{"id":1573,"date":"2007-11-14T20:30:57","date_gmt":"2007-11-14T18:30:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=392"},"modified":"2007-11-14T20:30:57","modified_gmt":"2007-11-14T18:30:57","slug":"predigthilfe-vom-25-11-2007-markus-13-33-37","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-25-11-2007-markus-13-33-37\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 25.11.2007 &#8211; Markus 13, 33-37"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; zur Wachsamkeit ermahnt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Markus 13, 33-37<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nEine Mahnung. Der Text ist verklammert und durchzogen von \u201eWACHET!\u201c (V 23+35+37)<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 33 Kein anderer Termin hat die Gemeinde Jesu aller Zeiten so interessiert wie die Stunde der Wiederkunft Jesu. Wann und wo? Aber NIEMAND wei\u00df Zeit und Stunde au\u00dfer Gott selbst.<br \/>\nDeshalb dieser WACHMACHER. (1) Gottes Aufrufe waren immer als GEISTLICHE \u201eWeckamine\u201c gemeint (1. Mo 3; 2. Mo 20, 1-20). Die Urv\u00e4ter und Propheten, Johannes der T\u00e4ufer, Jesus (Mt 26, 36) (2), Paulus und Petrus (1. Petr 5, 8) mahnten: WACHT! Passt auf! Einer der wichtigen Imperative f\u00fcr Gotteskinder.<br \/>\n\u201eSeht euch vor!\u201c (3). Appelle nach INNEN und au\u00dfen. Menge-Bibel: \u201eHaltet die Augen offen, seid wachsam!\u201c. \u00dcbersetzungen aus \u00e4lteren Handschriften: \u201eSeht zu, wachet und BETET!\u201c (z.B. Luther von 1912). <\/p>\n<p>Der \u201eZeitPUNKT\u201c (kairos) bezeichnet den von Gott vorgesehenen Termin. Hier ist nicht der ABLAUF der Zeit (chronos) gemeint (siehe auch Mk 14, 38; Mt 24, 50), sondern: Genau DANN ist es soweit. \u201eAls die Zeit erf\u00fcllt war\u201c (Mk 1, 15; Gal 4, 4). <\/p>\n<p>V 34 Dieses Gleichnis (4) ist \u201eSondergut\u201c des Markus und unterstreicht die Wichtigkeit st\u00e4ndiger Wachsamkeit der Christen und beschreibt die ihnen jeweils \u00fcbertragenen Aufgaben (Mt 25, 14-30; Lk 19, 11-27).<br \/>\nViele Gro\u00dfgrundbesitzer gingen \u201eauf Reisen\u201c ins Ausland und ordneten vorher ihren Betrieb. Auch f\u00fcr Jesus beginnt im n\u00e4chsten Markus-Kapitel die Beschreibung seiner Leidenszeit bis zur Himmelfahrt.<br \/>\nVollmachten werden zugeteilt, Aufgaben anbefohlen. (5)<br \/>\nT\u00dcRH\u00dcTER waren wie die \u201eW\u00e4chter auf der Zinne\u201c die \u201eSicherheitsschl\u00f6sser\u201c in damaliger Zeit. (6)<br \/>\nWenn Jesus erkl\u00e4rt \u201eIch bin die T\u00fcr zu den Schafen\u201c (Jo 10, 7), wei\u00df der Israelit: Der T\u00fcrh\u00fcter zum Pferch schl\u00e4ft nachts im einzigen Ein- und Ausgang. Er ist verantwortlich f\u00fcr Angriffe von au\u00dfen.<br \/>\nJeder erh\u00e4lt SEINEN Auftrag und SEINE Begabungen dazu (Eph 4, 7ff). Niemand bleibt \u201eohne Gesch\u00e4ft, sogar dem Schw\u00e4chsten wird sein \u201eZentner\u201c anvertraut (Mt 25, 14ff).<br \/>\nWenn JEDES Glied in der Gemeinde SEINE Aufgabe hat: Wie begleiten wir sie?<br \/>\nDie J\u00fcnger erwarteten Jesus BALD wieder (sog. Naherwartung). Jesus deutet aber einen langen Zeitraum an (Mt 24, 48ff; 25, 5.19; Lk 12, 38). <\/p>\n<p>V 35f \u201eSo wacht nun!\u201c = \u201eDESHALB: Wacht!\u201c.<br \/>\nKomplett konfus werden W\u00e4chter, denen ihre Aufgabe, Feindbeschreibung und Verantwortung nicht klar ist.<br \/>\nSie schlafen entweder ein oder wittern hinter fast JEDEM Ereignis ein Zeichen der Endzeit. (7) <\/p>\n<p>Die Einteilungen der Wachwechsel sind interessant, aber weniger wichtig in der Verk\u00fcndigung.