{"id":1579,"date":"2007-12-20T10:57:59","date_gmt":"2007-12-20T08:57:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=398"},"modified":"2007-12-20T10:57:59","modified_gmt":"2007-12-20T08:57:59","slug":"predigthilfe-vom-25-12-2007-jesaja-11-1-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-12-2007-jesaja-11-1-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.12.2007 &#8211; Jesaja 11, 1-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; im Verhei\u00dfenen kommt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 11, 1-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDas bedr\u00fcckende, assyrische Weltreich wird fallen (10, 5-34), aber ein anderes, Gottes Friedensweltreich kommt. In diesem Abschnitt (11, 1- 12, 6) wird  der Messias beschrieben, das kommende K\u00f6nigreich und die Zukunft des heiligen \u00dcberrestes, der in ihm wohnt. Zwei \u00fcberragende Ereignisse: 1. Die Sch\u00f6pfung wird in Ordnung kommen und 2. auch Menschen werden in Ordnung kommen. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps  (V 10 k\u00f6nnte in den Predigtext einbezogen werden.)<br \/>\nV 1 Der HERR wird m\u00e4chtige Reiche wie B\u00e4ume umhauen (10, 18f), der MESSIAS erscheint dagegen als schwacher Spross (1) aus einem Baumstumpf, der von sich aus nur noch verrotten kann. \u201eGott geht auf den Grund und beginnt von vorn\u201c (Dieter Schneider). Klein, zart, schwach, verletzbar kommt Gott in diese Welt. Utopie? (2) Aber auf sein Wort ist Verlass (Ps 33, 4.9; 148, 5). In Gottes Wort ist nichts dahergesagt, es \u201egeschieht\u201c. (1. Sam 15, 10; 1. K\u00f6 6, 11; 2. K\u00f6 24, 3; Jes 38, 4; Jer 1, 2.4.11.13; Hes 1, 3; Jona 1, 1; 3, 1; Lk 3, 2 u.v.a.)<br \/>\nWenn Gott seine Hand \u00fcber Zerbrechliches und Zartes h\u00e4lt, beh\u00e4lt er immer die Oberhand.<br \/>\nAuch wenn die Menschheitsgeschichte von Blut und Tr\u00e4nen getr\u00e4nkt ist und oft anklagend gefragt wird, wie Gott das zulassen k\u00f6nne, man einem \u201estarken, gro\u00dfen Mann\u201c in der Regierung alles Gute zutraute, wiederholte sich immer: Gegen Gottes Pl\u00e4ne hilft keine Macht. (3)  <\/p>\n<p>V 2.3a Die K\u00f6nige Israels waren alle gesalbt worden, blieben aber selten ihrer Aufgabe treu. Der Geist RUHT auf dem Spross, er bleibt dort. Wie auf David (1. Sam 16, 13; 2. Sam 23, 2f) bleibt der Geist auf Jesus. Im AT verlieh Gott seinen Geist sonst nur f\u00fcr bestimmte Aufgaben und auf Zeit. Auf Christus \u201efuhr der Geist herab\u201c (s. alle Evangelisten, z. B. Mt 3, 16; Lk 3, 22), auf die ganze Gemeinde seit Apg 2.<br \/>\nSechs Kennzeichen des Geistes: 1. Weisheit (4); 2. Verstand\/Einsicht (5) ; 3. Rat und 4. St\u00e4rke (6);  5. Erkenntnis (7);  6. Furcht des Herrn (8).  <\/p>\n<p>V 3b.4a Der Messias braucht keine menschlichen Ratgeber und Besserwisser. (9) Unser \u201egesunder Menschenverstand\u201c ist nicht vollkommen. Der Messias wird GERECHT sein, weder sehen noch h\u00f6ren, wenn Ratgeber ihn in ihrem Sinn beeinflussen wollen. (10)<br \/>\nGottes Gerechtigkeit ist Gabe an den Messias und von diesem aus Gabe an seine Nachfolger (R\u00f6 1, 17; 1. Ko 1, 30; Eph 4, 24).<br \/>\nDie Armen und Elenden sa\u00dfen schon immer am \u201ek\u00fcrzeren Hebel\u201c und hatten es unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwer, \u201eUnterst\u00fctzung und Recht\u201c zu bekommen. Ausbeutung war nie ein Fremdwort und Abh\u00e4ngigkeit von Besitzenden meistens die Regel. (11)<\/p>\n<p>V 4b.5 Zur echten Gerechtigkeit geh\u00f6rt auch das Verurteilen der Leute, die sich um Gott und seinen Messias nicht k\u00fcmmern. Gottes Reich ist keine Landesgartenschau und Begegnungen mit ihm verlaufen nicht nur segensreich. Seine Gnade kann auch herb sein, wenn Menschen nicht anders auf sein Wort h\u00f6ren wollen.