{"id":1590,"date":"2008-02-26T21:24:10","date_gmt":"2008-02-26T19:24:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=409"},"modified":"2008-02-26T21:24:10","modified_gmt":"2008-02-26T19:24:10","slug":"predigthilfe-vom-9-3-2008-matthaus-20-20-28","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-9-3-2008-matthaus-20-20-28\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 9.3.2008 &#8211; Matth\u00e4us 20, 20-28"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben vom Kreuz des Herrn<br \/>Predigtthema: Im richtigen Verh\u00e4ltnis zueinander leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 20, 20-28<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nJesu Weisungen im Bezug auf den Ehrgeiz. Nach V 16 \u201eSo werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein; denn viele sind Berufene, wenige aber Auserw\u00e4hlte\u201c und der dritten Leidensank\u00fcndigung wurde \u00fcber das eigene Ergehen in der Zukunft nachgedacht. Was wird aus mir, wenn&#8230;?<br \/>\nZur Vorgeschichte siehe auch Mt 18, 1-5.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 20 Die Mutter der beiden \u201eDonners\u00f6hne\u201c, Johannes und Jakobus, hei\u00dft wahrscheinlich Salome (Mt 27, 56; Mk 15, 40; Jo 19, 25) und war die Schwester von Maria, der Mutter Jesu. Verwandtschaftskl\u00fcngel?<br \/>\n\u201eNiederwerfen\u201c akzeptiert die H\u00f6herstellung eines Anderen. Matth\u00e4us verbindet die beiden J\u00fcnger (\u201eZebedaiden\u201c) mit dem Vaternamen Zebed\u00e4us.<br \/>\nAuch eine Warnung: Sogar im Gebet, im engen Umgang mit dem Herrn, sind Eitelkeit und Ehrgeiz keine Fremdw\u00f6rter. \u201eIch, meiner, mir, mich\u201c k\u00f6nnen auch in Gebetsanliegen vorkommen.  Vor Jesus niederfallen und ihn anbeten geh\u00f6rt zu den gro\u00dfen M\u00f6glichkeiten der Kinder Gottes, &#8211; aber Verirrungen ihrer Herzen in Selbstbezogenheit und Hochmut sind m\u00f6glich, solange sie es mit der S\u00fcnde zu tun haben, sprich: lebensl\u00e4nglich. (1) <\/p>\n<p>V 21Seelsorge Jesu: Zeit zum Reden geben (Jo 4, 5ff).<br \/>\n\u201eSage, bestimme\u201c (s. Elberf.) beschreibt die absolute Befehlsgewalt Jesu. \u201eSag nur ein Wort&#8230;\u201c (Mt 8, 8).<br \/>\nWenn Gott spricht, wird nicht nur geredet. Sein Wort GESCHIEHT (1. Sam 15, 10; Ps 33, 4.9; Jes 38, 4; Jer 1, 4; Hes 1, 3; Jon 1, 1; u.v.a.).<br \/>\nDie Pl\u00e4tze rechts und links neben Herrschern geh\u00f6rten den \u201eVize-Chefs\u201c: Ehrenpl\u00e4tze (1. K\u00f6 2, 19; Ps 16, 11; 110, 1; Mt 26, 64; Mk 16, 19; Apg 7, 55; R\u00f6 8, 34; Eph 1, 20; Kol 3, 1; 1. Petr 3, 22; Hebr 1, 3).<br \/>\nJesus hatte selbst von \u201eThronen\u201c f\u00fcr die J\u00fcnger gesprochen (19, 28). Das f\u00fchrte zu Begehrlichkeiten. Das Volk, die J\u00fcnger und diese Mutter meinten, es ginge bergauf mit der Karriere Jesu. Ein Brotk\u00f6nig, der zuerst die r\u00f6mischen Besatzer hinauswirft, dann im Tempelbereich aufr\u00e4umt. Die Frau des Zebed\u00e4us m\u00f6chte evtl. nicht nur den Karriereweg ihrer S\u00f6hne ebnen, sondern auch,  dass ihre Kinder eng bei Jesus bleiben. Das w\u00e4re beispielhaft.<br \/>\nDeshalb sollte das Anliegen der Salome in der Predigt \u00fcberlegt dargestellt werden. \u201eLieber wie diese Frau handeln, als in angeblich frommer Zur\u00fcckhaltung gleichg\u00fcltig bleiben!