{"id":1595,"date":"2008-03-27T21:32:03","date_gmt":"2008-03-27T19:32:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=414"},"modified":"2008-03-27T21:32:03","modified_gmt":"2008-03-27T19:32:03","slug":"predigthilfe-vom-6-4-2008-matthaus-181-14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-4-2008-matthaus-181-14\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6.4.2008 &#8211; Matth\u00e4us 18,1-14"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum Herrn<br \/>Predigtthema: In der richtigen Einstellung voneinenander leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 18,1-14<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nEs geht um die GEMEINDE. Schon Mt 16, 18 benutzt Jesus diesen Fachausdruck (1) f\u00fcr die \u201eHerausgerufenen\u201c. In Kap. 18 zweimal in V 17.  Kap 18 zeigt die Grundbedingung f\u00fcr den Umgang in der Gemeinde: LIEBE UNTEREINANDER. Der Gr\u00f6\u00dfte in der Gemeinde ist, wer am bereitwilligsten DIENT. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 1-5 Gr\u00f6\u00dfer, wichtiger, einflussreicher, m\u00e4chtiger: Das Grundtrieb der damaligen und heutigen Welt.<br \/>\nDas Ziel der \u201eHerausgerufenen\u201c l\u00e4uft absolut entgegengesetzt: Hinuntersteigen zu Schwachen und Armen.<br \/>\nDiese Richtung muss allerdings ge\u00fcbt und gepflegt werden.  <\/p>\n<p>Ein Kind wird Beispiel f\u00fcr den Typ eines schwachen, unwissenden, armen Gesch\u00f6pfes. Denen gilt das besondere Interesse Gottes. Wer den Kleinsten aufnimmt, f\u00fcr ihn sorgt, identifiziert sich mit den Kleinen. DER Kleinste war Jesus von Betlehem bis Golgatha (Phil 2, 7ff).<br \/>\nAber nicht nur Anspruchslosigkeit und Schwachheit! Kinder VERTRAUEN ihren Eltern (bis zu ersten Entt\u00e4uschungen&#8230;). Sie sorgen sich nicht um Probleme. Aussagen der Eltern sind erst einmal unumst\u00f6\u00dfliche Wahrheit. Eltern kann man \u201euneingeschr\u00e4nkt beim Wort nehmen\u201c, so wie Bibelleser Gottes Wort ohne Einschr\u00e4nkung f\u00fcr sich \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>Kinder sind LIEBEBED\u00dcRFTIG, k\u00f6nnen sich \u201eohne\u201c nicht frei entwickeln.<br \/>\nDie Liebe der Christusnachfolger beginnt in der Regel beim Verst\u00e4ndnis des Kreuzestodes Jesu. Kinder wissen allerdings bald, dass Liebe Gegenliebe hervorruft und leben dabei auf.<br \/>\nKinder lernen von \u00c4lteren, &#8211; oft mehr, als diese beabsichtigen. U. a. auch K\u00e4lte, Schroffheit, Eingeschnapptsein, Unfreundlichkeit, Hartherzigkeit, detektivische Verfolgung der Schuld Anderer und Nachtragen<br \/>\nKinder kennen keinen Standesgeist (2)<br \/>\nUnd erwachsene Gotteskinder?    <\/p>\n<p>V 6 Wichtig ist Jesus nicht das Alter des Kindes, sondern seine innere Haltung.