{"id":1597,"date":"2008-04-09T21:39:16","date_gmt":"2008-04-09T19:39:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=416"},"modified":"2008-04-09T21:39:16","modified_gmt":"2008-04-09T19:39:16","slug":"predigthilfe-vom-20-4-2008-matthaus-24-45-51","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-20-4-2008-matthaus-24-45-51\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 20.4.2008 &#8211; Matth\u00e4us 24, 45-51"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum Herrn<br \/>Predigtthema: Mit der richtigen Einstellung f\u00fcreinander leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 24, 45-51<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDer Textzusammenhang ist wichtig! \u2013 wenigstens ab V 32.<br \/>\nDrei Gleichnisse verdeutlichen nun das \u201eImmer bereit sein\u201c. (1)<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 45 Das Wort von den Knechten (griech. Sklaven) bezieht sich zuerst auf die J\u00fcnger, dann besonders auf Verantwortliche in der Gemeinde (2) und schlie\u00dflich auf alle, die dem Herrn dienen wollen.<br \/>\nDas Wort f\u00fcr \u201etreu\u201c bedeutet urspr\u00fcnglich zuverl\u00e4ssig und glaubw\u00fcrdig.<br \/>\n\u201eKlug\u201c meint auch verst\u00e4ndig, einsichtsvoll, auf etwas bedacht sein.<br \/>\nUnter \u201ezu essen geben\u201c ist sicher diakonisches Handeln gemeint, aber es geht auch um das Wort Gottes, die \u201egeistliche Speise\u201c (Jo 6, 27.55; 1. Ko 3, 2; 1. Petr 2, 2; Hebr 5, 12f).<br \/>\n\u201eRechte Zeit\u201c (s. Ps 145, 15) (3). Das Evangelium soll zu JEDER Zeit weitergesagt werden (2. Tim 4, 2).<br \/>\nVerantwortliche Knechte haben die Aufgaben, 1. keine Zeit zu vers\u00e4umen und 2. f\u00fcr \u201eVollwertkost\u201c zu sorgen. (4) (5)<br \/>\nGerhard Maier: \u201eGepredigt werden muss zur Zeit oder zur Unzeit\u201c, d. h. immer (vgl. 2. Ko 4, 13). Zur Seelsorge und Verteidigung des Glaubens jedoch braucht man Weisheit und den gottgeschenkten Augenblick (Eph 4, 29; 5, 15ff; Kol 4, 6).\u201c <\/p>\n<p>V 46 \u201eGl\u00fccklich\u201c ist das Wort aus den Seligpreisungen. (6)<br \/>\nWichtiger als Wissen und sein (auch geistliches) Wissen von sich geben ist das TUN (Mt 7, 21).<br \/>\nMenschlich gro\u00dfe Leistungen haben vor Gott noch lange nicht den gleichen Stellenwert. Menschen wurden  mittlerweile auf LEISTUNG getrimmt. (7) <\/p>\n<p>V 47 Wahrlich = Amen. So wurden grunds\u00e4tzliche Erkl\u00e4rungen eingeleitet. D. h., H\u00f6rt jetzt genau her! Hier geht es um Wesentliches!<br \/>\nNachfolger Jesu werden einmal mit ihm im 1000-j\u00e4hrigen Reich regieren (1. Ko 6, 2f; 1. Thess 4, 17; Offb 3, 21; 20, 4ff.) und auf Thronen sitzen.<\/p>\n<p>V 48 Jesus bringt ein BEISPIEL und stellt diesen Knecht nun ganz anders vor.<br \/>\nDieser Mitarbeiter denkt (griech: sagt sich in seinem Herzen). Das \u201eDenkergebnis\u201c ist Ungehorsam gegen\u00fcber seinem Herrn.<br \/>\nAtheisten meinten zu allen Zeiten (8): Der Messias kommt nie wieder (Mt 25; 2. Petr 3, 3ff). <\/p>\n<p>V 49 D. h. Verantwortliche beginnen, ihre Mitarbeiter zu bedr\u00e4ngen. Gr\u00fcnde k\u00f6nnen sein: \u00c4u\u00dferer Eindruck des Gemeindekreises: zu klein, zu wenig \u201eaction\u201c, kaum vorzeigbare (!) Erfolge.