\u201c (Dr. G. Maier).<br \/>\nDas Problem der Frau ist aber: \u201eSie will die Krone vor dem Kreuz.\u201c (Dr. G. Maier).<br \/>\nDie Teilhabe an Jesu Hirtenaufgabe ist zuerst Teilnahme an seinem Leiden (Jo 10, 11). <\/p>\n<p>V 22 Matth\u00e4us beschreibt die Todestaufe (siehe Mk 10, 38ff) nicht, sondern nur den \u201eKelch des Leidens\u201c. <\/p>\n<p>V 23 Mission ist zuerst Passion. Teilhabe an der Herrlichkeit Jesu beginnt mit der Teilnahme am Leiden.<br \/>\nDie sichere J\u00fcngerantwort ist nicht voreilig und \u00fcbertrieben, wie die Versicherung des Petrus (Mt 26, 35). Jakobus starb durch Herodes Antipas (Apg 12, 1f), Johannes wurde nach Patmos verbannt (Offb 1, 9). Danach leitete er wohl die Gemeinde in Ephesus.<br \/>\nLeiden f\u00fcr den Herrn ist keine Leistung! Im Judentum und unter den Makkab\u00e4ern galt das Martyrium als besondere Leistung (2. Makk 7, 31f). Und wer etwas leistet, erwartet Lohn. Die erwartete Antwort: \u201eALSO werdet ihr auch in der Herrlichkeit&#8230;\u201c bleibt aus.<br \/>\nJeder Lohn bei Gott ist \u201eGnadenlohn\u201c. Woher nahmen die Leidenden ihre Geduld und Durchhaltekraft (Jo 15, 5)?<br \/>\nAuch Paulus gibt nur das Wort von der Gnade weiter (2. Ko 12, 7-10).<br \/>\nSogar Jesus erkennt Schranken an, n\u00e4mlich Gottes Wort, das Wort seines Vaters. Und so, wie er Gottes Wort als Richtschnur anerkennt, r\u00e4t er den Ratsuchenden, sich diesem Wort anzuvertrauen. <\/p>\n<p>V 24 Sind alle Gemeindeglieder mit ihren (meistens gew\u00e4hlten) Leitern einig? Oder geh\u00f6rt Unwilligkeit auch zum Alltag der Gemeinde? Wenn J\u00fcnger sich \u00e4rgern, m\u00fcssen Leiter Gespr\u00e4che suchen. (2)<br \/>\nPolitiker nannten sich schon damals gern \u201eWohlt\u00e4ter\u201c.<br \/>\nEifersucht? (3)<\/p>\n<p>V 25 \u201eJesus ABER&#8230;\u201c. Das ABER beschreibt die oft nicht (mehr) erwartete Art Gottes, \u00fcber Bitten und Verstehen hinaus helfend und heilend einzugreifen (Eph 3, 20).<br \/>\nPolitische Leiter ohne Gott k\u00f6nnen in der Regel dem Machtrausch nicht widerstehen. \u201eDie gefallene Welt hat in der Regel auch gefallene Herrscher\u201c (Dr. G. Maier). (4) <\/p>\n<p>V 26f \u201eSo nicht!\u201c Eine Zurechtweisung. Nicht klar ist, ob es sich um eine Kritik am Bestehenden oder an damals allgemein \u00fcblichen Verh\u00e4ltnissen handelt.<br \/>\nIn der Gemeinde gibt es Unterschiede, aber keine allgemeine Gleichschaltung (V 16). Vorbilder und Leiter sind auch in der Gemeinde n\u00f6tig. (5) <\/p>\n<p>Die Rangordnung ist allerdings umgekehrt: Wer sich durchs H\u00f6ren auf Gottes Wort f\u00fcr andere aufopfert, ihnen dient, wird diesen wichtig.<br \/>\nDer \u201eDienst f\u00fcr Andere\u201c ist nicht von einer gesellschaftlichen oder kirchlichen Position abh\u00e4ngig.<br \/>\nLeider schrumpfte der Begriff \u201eDiener\u201c (griech. diakonos) zu einer kirchlichen Berufsbezeichnung.<br \/>\nDie Verantwortlichen eines Gemeinschaftsverbandes, einer Landeskirche k\u00f6nnen DIENEN, auch wenn sie am ehesten angegriffen und schlechtgeredet werden. Alles Schimpfen \u00fcber Menschen, die Gott dienen wollen, verbietet sich innerhalb der Gemeinde Jesu.