{"id":1610,"date":"2008-07-08T12:15:57","date_gmt":"2008-07-08T10:15:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=429"},"modified":"2008-07-08T12:15:57","modified_gmt":"2008-07-08T10:15:57","slug":"predigthilfe-vom-20-7-2008-apostelgeschichte-4-32-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-20-7-2008-apostelgeschichte-4-32-37\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20.7.2008 &#8211; Apostelgeschichte 4, 32-37"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des Herrn<br \/>Predigtthema: Miteinander von Jesus leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Apostelgeschichte 4, 32-37<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Matthias K\u00f6hler<\/strong><\/p>\n<p>1. Der Zusammenhang<br \/>\nEhe die vorangehende Erz\u00e4hlung zum Abschluss gebracht wird und wir h\u00f6ren, was der Rat unternahm, um den Ungehorsam der Apostel gegen seinen Befehl zu bestrafen, beschreibt uns Lukas, was die Gemeinde inwendig stark machte; es war ihre Liebe (unser Text heute), aber auch der Ernst der Zucht, mit dem sie der S\u00fcnde in ihrer Mitte widerstand (Apg 5, 1-11).<\/p>\n<p>2. Biblische Parallelen<br \/>\n* 1. K\u00f6nige 17: Elia und die Witwe von Zarpat: Wer hergibt, hat auch selbst<br \/>\n* Apg 6: Versorgung der Armen in der gr\u00f6\u00dfer werdenden Gemeinde<br \/>\n* Mt 19,16ff: Reicher J\u00fcngling: Verkaufe, was Du hast und gib den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben.<br \/>\n* Mt 6,19f: Nicht Sch\u00e4tze auf Erden sammeln, sondern im Himmel<br \/>\n* Opfer-Kapitel in 2. Kor. 8 (bes. V 1-15) und 2. Kor. 9 (bes. V 6-15). Unbedingt lesen!!<\/p>\n<p>3. Der Aufbau des Textes<br \/>\nV 32-35 (ohne 33): Ein Herz und ein Sinn dr\u00fcckt sich im gemeinsamen Haben aus.<\/p>\n<p>Einschub: V 33: Kraftvolles Zeugnis der Apostel. Dieser Einschub hat zuerst mal nichts mit den andern Versen zu tun. Aber warum steht er gerade hier: Offensichtlich gibt es einen Zusammenhang zwischen der Kraft des Zeugnisses und der gelebten Liebe in der Gemeinde!<\/p>\n<p>V 36: Prominentes Beispiel dieser gelebten Liebe<\/p>\n<p>4. Einzelerkl\u00e4rungen<br \/>\nV 32<br \/>\n* &#8222;der Gl\u00e4ubigen&#8220;: w\u00f6rtl: der &#8222;Gl\u00e4ubiggewordenen&#8220;. Die griechische Zeitform zeigt, dass es einen bestimmten Zeitpunkt gab, wo dieses Gl\u00e4ubigwerden geschah! Und das hat seine Auswirkung bis heute.<\/p>\n<p>* &#8222;ein Herz und eine Seele&#8220; (&#8222;ein&#8220; ist hier Zahlwort!). In letzter Zeit wird das immer mehr in unseren christlichen und evangelikalen Kreisen betont: &#8222;Wir sollen eins sein&#8220;.<br \/>\nDas ist falsch: Wir sollen nicht eins sein, sondern wir sind es. Wir finden im NT keine Aufforderung, unter uns Christen eine Einheit zu schaffen. Wir finden etwas viel Besseres: Wir finden \u00fcberall die Best\u00e4tigung: Ihr seid eins!<br \/>\nWir brauchen nicht etwas schaffen, das Gott schon lange geschenkt hat. Auch an diesem Punkt machen wir das Evangelium (= es ist uns geschenkt) gern zum Gesetz (= wir m\u00fcssen es schaffen).<\/p>\n<p>Manche nennen Joh 17, bes. V 20 und 22. Wer genau hinschaut merkt: Das ist keine Aufforderung an uns, sondern in V 20 Gebet Jesu zu seinem Vater f\u00fcr uns. Und V 22 zeigt, dass Jesus alles zu unserer Einheit getan hat: &#8222;Die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, dass sie eins seien, wie wir eins sind&#8220;.