<br \/>\nSolche verfallen leicht der Trunkenheit der Diesseitigkeit. Was sichtbar ist, z\u00e4hlt. Gott gewichtet aber auch hinter unseren Kulissen.<br \/>\nDie Gemeinden und Werke, z. B. die \u00c4u\u00dfere Mission, wuchsen dort sogar sichtbar, wo Gottes Wort \u00fcber allen anderen Worten stand. Die Liste der \u201eMissionen\u201c, die in gesellschaftliche Themen abglitten, andere Religionen und ihre G\u00f6tter wertsch\u00e4tzten, und heute nicht mehr existieren, sind lang.<br \/>\nDer \u00e4u\u00dfere Zulauf ist nie letztes Symptom f\u00fcr geistliches Wachstums.  <\/p>\n<p>V 50 Unerwartet. Die Ungewissheit der R\u00fcckkehrtermine ihres Herrn sollte Knechte zum Handeln bringen.<br \/>\nDer Termindruck verf\u00fchrte allerdings auch treue Knechte immer wieder zum Rechnen mit dem Kalender. Termine gab\u00b4s auch noch und n\u00f6cher. (9)  <\/p>\n<p>V 51 \u201cVierteilen\u201c geh\u00f6rte zu den schlimmsten Bestrafungen. (10) Vierteilungen waren in Israel aber nicht erlaubt. Jesus will das ganze Gewicht der Untat beschreiben.<br \/>\nLeitende Glieder sind mit besonderer Verantwortung betraut und d\u00fcrfen sie nicht aufgrund ihrer \u201elangj\u00e4hrigen Erfahrung\u201c oder ihrer eigenen F\u00e4higkeiten wahrnehmen.<br \/>\nNach diesem Wort kommen auch Christen wegen ihrer Verantwortung ins Gericht (Mt 10, 32f; 13, 49f; 22, 11ff; R\u00f6 14, 10; 2. Ko 5, 10).<br \/>\n\u201eHeulen und Z\u00e4hneklappern\/Z\u00e4hneknirschen\u201c ist Beschreibung des Ortes, der im Blick auf die pers\u00f6nliche Vergangenheit den zu sp\u00e4ten Wunsch weckt, im vergangenen Leben st\u00e4rker auf Gottes Wort geh\u00f6rt zu haben.<br \/>\nNicht vergessen den Trost f\u00fcr alle, die \u201enur\u201c Jesus nachfolgen wollen (Jo 5, 24). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag  (nach Gerhard Maier)<br \/>\n1.  Christ und Christ ist nicht dasselbe.<br \/>\n2.  Welche Leute sucht Jesus?<br \/>\n3. Welche Leute sucht Jesus nicht?<br \/>\n4. Was tun, bis er kommt?<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Pfadfinderinnen und Pfadfinder gehen oft ins Lager. Unter den \u00e4lteren Jugendlichen wird dann und wann unterwegs folgende \u00dcbung abgehalten: Die jungen Leute m\u00fcssen innerhalb kurzer Zeit parat sein f\u00fcr einen mehrt\u00e4gigen Ausflug in die Umgebung. Beim ersten Mal ist das eine heikle Sache: Was muss auf jeden Fall mit, was will man mitnehmen, was ist Ballast? Irgendwann hat man den Bogen raus und wei\u00df sich zu beschr\u00e4nken. Der Gr\u00fcnder der Pfadfinderbewegung, Robert Baden-Powell, hat solche \u00dcbungen unter das Motto gefasst: Be prepared &#8211; Allzeit bereit!<br \/>\n(2) Ver-Antwortliche (im wahrsten Sinn des Ausdrucks): Vom \u00fcberregionalen Gremienmitglied bis zum Gemeindeleiter. Auch hier die ganze Bandbreite: Vom manchmal verzagten J\u00fcngeren, gerade mit der Aufgabe betraut, bis zum Treuen im Dienst ergrauten, der nicht rechtzeitig seinen Nachfolger aufgebaut hat.<br \/>\nVon der Kinderbetreuerin bis zum Hauskreisleiter. Wer Ver-Antwortung \u00fcbernommen hat, wird auch einmal Antwort geben m\u00fcssen.