{"id":1607,"date":"2008-06-20T12:42:33","date_gmt":"2008-06-20T10:42:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=426"},"modified":"2008-06-20T12:42:33","modified_gmt":"2008-06-20T10:42:33","slug":"predigthilfe-vom-29-6-2008-1-korinther-9-16-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-6-2008-1-korinther-9-16-23\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29.6.2008 &#8211; 1.Korinther 9, 16-23"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben unter der Leitung des Herrn<br \/>Predigtthema: SOS &#8211; deshalb gewinnend leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Korinther 9, 16-23<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\n1. Ko 5-11 beschreibt die FREIHEIT. Zuerst wird eine falsche verstandene Freiheit der Korinther in ihre Grenzen verwiesen, Dann folgen Hilfen f\u00fcr Starke und Schwache, sowie deren unterschiedlichen Umgang mit der Freiheit. Dieser Text zeigt positiv, wozu Paulus seine von Gott geschenkte Freiheit gebraucht.<br \/>\nM\u00f6glichst 1. Ko 9, 1ff einbeziehen! <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 16 Die Apostel sind dem Ruf in die Nachfolge und die Verk\u00fcndigungsaufgabe von sich aus gefolgt, Paulus nicht. Er konnte nicht anders (Apg 26, 14). \u201eWehe mir!\u201c deutet die Folgen eines Ungehorsams gegen\u00fcber Gottes Auftr\u00e4gen an.  <\/p>\n<p>V 17f Angestellte und freie Mitarbeiter haben Anspruch auf Entlohnung, Sklaven nicht. Sie z\u00e4hlen zum Eigentum ihres Herrn.<br \/>\n\u201eWas hab ich davon?\u201c wird heute zunehmend zum Kriterium, sich auf etwas einzulassen oder Abstand zu nehmen (Mt 19, 27; 20, 1ff). L\u00e4sst sich ein Ausgleich von Gott f\u00fcr das Engagement seiner Kinder erwarten? Honoriert (\u201esegnet\u201c) Gott den Einsatz seiner Leute ihrem Einsatz entsprechend? (1) Petrus regte eine Tarifrunde an (Mt 19, 27ff). Im Dienste f\u00fcr Jesus ist nicht der VERdienst, sondern der DIENST selbst im Namen Gottes allein Lohn genug (Mt 20, 1ff). (2) Paulus predigt (w\u00f6rtl.) kostenlos. <\/p>\n<p>V 19 Ein Paradoxon: Frei und deswegen untertan.<br \/>\nFreiheit war immer auch ein Ziel aller weltlichen Menschenrechtsw\u00fcnsche und -erkl\u00e4rungen. (3) Auch Jesus befreit a) durch seinen Tod von der S\u00fcnde (R\u00f6 6, 7), b) durch seine Auferstehung zu einem neuen Leben jenseits von Ich-Zentriertheit (R\u00f6 7, 6; 8, 2), c) durch seine Herrschaft \u00fcber die Welt und Befreiung von Angst (Jo 16, 33). (4)<br \/>\nFreiheit ist nicht losgel\u00f6st von Verantwortung Gott und den Menschen gegen\u00fcber. Das w\u00e4re Selbstgefangenheit. Freiheit ist Freiheit VON mir selbst und allen Zw\u00e4ngen F\u00dcR das h\u00f6here Ziel, Menschen zu retten.<br \/>\nLiebe hat immer HINGABE zur Folge. Wer liebt, verschenkt sich, macht sich FREIWILLIG zum Knecht (Jo 3, 16; 14, 23; 1. Jo 3, 14). Wer sich selbst leben will, wird sich verlieren; wer sich selbst in die Liebe zu Gott und den Menschen hinein verliert, wird sich finden (Mt 10, 39; Jo 12, 25).<br \/>\nPaulus handelt zielgerichtet: Menschen f\u00fcr den Glauben an Jesus GEWINNEN. (5) Das ist die Art Jesu (Phil 2, 5), die Sehnsucht Gottes. Er stellt sich auf eine Stufe mit seinen Gespr\u00e4chspartnern (Phil 2, 6ff). Ohne ihn lassen sich keine Menschen f\u00fcr das Evangelium gewinnen. (6) <\/p>\n<p>V 20 Keine Assimilation, kein Aufgehen in und Verschmelzen mit den Ansichten Anderer. Dabei wurde Paulus selbst kein Grieche, aber den Griechen WIE ein Grieche.<br \/>\nWeil Paulus im Glauben an Christus fest stand, konnte er sich weit aus dem Fenster lehnen, um Au\u00dfenstehende zu erreichen. (7) <\/p>\n<p>V 21 Sowohl den j\u00fcdischen als auch den heidnischen Weg, mit dem Gesetz umzugehen, verneint Paulus. Er ist weder unter dem Gesetz noch ohne Gesetz, sondern im Gesetz CHRISTI. Das bedeutet: Kein Handeln gegen den eigenen Willen, kein Zwang unter einem Gesetz sondern: WAS JESUS WILL, will er auch (1. Ko  9, 21). (8)<\/p>\n<p>V 22 Lebensziel: Menschen durch Gewinnung f\u00fcr den Glauben an Jesus retten. Alles \u00dcbrige wird dem untergeordnet.   <\/p>\n<p>V 23 \u201eteilhaftig\u201c an ( genauer: \u201eMitteilhaber\u201c nicht Besitzer) der Gnade Gottes, die rettet.  <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1<br \/>\n1. Frei, um Knecht zu sein<br \/>\n2. Frei im Gesetz Christi<br \/>\n3. Frei f\u00fcr Andere<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (nach K.-H. R\u00fctishauser)<br \/>\n1. Das Ziel vor Augen<br \/>\n2. Der Weg dahin<br \/>\n3. Die Motivation im R\u00fccken<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Wie wichtig sind uns besondere Anerkennungen f\u00fcr Geleistetes? Aus p\u00e4dagogischen Gr\u00fcnden sollte jeder Mensch anerkannt, be- und geachtet sein. Wie wichtig ist gl\u00e4ubigen \u201eLeistungserbringern\u201c das \u201eentsprechende\u201c Lob? (Das gilt vom Putzen des Gemeinschaftshauses wie f\u00fcr die Mitarbeit in Kreisen bis zum  Predigen des Gotteswortes: WARUM wird es getan und f\u00fcr WEN oder WAS?<br \/>\n(2) Sonst w\u00e4re die gleiche \u201eBelohnung\u201c der Mitarbeiter tats\u00e4chlich ungerecht und jemand, der fast sein ganzes Leben ohne Gott \u201ein vollen Z\u00fcgen genoss\u201c und erst im hohen Alter zum Glauben kommt, im Vorteil. Das Gegenteil ist aber der Fall: Solchen \u201eSp\u00e4theimkehrern\u201c ist jeder Tag leid, den sie ohne Jesus verbracht haben.<br \/>\n\u201eAch, dass ich dich so sp\u00e4t erkannte&#8230;\u201c aus \u201eIch will dich lieben, meine St\u00e4rke\u201c Evangelisches Gesangbuch Nr. 400 von Johann Scheffler.<br \/>\n(3) Vom Versuchungsbericht (1. Mo 3, 4f) \u00fcber die Geschichte der Sklavereien und die franz\u00f6sische Revolution blieb der Wunsch nach Freiheit. Wurde eine Presse von der Zensur befreit, war sie frei, die Wahrheit zu schreiben.<br \/>\n(4) John Stott: \u201eWahre Freiheit ist Freiheit, unser wahres Selbst zu sein, so wie uns Gott geschaffen hat.\u201c<br \/>\nBsp.: Ein Fisch wurde von Gott mit der wunderbaren Freiheit geschaffen \u00fcberall hin zu schwimmen, wo er auch nur hin will. Am Ufer endet diese Freiheit allerdings. W\u00fcrde der Fisch auf das Land wollen, dann w\u00fcrde er \u201esein wahres Selbst\u201c, sein Fisch verlieren und au\u00dferdem w\u00e4re das Selbstzerst\u00f6rung. Er w\u00fcrde das nicht erleben, weil er nun einmal ein Fisch ist. Absolute Freiheit ist undenkbar.<br \/>\nWas macht den Menschen zum Menschen? Die Liebe (wie das Wasser den Fisch zum Fisch macht) 1. Jo 4, 11-16; Lk 10, 27. Robert Southwell, 16. Jh: \u201eNicht wenn ich atme, sondern wenn ich liebe, lebe ich.\u201c<br \/>\n(5) Gewinnen geh\u00f6rt zum Wortstamm \u201ewohnen\u201c. Nach der Zeit der J\u00e4ger und Sammler erhielten Interessenten eine Sesshaftigkeit, ein \u201eGewann\u201c, &#8211; der Begriff h\u00e4lt sich bis heute auf \u00e4lteren Landkarten. Was auf einem Gewann angebaut oder gepflanzt wurde, war Gewinn des Anbauers. Gewinnen h\u00e4ngt sprachlich auch mit  \u201eGewohnheit\u201c zusammen (s. auch Kol 3, 16). Menschen f\u00fcr Jesus gewinnen sollte zur Gewohnheit werden.<br \/>\n(6) Dietrich Bonhoeffer in \u201eNachfolge\u201c: \u201eDer Weg zum anderen Menschen, mit dem ich zusammenlebe, geht durch Christus, oder es ist ein Irrweg. All unsere Versuche, die Kluft, die uns vom anderen Menschen trennt, die un\u00fcberwindliche Distanz, Andersheit, Fremdheit des anderen Menschen durch Mittel nat\u00fcrlicher oder seelischer Verbindung zu \u00fcberwinden, m\u00fcssen scheitern. Es f\u00fchrt kein eigener Weg von Mensch zu Mensch. Die liebevollste Einf\u00fchlung, die durchdachteste Psychologie, die nat\u00fcrlichste Offenheit dringt nicht zum anderen Mensch vor, es gibt keine seelischen Unmittelbarkeiten. Christus steht dazwischen. Drum ist die F\u00fcrbitte der verhei\u00dfungsvollste Weg zum Anderen.\u201c<br \/>\n(7) Von Papst Johannes XXIII. wird erz\u00e4hlt, dass er in den ersten Jahren seines Pontifikats Angst vor den Aufgaben und der Verantwortung hatte. Da sei ihm Christus des Nachts erschienen und habe zu ihm gesagt: \u201eLieber Johannes, nimm dich nicht so wichtig. Ich bin schlie\u00dflich bei dir.\u201c<br \/>\n(8) Die Armb\u00e4nder junger Leute \u201eWWJD\u201c (Was w\u00fcrde Jesus tun?) sollen an den Willen Jesu erinnern. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben unter der Leitung des HerrnPredigtthema: SOS &#8211; deshalb gewinnend leben Bibelstelle: 1.Korinther 9, 16-23 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen 1. Ko 5-11 beschreibt die FREIHEIT. 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