<\/p>\n<p>Freuen wir uns \u00fcber das Geschenk der Einheit! Auf Freizeiten z.B. erleben wir sie: Christen aus verschiedensten Gemeinden und Gemeinschaften sind eins, ohne dass wir diese Einheit wirken m\u00fcssten &#8211; diese Einheit ist da, als Geschenk. <\/p>\n<p>* &#8222;gemeinsam&#8220;: gr. koinos (vgl. koinonia): Koinonia ist die Teilhaberschaft: Etwas geh\u00f6rt uns allen gemeinsam. Oder auch: Jeder geh\u00f6rt auch dem andern. In der Gemeinde Jesu entsteht Koinonia am Kreuz Jesu: Wir sind Schuld am gebrochenen Leib und am vergossenen Blut Jesus und haben Teil an der zuerst t\u00f6tenden und richtenden, dann aber auch vergebenden und neues Leben schaffenden Wirkung des Todes Jesu. (Das meint 1. Kor 10,16-17)<\/p>\n<p>Wer diese Teilhaberschaft erkannt hat, der kann auch die n\u00e4chste leben: Nichts geh\u00f6rt mir allein, sondern auch den andern. Niemand geh\u00f6rt sich allein, sondern auch den andern.<\/p>\n<p>V 33<br \/>\n* &#8222;mit gro\u00dfer Kraft&#8220;: gr. dynamis: Kraft, Gewalt, Macht. Aber auch F\u00e4higkeit, Bef\u00e4higung, Talent. Die Worte der Apostel verfehlten unter der Leitung des Heiligen Geistes ihre Wirkung nicht, und Menschen kamen zum Glauben an Jesus. <\/p>\n<p>* &#8222;Apostel&#8220;: Zu jener Zeit kurz nach Pfingsten war das Zeugnis von der Auferstehung offensichtlich vor allem den Aposteln als den Augenzeugen anvertraut. Wohl aus Interesse an der historischen Zuverl\u00e4ssigkeit. Schnell hat sich diese Aufgabe dann aber auf alle ausgeweitet, die auch &#8222;Augenzeugen&#8220; sind, weil sie Jesus selbst begegnet sind.<\/p>\n<p>* &#8222;Zeugnis&#8220;: gr. martyrion<br \/>\nAuftreten zur Best\u00e4tigung eines Tatbestandes bzw. eines Ereignisses.<br \/>\nDie gleichen Wurzeln hat ein Wort, das etwas bezeichnet, was viel Sinnen erfordert und geht auf eine Wurzel: &#8222;gedenken, sorgen, z\u00f6gern, bleiben&#8220; zur\u00fcck. <\/p>\n<p>Martys genauer: &#8222;Das nachdenkend \u00fcberpr\u00fcfende Erinnern, d.h. ins-Bewusstsein-Erheben von etwas Erfahrenem, \u00fcber das man nicht hinweggehen, das man nicht vergessen kann und das in diesem Sinne nun auch anderen zur Kenntnis gebracht wird, um ihnen durch entsprechende Aussagen den Gehalt dieser Erfahrung zu vermitteln. Das Erfahrene soll durch das Zeugnis evident werden&#8220;<\/p>\n<p>Interessant ist:<\/p>\n<p>AT: Zeuge ist (in der Beziehung Gott-Mensch) in der Regel Gott. (Ein Blick in die Konkordanz gen\u00fcgt!<br \/>\n(Zeugen zwischen Menschen gibt\u00b4s nat\u00fcrlich: 3 Zeugen bei einer Verurteilung&#8230;) (Ausn.: Jes 43,10)<br \/>\nGott ist der Zeuge \u00fcber uns.<br \/>\n(Klar: Er ist der, der uns sieht, der uns kennt. Er kann der wahre Zeuge sein!)<\/p>\n<p>Jetzt passiert im NT etwas ganz Wahnsinniges:<br \/>\nNT: Wir werden Zeuge in der Beziehung Gott-Mensch. Wir sollen seine Zeugen sein! F\u00fcr ihn.<\/p>\n<p>Im gr. kommt martys aus dem Rechtsleben. Und da geht es um eine Sache, um Wahrheitsfindung.