<br \/>\n\u201eAnsto\u00df geben\u201c, s. auch 1. Ko 1, 18. (3)<br \/>\nM\u00fchlsteine waren Schwergewichte. (4)  Der Tod durch Ertr\u00e4nken war den Juden allerdings ein Gr\u00e4uel. (5)    <\/p>\n<p>V 7 Unser Leben findet in einer Welt der Irrt\u00fcmer und S\u00fcnden statt. <\/p>\n<p>V 8f Alter und neuer Mensch ringen auch im Wiedergeborenen um die Herrschaft. Jesus wei\u00df allerdings, dass auch die Amputation nicht vor weiterer S\u00fcnde sch\u00fctzt. Auch Kr\u00fcppel und Blinde erleben die Macht der S\u00fcnde. (6) Nur die Wiedergeburt (Jo 3, 3ff) und das immer neue Sich-Ausliefern in Gottes H\u00e4nde bringt neues Leben. Und das steht \u00fcber jedem Lebensstandard, \u00fcber Gesundheit und Lebensl\u00e4nge.  <\/p>\n<p>V 10 \u201eSeht zu!\u201c ruft zur Aufmerksamkeit und T\u00e4tigkeit. Jesus-Nachfolger sind \u201eSchirmherren\u201c der Unbeachteten, Kleinen, Bedr\u00fcckten. (7) Versorger und Besch\u00fctzer der Hilfsbed\u00fcrftigen. (8) <\/p>\n<p>V 11 Die Sorge f\u00fcr die \u201eKleinen\u201c \u00fcbertr\u00e4gt Gott neben seinen Engelscharen (z. B. Begriff \u201eSchutzengel\u201c) auch seiner Gemeinde. (9)<br \/>\nDieser Vers steht erst in sp\u00e4teren Handschriften (siehe Anmerkungen in Luther und Elberfelder \u00dcbersetzungen), passt aber gut in den Zusammenhang. <\/p>\n<p>V 12 Neben der SORGE f\u00fcr die Hilfsbed\u00fcrftigen hat die Gemeinde den Auftrag, Verlorenen und Verirrten   NACHZUGEHEN mit dem Ziel, sie zur\u00fcckzuholen (Gal 6, 1). Ein bl\u00fchender Zweig der Gemeindearbeit oder Brachland? <\/p>\n<p>V 13 Anderen Menschen wieder auf den richtigen Lebensweg zur\u00fcck zu helfen geh\u00f6rt zwar in den unpopul\u00e4ren Bereich der Seelsorge, aber auch zu den ganz gro\u00dfen Freuden im Leben von Jesusleuten. (10)  <\/p>\n<p>V 14 Gott will ALLE retten (1. Tim 2, 4), wobei ihm offenbar die Schwachen und Kleinen besonders am Herzen liegen. Christus wurde auch deshalb NOCH kleiner, um jeden zu erreichen (Phil 2, 6ff). Jeder Einzelne ist ihm wertvoll. Gott begegnet seinen Gesch\u00f6pfen, besonders allen Menschen mit WERTSCH\u00c4TZUNG. <\/p>\n<p>Vorschlag einer Gliederung der Gedanken f\u00fcr eine Predigt:<br \/>\n1. Verachten (V 10): Gegenteil von BEachten. Wer die Kleinen (auch Kids und Teens) nicht beachtet, steht ihnen leicht im Weg. Welche W\u00fcrde lassen wir den Geringen zukommen? VERachten kann heute sehr verdeckt geschehen: Indem wir sie \u201ewohlwollend\u201c (?) ihren Trends \u00fcberlassen, d. h. sie sitzen lassen.<br \/>\nIm letzten Jahrzehnt haben die Jungen wieder neu Zugang zur Gemeinde gefunden. Werden sie nur BEachtet, oder stehen wir in der Gefahr zu VERachten, dass sie bei uns den Vater im Himmel kennen lernen sollen? Eine Ignorierung (MISSachtung) tr\u00e4gt nicht dazu bei, sie offensiv f\u00fcr die Ewigkeit einzuladen.<br \/>\n2. Verf\u00fchren (V 6f): Zum Abfall verf\u00fchrt! Weh der Welt&#8230; \u2013 der Verf\u00fchrungen wegen! Ziel aller Verf\u00fchrungen ist der Abfall von Gott, Gott vergessen.<br \/>\nWas stellen wir an, um junge Leute (wieder) f\u00fcr den Herrn zu gewinnen. Verf\u00fchrt sind sie schon.<br \/>\nOhne glaubw\u00fcrdige Zeugnisse, ohne Orientierungspunkte und Erkl\u00e4rung von Werten bleiben sie sich \u00fcberlassen. Und damit tragen Christen Mitschuld an der Verf\u00fchrung.