{"id":1588,"date":"2008-02-09T20:56:44","date_gmt":"2008-02-09T18:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=407"},"modified":"2008-02-09T20:56:44","modified_gmt":"2008-02-09T18:56:44","slug":"predigthilfe-vom-24-2-2008-matthaus-16-13-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-24-2-2008-matthaus-16-13-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 24.2.2008 &#8211; Matth\u00e4us 16, 13-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben aus der Abh\u00e4ngigkeit vom Herrn<br \/>Predigtthema: SOS &#8211; deshalb konsequent das Bekenntnis leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 16, 13-20<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDer Abschnitt geh\u00f6rt zu den Geschehnissen \u201ezwischen den Zeiten\u201c, d. h. nach Jesu \u00f6ffentlicher T\u00e4tigkeit in Galil\u00e4a und seinem Einzug in Jerusalem. Von Mt 13, 53 bis 17, 1 wird zehnmal vom \u201eWeggehen\u201c berichtet. (1) und (2). Jesus bem\u00fchte sich, in die Stille zu kommen, um seine J\u00fcnger vorzubereiten auf sein Leiden und Sterben in Jerusalem, aber auch, um ihnen Grundordnungen der Gemeinde Jesu zu erkl\u00e4ren. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 13 In der Umgebung der Stadt C\u00e4sarea Philippi (3) war Jesus vor Herodes Antipas sicherer.<br \/>\nEs gibt echte und unechte Fragen (1. Tim 6, 4). (4) Jesus kennt die Antwort, fragt aber aus Liebe<br \/>\nDie Stimmung im Volk war gut. Jesus h\u00e4tte sich zum Befreier und \u201eBrotk\u00f6nig\u201c machen lassen k\u00f6nnen.<br \/>\nSeine J\u00fcnger waren noch der Meinung, seine Karriere ginge steil bergauf, &#8211; mit ihnen zusammen. Aber Jesus muss ihnen erkl\u00e4ren, dass das Gegenteil der Fall ist.<br \/>\nDie Gespr\u00e4chseinstiege von Jesus sind nachdenkens- und nachahmenswert. Seine Liebe l\u00e4sst kein \u201eMit der T\u00fcr ins Haus fallen\u201c zu.<br \/>\nMenschensohn (siehe Konkordanz + Bibellexikon) nennt Jesus sich, um seine ganze Zugeh\u00f6rigkeit zur Menschheit zu erkl\u00e4ren (Phil 2, 6ff). <\/p>\n<p>V 14 Die Tage, in denen das Volk in Jesus den Messias (= griech. Christos: Gesalbter) sahen, waren vorbei.<br \/>\nAuch Herodes sorgte sich, in Jesus den wieder auferstandenen Johannes den T\u00e4ufer erkannt zu haben (Jo 14, 1-12), den er kurze Zeit vorher enthaupten lie\u00df.<br \/>\nAn Mal 3, 23 dachten andere: Elias ist endlich wieder da und der Tag des Herrn kommt bald.<br \/>\nEine andere Gruppe rechnete mit Jeremia (2. Makk 2, 4ff) oder allgemein mit einem Propheten.<br \/>\nKeiner denkt an den \u201eSohn Gottes\u201c, den sogar schon der Teufel erkannt hatte (Mt 4, 3.6), als den Jesus sich vorgestellt hatte (Mt 27, 43.57). Dieser Anspruch galt als Gottesl\u00e4sterung (Mt 26, 63)   <\/p>\n<p>V 15f Das Wort Jesu und seine Seelsorge treffen Herzen. Niemand kann sich hinter der Meinung Anderer verschanzen. Keine Zugeh\u00f6rigkeit zu Gemeinden oder Kirchen sch\u00fctzt vor der direkten Ansprache des Gotteswortes: Du! (2. Sam 12, 7; Lk 19, 5; Jo 4, 25f).