{"id":1585,"date":"2008-01-24T22:18:53","date_gmt":"2008-01-24T20:18:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=404"},"modified":"2008-01-24T22:18:53","modified_gmt":"2008-01-24T20:18:53","slug":"predigthilfe-vom-3-2-2008-matthaus-10-34-39","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-2-2008-matthaus-10-34-39\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.2.2008 &#8211; Matth\u00e4us 10, 34-39"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Leben aus der Abh\u00e4ngigkeit vom Herrn<br \/>Predigtthema: Mit allen Konsequenzen leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 10, 34-39<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nGlaube light ist nicht m\u00f6glich. Gegenwind ist angesagt. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 34 Jes 9, 5 nennt den Messias den Friedef\u00fcrsten. Die Engelsbotschaft in Bethlehem: \u201eFriede auf Erden\u201c. Allerdings wird dieser Friede erst Alltag, wenn die Menschen zum \u201eEhre sei Gott\u201c finden.<br \/>\nDer Friede Gottes und der Friede dieser Welt sind v\u00f6llig gegens\u00e4tzliche Themen. (1)<br \/>\nDer Mensch ohne Gott kann friedlich sein, aber er hat keinen Frieden. Die politischen Versuche, \u201eFrieden\u201c zu schaffen, scheiterten komplett an der Gottlosigkeit der Menschen. (2) Alle wollen Frieden, aber nur IHREN Frieden. Jer 6, 14: \u201e sie sagen: \u00bbFriede! Friede!\u00ab, und ist doch nicht Friede.\u201c, Jes 59, 8: \u201eSie kennen den Weg des Friedens nicht, und Unrecht ist auf ihren Pfaden. Sie gehen auf krummen Wegen; wer auf ihnen geht, der hat keinen Frieden.\u201c<br \/>\nDer pers\u00f6nliche Friede ist gest\u00f6rt, sowie Menschen sich von Gott entfernen (Jona 1, 3; Ps 139).<br \/>\nDer Unterschied: Der Friede dieser Welt beruht auf Ausgleich, \u201eausgleichende Gerechtigkeit\u201c. So arbeiten die Regierungen von Staaten und in B\u00fcrgermeister\u00e4mtern. <\/p>\n<p>Jesus l\u00e4sst falsche Erwartungen und Meinungen nicht gelten: \u201eDenkt nicht&#8230;\u201c. Israel erwartete den Messias als Friedensbringer und \u2013herrscher. (3) Jesus sagt dagegen Zeiten des Kampfes voraus.<br \/>\nChristen, die INNERLICHEN Frieden haben, k\u00f6nnen \u00c4USSERLICH in Streit verwickelt werden; und werden Gegenwind erleben. (4) Ihre Gegner werden das weltliche Schwert gegen Jesus und seine Leute einsetzen (Mt 26, 47), diese dagegen nur das Schwert des Wortes Gottes (Eph 6, 17; Offb 19, 15).<br \/>\nJesus \u201ebringt\u201c das Schwert nur, weil die Wiedergeborenen den Hass der Nichtchristen erregen, den Widerstand des Feindes (Jo 8, 44). (5) <\/p>\n<p>V 35 Hochh\u00e4user gab es nicht. Verwandtschaften bewohnten und bildeten ein Haus (1. Mo 7, 1; Jos 24, 15). Risse durch Familien entstehen durch \u201egl\u00e4ubig-ungl\u00e4ubig\u201c. \u201eEntzweien\u201c kommt im NT nur hier vor und meint \u201ein trennende Feindschaft versetzen\u201c. Die Scheidung der Gotteskinder von der Welt wird aber oft beschrieben (Mt 20, 26; 23, 8ff; Jo 15, 19; 17, 9; R\u00f6 12, 2; Eph 4, 17ff; 5, 1ff; 1. Petr 2, 7ff; 4, 3ff; Offb 13, 16ff).