{"id":1598,"date":"2008-04-14T15:35:34","date_gmt":"2008-04-14T13:35:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=417"},"modified":"2008-04-14T15:35:34","modified_gmt":"2008-04-14T13:35:34","slug":"predigthilfe-vom-27-4-2008-matthaus-24-3-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-27-4-2008-matthaus-24-3-14\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 27.4.2008 &#8211; Matth\u00e4us 24, 3-14"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum Herrn<br \/>Predigtthema: SOS &#8211; deshalb konsequent f\u00fcr die Wiederkunft leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 24, 3-14<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDie Endzeitrede auf dem \u00d6lberg.<br \/>\nJesus beschreibt Vorzeichen und Ablauf der Ereignisse vor seinem zweiten Kommen in Herrlichkeit.<br \/>\n(Der Paralleltext Mk 13 ist etwas ausf\u00fchrlicher.)<br \/>\nDie J\u00fcnger brachten die angek\u00fcndigte Tempelzerst\u00f6rung (V 1) mit dem Ende des gegenw\u00e4rtigen Zeitalters in Verbindung (= Naherwartung). Jesus verband beides geschickt zu EINER einheitlichen Lehre. Der Untergang Jerusalems durch den r\u00f6mischen Kaiser Titus (70 nChr) war der \u201eVorgeschmack\u201c auf das, was sp\u00e4ter noch kommen sollte.<br \/>\nJesus verkn\u00fcpfte seine Prophezeiung a) mit der Warnung vor Irref\u00fchrungen und b) mit der Ermahnung zu wachsamem Gehorsam in der Zwischenzeit, der Zeit der Mission, der Verfolgung und der sozialen und politischen Unruhen.<br \/>\nDiese Rede auf dem \u00d6lberg verbindet Jesu Auseinandersetzungen mit dem \u201ereligi\u00f6sen Establishment\u201c, das gegen ihn wirkte und selbst dem Gericht Gottes verfallen war, mit der eigentlichen Leidensgeschichte, die ihren H\u00f6hepunkt am Kreuz findet.<br \/>\nParalleltexte in Mk 13, Lk 21, 5-19 und au\u00dferbiblisch in \u201eJ\u00fcdische Altert\u00fcmer\u201c von Josephus Flavius. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 3 Diese beiden Fragen haben Jesusnachfolger immer brennend interessiert: WANN und WIE? Die J\u00fcnger rechnen mit einer zeitnahen Wiederkunft (Naherwartung) und verbinden diesen Termin schon mit dem Weltende.   <\/p>\n<p>V 4 \u201eSeht zu\u201c oder \u201eSeht euch vor\u201c, Ermutigungen, in der Jetztzeit den Glauben standhaft und gehorsam zu bewahren. Der Anfang der Jesus-Antwort war eine Warnung (Jer 29, 8; Eph 5, 6). Auch die blieb seitdem aktuell, weil beide Fragen zu eigenm\u00e4chtiger Suche nach Antworten verleiten. (1) Der Feind hat gr\u00f6\u00dftes Interesse daran, durch Verf\u00fchrung zu falschen (meistens gut gemeinten) Berechnungen vom Eigentlichen abzulenken. (2)<br \/>\n\u201eVerf\u00fchrung ist f\u00fcr die Gemeinde schlimmer als Verfolgung!\u201c (Gerhard Maier).<br \/>\nAuch in den Paralleltexten (s. o.) steht die Warnung im Vordergrund. Vorzeichen k\u00fcndigen das Ende an.<\/p>\n<p>V 5 \u201eFalsche Christusse\u201c gab es immer (V22). (3) Sie hinterlie\u00dfen eher kurzfristige Eindr\u00fccke. Von Wichtigtuerei bis zur tats\u00e4chlichen Sektengr\u00fcndung war alles schon da. Die Wirkung der \u201ePseudo-Ich bin\u2019s-Christusse\u201c war immens (Mt 24, 5). L\u00f6sungen f\u00fcr die Probleme der Welt boten die meisten f\u00fchrenden Politiker aller Zeiten an und viele glaubten sogar an ihre pers\u00f6nliche \u201eg\u00f6ttliche Beauftragung\u201c. Ihr Erfolg war u. a. deshalb gro\u00df, weil die Menschheit ihren \u201eRettern\u201c, \u201eF\u00fchrern\u201c und \u201eHeilanden\u201c immer gern die L\u00f6sung ihrer schwierigsten Probleme zutraute, (4) \u2013 aber die echten Weltkatastrophen konnte niemand abwenden.  <\/p>\n<p>V 6-8 ANGST ist zunehmend \u201ein\u201c. (5)<br \/>\nKriege nehmen zu. (6) Die Menschheit KENNT den Weg zum Frieden seit dem S\u00fcndenfall nicht mehr, so lange sie Christus \u00fcbersieht. (7) Nur wer eine Perspektive \u00fcber diese Weltzeit hinaus hat, hat Hoffnung.<br \/>\nDie Zunahme von Erdbeben und Hungersn\u00f6ten sind nicht nur der Eindruck, weil Radio und Fernsehen umfassender berichten. Die \u201eKlimakatastrophe\u201c ist dabei nur ein Zeichen f\u00fcr die Unm\u00f6glichkeit, diese Welt aus eigener Kraft heil zu machen. Die Menschen auf der von Gott erschaffenen Welt K\u00d6NNTEN die Hungersn\u00f6te der Welt (Offb 6, 6; Mt 10, 17-22) beenden, aber auch im \u00dcberfluss bleibt fast jeder Nichtchrist sich selbst der N\u00e4chste. (8)<br \/>\nHungersn\u00f6te und Erdbeben sind Zeichen auf dem Weg zum Endgericht (Jes 8, 21; 13, 13; 19, 2; Hes 38, 19; Hag 2, 22; Offb 6, 4ff; 18, 8) und zum Ziel. K\u00f6nigreich gegen K\u00f6nigreich (2. Chr 15, 6; Jes 19, 2; Hag 2, 22; Offb 6, 4).<\/p>\n<p>V 9-12 Selbst Gemeinden werden Unfrieden erleben und spalten sich sogar. Auch Familienmitglieder ziehen ihre aktuellen \u00dcberzeugungen dem Familiendenken vor. (Mk 13, 12) Utopie? (9) <\/p>\n<p>V 13 HASS ist das absolute Gegenteil von Liebe (Mk 13, 13). Nirgends sonst ist GEDULD so n\u00f6tig.<br \/>\nGeduld = griech. drunter bleiben, aushalten.<br \/>\nGott braucht tats\u00e4chlich KEINE HELDEN. Aber Leute, die auf ihn sehen und ihm vertrauen (Hebr 12, 1f). Und die im Glauben bleiben trotz allem (Jes 28, 16; 2. Tim 4, 7f; Hebr 10, 35ff; Offb 2, 10).<br \/>\nAusharren: \u201cTrotz widriger Umst\u00e4nde bis zum Ende abwarten, aushalten.\u201d (Gro\u00dfer Duden). Nicht dickk\u00f6pfiges \u201eNichts-dazu-lernen-wollen\u201c, sondern die Geschichte auch von ihrem Ende her beobachten. <\/p>\n<p>V 14 Dann (erst) wird das Ende kommen, wenn alles (s. o.) geschehen ist und das Evangelium allen V\u00f6lkern zug\u00e4nglich ist.<br \/>\nPolitische und \u201ewissenschaftliche\u201c  Weltverbesserungsvorstellungen halten nicht, was sie versprechen. Allerdings wird der Abfall, die Zersetzung und Abschaffung biblischer Werte f\u00fcr die Gemeinde zum Zeitzeichen f\u00fcr das Ende dieser Welt. (10)<br \/>\nAber der Zerbruch der alten Welt ist nicht alles: \u201eSiehe, ich mache alles neu!\u201c (Offb 21, 5). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Die Welt wird nicht immer sch\u00f6ner und bunter.<br \/>\n2. Die Gemeinde Jesu geht schwersten Zeiten entgegen.<br \/>\n3. Durchhalten wird belohnt, &#8211; deshalb ist Evangelisation dran.<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Die Liste der gut gemeinten, aber falschen Terminangaben f\u00fcr die Wiederkunft Jesu oder das Ende der Welt ist lang. Hier h\u00e4ufen sich die Irrlehren.<br \/>\n(2) Traurige Beispiele f\u00fcr verirrte Berechnungen gibt es mehr als genug. Eine Aufz\u00e4hlung in der Verk\u00fcndigung kann interessant sein, weil die Fehler anderer immer Aufmerksamkeit erregen, wirkt aber wahrscheinlich nicht glaubensst\u00e4rkend.<br \/>\n(3) In den vergangenen Jahrzehnten traten die meisten \u201eJesusse\u201c im amerikanischen Sprachraum auf, von der Mun-Sekte bis zum kollektiven Selbstmord der Jim Jones-Anh\u00e4nger 1978.