<br \/>\nDie Zukunft h\u00e4ngt letztlich mit der herrlichen und einmal alle \u00fcberzeugenden Herrschaft des Messias zusammen. (12) <\/p>\n<p>V 6ff Im 1000-j\u00e4hrigen Friedensreich Gottes (Offb 20, 2-7) werden nicht nur die \u201eparadiesischen Zust\u00e4nde\u201c wiederhergestellt. \u00c4hnlich, aber von ganz neuer Qualit\u00e4t. (13) Sogar die Tiere (Kreatur R\u00f6 8, 19ff) warten gespannt auf das, was kommt. (14)<br \/>\nDer Fluch der S\u00fcnde ist aufgehoben. Aber auch, wenn fast alle Frieden w\u00fcnschen, kennen sie seit dem S\u00fcndenfall den Weg dahin nicht mehr (Jes 59, 8).<br \/>\nWeihnachten ist Umkehr der menschlichen \u00dcberheblichkeit. Der K\u00f6nig des Friedens wird sogar den \u00f6kologischen Frieden herstellen.<br \/>\nWie fr\u00fcher die Welt voll S\u00fcnde und Unrecht gewesen ist, wird sie nun voll Gerechtigkeit und Gotteserkenntnis sein. <\/p>\n<p>V 10 Der Messias aus der Krippe wird zum Mittelpunkt der Weltgeschichte. Kalendarisch schon seit der Zeitrechnung \u201enach Christus\u201c wird er zum Zeichen f\u00fcr die V\u00f6lker. Sie werden nicht mehr missioniert werden m\u00fcssen, sondern kommen von sich aus. Und wer Gott sucht, wird um Jesus, den Messias, nicht herumkommen. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\nDer verhei\u00dfene Friedensk\u00f6nig ist das Kind in der Krippe. Sein Friede ist<br \/>\n1. stichhaltige Verhei\u00dfung<br \/>\n2. geglaubte Wirklichkeit<br \/>\n3. gewisse Zukunft<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1)  \u201eSpross\u201c hei\u00dft hier hebr. NEZER, ist \u00e4hnlich den Bezeichnungen f\u00fcr \u201eNazarener\u201c ((Lk 18, 37; Mk 10, 47). \u201eNazor\u00e4er\u201c waren dagegen die \u201eNezer-Angeh\u00f6rigen\u201c der davidischen Sippe.<br \/>\nDie Gl\u00e4ubigen der ersten Gemeinde um Jakobus wurden \u201eNazor\u00e4er\u201c genannt (Apg 24, 5). Sie waren nicht in Nazareth, dem damals praktisch kaum bekannten Ort, geboren, sondern Anh\u00e4nger des \u201eSprosses\u201c.<br \/>\n(Bargil Pixner, christlicher Arch\u00e4ologe und Theologe in: Mit Jesus durch Galil\u00e4a nach dem f\u00fcnften Evangelium, corazin-publishing).<br \/>\n(2) Ein aktueller Ausleger schl\u00e4gt hier als ersten Predigtpunkt \u201eUtopische Tr\u00e4ume\u201c vor. Das Gegenteil ist der Fall.<br \/>\n(3) Stalin witzelte, wie viele Bataillone der Papst \u2013 er meinte die Frommen \u2013 wohl aufbieten k\u00f6nne. Mit Gott rechnete er nicht. Beispiele genug: Von Herodes \u00fcber Voltaire und Nietzsche bis heute, sie haben alle nicht mit dem Spross\/Reis aus Betlehem gerechnet.<br \/>\n(4) Die Bitte des jungen Salomo um \u201eein gehorsames Herz\u201c (1. K\u00f6 3, 3) beantwortete Gott mit Weisheit (1. K\u00f6 3, 12).<br \/>\nF. Rienecker, Lexikon zur Bibel: \u201eWeisheit bedeutet Einsicht in die F\u00fclle der Dinge und Lebenszusammenh\u00e4nge. Der Mensch gewinnt sie teils aus Veranlagung, teils aus Erfahrung, immer aber als Gabe Gottes (Spr 2, 6)\u201c.<br \/>\nPr\u00e4lat Oetinger: \u201eO Gott, gib mir die Gelassenheit, hinzunehmen, was nicht zu \u00e4ndern ist. Gib mir den Mut, zu \u00e4ndern, was zu \u00e4ndern ist. Und gib mir die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.\u201c<br \/>\nBlaise Pascal: \u201eWissen, was Gott will, und diesem Wissen gehorsam sein, ist die einzig wahre Wissenschaft und Weisheit.