<br \/>\nDie drei Evangelisten geben die Antwort leicht unterschiedlich wieder, aber ihre Feststellungen sind identisch. (5)  \u201eDER Sohn des lebendigen Gottes\u201c (Elb-\u00dcbers.) beschreibt Unerh\u00f6rtes (siehe oben) und galt in Israel als todesw\u00fcrdig (3. Mo 24, 16; Mt 9, 3; Mk 2, 7). S\u00f6ren Kierkegaard: \u201eDer Sohn des lebendigen Gottes &#8230; beschreibt etwas ganz Au\u00dfergew\u00f6hnliches, den unendlich qualitativen Unterschied des Christus zu allen Gesch\u00f6pfen\u201c.<br \/>\nDER Messias, DER Gesalbte, DER Sohn: Nur in EINEM ist Heil (Apg 4, 12)!<br \/>\nPetrus stellt die Weiche seines Lebens. Die Wende: \u201eSei ganz sein oder lass es ganz sein!\u201c<br \/>\nHier beginnt GEMEINDE, nicht erst nach Pfingsten. Hier wird neutestamentliche Gemeinde im Keim gegr\u00fcndet. <\/p>\n<p>V 17 \u201eGl\u00fcckselig\u201c (griech: Mak\u00e0rios), dasselbe Wort wie in den SELIGPREISUNGEN (Mt 5). Im Altertum nannte man die Insel Zypern im Volksmund \u201eMakarios\u201c = gl\u00fcckselig. In den griechischen Sagen ist Zypern die \u201eInsel, wo die G\u00f6tter Urlaub machen.\u201c Makarios nannten sich zahlreiche Herrscher bis zum Erzbischof Makarios III., der seinen urspr\u00fcnglichen Namen \u00e4nderte und Zypern ab 1960 regierte.<br \/>\nSimon, des \u201eJonas Sohn\u201c, k\u00f6nnte eine Kurzfassung des Namens \u201cJohannes\u201c sein (Jo 1, 42; 21, 15ff). Gerhard Maier: \u201eGanz sicher ist das allerdings nicht.\u201c (6)<br \/>\n\u201eFleisch und Blut\u201c bezeichnet nat\u00fcrliche Menschen.  <\/p>\n<p>V 18 \u201eDu BIST!\u201c, nicht \u201eDu wirst\u201c. (7) Fels kann Petrus nur soweit sein, wie er auf Christus, dem Grundstein steht (Ps 118, 22; Jes 28, 16; Mt 21, 42; Eph 2, 20; 1. Petr 2, 4f).<br \/>\nDie Korinther hatten das sp\u00e4ter nicht ausreichend begriffen (1. Ko 1, 12): Nur durch Christus erh\u00e4lt Petrus seine einzigartige Felsenstellung, siehe V16 \u201eDU bist der Christus!\u201c. (8)<br \/>\nWie kann Jesus sein Werk einem unvollkommenen Menschen anvertrauen? Nur SEIN Vertrauen auf seinen Vater im Himmel l\u00e4sst ihn den sp\u00e4teren Versager und Verleugner (Jo 18, 18ff) berufen.<br \/>\nVon einer Vorrangstellung des Petrus vor allen anderen J\u00fcngern, von einem Rechtsanspruch des Papsttums auf Unfehlbarkeit und g\u00f6ttliche Herrschaft \u00fcber die Kirche(n) steht nichts in der Bibel.<br \/>\nChristus bleibt ALLEIN der einzige Weg zum Leben und das Oberhaupt seiner Kirche, wie gerade auch Petrus bezeugt (Apg 4, 12-20).<br \/>\nJesus nennt das Gebilde, das er bauen wird, die GEMEINDE (griech. ekklesia = die Herausgerufene; ek = heraus; kal\u00e9o = ich rufe). Der Ausdruck bezeichnet die \u201ezum Vollzug von Rechtsakten zusammentretende Versammlung der Vollb\u00fcrger einer Stadt\u201c (griech. polis). Zur entsprechenden, alttestamentlichen \u201eqahal\u201c siehe Bibellexikon.