<br \/>\nZahlreiche Beispiele in Gerhard Maier, Markus-Evangelium, Edition C, S. 545.<br \/>\nRat: Nicht zu ausf\u00fchrlich dar\u00fcber berichten.<br \/>\n(4) Typisch menschlich: Im Fr\u00fchjahr 333 v. Chr. soll Alexander der Gro\u00dfe den \u201egordischen Knoten\u201c einfach mit seinem Schwert durchschlagen und damit seinen darauf folgenden Siegeszug durch Asien eingel\u00e4utet haben. Achtung: Eine Traumvorstellung der \u201eAllmacht\u201c gro\u00dfer Politiker!<br \/>\n(5) \u201eAlle haben Angst&#8230;\u201c (Apothekerin \u00fcber die starke Zunahme des Konsums von Beruhigungsmitteln und Drogen.)<br \/>\n(6) Der Friede in Deutschland seit 1945 ist Grund zum Danken, sollte aber den Blick f\u00fcr das weltweite Anwachsen von Gewalt bis zum Terrorismus nicht tr\u00fcben.<br \/>\n(7) Jes 59, 8; Jer 6, 14.<br \/>\n\u201eDie neuen serbischen Friedensgrenzen lassen sich nur mit dem Bajonett ziehen!\u201c (Slobodan Milosevic, ehem. Jugoslawischer Staatspr\u00e4sident.)<br \/>\n\u201eStreitigkeiten und Kriege werden ausgemerzt sein, &#8211; in nicht allzu ferner Zukunft. Doch der EINZIGE Weg, die Kriege aus der Welt zu schaffen, besteht darin, ihnen UNSEREN Krieg entgegen zu setzen. Wenn man will, dass es keine Gewehre mehr gibt, muss man das Gewehr in die Hand nehmen. Politische Macht kommt aus den Gewehrl\u00e4ufen.\u201c (Mao, 1893-1976, chines. Staatspr\u00e4sident in seiner \u201eMao-Bibel\u201c, 1967: Worte des Vorsitzenden Mao Tse-Tung).<br \/>\n(8) Schillers gute Meinung vom Menschen \u201eDer brave Mann denkt an sich selbst zuletzt\u201c (Wilhelm Tell), wird st\u00e4ndig widerlegt. Der Volksmund hat die Betonung deshalb ver\u00e4ndert: \u201eDer brave Mann denkt an sich! Selbst zuletzt.\u201c<br \/>\n(9) Nachfragen, was \u00e4ltere Gemeindeglieder in den letzten Jahrzehnten geistlich am meisten \u201egeschlaucht\u201c hat. Vor l\u00e4ngerer Zeit litten die meisten Gemeinden unter dem unchristlichen Hitler-Regime. Familien zerbrachen,  aber auch Gemeinden. \u201eV\u00e4ter und M\u00fctter\u201c des Glaubens sind \u201eMangelware\u201c geworden. Heute mehren sich die Spaltungen, &#8211; oft leider eher aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden als durch Gehorsam gegen\u00fcber Gottes Wort.<br \/>\n(10) Unehrlichkeit, Steuerhinterziehung in h\u00f6chsten Kreisen, Abtreibungen, die \u201ePille danach\u201c, Stammzellengewinnung aus Embryonen (Menschen werden im fr\u00fchesten Stadium get\u00f6tet, usw.<br \/>\nEin hessischer Oberkirchenrat kritisierte die Ehescheidung einer Landesbisch\u00f6fin der hannoverschen Landeskirche. Folge: Beurlaubung von allen Aufgaben.<br \/>\nDie Ablehnung christlicher Werte funktioniert heute scheinbar synchron mit der Aufwertung heidnischer Religionen, z.B. Islam, tibetanischer Lamaismus, z. B. aber auch mit Astrologie (verschiedene spezialisierte TV-Sender).<br \/>\nHeinrich B\u00f6ll, dt. Literaturnobelpreistr\u00e4ger: \u201eDie Atheisten sind deshalb so arg langweilig, weil sie st\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum HerrnPredigtthema: SOS &#8211; deshalb konsequent f\u00fcr die Wiederkunft leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 24, 3-14 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Die Endzeitrede auf dem \u00d6lberg. 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