<br \/>\nAber diese Bedeutung steckt da auch drin:<br \/>\nEs kann geschehen, dass ein Zeuge (vor Gericht) seine Seelenkraft so mit dem, f\u00fcr den er zeugt, vereinigt, um ihm zum Sieg zu verhelfen. Dann wird aus dem Zeuge, dem es um die Sache geht, ein Zeuge, dem es um eine Person geht!!!<\/p>\n<p>Was ist der Inhalt des Zeugnisses?<br \/>\nApg 1,22 und an unserer Stelle: Zeuge seiner Auferstehung<br \/>\n1Ptr 5,1: Zeuge seiner Leiden.<\/p>\n<p>Das ist nichts anderes als das Zeugnis \u00fcber mein Leben:<br \/>\nDas Zeugnis \u00fcber meine S\u00fcnde (Zeuge seiner Leiden) und das Zeugnis der Vergebung: (Zeuge seiner Auferstehung). <\/p>\n<p>Zum Nachdenken: Ein Zeuge ist immer jemand, der etwas selbst erlebt hat (vgl. 1. Joh 1,1ff). Jemand, der eine Sache nur vom H\u00f6rensagen kennt, kann kein Zeuge sein. Sind wir echte Zeugen Jesu? Dann d\u00fcrfen wir nichts sagen, was wir nicht wirklich erlebt haben. Wer Jesus erlebt hat, darf\/soll Zeuge sein!<br \/>\nAber es darf vom H\u00f6rensagen zum Erleben kommen (vgl. Hiob 42,5).<\/p>\n<p>* &#8222;Gnade&#8220;: auch: Anmut, Gef\u00e4lligkeit, Liebesgabe, Liebesdienst, Huld, Wohlwollen. Das Verb wird auch \u00fcbersetzt mit: sich freundlich zeigen, einem etw. Angenehmes, einen Gefallen, einen Dienst erweisen.<br \/>\nDas kann gehen bis: etw. oder sich willig darbringen, gern geben, schenken.<\/p>\n<p>V 35:<br \/>\n&#8222;was er n\u00f6tig hatte&#8220; = w\u00f6rtl: Mangel, Bed\u00fcrfnis. Gleiches Wort wie in Phil. 4,19: Mein Gott aber wird ausf\u00fcllen all Eurem Mangel gem\u00e4\u00df seinem Reichtum in Herrlichkeit in Christus Jesus.<br \/>\nHier ist angesprochen, wo und durch wen der Mangel wirklich gestillt wird. Das Geld der Br\u00fcder und Schwestern ist &#8222;nur&#8220; \u00e4u\u00dferes Zeichen der inneren F\u00fclle. Und doch k\u00fcmmert sich Gott auch um solche Bed\u00fcrfnisse. Allerdings braucht er die Br\u00fcder und Schwestern dazu. Wem sind wir Bruder oder Schwester? <\/p>\n<p>V 36<br \/>\nJoseph, genannt Barnabas. Die Herleitung des Namens Barnabas ist nicht eindeutig gekl\u00e4rt. &#8222;Bar&#8220; bedeutet unbestritten Sohn, dagegen ist unsicher, mit welcher aram.\/hebr. Wortfamilie &#8222;nabas&#8220; zu verbinden ist. Eine M\u00f6glichkeit: Von einem Wort, das im AT den Propheten (nabi) bezeichnet. Ein Prophet ist ja einer, der ermahnt, tr\u00f6stet, aufrichtet&#8230; Das w\u00fcrde dazu passen, dass Lukas hier den Namen \u00fcbersetzt mit &#8222;Sohn der Paraklese&#8220;. Und Paraklesis meint genau das Reden, das den atl. Propheten u.a. eigen war.<br \/>\nAndere leiten &#8222;nabas&#8220; her von einem Wort, das ruhen\/bes\u00e4nftigen hei\u00dft. <\/p>\n<p>V 37:<br \/>\n* &#8222;Geld&#8220; (ein anderes Wort wie in V 34). Hier w\u00f6rtl.: das Brauchbare. Wurde dann zu: Ding, Sache, Gut, Gesch\u00e4ft&#8230; Das zugrunde liegende Verb hei\u00dft: gebrauchen, sich Nutzen schaffen durch etwas. Das gibt einen sch\u00f6nen Sinn: Wenn jemand seine G\u00fcter (verkauft und) f\u00fcr Gottes Reich gibt, verwandeln sie sich in f\u00fcr Gott Brauchbares.<\/p>\n<p>5. Die Spitze des Textes<br \/>\nJoh 13,34+35: Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine J\u00fcnger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.