<br \/>\nNoch deutlicher bezeichnet der Ausdruck Knecht (griech. doulos = Sklave) das Dienstverh\u00e4ltnis der Jesus-Nachfolger. Knechtsein hat nichts mehr mit Streben nach Karriere zu tun.<br \/>\nDEMUT charakterisiert den Dienst (1. Petr 5, 6f). Eine innere Unterordnung, die nicht den Anderen unterjocht, sondern ihm dient. (6) (7) <\/p>\n<p>Jesus stellt seinen J\u00fcngern auch den Sinn der LIEBE vor. Von der Agape-Liebe sollen sie ihre Ehre bekommen. Dienen, wie Jesus bis ans Kreuz gedient hat (Phil 2, 5ff).<br \/>\nNiemand hat gr\u00f6\u00dfere Liebe als die, dass er sein Leben l\u00e4sst f\u00fcr seine Freunde. (Jo 15, 13).<br \/>\nEine Mentalit\u00e4t unter Christen, sich eine \u201epassende\u201c Gemeinde herauszusuchen, in der sie ihren W\u00fcnschen entsprechend \u201ebedient\u201c werden, findet hier keine Unterst\u00fctzung. Es geht ums aktive Dienen, nicht ums passive Bedient-werden.  <\/p>\n<p>Das \u201eHammer oder Amboss sein\u201c besch\u00e4ftigte die Literatur, wobei nat\u00fcrlich die Hammer-Funktion bevorzugt wurde. Der Gro\u00dfe nach Jesu Sinn, knechtet aber nicht Andere, sondern sich, weil er sich dem echten Wohl der Anderen untert\u00e4nig macht und ihre St\u00fctze sein will.  <\/p>\n<p>V 28 \u201e\u2019Gleich wie&#8230;\u2019, das erhabenste Beispiel\u201c (J.A.Bengel, Gnomon). Christen sind das freie Volk der Dienenden. <\/p>\n<p>Das Eichma\u00df f\u00fcr die Diener Jesu ist SEIN Dienst. Keine menschliche Begabung bef\u00e4higt dazu.<br \/>\n\u201eMenschensohn\u201c ist ein Titel des erwarteten Messias (8, 20; siehe auch Bibellexikon). Die treffendste Beschreibung der T\u00e4tigkeit Jesu: \u201eum zu dienen\u201c. Als Menschensohn, der nach der Weisung Daniels (Dan 7, 13f) im Auftrag Gottes das letzte Gericht \u00fcber die Menschheit halten wird, h\u00e4tte er als Erster das Recht, oben zu sein und sich bedienen zu lassen.<br \/>\nIm AT dienten die Menschen ihrem Gott, vordergr\u00fcndig betrachtet, wie in anderen Religionen auch, &#8211; jedenfalls nicht umgekehrt. Nun stellt Jesus das alte Prinzip auf den Kopf: Gott dient den Menschen.<br \/>\nDas Wort L\u00f6segeld bezeichnet den Betrag f\u00fcr den Kauf eines Sklaven. Jesus erl\u00f6ste uns von den Folgen unserer Schuld und kaufte uns aus dem Wirkungsbereich des Satans frei (Apg 10, 38; R\u00f6 5, 21; 6, 16ff.; 1. Ko 6, 20; 2. Tim 1, 10; 1. Petr 1, 18; 1. Jo 3, 8; Hebr 2, 14). (8)<br \/>\nSeitdem Gott Jesus \u201ezur Erl\u00f6sung\u201c gemacht hat (1. Ko 1, 30), k\u00f6nnen Menschen erst recht das Bekenntnis des Hiob nachsprechen: \u201eIch wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt\u201c (Hiob 19, 25)!<\/p>\n<p>Gesamtthema: Im richtigen Verh\u00e4ltnis zueinander leben<br \/>\nGliederungsvorschlag 1 (Alfred Christlieb, Pfr. In Heidberg, Lehrer am Johanneum):<br \/>\n1. Die sch\u00f6ne Sorge einer Mutter<br \/>\n2. Die Gefahr bei dieser Mutter<br \/>\n3. Der Zurechtbringer der Mutter<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (B. Schmid, Albstadt):<br \/>\n1. Dienen \u2013 was ist das?<br \/>\n2. Dienen \u2013 wer tut das?<br \/>\n3. Dienen \u2013 wie geht das?