ff).<br \/>\nGrundprinzip der Apostel: Aufgabenteilung (Leib-Glied-Denken).<\/p>\n<p>V.3: Sieben M\u00e4nner, werden auch sp\u00e4ter \u201csieben M\u00e4nner\u201c genannt (Apg. 21,8) und nicht Diakone. Die Essensversorgung geht auf die Tradition der j\u00fcdischen Gemeinden zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Sieben geachtete M\u00e4nner wurden in einen offiziellen Rat gew\u00e4hlt, der f\u00fcr die \u00f6ffentlichen Angelegenheiten zust\u00e4ndig war. Sieben ist auch die Zahl der Vollkommenheit (siebenarmiger Leuchter), eine Zahl die im AT immer im Zusammenhang mit Gott genannt wird.<br \/>\nQualifikation:<br \/>\na) voll Heiligen Geistes<br \/>\nb) Weisheit<br \/>\nc) guten Ruf<br \/>\nDieser Tischdienst gilt als geistliches Amt und nicht als reine Verwaltungsaufgabe.<\/p>\n<p>V.4: Die Aufgabe der Apostel wird noch einmal festgehalten. Die Apostel legen eine Selbstbeschr\u00e4nkung fest. Dies ist nicht ein Zeichen von Schw\u00e4che, sondern von bibl. Gesinnung.<br \/>\nAufgabe:<br \/>\na) im Gebet verharren (mit Ausdauer)<br \/>\nb) am Wort dienen<\/p>\n<p>V.5: Die Gemeinde ist einverstanden, wird mit in die Entscheidung eingebunden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt.<\/p>\n<p>Alle sieben tragen griechische Namen, das hei\u00dft die ausgew\u00e4hlten M\u00e4nner kommen aus dem Lager der Beschwerdef\u00fchrer. Nikolaus, der Letztgenannte, war nicht einmal ein geborener Jude, sondern hatte sich zum Judentum und dann zum Christentum bekehrt. Philippus und Stephanus werden sp\u00e4ter wieder genannt bei der Missionsarbeit. \u00dcber die vier anderen ist uns nichts Weiteres bekannt.<\/p>\n<p>V.6: Der Dienst begann mit einer offiziellen Einsetzung. H\u00e4nde auflegen galt als Zeichen der Beauftragung und Bevollm\u00e4chtigung (Vergl. 4. Mose 27,18-23; 5. Mose 34,9; Apg. 13,3).<\/p>\n<p>V.7: Nach der Probleml\u00f6sung haben wir drei Auswirkungen:<br \/>\na) Ausbreitung des Wortes Gottes<br \/>\nb) Menschen finden zum Glauben<br \/>\nc) Priester werden dem Glauben gehorsam (Gerade in der Priesterschaft, den eigentlichen Gegnern Jesu, geschieht das Wunder: \u201eGlaubensgehorsam\u201c).<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDer Dienst in der Gemeinde wirkt Segen f\u00fcr alle.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) N\u00f6te und Probleme bleiben in keiner Gemeinde aus. Lebendige Gemeinden sind immer wieder auch Zielscheibe des Feindes.<\/p>\n<p>b) Wie gehen wir mit solchen Situationen um? Die Apostel verdr\u00e4ngen nicht, sondern nehmen sich der Sache an. Offenheit und nicht Verheimlichung ist angesagt, um dadurch dem Feind keinen weiteren Raum zu geben.<\/p>\n<p>c) Aufgabenteilung, damit keine Aufgabenvernachl\u00e4ssigung stattfindet. Nicht einer macht alles, sondern viele machen es gemeinsam, &#8211; vergl. 2.Mose 18,13ff.<\/p>\n<p>d) Es werden nur Menschen ausgew\u00e4hlt, die voll Heiligen Geistes sind. <\/p>\n<p>Bibl. Anforderungen (1. Tim. 3,8ff), gilt auch f\u00fcr diakonischen Dienst. Wichtig auch f\u00fcr unsere Mitarbeiterberufung heute.<\/p>\n<p>e) Offizielle Einsetzung zum Dienst. Wie werden unsere Mitarbeiter in ihren Dienst eingef\u00fchrt? Haben wir Mitarbeitergottesdienste, in denen wir die Mitarbeiter zum Dienst einsegnen.