{"id":1612,"date":"2008-07-18T19:29:26","date_gmt":"2008-07-18T17:29:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=431"},"modified":"2008-07-18T19:29:26","modified_gmt":"2008-07-18T17:29:26","slug":"predigthilfe-vom-3-8-2008-apostelgeschichte-5-34-42","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-8-2008-apostelgeschichte-5-34-42\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.8.2008 &#8211; Apostelgeschichte 5, 34-42"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des Herrn<br \/>Predigtthema: Miteinander f\u00fcr Jesus leiden<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 5, 34-42<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner<\/strong><\/p>\n<p>1. Zusammenhang<br \/>\nWir gehen zur\u00fcck zum Text des letzten Sonntags (Apg. 5, 27-33). In Apg 5, 12ff wird von den gro\u00dfen Taten Gottes durch die Apostel berichtet. Die Apostel werden ins Gef\u00e4ngnis geworfen, doch der Engel des Herrn f\u00fchrt sie in jener Nacht wieder heraus. Am Morgen predigen die Apostel wieder im Tempel und werden von dort abgef\u00fchrt zum Hohen Rat.<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\nPetrus im Gef\u00e4ngnis (Apg. 12, 3-17); Jesu Vorbild f\u00fcr die Leidenszeit ( 1.Petrus 2,21ff; 1. Petrus 3,8ff).<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\na) V. 34-39 Der Rat des Gamaliel<br \/>\nb) V. 40 Strafe und Redeverbot an die Apostel<br \/>\nc) V. 41-42 Freude und Dienst der Apostel<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV. 34: Hoher Rat, das h\u00f6chste j\u00fcdische Gericht. Es bestand aus 71 Personen, wobei der Hohepriester den Vorsitz f\u00fchrte. Das Gericht hatte das Recht Menschen zu verhaften, jedoch durfte es keine Todesurteile aussprechen. Dies war nur in einem Falle erlaubt, wenn ein Heide in die inneren Vorh\u00f6fe des Tempels eindrang.<\/p>\n<p>Gamaliel war theologischer Lehrer (Lehrer des Saulus Apg. 22,3). Er galt als g\u00fctiger, toleranter Mann und stand an der Spitze der gem\u00e4\u00dfigten theologischen Richtung unter den Pharis\u00e4ern. Ihm wurde der Ehrentitel \u201eRabban\u201c verliehen, deshalb nannten die Menschen ihn auch \u201eDie Zierde des Gesetzes\u201c. <\/p>\n<p>V. 35: Gamaliel ruft angesichts der zugespitzten Situation zu einem besonnenen Verhalten auf. Er setzt sich f\u00fcr die Apostel ein, mit der Begr\u00fcndung, dass ihre Sache, sofern sie nicht von Gott ist, keinen Bestand hat.<\/p>\n<p>V.36: \u00dcber Theudas liegen uns keine n\u00e4heren Informationen vor. Wir wissen nur, dass in Israel immer wieder Unruhestifter auftraten und sich auch als Messias bezeichneten.<br \/>\nEin rasches Ende wurde ihm bereitet.<\/p>\n<p>V. 37: Dieser Judas hatte zur Zeit der Volksz\u00e4hlung \u2013 die im Jahre 6 v. Chr. durchgef\u00fchrt wurde &#8211; rebelliert. Volksz\u00e4hlungen wurden zum Zweck der Steuererhebung durchgef\u00fchrt. Da Judas als ein Fanatiker galt und den Standpunkt vertrat, Gott ist der K\u00f6nig und ihm allein w\u00e4ren die Juden tributpflichtig, versuchte er einen Umsturz herbeizuf\u00fchren, der jedoch fehl schlug.<\/p>\n<p>V. 38-39: Gamaliel gebrauchte diese 2 Beispiele, um dem Hohen Rat klarzumachen, dass diese Sache ebenfalls fehl schlagen w\u00fcrde, wenn sie nicht von Gott w\u00e4re. Wenn diese Sache aber von Gott ist, w\u00f6rtlich: wenn es nun einmal so ist (wirklicher Tatbestand), kann kein Einhalt geboten werden. Sollte aber dennoch der Hohe Rat etwas unternehmen, dann bedeutet das, sich Gott zu widersetzen.<\/p>\n<p>Gamaliel beruft sich zwar nicht auf die Schrift wie Petrus, aber es ist ihm Ernst mit dem Glauben an Gott.<\/p>\n<p>V.40: Gei\u00dfelung (5. Mose 25, 2-3) galt als brutale Strafe, die n\u00e4chstsch\u00e4rfere war die Todesstrafe. Die Gei\u00dfelung war offensichtlich die Strafe f\u00fcr bereits fr\u00fcher ausgesprochene Schweigegebote (Apg. 4,18; 5,28).<\/p>\n<p>Leiden und Schweigegebot f\u00fcr die Apostel. Name Jesu sollte nicht mehr genannt werden.<\/p>\n<p>V.41: fr\u00f6hlich, mit einem erf\u00fcllten Herzen. Es war eine Ehre f\u00fcr die Apostel um Jesu willen Schmach zu leiden. Hier gilt auch Jesu Seligpreisung (Matth. 