<br \/>\n3. Verloren (V 14): Gott will kein Verlorensein. Auch hier findet sich versteckte Verlorenheit, die sich hinter einge\u00fcbter Selbstinszenierung verbirgt. Der Zeitgeist meint: Ich inszeniere mich selbst. Inszenierte Shows wie \u201eBig Brother\u201c oder \u201eDeutschland sucht den Superstar\u201c verleiten auch Junge, sich komplett zu outen. Die gro\u00dfe Mehrheit der Interessierten erwarten Leere und Sinnlosigkeit.<br \/>\nBestimmt der Liebeswille Gottes noch unseren Verstand, auch Wille, Gef\u00fchl, Kreativit\u00e4t und Einsatzbereitschaft? Vielleicht stimmen unsere Motive noch, aber die Praxis passt nicht dazu?<br \/>\n4. Aufnehmen (V 5): Kinder aufnehmen ist immer ein Risiko. Die einschl\u00e4gige Musik wird lauter. Der gewohnte Lebensablauf ist gest\u00f6rt. Sie wollen geh\u00f6rt und beachtet werden.<br \/>\n\u201eWer ein solches Kind aufnimmt, nimmt mich auf!\u201c Zum Aufnehmen von jungen Menschen geh\u00f6rt das Zeitlassen f\u00fcr Umstellungen. Ihnen \u201egutgl\u00e4ubig\u201c Zutritt zu lassen ist ein Christusgeschehen in dieser Welt.<br \/>\nIm Anderen begegnen wir Jesus! Er ist auch als Tr\u00e4ger der N\u00e4he Gottes vorgesehen, sein vorgesehenes Kind, Gottes Adoptionskandidat.<br \/>\nDas Geheimnis hinter diesen S\u00e4tzen Jesu erfahren wir erst beim Tun. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (z. T. nach Gerhard Maier)<br \/>\n1. Jesus kennt keine Rangunterschiede<br \/>\n2. Jesus will den Glauben der J\u00fcnger bewahren<br \/>\n3. Jesus will die W\u00fcrde der J\u00fcnger sch\u00fctzen<br \/>\n4. Jesus befiehlt uns, dem irrenden Mitj\u00fcnger mit Liebe nachzugehen <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (Ludwig Hofacker, 1798 \u2013 1828)<br \/>\n1. Jede einzelne Menschenseele ist Gott wichtig<br \/>\n2. Was sollen wir daraus lernen?<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Gemeinde war damals ein weltlicher Ausdruck. Die \u201eHerausgerufenen\u201c (schon im AT hebr. \u201ekahal\u201c) bezeichnete den Kreis der wehrf\u00e4higen M\u00e4nner auf dem Markt zur Beratung wichtiger Fragen.<br \/>\nDas NT enth\u00e4lt keine ausf\u00fchrliche Lehre von der Gemeinde. Jesus ist Haupt, Hirte, Eckstein u.v.a. mehr. Gemeindebilder sind Christusbekenntnisse, d. h. Gemeinde darf nicht sich selber leben (Mt 5, 13f).<br \/>\n(2) Professorenkinder k\u00f6nnen unvoreingenommen und gern mit Kindern des Hausmeisters spielen.<br \/>\n(3) Ansto\u00df, griech. \u201eSkandalon\u201c stammt aus der J\u00e4gersprache. Das \u201eStellholz\u201c st\u00fctzte eine hochgestellte  Kiste, unter der Lieblingsfutter des erw\u00fcnschten Beutetiers gestreut war. Das Tier musste nur einen kleinen  ANSTOSS geben, um die Kistenfalle zuschnappen zu lassen. Ansto\u00df = Skandal.<br \/>\n(4) Dieser M\u00fchlstein war gr\u00f6\u00dfer als der Stein normaler Handm\u00fchlen. Esel drehten ihn im \u201eKreisverkehr\u201c um eine feste Achse.<br \/>\n(5) Tod durch Ertr\u00e4nken war f\u00fcr Juden anst\u00f6\u00dfig, nicht vorstellbar.