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n1) Not<br \/>\na) Wir sind als Gemeinde Jesu Zielscheibe des Feindes (Vergl. 1.Petr. 5,8) und werden es auch sein, bis Jesus wiederkommt.<\/p>\n<p>b) Damals gab es Probleme in der Essensausgabe, heute vielleicht auf anderen Gebieten, z. B. mit oder unter Mitarbeitern.<\/p>\n<p>2) Hilfe<br \/>\na) Wie gehen wir mit solchen Situationen um? Nicht Problemverdr\u00e4ngung sondern Probleml\u00f6sung ist angesagt.<\/p>\n<p>b) In aller Offenheit und Sachlichkeit wird das Problem angegangen.<\/p>\n<p>c) Aus dem Lager der Beschwerdef\u00fchrer wird Hilfe geholt, jedoch m\u00fcssen die bibl. Voraussetzungen erf\u00fcllt sein (1. Tim. 5,8ff).<\/p>\n<p>3) Segen<br \/>\na) Nicht zus\u00e4tzliche B\u00fcrden f\u00fcr bereits \u00dcberlastete sind gefragt, sondern Aufgabenteilung. Das bibl. Leib-Glied-denken wird hier praktiziert.<\/p>\n<p>b) Unter dem Segen darf die neue Arbeit beginnen.<\/p>\n<p>c) Gott segnet den weiteren Verlauf der Gemeinde und schenkt Wachstum.<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Wir blicken noch einmal kurz auf Kapitel 5 zur\u00fcck<\/p>\n<p>1) Die Not der Gemeinde<br \/>\nVon N\u00f6ten in der Gemeinde wird uns in der Apostelgeschichte berichtet. Diese N\u00f6te gebraucht der Feind immer wieder, um durcheinander zu bringen. Gemeinde Jesu ist Zielscheibe (1.Petrus 5,8). Hier waren es die griechischen Judenwitwen, die bei der Mahlzeit \u00fcbersehen wurden. Heute sind es vielleicht N\u00f6te untereinander und miteinander. Doch hier gilt auch: Gebt dem Feind keinen Raum (Eph. 4,27). Nicht Raumbereiter f\u00fcr den Feind sein, sondern Raumvernichter.<\/p>\n<p>2) Die Hilfe f\u00fcr die Gemeinde<br \/>\nOhne lange zu z\u00f6gern werden die Probleme angepackt und in der Gemeindeversammlung besprochen. Offenheit und Br\u00fcderlichkeit gelten auch hier f\u00fcr die Gemeinde. Eine kluge Entscheidung f\u00e4llen hier die Apostel, in dem sie sich eine Selbstbeschr\u00e4nkung auferlegen. Dies ist nicht ein Zeichen von Schw\u00e4che sondern bibl. Gesinnung. Hier wird das neutestamentliche Leib-Glied-Denken praktiziert. Der diakonische Dienst, der hier eingef\u00fchrt wird, ist genau auf der gleichen Stufe wie der Verk\u00fcndigungsdienst, also kein Unterschied. Bei Jesus gibt es keinen Unterschied, ob wir einen Dienst im Hintergrund tun oder im Vordergrund. Das Entscheidende ist, dass es f\u00fcr den Herrn geschieht, (Kol.3,17).<\/p>\n<p>3) Der Segen f\u00fcr die Gemeinde<br \/>\nUnter dem Segen der Gemeinde werden die berufenen Br\u00fcder in ihr neues Amt eingef\u00fchrt und d\u00fcrfen den griechischen Judenwitwen dienen. Nicht nur f\u00fcr die Gemeinde hat es Auswirkungen, sondern auch viele andere kommen durch das Zeugnis zum lebendigen Glauben.<\/p>\n<p>Schluss: Der Dienst, der f\u00fcr den Herrn geschieht, darf ein Segensdienst f\u00fcr alle sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des HerrnPredigtthema: Miteinander Konflikte l\u00f6sen Bibelstelle: Apostelgeschichte 6, 1-7 Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner 1. 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