<\/p>\n<p>6. Der Text heute<br \/>\nLiebe, echte Liebe unter Menschen ist selten geworden, in vielen erkaltet&#8230; Es wird viel von Liebe geredet, aber wenig getan. Das wesentliche Kennzeichen der Liebe Gottes ist, dass sie im Tun daherkommt, nicht im romantischen Denken oder F\u00fchlen. Gott offenbart sich als der Handelnde (und nicht als der &#8222;nur&#8220; gut Denkende), deshalb ist unsere Antwort auch handelnde Liebe. Wo Liebe nicht zur entschlossenen Tat wird, ist sie gar nicht da! (Vgl. Jak. 2,14ff).<\/p>\n<p>Leider haben wir Christen uns an diesem Punkt oft sehr an die Welt angepasst. Wann kommt unsere Liebe aus der \u201eMan-sollte-auch-mal\u201c-Ecke heraus? Zur Zeit unseres Textes war Liebe etwas sehr Handfestes, Materielles!<\/p>\n<p>7. Beispiele und Verdeutlichungen<\/p>\n<p>7.1. Unterschied: Opfer und Kollekte<\/p>\n<p>Was ist der Unterschied zwischen einem Opfer und einer Kollekte?<br \/>\nEin Huhn und ein Schwein beschlie\u00dfen, ihrem Bauern einmal ein richtig gutes Fr\u00fchst\u00fcck zu servieren.<br \/>\nDas Huhn schl\u00e4gt vor: &#8222;Ich geb&#8216; eine Kollekte und du bringst ein Opfer!&#8220; Zum Fr\u00fchst\u00fcck gab es Ei und Schinken.<\/p>\n<p>Welche Opfer bringen wir? Oder sind es nur Kollekten?<\/p>\n<p>7.2. Geld und Gut, das wir f\u00fcr uns behalten, wird \u00e4hnlich unbrauchbar wie die Habe in diesem M\u00e4rchen (ich wei\u00df leider nicht mehr, wie es hei\u00dft), in dem sich alles, was die Hauptperson des M\u00e4rchens anfasste, in Gold verwandelte. Leider verhungerte er dann, weil Gold nicht essbar ist.<br \/>\nWir werden verhungern, wenn wir unsere Habe nicht in Liebe teilen!<\/p>\n<p>7.3. Nat\u00fcrlich gilt all das nicht nur f\u00fcr den materiellen Besitz, sondern auch f\u00fcr den geistlichen. Dann sind wir beim Zeugnis, das uns aufgetragen ist. Auch das wollen wir nicht f\u00fcr uns allein vergolden.<\/p>\n<p>7.4. Die besten Verdeutlichungen kommen ja immer aus der Bibel selbst:<br \/>\n2. K\u00f6n 7, speziell V 3-11 gibt zu denken \u00fcber unsere Gebe- und Zeugenfreudigkeit.<\/p>\n<p>7.5. Speisung der 5000: Aus dem Kleinen, das der Junge gibt, macht Gott einen gro\u00dfen Segen. <\/p>\n<p>8. Material und Gliederung zur Predigt<\/p>\n<p>\u00dcberschrift: Miteinander von Jesus leben<br \/>\nDer Blick in die erste Zeit der Christen macht uns manchmal neidisch, manchmal auch deprimiert, weil es heute doch nicht mehr so werden kann wie damals&#8230; Muss es in vielen Dingen auch nicht.<\/p>\n<p>Allerdings sehen wir hier eben doch den Prototyp von Gemeinschaft, wie sie von Gott durch den Herrn Jesus gestiftet ist. Der Vergleich mit dem Ist-Zustand und dem Soll-Zustand soll uns nicht deprimieren, sondern anreizen! Zumal wir wissen, dass der Soll-Zustand ja eigentlich der Ist-Zustand ist: So hat&#8217;s Gott geschaffen und geschenkt. Wir sind gefordert, zu leben, was wir sind!<br \/>\nWir vermeiden das Wort Einheit und nehmen daf\u00fcr den etwas k\u00fcnstlichen Begriff Eins-Sein. Das trifft die geistl. Wahrheit besser und ist frei von negativem &#8222;Gschm\u00e4ckle&#8220; wie &#8222;Einheitsbrei, Einheitslook, Einheitsgewerkschaft&#8230;&#8220;<\/p>\n<p>1. Voraussetzung des Eins-Seins: Gl\u00e4ubig geworden sein!