<br \/>\nDie Trennung geht nie von den J\u00fcngern aus (!), sondern entsteht immer durch Ablehnung der Jesus-Nachfolge durch die \u00fcbrigen Hausgenossen. <\/p>\n<p>V 36 Im Orient waren die Bindungen innerhalb der Familien besonders eng. So konnten aus Blutsverwandten nicht nur Uneinige, sondern FEINDE werden. Liebe schl\u00e4gt umso leichter in Hass um, wenn man sich vorher besonders nahestand. (6) <\/p>\n<p>V 37 Mehr als Vater und Mutter lieben, darf man nur Gott selbst (5. Mo 13, 7; 2. Mo 32, 27).<br \/>\nJesus beansprucht mehr Liebe als zwischen Familienangeh\u00f6rigen m\u00f6glich ist. So ist sein Nachfolger Jesus \u201ewert\u201c. Und ihn lieben hei\u00dft, ihm treu bleiben, auch wenn es das irdische Leben kostet. Nicht umsonst erinnert das griechische Wort f\u00fcr Zeuge (martys) an M\u00e4rtyrer.  <\/p>\n<p>V 38 Zum Tod am Kreuz Verurteilte hatten den Querbalken zur Hinrichtungsst\u00e4tte zu schleppen (Mt 27, 32).<br \/>\nDer \u201eWert\u201c eines Nachfolgers besteht nicht aus besonderen Gaben und Qualit\u00e4ten sondern in der Treue zum Herrn (Lk 19, 17).<br \/>\nZum Tragen des Holzes zur eigenen Hinrichtung wurde auch immer an Isaak bei der Vorbereitung seiner eigenen Opferung gedacht (1. Mo 22, 6). <\/p>\n<p>Der Friede des Herrn beruht nicht auf AUSGLEICH in dieser Weltzeit (siehe oben V34), sondern auf VERGEBUNG; die auch durch den eigenen Tod nicht verweigert wird. <\/p>\n<p>Gottes Reich ist keine Landesgartenschau. Hier wird auch Hass erlebt, Verfolgung und Tod. (7)<br \/>\nEine alte Weisheit: \u201eDen Kreuzesweg verstehen hei\u00dft, ihn selber gehen.\u201c<\/p>\n<p>V 39 Das \u201eHalleluja\u201c (Lobet den Herrn!) kommt nach Ps 150 erst wieder in Offenbarung 19 vor. In den Evangelien steht dagegen oft \u201eKyrie\u201c (Erbarme dich!).<\/p>\n<p>Der Kampf beginnt im eigenen Herzen. Bin ich mit dem Herzen dabei? Mache ich Gottes Sache zu meiner Sache und gewinne so das Leben? Die Kosten sind hoch: es kostet mein Leben. Der Gewinn ist noch h\u00f6her: das ewige Leben.<br \/>\nEs l\u00e4uft auf Kampf hinaus, aber nicht mit den Waffen dieser Welt sondern mit den Waffen des Glaubens (siehe Erkl\u00e4rung zu V 34).<br \/>\nDas Schwert des Glaubens ist die Bibel. Je besser wir uns darin auskennen, umso besser l\u00e4sst sich der Kampf bestehen. Wer nie ein Schwert in die Hand nimmt, braucht nicht \u00fcberrascht zu sein, wenn er im Falle eines Kampfes schnell verliert. Wer die Bibel nicht in die Hand nimmt, muss sich nicht wundern, wenn er im Glauben keinen festen Stand findet.  <\/p>\n<p>Christen sollen den Kampf nicht suchen oder herausfordern. \u201eSoweit es an euch liegt, haltet Frieden mit jedermann.\u201c (Hebr 12, 14). Jesus redet Klartext: Wir sollen alles M\u00f6gliche tun, um friedlich mit anderen zu leben und uns trotzdem nicht wundern, dass unser christlicher Lebensstil andere zu unseren Feinden macht. Das wahre Leben gewinnen wir nur im LOSLASSEN: \u201eWer sich an sein Leben klammert, der wird es endg\u00fcltig verlieren. Wer es aber f\u00fcr mich einsetzt, der wird ewig leben\u201c (V 39 in Hoffnung f\u00fcr alle). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag (nach Dr. Gerhard Maier)<br \/>\n1. Zeugnis f\u00fchrt ins Leiden<br \/>\n2. Durchhalten durch Vertrauen<br \/>\n3. Der Sieg Jesu ist gewiss<br \/>\n_______________________________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) siehe auch Luthers \u201e2 Reiche-Lehre\u201c.<br \/>\n(2) a) Schon Kinder verteidigen, was sie \u201ehaben\u201c: \u201eLass mich in Frieden!\u201c \u201eLass mir MEINEN Frieden!\u201c Und zur Unterstreichung ihres Friedenswunsches hauen sie dem Br\u00fcderchen Duplo-Steine auf den Kopf.<br \/>\nb) Mao-Tse-Tung in der sog. Mao-Bibel, 1968: \u201eStreit und Krieg werden bald ausgemerzt sein. Doch der einzige Weg, den Krieg aus der Welt zu schaffen, ist, ihm unseren Krieg entgegenzusetzen.\u201c<br \/>\nc) Slobodan Milosevic, jugoslaw. Ministerpr\u00e4sident, mit dem Ziel, einen gro\u00dfserbischen Staat zu schaffen: \u201cDie Friedensgrenzen unseres neuen Serbien lassen sich nur mit dem Bajonett ziehen.\u201c<br \/>\nd) Auch in Israel waren Friedensbem\u00fchungen aktuell. Die Zeloten (Eiferer) wollten die R\u00f6mer mit Gewalt vertreiben, die Qumran-M\u00f6nche bereiteten den \u201eheiligen Krieg\u201c vor, damit endlich Friede wird.<br \/>\n(3) Viele Friedenserwartungen: (vgl. Ps 29, 11; 72, 7; 85, 9.11; 122, 7; Jes 9, 5f.; 32, 18; 52, 7; 53, 5; 54, 13; 60, 17; 66, 12; Esra 34, 25; Mi 5, 4).<br \/>\n(4) Damit ist allerdings nicht das Schwert gemeint, das Petrus f\u00fcr seinen Herrn einsetzt (Mt 26, 51),<br \/>\nund schon gar nicht die sog \u201eKreuzz\u00fcge\u201c, die absolut nicht im Sinn Jesu waren.<br \/>\n(5) Heinrich B\u00f6ll: \u201eDie Atheisten sind deshalb so langweilig, weil sie best\u00e4ndig \u00fcber Gott reden m\u00fcssen\u201c.<br \/>\nBis heute sind viele Politiker und Medien bem\u00fcht, christliche Einfl\u00fcsse zu bek\u00e4mpfen.<br \/>\n(6) Im Islam muss das zum Christentum konvertierte Familienmitglied bis heute mit seinem gewaltsamen Tod rechnen.<br \/>\n(7) \u00c4ltere Lieder greifen das Thema \u00f6fter auf, als es heute \u00fcblich ist.<br \/>\n\u201eWohlan, so f\u00fchr uns all zugleich zum Teil am Leiden und am Reich\u201c (Iwwd 318, 2)<br \/>\n\u201eAuf, denn die Nacht wird kommen\u201c (Iwwd 316)<br \/>\n\u201eJa, Jesus siegt! Seufzt eine gro\u00dfe Schar&#8230;\u201c (Iwwd 313, 3)<br \/>\n\u201eBlicke nur auf Jesus mitten in dem Streit!\u201c (Iwwd 299, 2)<br \/>\n\u201eUnter deinem Schirmen bin ich vor den St\u00fcrmen&#8230;\u201c (Iwwd 298, 2)<br \/>\n\u201eUnd wenn die Welt voll Teufel w\u00e4r&#8230;\u201c (Iwwd 311, 3)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Leben aus der Abh\u00e4ngigkeit vom HerrnPredigtthema: Mit allen Konsequenzen leben Bibelstelle: Matth\u00e4us 10, 34-39 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Glaube light ist nicht m\u00f6glich. Gegenwind ist angesagt. Erkl\u00e4rungen und Tipps: V 34 Jes 9, 5 nennt den Messias den Friedef\u00fcrsten. 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