{"id":1577,"date":"2007-12-15T10:57:09","date_gmt":"2007-12-15T08:57:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=396"},"modified":"2007-12-15T10:57:09","modified_gmt":"2007-12-15T08:57:09","slug":"predigthilfe-vom-23-12-2007-jesaja-5213-5312","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-23-12-2007-jesaja-5213-5312\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 23.12.2007 &#8211; Jesaja 52,13- 53,12"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; im Leidenden kommt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 52,13- 53,12<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDer bekannteste Abschnitt im ganzen Jesajabuch.<br \/>\nTeile daraus werden im NT oft zitiert: Jes 52, 15 in R\u00f6 15, 21; Jes 53, 1 in Jo 12, 38 und R\u00f6 10, 16; Jes 53, 4 in Mt 8, 17; Jes 53, 7f in Apg 8, 32-33; Jes 53, 9 in 1. Petr 2, 22; Jes 53, 12 in Lk 22, 37.<br \/>\nDer Hauptteil des Textes handelt von der Verwerfung des Gottesknechts. Hauptgedanke ist jedoch (Jes 52, 13; 53, 11f), dass sein Leiden zur Erh\u00f6hung und Herrlichkeit f\u00fchren wird. Das Leiden ist wichtig, aber ebenso seine Herrlichkeit, die zeigen wird, dass der Gottesknecht den Willen des Vaters freiwillig getan hat. <\/p>\n<p>Der Knecht wird verworfen (Jes 49-50), dann wird der \u00dcberrest erh\u00f6ht (51, 1 \u2013  52, 12). Nun wird auch der Knecht erh\u00f6ht (52, 13 &#8211; 53, 12).<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nKap 52, V 13 Genauer: \u201eMein Knecht wird WEISE handeln.\u201c Weisheit bezeichnet die \u00dcbereinstimmung mit Gottes Gedanken. Die Erh\u00f6hung meint hier nicht die \u201eErh\u00f6hung am Kreuz\u201c, sondern den Platz bei Gott (Phil 2, 9; Kol 3, 1; Hebr 1, 3; 8, 1; 10, 12; 12, 2; 1. Petr 3, 22). <\/p>\n<p>V 14 \u201e\u00dcber den Knecht entsetzen\u201c k\u00f6nnte auch \u201evon Scheu ergriffen\u201c, \u201eerstaunt sein\u201c bedeuten.<br \/>\nDie \u201eVielen\u201c sind die V\u00f6lker und ihre K\u00f6nige (V 15). Alle Menschen, die ihn beim zweiten Kommen sehen, werden \u00fcberrascht sein. Ein einmaliger Weg: Von der Krippe \u00fcber das Kreuz zur Herrlichkeit. <\/p>\n<p>V 15 \u201eBesprengt\u201c hat der at-liche Priester nach dem Gesetz (3. Mo 4, 6; 8, 11; 14, 7) die Menschen, die Vergebung und Reinigung brauchten.<br \/>\nDieser Knecht, der zu allen Zeiten an den Rand gedr\u00e4ngt wurde (1), wird in Wirklichkeit das Wichtigste und Entscheidendste f\u00fcr die V\u00f6lker und K\u00f6nige schaffen: Reinigung von der S\u00fcnde (Jo 1, 29; Hebr 10, 14).<br \/>\nDen Mund h\u00e4lt man geschlossen, wenn keine Gegenargumente mehr vorhanden sind. <\/p>\n<p>Kap 53<br \/>\nDer Bericht \u00fcber den Tod des Gottesknechtes wird vom \u201eerleuchteten\u201c Israel ausgehen, wenn sie ihn und die Bedeutung seines Todes f\u00fcr sich erkannt haben.<br \/>\nZuerst wird Israel bekennen, dass es die Wichtigkeit des Knechtes Gottes katastrophal falsch eingesch\u00e4tzt hat (V 1-3). <\/p>\n<p>V 1 Der j\u00fcdische \u00dcberrest wird beklagen, dass so wenige Menschen seiner Botschaft vom Heiland und Gottesknecht glauben.