<br \/>\n(6) \u201eWenn man den Schrecken der Ewigkeit wegnimmt, so wird eine Nachfolge Christi im Grunde zur Phantasterei. Denn nur dieser Ernst der Ewigkeit kann einen Menschen dazu verpflichten, aber auch dazu bewegen, so entscheidend zu wagen und zu verantworten, dass er es tut. Es soll Himmel und H\u00f6lle gelten \u2013 und aus DEM Grund ihm nachfolgen wollen, um gerettet zu werden: Das ist ERNST.\u201c (S\u00f6ren Kierkegaard)<br \/>\n(7) Schirmherren sind prominente, wichtige Personen (evtl. auch Gotteskinder&#8230;), die Personen, Werke oder Veranstaltungen mit dem, was in ihrer Macht steht, positiv begleiten und sch\u00fctzen.<br \/>\n(8) Adolf Schlatter: \u201eWelch weite und gro\u00dfe Arbeit hat Jesus in den Versen 5-7 seiner Gemeinde gezeigt, dass er sie zur bescheidenen Niedrigkeit herabgebeugt hat! Er hat ihr die Sorge f\u00fcr die kleinen Menschen anvertraut, hat sie zu ihrem Beschirmer bestellt, dass sie das B\u00f6se ihnen erspare, und hat ihr den Kampf gegen das \u00c4rgernis zur Pflicht gemacht, der nie endet, weil es kommen muss und doch nicht kommen kann, ohne dass der, der es bringt, daran verdirbt. Da wird uns der Raum zum unerm\u00fcdlichen Flei\u00df und zum heldenhaften Mut gegeben! Es liegt eine gro\u00dfe prophetische Kraft in den Worten; denn wir haben oft erlebt, wie die regierende Kirche, die sich gro\u00df d\u00fcnkt vor Gott, das Kleine zertrat und \u00c4rgernis hervorbrachte.\u201c<br \/>\n(9) Adolf Schlatter: \u201eF\u00fcr dieses Amt ist Gottes Ohr stets wach. Es ist ein wunderbarer Blick in den Himmel, den uns Jesus damit erschlie\u00dft, indem er uns die hohen, heiligen Engel Gottes, die vor seinem Thron stehen und in seine Herrlichkeit hineinblicken, zugleich mit den kleinen Gliedern unserer menschlichen Gemeinschaft verbunden zeigt. Gottes Auge sieht stets mit hellem Blick der Liebe auch das kleinste Menschenkind. Das sagte Jesus auch den J\u00fcngern zum Trost und zur Erweckung ihres freudigen Glaubens. Sie d\u00fcrfen auch f\u00fcr sich dessen gewiss sein, dass sie f\u00fcr die Sorgen ihrer Liebe, die sich um die Kleinen m\u00fcht, stets den offenen Zugang zu Gott haben. Solcher Dienst gibt das Eintrittsrecht zu Gottes Thron. Wir lernen durch dieses Wort auch etwas von der Seligkeit Jesu verstehen! Seine Arbeit auf Erden war ein Dienst am Kleinen. Das hat ihn aber nicht aus der Gemeinschaft mit dem Vater herabgef\u00fchrt. Vielmehr eben als Diener der Kleinen sieht auch er das Angesicht seines Vaters jederzeit.<br \/>\n(10) Und geh\u00f6rt zu den besonders zarten, schutzbed\u00fcrftigen \u201ePflanzen\u201c. Gut gemeinte S\u00e4tze wie \u201eWir haben Sie hier lange nicht gesehen!\u201c oder \u201eSch\u00f6n, dass Sie auch wieder mal da sind!\u201c \u2013 oft von Leuten formuliert, die dem  Verlorenen eben NICHT aktiv in Liebe nachgegangen sind &#8211; k\u00f6nnen die Neuanf\u00e4nge leicht wieder zerst\u00f6ren.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben aus der Beziehung zum HerrnPredigtthema: In der richtigen Einstellung voneinenander leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 18,1-14 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Es geht um die GEMEINDE. 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