{"id":1575,"date":"2007-11-30T11:38:01","date_gmt":"2007-11-30T09:38:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=394"},"modified":"2007-11-30T11:38:01","modified_gmt":"2007-11-30T09:38:01","slug":"predigthilfe-vom-9-12-2007-jesaja-49-1-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-9-12-2007-jesaja-49-1-6\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 9.12.2007 &#8211; Jesaja 49, 1-6"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; im Rettenden kommt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 49, 1-6<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDas Thema Jesaja 49-55: der Gottesknecht erleuchtet Israel und die V\u00f6lker. Der Knecht wird zwar von seinem Volk verworfen, aber trotzdem die Erl\u00f6sung zu den Heiden bringen. Und er wird vor dem 1000j\u00e4hrigen Reich die Wiederherstellung des Bundesvolkes Israel beginnen. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nGottes KNECHT (V 3. 5f) ist die sprechende Person. In V 6 wird er selbst von Gott angesprochen.<br \/>\nV 1 \u00dcber das Volk Gottes hinweg ruft er die V\u00f6lker auf, sich Gottes Anspruch zu stellen. Bis zu den fernsten Inseln werden die V\u00f6lker in die Entscheidung f\u00fcr oder gegen den lebendigen Gott gestellt.<br \/>\nSie wissen alle, dass es einen Gott geben muss (R\u00f6 1, 19-21), allerdings nicht, WER dieser Gott ist.<br \/>\nDer KNECHT war immer schon Knecht \u201evon Mutterleib an\u201c.<br \/>\nGott ist nicht an Raum und Zeit gebunden und kann deshalb Knechte, Diener schon vor deren Geburt aussuchen (Mt 1, 21; Lk 1, 13). <\/p>\n<p>Das erste Wort in V 1b ist der Gottesname JAHWE, der Herr.<br \/>\nNAMEN waren fr\u00fcher nicht einfach Rufmittel, sondern eine Beschreibung des Programms eines Menschen.   (1)<\/p>\n<p>V 2 Das Wort Jesu ist Gottes Wort. Es gibt nichts Gewaltigeres, Vernichtenderes, Unwiderstehlicheres, Unentrinnbareres als Gottes Wort. Es ist wie ein Hammer, der Felsen zerschl\u00e4gt und ein Feuer das Stroh verbrennt (Jer 23, 29), wie ein Regen, den das Land braucht (Jes 55, 10f), wie ein zweischneidiges Schwert, wie ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens (Hebr 4, 12; Offb 1, 16).<br \/>\nSchwache Menschen, wie die Propheten, haben mit dem Wort K\u00f6nigreiche gebaut und eingerissen.<br \/>\nWorte k\u00f6nnen unvorstellbar verletzen und heilen. Nur das Wort Gottes bleibt (Mk 13, 31; Jo 6, 66ff).<br \/>\nDas \u201escharfe Schwert\u201c entspricht Jesajas Bild vom \u201eDreschschlitten (Jes 41, 15). (2)<br \/>\nDas Wort Gottes hat die Treffsicherheit und Durchschlagskraft eines weitreichenden \u201eglatten Pfeils\u201c.<br \/>\nDass die Pfeile noch \u201eim K\u00f6cher verborgen\u201c sind, zeigt, dass Gott Zeit und Stunde bestimmt. <\/p>\n<p>V 3 ER hat seinen Knecht erw\u00e4hlt, berufen und ausger\u00fcstet. Die Bezeichnung \u201eMein Knecht\u201c deutet die gro\u00dfe Beauftragung Gottes an. Knechte, Diener, Gesandte hatten ihren Auftrag im Namen und in der Vollmacht ihres Herrn auszurichten. (3)<br \/>\nEigentlich widersinnig, aber doch ein Wesenszug Gottes: Er l\u00e4sst sich durch seinen Knecht verherrlichen, wichtig machen.<br \/>\nAn Israel konnte und wird man entdecken, wie gro\u00df und verl\u00e4sslich Gott ist. Der Gottesknecht Jesus zeigt seine Gr\u00f6\u00dfe im Dienen (Jo 13, 5ff) am krassesten am Kreuz auf Golgatha: Gott wurde arm f\u00fcr uns (Iwwd 158).<br \/>\nDer Tempelsklave ist Eigentum seines Gottes und er erf\u00fcllt seinen Beruf gerade darin, selbst nicht gro\u00df herauszukommen, sondern seinem Gott alle Ehre zu lassen.<br \/>\nIn erster Linie verherrlichen Menschen nicht Gott, sondern ER verherrlicht sich selbst an ihnen.  <\/p>\n<p>V 4 Die Berufung des Gottesknechts und sein Erfolg stehen in starkem Gegensatz zueinander. Am \u00e4u\u00dferen Ertrag gemessen gibt er sich f\u00fcr \u201eChaos\u201c her, (hebr. tohu, 1. Mo 1, 2), f\u00fcr \u201enichts\u201c. Die Kraft Gottes, die in ihm ist, zerreibt sich an den Widerst\u00e4nden. Gottesknechte lernten immer zuerst den \u201eWeg unten durch\u201c kennen. Die L\u00f6sung liegt hier allein im \u201eAber&#8230;\u201c, im \u201eDennoch&#8230;\u201c (Ps 73, 23). Aber der Herr ist immer noch gr\u00f6\u00dfer!  <\/p>\n<p>V 5f Gott stellt dem zerbrochenen Knecht nicht nur Aufgabe, Israel wieder zurechtzubringen, sondern auch LICHT der V\u00f6lker zu sein. Die Liebe Gottes will ALLE Menschen erreichen (1. Tim 2, 4), &#8211; indem er allerdings selbst das L\u00f6segeld zahlt, sich selber hergibt (1. Tim 2, 6).<br \/>\nGott selbst \u201emacht ihn\u201c zum Licht der V\u00f6lker. Sein Wort wirkt wie bei der Sch\u00f6pfung (1. Mo 1, 3; Ps 33, 4.9). Der Gottesknecht soll und wird nicht nur Licht und Leben geben, sondern beides SEIN (Jo 8, 12; 14, 6).<br \/>\nEin scharfes Schwert und ein Pfeil, dem man nicht entrinnen kann (V 2), &#8211; wird gleichzeitig zum Licht und zur Rettung der Welt.<br \/>\n\u201eWeil er f\u00fcr alles Ung\u00f6ttliche kompromisslos Kampfansage, Angriff und Vernichtung ist, ist er f\u00fcr alles, was sich aus der Umklammerung des Widerg\u00f6ttlichen heraussehnt, ungetr\u00fcbtes Licht und unverlierbar, unanfechtbar, unangreifbar die Rettung\u201c (Hellmuth Frey, Das Buch der Weltpolitik Gottes). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschl\u00e4ge<br \/>\nvon Thomas Richter:<br \/>\n1) Der Rettende bringt den Zuspruch (V 1-3)<br \/>\n2) Der Rettende kommt trotz Widerspruch ( V4)<br \/>\n3) Der Rettende stellt sich dem Anspruch (V 5-6)<\/p>\n<p>von J\u00fcrgen Blunck:<br \/>\n1) Von der Lust eines Lebens mit Gott<br \/>\n2) Vom Frust eines Lebens mit Gott<br \/>\n3) Vom Trost im Leben mit Gott<\/p>\n<p>von Theo Sorg:<br \/>\n1) Gerufen<br \/>\n2) Gesandt<br \/>\n3) Begleitet<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Jesu verbindet eine Namens\u00e4nderung mit dem Wechsel des Lebensprogramms: \u201eSimon, Jonas Sohn\u201c (Jona = Taube, eher flatterhaft) wird Kephas (= Fels), Jo 1, 41.<br \/>\nBis ins 20. Jahrhundert nannten Eltern ihre Kinder: Gottlieb, F\u00fcrchtegott, Christian, Traugott, ihre T\u00f6chter Christiane, Renate (Die Wiedergeborene), u. \u00e4.<br \/>\nDer Name Gottes wird vom j\u00fcd. Theologen Martin Buber \u00fcbersetzt mit: Ich bin doch da! Auch der Name \u201eJesus\u201c (hebr. Jeschua) ist ein Programm Gottes: Der Herr wird retten (Mt 1, 21).<br \/>\n(2) Nach Rienecker, Lexikon zur Bibel: H\u00fclsenfr\u00fcchte und vielleicht auch Getreide f\u00fcr den Familienbedarf drischt man zun\u00e4chst mit dem Stock, die Regel aber ist wohl das Dreschen durch Tiere (5. Mo 25,4; Hos 10,11), die man zu mehreren im Kreis \u00fcber das auf der ganzen Tenne ausgebreitete Getreide treibt, sp\u00e4ter auch mit Dreschschlitten (Amos 1, 3). Bei den Schlitten handelt es sich um zwei oder mehrere miteinander verbundene und vorne aufgebogene Bretter, unter denen meist noch spitze Steine oder auch Eisenmesser befestigt sind, um die K\u00f6rner herauszul\u00f6sen und die Halme zu zerschneiden. Sp\u00e4ter wurden auch Dreschwagen (Jes 28, 27f) verwendet, d. h. ein Gestell mit mehreren teilweise gezackten Steinr\u00e4dern oder Walzen, das von den Au\u00dfenr\u00e4ndern her \u00fcber den Getreidehaufen gefahren wird (wie auch der Dreschschlitten). Der Bauer steht dabei auf dem Schlitten bzw. Wagen.<br \/>\n(3) Ein bekannter Grundsatz im Altertum war: \u201eDer Gesandte ist gleich dem Sendenden\u201c. Wer den Gesandten ablehnte oder ihn bedr\u00e4ngte, hatte den Sendenden zum Gegner (Drastisches Beispiel: 2. Sam 10).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; im Rettenden kommt Bibelstelle: Jesaja 49, 1-6 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Das Thema Jesaja 49-55: der Gottesknecht erleuchtet Israel und die V\u00f6lker. 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