<br \/>\nWo Menschen an Jesus glauben und die Bibel als g\u00f6ttliches Wort ernst nehmen, ist Eins-Sein gegeben. (siehe oben unter Einzelerkl\u00e4rungen zu &#8222;eins&#8220;). Jesus m\u00f6chte ein &#8222;Eins-Sein&#8220; unter uns, eine Einheit von verschiedenen Gemeinde oder Denominationen ist nicht im Blick. \u00dcberall, wo Christen zusammen sind, zusammenleben, zusammen arbeiten ist die Einheit da.<br \/>\nEin herrliches Geschenk, das man immer wieder froh erleben kann.<br \/>\nEins-Sein kann man nicht machen, genau sowenig wie das Eins-Sein Jesu mit seinem Vater z.B. von Jesus gemacht war. Eins-Sein ist eine Wesensbestimmung und kein Auftrag an uns. <\/p>\n<p>2. \u00c4u\u00dferungen des Eins-Seins: miteinander teilen<br \/>\nSo ein fr\u00fchchristlicher &#8222;Kommunismus&#8220; ist in unserer Zeit und Kultur wohl nicht mehr zu machen. In einer Zeit, in der das Christ sein noch etwas kostete und nur zur Gemeinde geh\u00f6rte, wer&#8217;s auch wirklich so ernst meinte, dass er viele Nachteile bis zur massiven Verfolgung in Kauf nahm, ging das besser: Da kamen keine Schmarotzer in die Gemeinde, die nur vom Flei\u00df der andern profitieren wollten. Das w\u00e4re heute sicher schwieriger. Schon im ersten Jahrhundert gab es dieses Problem am Rande: Mit frommer Begr\u00fcndung (baldige Wiederkunft Jesu) arbeiteten manche nicht mehr und lie\u00dfen sich aushalten: Dazu Paulus ganz n\u00fcchtern: 2. Thess 3,10: &#8222;Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.&#8220; Es war damals also keine &#8222;Ich-lasse-mich-versorgen-Mentalit\u00e4t&#8220;, sondern eine &#8222;Ich-will-f\u00fcr-andere-sorgen-Mentalit\u00e4t&#8220;. Eine Auswirkung des echten Glaubens! <\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnten wir das heute angehen: z.B. einen Hilfsfonds einrichten, mit dem wir Gemeindemitglieder, die in eine akute Not gekommen sind (z.B. durch Unfall, durch Arbeitslosigkeit, durch andere widrige Umst\u00e4nde&#8230;), helfen k\u00f6nnen. Hier m\u00fcssen unsere Strukturen von Mein und Dein etwas aufgeweicht werden.<br \/>\nSolch gute und erw\u00fcnschenswerte institutionalisierte Hilfe darf nat\u00fcrlich nicht das pers\u00f6nliche und stille Engagement jedes Einzelnen in der Gemeinde ersetzen!<\/p>\n<p>Ist uns bewusst: Erst durchs Hergeben wird unser Eigentum f\u00fcr Gott eine brauchbare Sache! Wer betet: &#8222;Herr, ich will f\u00fcr Dich brauchbar sein&#8220;, kann direkt hier anfangen. <\/p>\n<p>Sind wir noch im Stande, wirklich zu opfern, auch wenn&#8217;s wirklich ein Opfer wird? (vgl. das Fr\u00fchst\u00fcck von Schwein und Ei, s.o.)<br \/>\nWer fest mit der &#8222;Auferstehung&#8220; (und dieser Zusammenhang ist in unserem Text ja gegeben) rechnet, der h\u00e4ngt nicht am Eigentum. Denn sein Leben wird ein Morgen haben, an dem Mein und Dein eh keine Rolle mehr spielt.<\/p>\n<p>3. Auswirkung des Eins-Seins: kraftvolles Zeugnis<br \/>\nZu Zeugnis (s.o.)<br \/>\nWo unser Zeugnis nicht nur leeres Gerede ist, sondern in der zur Tat gewordenen Liebe gef\u00fcllt und gedeckt ist, da bekommt es Kraft von oben!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben in der Gemeinde des HerrnPredigtthema: Miteinander von Jesus leben Bibelstelle: Apostelgeschichte 4, 32-37 Verfasser: Matthias K\u00f6hler 1. 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