<br \/>\n\u201eArm\u201c bedeutet bei Jesaja oft St\u00e4rke (40, 10; zwei Mal in 51, 5.9; 52, 10; 53, 1; 59, 1.16; 60, 4; 62, 8; 63, 5.12). <\/p>\n<p>V 2 Trotz Klagen wird Israels \u00dcberrest erkennen, dass an der Erscheinung des Gottesknechtes nichts ist, was die gro\u00dfen Massen begeistern k\u00f6nnte (V 3).<br \/>\nEin Reis ist der neue, zarte, verletzbare Trieb einer Pflanze. Und das auch noch auf einem \u201eAckerboden\u201c, den kein Bauer \u201egeschenkt\u201c n\u00e4hme.  <\/p>\n<p>V 3 Tiefer kann keiner sinken (Phil 2, 6-8). Angeh\u00f6rige dieser Gruppe der Allerletzten wurden immer \u00fcbersehen, \u00fcberh\u00f6rt und, wenn noch m\u00f6glich, \u201e\u00fcber den Tisch gezogen\u201c. Das Volk h\u00e4lt ihn nicht f\u00fcr wichtig. Kein Regierungsvertreter w\u00fcrde heute den wichtigsten Menschen der ganzen Welt zu einem Empfang einladen. <\/p>\n<p>V 4 Israel WIRD erkennen, was der Heiland f\u00fcr die Menschheit getan hat.<br \/>\nKrankheiten und Schmerzen waren Indikatoren f\u00fcr S\u00fcnde (Jo 9, 2; Mt 9, 1-8; u. a.). Jesus nahm die FOLGEN der S\u00fcnde auf sich, mehr: 2. Ko 5, 21.<br \/>\nDass Jesus auch k\u00f6rperliche Leiden heilen konnte und kann, waren Zeichen f\u00fcr die gro\u00dfen M\u00f6glichkeiten Gottes. Es geht hier nicht um Grippe, Lepra oder Krebs. Die eigentliche Krankheit hat seit dem S\u00fcndenfall die SEELE der Menschen befallen (1. Mo 3, 5).<br \/>\nUnd die Folgen dieser Trennung von Gott nimmt der Gottesknecht auf sich, ertr\u00e4gt und tr\u00e4gt sie (1. Petr 2, 24; 3, 18).<br \/>\nBei der Kreuzigung meinte Israel noch, dass die Leiden (geplagt, geschlagen, gemartert) gerecht und verdient seien, weil er Gott gel\u00e4stert h\u00e4tte (Mk 2, 7). Tats\u00e4chlich trug er das Gerichtsurteil, das die Menschen h\u00e4tte treffen m\u00fcssen.   <\/p>\n<p>V 5 Die Verse 4 und 5 wollten schon dem damaligen Israel die Augen \u00f6ffnen: \u201eunsere, f\u00fcr uns\u201c.<br \/>\nSeine Wunden, innerlich und \u00e4u\u00dferlich, wurden ihm durch das Volk und das Hinrichtungskommando beigebracht. Sie wurden zum Heilmittel f\u00fcr die Errettung der geistlichen Wunden aller Gl\u00e4ubigen.<br \/>\nDas physische Leiden am Kreuz konnten ja nur Menschen beschreiben, die nicht in der Haut der Verurteilten steckten.<br \/>\nSein Gehorsam gegen\u00fcber dem Vater wurde angenommen (Phil 2, 8). Sein Tod vers\u00f6hnte den Zorn Gottes gegen die S\u00fcnde. Jesu stellvertretendes Sterben l\u00e4sst Gott die S\u00fcnden des Volkes (und der anderen, die an ihn glauben) \u201e\u00fcbersehen\u201c, weil der Gottesknecht alle Rechnungen bezahlt hat. <\/p>\n<p>V 6 Der \u00dcberrest wird seine Schuld anerkennen.<br \/>\nSchafe neigen dazu, ihren Leithammeln zu folgen. So wendete sich auch Israel von Gott ab, wenn ihre Verantwortlichen Anderes vor hatten. S\u00fcnde hei\u00dft, Gottes Wort \u00fcbersehen und eigene Wege gehen. Gott \u00fcbertrug aber die Strafe nicht auf die Schafe sondern auf ihren freiwilligen Stellvertreter (V 11). <\/p>\n<p>V 7 Schafe laufen gern \u201ehintendrein\u201c, sogar in ihr Ungl\u00fcck. Jesus, das Lamm Gottes, gab sich still dem Tod hin. Verteidigung w\u00e4re m\u00f6glich und sicher \u00fcberzeugend gewesen (Mt 26, 63a; 27, 14; 1. Petr 2, 