<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 3 (nach Dr. G. Maier, T\u00fcbingen):<br \/>\n1. Sehnsucht nach Gr\u00f6\u00dfe steckt in jedem Menschen<br \/>\n2. Sehnsucht nach Gr\u00f6\u00dfe bedeutet Unterjochung anderer<br \/>\n3. Jesus zeigt einen ganz anderen Weg<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Pastor Jonathan Paul (1853-1931, Gnadauer Schriftf\u00fchrer, EC-Vorsitzender, erster Evangelist der Zeltmission. Liederdichter \u201eDir fehlt wohl noch der Friede\u201c) strebte nach v\u00f6lliger Erl\u00f6sung schon zu Lebzeiten. Nachdem er predigte, er habe \u201eseinen \u201aalten Adam\u2019 schon seit Tagen nicht mehr gesehen\u201c, entgegnete ihm ein Freund: \u201eDeinen \u201aalten Adam\u2019 habe ich doch erst gestern noch bei unserer Sitzung erlebt.\u201c<br \/>\n(2) In der Wirtschaft sind die Leiter auch f\u00fcr den \u201eFrieden in ihrem Betrieb\u201c zust\u00e4ndig.<br \/>\n(3) Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft.<br \/>\n(4) Auch die Grundwerte eines christlichen Landes verlieren f\u00fcr Machtmenschen an Gewicht. Abtreibung, Stammzellengewinnung, Steuerhinterziehung, Scheidungen und Wortbr\u00fcche werden in h\u00f6chsten Kreisen \u00fcblich, wenn sie dem eigenen Statuserhalt dienen.<br \/>\n(5) Fr\u00fcher nannte man die Aktivit\u00e4t F\u00dcR die Gemeinde, F\u00dcR andere, \u201eeinen Dienst tun\u201c.<br \/>\n(6) Im Kairoer \u00c4gyptischen Museum werden goldene Fu\u00dfschemel von K\u00f6nigen der Ramses-Dynastien aufbewahrt. Sie bestehen aus kleinen Nachbildungen der besiegten Nachbark\u00f6nige, die nebeneinander auf H\u00e4nden und Knien gest\u00fctzt, geb\u00fcckt dem Sieger \u201eunter die F\u00fc\u00dfe\u201c geraten sind.<br \/>\n(7) \u201eDer Papst hat aus diesem Begriff einen Titel gemacht \u201eservus servorum\u201c (Knecht der Knechte), was den Missbrauch keineswegs gehindert hat.\u201c (G. Maier)<br \/>\n(8) \u201eMan betete aber auch in Lebensgefahr \u201aM\u00f6ge mein Tod ein L\u00f6segeld f\u00fcr alle meine Ungerechtigkeiten sein\u2019\u201c (A. Schlatter).<br \/>\nAuch Weltmenschen suchen Erl\u00f6sung:<br \/>\nFu\u00dfballreporter kennen das \u201eerl\u00f6sende Tor\u201c kurz vor dem Abpfiff.<br \/>\nEine \u201eerl\u00f6sende Meldung\u201c nennt man die Nachricht, dass ein gesuchter Schwerverbrecher in der eigenen Stadt endlich gefasst wurde.<br \/>\nTodesanzeigen in der Zeitung: \u201eWenn die Kraft zu Ende geht, ist der Tod Erl\u00f6sung\u201c. <\/p>\n<p>Hermann Hesse (Literatur-Nobelpreistr\u00e4ger aus Calw, 1877-1962) nannte das \u201eVordringen zum Erl\u00f6stsein\u201c die \u201eh\u00f6chste Stufe\u201c der wahren Menschwerdung.<br \/>\nAus seiner Erz\u00e4hlung \u201ePeter Camendzind\u201c: \u201eZuweilen fiel mir auf, wie eine gro\u00dfe Sehnsucht in allen diesen Seelen von heute nach Erl\u00f6sung schrie\u201c. <\/p>\n<p>John Updike (amerikan. Romancier, * 1932). Er beklagt, dass meistens nur in schummrigen Kirchen unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit davon gesprochen werde, dass es \u201eErl\u00f6sung im Herrn\u201c gibt. Er beklagt, dass im modernen Amerika die Kirchen wohl dem zeitgen\u00f6ssischen Bed\u00fcrfnis nach Religiosit\u00e4t und Stimmung nachkommen, dass aber viel zu wenig von Wundern und von der Gottessohnschaft Jesus, von den Sakramenten und vom Leben nach dem Tod die Rede sei. Und dann steht da urpl\u00f6tzlich der vernichtende Satz: \u201eIch habe den Eindruck, dass die Kirchenleute dem Bed\u00fcrfnis nach Religiosit\u00e4t nachkommen wollen, ohne jedoch der Vernunft zu viel zumuten zu wollen&#8230; Ohne \u00fcbernat\u00fcrliche Rettungsaktion jedoch ist unsere irdische Existenz hoffnungslos!