<br \/>\nDie Zahl der Gemeinden (Gemeinschaften), die sich nach dem Heimgang eines gro\u00dfen Bruders stark verkleinerten oder gar eingingen, ist zu gro\u00df. Beispiel: Unter gro\u00dfen Eichen w\u00e4chst nur wenig Neues nach.<br \/>\n(3) Beispiel: Zur rechten Zeit &#8230; Sogar die Seel\u00f6wen im Zoo wissen von F\u00fctterungszeiten. Wer nicht dabei ist oder nichts bekommt, bleibt hungrig. Sogar der Storch wei\u00df seine Zeit (Jer 8, 7).<br \/>\n(4) Wenn verantwortliche Br\u00fcder bestimmte Bibeltexte weglassen oder ihre Lieblingsstellen zur Hauptsache machen, drohen der Gemeinde geistliche Entzugserscheinungen.<br \/>\nz.B. Skorbut (manchmal auch als M\u00f6ller-Barlow-Krankheit bezeichnet) ist eine Erkrankung, die durch einen Mangel an Vitamin C (Ascorbin) ausgel\u00f6st wird. Folge: U. a. fallen Z\u00e4hne aus. Durch Herzschw\u00e4che kann der Tod eintreten. Im Mittelalter starben viele Seeleute durch einseitige Ern\u00e4hrung (P\u00f6kelfleisch und Schiffszwieback). Die ersten Versuche, den S\u00fcdpol zu erreichen, hatten durch Skorbut gr\u00f6\u00dfte N\u00f6te (Amundsen \u2013 Scott)<br \/>\nIn den deutschen Konzentrationslagern (\u201e3. Reich\u201c) und in Arbeits- und Vernichtungslagern der Sowjetunion (Archipel Gulag) starben viele Gefangene auch aus diesem Grund.<br \/>\n(5) Einseitige Wortauslegung \u00e4hnelt der Genmanipulation. Es w\u00e4chst dann nicht mehr, was urspr\u00fcnglich gemeint war.<br \/>\n(6) \u201eGl\u00fcckselig\u201c (griech: Mak\u00e0rios), dasselbe Wort wie in den SELIGPREISUNGEN (Mt 5). Im Altertum nannte man die Insel Zypern im Volksmund \u201eMakarios\u201c = gl\u00fcckselig. In den griechischen Sagen ist Zypern die \u201eInsel, wo die G\u00f6tter Urlaub machen.\u201c Makarios nannten sich zahlreiche Herrscher bis zum Erzbischof Makarios III., der seinen urspr\u00fcnglichen Namen \u00e4nderte und Zypern ab 1960 regierte.<br \/>\nJesus verwendet hier einen Ausdruck, der in der damaligen Welt bekannt war.<br \/>\n(7) Beispiele: Wer eigene Leistung bringt ist anerkannt, vom Sch\u00fcler bis zum hochgez\u00fcchteten Motor im Auto.<br \/>\n(8) Heinrich B\u00f6ll (gl\u00e4ubiger, kathol. Schriftsteller): \u201eDas Langweiligste an den Atheisten ist, dass sie st\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen.\u201c<br \/>\n(9) Beispiele genug. Sie k\u00f6nnten aber konkret publizistisch wirken und das Vertrauen in Br\u00fcder einschr\u00e4nken, die sonst Hervorragendes \u00fcber Gottes Wort sagten.<br \/>\n(10) In R\u00f6merzeiten wurde diese H\u00f6chststrafe durch das Schwert vollzogen, bis zum Mittelalter durch vier Pferde, die den Delinquenten zerrissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum HerrnPredigtthema: Mit der richtigen Einstellung f\u00fcreinander leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 24, 45-51 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Der Textzusammenhang ist wichtig! \u2013 wenigstens ab V 32. Drei Gleichnisse verdeutlichen nun das \u201eImmer bereit sein\u201c. 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