<br \/>\nDas Wort Ekklesia findet sich oft in der Apostelgeschichte, im 1. Korintherbrief und in der Offenbarung, dagegen ausgerechnet in den Petrusbriefen nicht. \u00dcberraschend, weil Jesus gerade Petrus gegen\u00fcber das Wort zum ersten Mal gebraucht (V18).<br \/>\nWichtiger als sein neues Amt und die damit verbundene W\u00fcrde, Macht und Einfluss war Petrus die Tatsache, dass nur der ein B\u00fcrger in der Gemeinde Jesu sein kann, der von Jesus \u00fcberwunden wurde (Apg 4, 12)  und in einer pers\u00f6nlichen Begegnung seine \u201eWiedergeburt\u201c erlebt hat.<br \/>\nDie ganze Gemeinde Jesu tr\u00e4gt das Evangelium (Freudenbotschaft) zu den Menschen mit dem von Jesus formulierten Inhalt: \u201eAlso hat Gott die Welt geliebt&#8230;\u201c (Jo 3, 16).<\/p>\n<p>Mit \u201eHades\u201c benutzt Jesus einen Begriff aus der griechischen Mythologie, der das Reich der Toten beschreibt. Die Israeliten stellten sich das Totenreich wie eine Festung vor. Verstorbene konnten den Weg durch die Pforten nicht mehr \u00fcberwinden.<br \/>\nEinzige Ausnahme ist Jesus. (9)<\/p>\n<p>V 19 Jesus sieht den Bau der Gemeinde, ein \u201eGeb\u00e4ude\u201c, das T\u00fcren hat.<br \/>\nDas WORT wird f\u00fcr die Einen ein \u201eGeruch des Lebens zum Leben, f\u00fcr die Anderen ein Geruch des Todes zum Tode\u201c (2. Ko 2, 16). Wer die Verk\u00fcndigung des Gotteswortes auf- und annimmt, erlebt die Gnade Gottes, wer das Wort ablehnt, vers\u00e4umt sie und steht einmal vor verschlossener T\u00fcr (Mt 25, 10).<br \/>\nDie Vergebung, die Jesu Nachfolger anbieten, ist Gottes Vergebung und die Warnung vor Gottes Gericht ist Sein Warnen.<br \/>\nMit dem Pfingsttag trat das Wort Jesu in Kraft, als sich Tausende bekehrten und zur Taufe kamen, &#8211; die ersten Steine beim Bau der Gemeinde. <\/p>\n<p>V 20 Jesus will hier zuerst seinen engsten Mitarbeiterkreis vorbereiten. F\u00fcr Israel bleibt der Messias noch verborgen. Aussagen \u00fcber das Himmelreich werden in Beispiele verh\u00fcllt. Erst wenn die \u201eDecke\u201c von ihren Augen genommen wird, (R\u00f6 11, 8.25ff) wird Israel das Geheimnis der Gemeinde Jesu erkennen.<\/p>\n<p>Hier geschieht die eigentliche Zeitenwende, nicht im Jahre \u201eNull\u201c. Nach Jahrtausenden der Geduld Gottes mit seinem Volk Israel beginnt die Zeit der Gemeinde. Weltweit steht die Errettung nun allen offen, die das Wort Gottes annehmen und IHN wirken lassen.<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Mt 13, 53; 14, 13.22.23; 15, 14.21.29; 16, 4.13a; 17,1. F\u00fcr die jeweiligen Grenz\u00fcbertritte und Orte ist eine Karte von den Zust\u00e4ndigkeitsbereichen der Tetrachen hilfreich.<br \/>\n(2) siehe auch Predigttipp Mt 14, 13b-21: V13b und Fu\u00dfnote (1)<br \/>\n(3) Kaiser Augustus hatte die Gegend Herodes dem Gro\u00dfen geschenkt. Paneas (von Pan, dem griech. Hirtengott) oder Banyas bezeichnen einen Quellflu\u00df des Jordan. Philippus baute die Stadt aus, nannte sie zu Ehren des Kaisers \u201eC\u00e4sarea\u201c und als Unterscheidung zu C\u00e4sarea Marittima (am Mittelmeer) \u201ePhilippi\u201c.<br \/>\nHerodes Antipas hatte hier keine \u201ePolizeigewalt\u201c.