\u201c <\/p>\n<p>Rolf Scheffbuch berichtet (2002): Vor nicht allzu langer Zeit fand in einem schw\u00e4bischen Tagungszentrum eine Konsultation zum Thema Weltmission statt. Die Teilnehmer waren sich weithin einig: Die Zeit der Mission ist vorbei! Da legte der Referent des n\u00e4chsten Vormittagsreferates sein ausgearbeitetes Manuskript auf die Seite. \u201eIch m\u00f6chte Ihnen erz\u00e4hlen, wie ich Christ geworden bin!\u201c Der hochgewachsene Religionswissenschaftler einer gro\u00dfen amerikanischen Elite-Universit\u00e4t war als muslimischer H\u00e4uptlingssohn im afrikanischen Gambia geboren worden. Er wollte seinen Altersgenossen ein Vorbild im Islam sein. Jeden Morgen beim Ruf des Muezzins war er p\u00fcnktlich als erster zum Gebet in der Moschee. Die Christen am Ort verachtete er, weil ihr ganzer Lebenswandel nicht imponierend war. Eine ihm geschenkte englische Bibel legte er weit weg; mit dem Christenbuch wollte er nichts zu tun haben. Vielmehr wollte er sich immer tiefer in den Koran einarbeiten. Dabei stie\u00df er auf das Merkw\u00fcrdige, dass der dort genannte Prophet \u201eIsa\u201c (= Jesus) ein anderer gewesen sein soll als der am Kreuz Hingerichtete. Nun wollte er Genaueres wissen. Er suchte die weggelegte Bibel und bl\u00e4tterte in ihr. Dabei stie\u00df er auf den R\u00f6merbrief. Da hie\u00df es: \u201eDu lehrst andere und lehrst dich selbst nicht!\u201c Das Gewissen wurde ihm geweckt. Er war doch nicht als Vorbild morgens ganz fr\u00fch in der Moschee, vielmehr deshalb, um in der r\u00fcckw\u00e4rtigen Ecke einen Platz zu ergattern, an dem er sich nach zwei Seiten hin an die W\u00e4nde anlehnen und so ein wenig weiterschlummern konnte. Auch andere Formen frommer Schauspielerei wurden ihm bewusst. Beim Weiterlesen in der Bibel stie\u00df er auf die Stelle: \u201eWollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. \u2026 Ich elender Mensch! Wer wird mich erl\u00f6sen? &#8230; Gott sei Dank: Jesus\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben vom Kreuz des HerrnPredigtthema: Im richtigen Verh\u00e4ltnis zueinander leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 20, 20-28 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Jesu Weisungen im Bezug auf den Ehrgeiz. Nach V 16 \u201eSo werden die Letzten Erste und die Ersten Letzte sein; denn [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1590","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-19 05:48:13","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1590","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1590"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1590\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1590"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1590"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1590"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}