\u201c<br \/>\n(5) F. Rienecker, Lexikon: \u201eVerstand bezeichnet ganz allgemein das geistige Organ, das bef\u00e4higt, etwas zu verstehen, zu beurteilen, aufzufassen, zu begreifen, verst\u00e4ndliche Begriffe zu bilden (Dan 12, 4 = Urteilskraft; Lk 2, 47 = Auffassungsgabe; 1. Ko 1, 19 = nat\u00fcrlich-menschliche Klugheit\u201c.<br \/>\nDie hebr\u00e4ische und die griechische Sprache verwenden oft verschiedene Begriffe: Herz, Auffassungsgabe, Erkenntnis, Einsicht, Meinung, Gedanke, u. a.<br \/>\nGott allein versteht wirklich alles (vgl. Hiob 12, 13; 26, 12; Ps 136, 5; Spr 8, 14; Jer 10, 12; 51, 15) und sein Verstand ist unausforschlich (Jes 40, 28). Alle Menschengedanken kennt er (Ps 139, 2).<br \/>\n(6) Die geschenkte Einsicht, das Erkannte, will umgesetzt werden. Gemeint ist hier nicht milit\u00e4rische Macht, sondern \u201eVollmacht\u201c, von Gott geschenkte St\u00e4rke.<br \/>\n(7) Erkenntnis ist im AT viel mehr als ein neues Verstehen. \u201eAdam erkannte seine Frau Eva \u201c (1. Mo 4, 1) bedeutet eher \u201eeins sein, einig sein, heiraten\u201c. Und wie Gott den Menschen helfen will, s. 1. Tim 2, 4.<br \/>\nEchte Hilfe hei\u00dft, mit der Wahrheit einig, eins werden. Und die Wahrheit ist Jesus! (Jo 14, 6).<br \/>\nWeihnachten hei\u00dft: Christus erkennen und mit ihm eins werden.<br \/>\n(8) Das pers\u00f6nliche Verh\u00e4ltnis zu Gott ist angesprochen. An der Beugung und Abh\u00e4ngigkeit vor Gott hat der Geist Wohlgefallen.<br \/>\n(9) Bis in unsere Gebete hinein reicht die Versuchung, dem Herrn Wege zur Gesundheit, zum pers\u00f6nlichen Leben vorzuschlagen. ER wei\u00df besser, wo es fehlt und wie geholfen werden kann.<br \/>\n(10) Auch die menschlich-heidnische Vorstellung der \u201eG\u00f6ttin Justitia\u201c zeigt zwar eine Waage als Beispiel der Ausgewogenheit, ein Schwert f\u00fcr die notwendige Strafe und verbundene Augen als Zeichen ihrer Unabh\u00e4ngigkeit. Dazu eine ganz einf\u00e4ltige Beobachtung: Was fehlt, ist Ohropax&#8230;  Irdische Justiz ist beeinflussbar und kann nicht so gerecht sein wie Gott selbst.<br \/>\n(11) Auch die j\u00fcngste \u201eMindestlohn\u201c-Debatte zeigt eher Wichtigkeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Verschiedene Managergeh\u00e4lter erreichen astronomische H\u00f6hen, w\u00e4hrend Hilfsbed\u00fcrftige ihre Abh\u00e4ngigkeit von Politik und Macht eher verst\u00e4rkt zu sp\u00fcren bekommen. Die ersten sozialen Hilfswerke hatten ihren Ursprung in Gottes Wort.<br \/>\n(12) Karl Barth vor seinem Tod: \u201eEs wird regiert!\u201c.<br \/>\nBundespr\u00e4sident Heinemann: \u201eDie Herren dieser Welt gehen. Unser Herr kommt!\u201c<br \/>\n(13) Das SEHNEN aller Menschen kann nur Gott allein erf\u00fcllen. Das Paradies auf Erden haben Tausende von Machthabern versprochen.<br \/>\nChruschtschow: \u201eUnsere Sache h\u00e4tte schon lange gesiegt, wenn nur der Mensch nicht w\u00e4re!\u201c.<br \/>\nDie Skulptur vor dem UN-Geb\u00e4ude in New York zeigt einen Mann, der ein Schwert in eine Pflugschar umschmiedet (Jes 2, 4), ausgerechnet von der Sowjetunion gestiftet.<br \/>\n(14) Massentierhaltung, BSE, Legebatterien, Genmanipulation, Vogelgrippe und gewaltsame G\u00e4nsemast wird es nicht mehr geben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; im Verhei\u00dfenen kommt Bibelstelle: Jesaja 11, 1-9 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Das bedr\u00fcckende, assyrische Weltreich wird fallen (10, 5-34), aber ein anderes, Gottes Friedensweltreich kommt. 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