<br \/>\n(4) Sch\u00fcler beherrschen oft die hohe Kunst der unechten Fregen, die den Lehrer auf sein Spezialgebiet leiten in der Hoffnung, dass sich sein Monlog bis zur Pause hinzieht.<br \/>\n(5) Mt 16: \u201eChristus, der Sohn des lebendigen Gottes\u201c; Mk 8, 29: \u201eder Christus\u201c; Lk 9, 20: \u201eder Christus Gottes\u201c.<br \/>\n(6) Denkbar ist allerdings auch ein Abschreibfehler. Weil alle Handschriften von Menschen vervielf\u00e4ltigt wurden, konnten sich kleine Fehler einschleichen, die aber durch den Vergleich mit anderen Handschriften bald widerlegt wurden.<br \/>\n(7) Einer der gro\u00dfen Streitpunkte zwischen katholischen und evangelischen Kirchen, auch zwischen Rom und den griech.-orthodoxen Kirchen, entwickelte sich daraus. Die katholische Kirche behauptet, die P\u00e4pste seien die legitimen Nachfolger des Petrus (Mt 16, 18f; Jo 21, 15-17). Selbst, wenn man diese \u201eNachfolger\u201c einschlie\u00dfen w\u00fcrde, bleibt zweifelhaft, ob damit nur die Bisch\u00f6fe oder der Papst gemeint sind und ob ausgerechnet der Bischof von Rom der einzige Nachfolger sei.<br \/>\nDie Orthodoxen tragen bis heute schwer daran, dass sich Rom aus der \u201esynodalen\u201c, gleichberechtigten Gemeinschaft der Kirchen ausgeklinkt hatte und \u201eepiskopale\u201c, d. h. von einem Oberhirten (Papst) wahrgenommene Vorrechte beanspruchte, nur r\u00f6mische P\u00e4pste seien die legitimen Petrus-Nachkommen, die beanspruchen, den Auftrag Jesu (V18f) vollm\u00e4chtig weiterf\u00fchren zu m\u00fcssen: Ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Reformation und die Entstehung des Protestantismus.<br \/>\n(8) M. Luther: \u201eWer nun diese Bibelstelle recht erkl\u00e4ren will, der lerne es hier von Christo, dass die Gemeinde nur da ist, wo dieser Fels, d. i. dies Bekenntnis und dieser Glaube ist, welchen Petrus hat und die andern J\u00fcnger haben.\u201c<br \/>\n(9) Viele \u201eWeltmenschen\u201c meinen, wenn sie auf ihre Zukunft angesprochen werden: \u201eIrgenwann ist Schluss. Aus und vorbei. Tot ist tot. Ist noch nie jemand zur\u00fcckgekommen.\u201c \u2013 Das ist ihr Irrtum.<br \/>\nSie haben ihre Erkenntnis ohne Ausnahme von klugen Leuten, die alle noch nicht gestorben waren. Nur EINER hat den Weg zur\u00fcck gefunden.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben aus der Abh\u00e4ngigkeit vom HerrnPredigtthema: SOS &#8211; deshalb konsequent das Bekenntnis leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 16, 13-20 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Der Abschnitt geh\u00f6rt zu den Geschehnissen \u201ezwischen den Zeiten\u201c, d. h. nach Jesu \u00f6ffentlicher T\u00e4tigkeit in Galil\u00e4a und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1588","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-matthaus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-19 10:21:41","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1588\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}