5,11-12, Lukas 6,22-23). Auch sp\u00e4ter ermutigte Petrus die Christen, sich zu freuen, wenn sie mit Christus litten (1.Petr. 2,18-21; 3,8-17).<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nDie Apostel Jesu geben Zeugnis auch im Leiden<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\na) An dem Namen Jesu scheiden sich die Geister. Haben sich die Menschen damals an Jesus ge\u00e4rgert, so tun sie es auch heute.<br \/>\nb) Gemeinde Jesu ist Gotteswerk nicht Menschenwerk, deshalb hat sie eine Verhei\u00dfung und wird nicht untergehen (Vergl. Matth. 16,18).<br \/>\nc) Die Apostel leben in der geschenkten Gelassenheit auch in der Verfolgungszeit und haben ein klares Jesusbekenntnis.<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<br \/>\n1) Leiden<br \/>\na)Damals wie heute gilt: Allein im Name Jesu haben wir das Heil (Apg. 4,12).<br \/>\nWeiter sagt die Schrift: Wer nicht bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, unterst\u00fctzt den Antichristus (1.Joh. 4,3). Bsp.: Islam.<\/p>\n<p>b) Wer den Jesusweg geht, erlebt Sturmzeiten damals wie heute, da sich an Jesus die Geister scheiden. <\/p>\n<p>c) Der Jesusweg ist ein Leidensweg auch in der Freiheit. Die Endzeitgemeinde wird eine Leidensgemeinde sein.<\/p>\n<p>2) Zeugnis<br \/>\na) Die Apostel konnten nicht mundtot gemacht werden, sondern sie mussten von dem reden, was sie erlebt hatten.<\/p>\n<p>b) Haben wir solch ein Jesuszeugnis auch in uns, das uns nicht schweigen sondern reden l\u00e4sst von dem, was wir mit Jesus erlebt haben? (Apg. 1,8).<\/p>\n<p>c) Das zeugnishafte Leben ist mehr denn je gefragt (Bsp.: Josef, Daniel, Nehemia).<\/p>\n<p>3) Verhei\u00dfung<br \/>\na) Gamaliel erkl\u00e4rt anhand von 2 Beispielen aus der Geschichte wie Menschenwerk untergeht und Gotteswerk bestand hat. <\/p>\n<p>b) Das Gotteswerk hat eine Verhei\u00dfung und wird nicht untergehen (Matth. 16,18).<\/p>\n<p>c) Lasst uns gelassen unseren Weg gehen, im Aufblick zu unserem Herrn (1. Petr. 3,18ff).<\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<br \/>\nEinleitung: Wir zeigen kurz noch einmal die Situation vom vergangenen Sonntag auf (Apg. 5, 17-33) und steigen somit in den Text ein.<\/p>\n<p>1) Der Leidensweg<br \/>\nAn der Person Jesu scheiden sich die Geister damals wie heute. Der Name Jesu und sein Absolutheitsanspruch (Joh.14,6) ist f\u00fcr viele ein \u00c4rgernis. Deshalb muss sich Gemeinde Jesu mehr denn je auf Sturmzeiten einstellen. Die Endzeitgemeinde wird eine Leidensgemeinde sein. Darum gilt auch heute Gemeinde auf das Leiden vorzubereiten.<\/p>\n<p>Warnung auch vor falscher Verk\u00fcndigung, wie Nachfolge ohne Leiden, ohne Probleme usw.<\/p>\n<p>Leiden muss nicht Gef\u00e4ngnis bedeuten. Es gibt auch Leiden in der Freiheit um Jesu Willen, wenn ich konsequent meinen Weg mit Jesus gehe.<\/p>\n<p>2) Der Zeugnisweg<br \/>\nIn aller Drangsal gingen die Apostel ihren Weg und waren erf\u00fcllt von der Freude, der Jesusfreude. Diese Freude, die Jesus uns durch den heiligen Geist schenkt (Vergl. Gal. 5,22-23) auch im Leiden. Unsere Welt braucht heute mehr denn je Menschen mit dem Jesuszeugnis wie die Apostel, wie ein Daniel oder Nehemia.<\/p>\n<p>3) Der Verhei\u00dfungsweg<br \/>\nGemeinde Jesu steht unter der Verhei\u00dfung unseres Herrn (Matth. 16,18), genauso auch die Gl\u00e4ubigen (Joh. 10,28-29). Deshalb stehen wir nicht auf verlorenem Posten, sondern auf der Seite des Siegers. So gibt uns Jesu Vorbild immer wieder neuen Mut und neue Kraft (1. Petr. 2,21ff), denn seine Seligpreisung gilt auch uns in der Leidenzeit (Matt. 5,11-12); Lukas 6,22-23). So d\u00fcrfen wir in der geschenkten Gelassenheit unseres Herrn bleiben.<\/p>\n<p>Schluss: Die Apostel leben uns den Leidens-, Zeugnis- und Verhei\u00dfungsweg vor, lasst uns auch diesen Weg gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des HerrnPredigtthema: Miteinander f\u00fcr Jesus leiden Bibelstelle: Apostelgeschichte 5, 34-42 Verfasser: G\u00fcnther Baumg\u00e4rtner 1. Zusammenhang Wir gehen zur\u00fcck zum Text des letzten Sonntags (Apg. 5, 27-33). 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