23). Jesu Ziel war aber nicht die eigene Errettung. F\u00fcr uns! <\/p>\n<p>V 8 Nach Angst (Gefangenschaft, Fesseln; Jo 18, 12.14) und Gericht (Todesurteil Jo 19, 16) starb Jesus nicht wegen seiner eigenen S\u00fcnden. Der Sohn Gottes war s\u00fcndlos (2. Ko 5, 21; Hebr 4, 15; 1. Jo 3, 5) und starb f\u00fcr  die S\u00fcnden ANDERER. <\/p>\n<p>\u201eWeggerissen\u201c bezeichnet bis heute den Wechsel von den Lebendigen zu den Toten und unterstreicht die Unverf\u00fcgbarkeit des Menschen \u00fcber den Termin seines Todes.  <\/p>\n<p>V 9 F\u00fcr Soldaten wurden die am Kreuz Verstorbenen selbstverst\u00e4ndlich unter \u201eUngl\u00e4ubigen\u201c verscharrt.<br \/>\nDer hebr\u00e4ische Text spricht hier von \u201eunter Reichen\u201c, &#8211; und deutet f\u00fcr die Bestattung Jesu das teure Grab des Josef von Arimath\u00e4a an (Mt 27, 57ff; Mk 15, 42ff).  <\/p>\n<p>V 10 Gottes Wille, der auf die Rettung seiner Menschen zielt, will retten, auch auf eigene Kosten (1. Tim 2, 4-6). Letztlich hat nicht das LEBEN Jesu den Zorn Gottes \u00fcber die S\u00fcnde der Menschheit gestillt, sondern sein TOD. <\/p>\n<p>V 11 Sein Leiden bringt uns Leben. <\/p>\n<p>V 12 \u201eRaub, Beute\u201c geh\u00f6rte den siegreichen Feldherren (Ps 68, 19; Eph 4, 7f).<br \/>\nWeil ER lebt, tritt er auch heute f\u00fcr \u201e\u00dcbertreter\u201c ein.   <\/p>\n<p>Gliederungsvorschl\u00e4ge<br \/>\nvon Thomas Richter<br \/>\n1)  Im Leiden \u00fcberdauert er alle (52, 13-15)<br \/>\n2)  Im Leiden \u00fcberrascht er alle (53, 1-3)<br \/>\n3)  Im Leiden \u00fcberf\u00fchrt er alle (53, 4-6)<br \/>\n4)  Im Leiden \u00fcberwindet er alles (53, 7-9)<br \/>\n5)  Im Leiden \u00fcbernimmt er alles (53, 10-12)<\/p>\n<p>von Theo Sorg:<br \/>\n1) Gottes Knecht &#8211; der Verachtete<br \/>\n2) Gottes Knecht &#8211; der sich Opfernde<br \/>\n3) Gottes Knecht &#8211; der Erh\u00f6hte<\/p>\n<p>von Burghard Affeld:<br \/>\n1) Seine Erniedrigung &#8211; unser Entsetzen<br \/>\n2) Seine Erh\u00f6hung &#8211; unsere Chance<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Der gro\u00dfe Gott kommt in unserer Zeit immer zuerst klein und unaufdringlich in diese Welt, ein Prinzip des Himmelreichs (Lk 13, 18f). Leicht zu \u00fcbersehen. Jede Weihnachtsreklame ist lauter.<br \/>\nStaats- und Kirchenpr\u00e4sidenten halten Weihnachtsansprachen. Fast jeder Ort hat mittlerweile seinen Weihnachtsmarkt. Viele Kilometer st\u00e4dtischer Lichterketten \u201eerfreuen\u201c die Menschen.<br \/>\nDen l\u00e4ngsten Weihnachtskalender (Guiness) pflegt die Stadt T\u00f6nning.<br \/>\n\u201e100 miles of light\u201c schm\u00fccken in Virginia\/USA die Stra\u00dfen \u00fcber die Weihnachtstage.<br \/>\nFast niemand freut sich auf den Weihnachtsrummel (\u201eWer will Zimtsterne im Sommer?\u201c), aber die Mehrheit macht mit.<br \/>\nUnd Christus? Er l\u00e4sst sich an den Rand dr\u00e4ngen: In der Welt &#8211; und in unseren Herzen.   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; im Leidenden kommt Bibelstelle: Jesaja 52,13- 53,12 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Der bekannteste Abschnitt im ganzen Jesajabuch. 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