<br \/>\nMarkus schrieb haupts\u00e4chlich an R\u00f6mer, deshalb vier Zeitangaben (Mk 6, 48). (8) <\/p>\n<p>Die Christen w\u00fcnschten sich die Wiederkunft viel fr\u00fcher: \u201eMaranatha! Herr, komm!\u201c (1. Ko 16, 22) und ihr Herr verspricht: \u201eIch komme bald.\u201c (Offb 22, 20 &#8211; wobei \u201ebald\u201c allerdings auch \u201eschnell\u201c bedeuten kann).<br \/>\nWachen und Schlafen sind wie Sonne und Mond, Schwarz und Wei\u00df, Feuer und Wasser. Entweder oder.<br \/>\nWachen hei\u00dft: \u201eIn Glauben und Hoffnung lebendig bleiben (vgl. 1. Ko 16, 13).\u201c (Dr. Gerhard Maier) <\/p>\n<p>Das ist vielleicht DAS Problem der christlichen Gemeinden in L\u00e4ndern, die Christen noch Freiraum lassen:  Gew\u00f6hnung an das Erreichte, reges Programm, Zufriedenheit mit einem evtl. hervorragenden Gemeindehaus, Jung und Alt ist \u201eintegriert. Eigentlich fehlt nichts. (9) (10) <\/p>\n<p>V 37 KONSEQUENTER Schluss f\u00fcr \u201eALLE\u201c: Wacht! <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag  (in Anlehnung an Gerhard Maier)<br \/>\n1.  Ein wacher Christ h\u00e4lt Augen und Ohren offen.<br \/>\n2.  Ein wacher Christ bleibt n\u00fcchtern.<br \/>\n3.  Ein wacher Christ ist jederzeit bereit f\u00fcr die Wiederkunft Jesu.<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Als Weckamine bezeichnet man Mittel mit stimulierender, aufweckender Wirkung. Fast jeder organische  Stoff mit stimulierender Wirkung kann als Weckamin eingestuft werden. Die Bezeichnung Weckamin ist veraltet.<br \/>\nViele kennen die Wirkung von \u201eScho-ka kola\u201c, einer Schokoladensorte, die, verpackt wie ein Medikament, Autofahrer auf langen Nachtfahrten wach h\u00e4lt. Die Einen trinken Kaffee, die Anderen haben das Gl\u00fcck, eine hellwache Ehefrau auf dem Beifahrersitz zu haben. \u201eSchl\u00e4fst du schon?\u201c z\u00e4hlt zu den gutgemeinten, \u201eintelligenten\u201c Fragen.<br \/>\n(2) Mt 25, 1ff. (Gleichnis von den klugen und t\u00f6richten Jungfrauen) weist auf die Gefahren fehlender Wachsamkeit hin.<br \/>\n(3) Wie der Rat z.B. jeder LIEBENDEN MUTTER, die auch \u00fcber Gefahren f\u00fcr ihre Kinder Bescheid wei\u00df.<br \/>\nSchon das WISSEN \u00fcber das, was kommen k\u00f6nnte, kann die Anvertrauten vor Ungl\u00fcck bewahren.<br \/>\n(4) GLEICHNISSE bewirken, dass der Zuh\u00f6rer den Sitz der Botschaft im eigenen, praktischen Leben versteht, vielleicht sogar \u00fcberraschend: (Nathan: \u201eDU bist&#8230;\u201c 2. Sam 12, 1-7).<br \/>\nEine Predigt ohne passende und ausreichende Gleichnisse ist wie ein pr\u00e4chtiger Raum ohne Fenster.<br \/>\nBereits im AT erscheint das G. als bekannte und gern gebrauchte Redeform (Ri 9, 7ff; 2. Sam 14, 6ff; 2. Sam 12, 1ff ). Jesus benutzt die Gleichnisrede nicht als Unterhaltung. Sie ist ein Kennzeichen seiner Verk\u00fcndigung (Mt 13; Lk 12, 13ff; 15, 1ff; 16, 19ff).<br \/>\nIn der bildhaften Sprache eines Gleichnisses vertreten Dinge und Verh\u00e4ltnisse des t\u00e4glichen Lebens geistige und geistliche Wirklichkeiten und Vorg\u00e4nge mit tieferem Sinn. Bes. h\u00e4ufig geht es um das Reich Gottes (Mt  13, 24.31.33.44f.47; 18, 23; 20, 1; 22, 2). Die Einleitungsformel \u201eDas Himmelreich ist gleich &#8230;\u201c w\u00e4re daher z. B. besser wiederzugeben: \u201eMit dem Himmelreich verh\u00e4lt es sich wie mit &#8230;\u201c oder allgemein wie hier \u201eWie bei&#8230; (V 34)\u201c.<br \/>\nBeispiele sollten aus dem Leben der Zuh\u00f6rer gegriffen sein und werden diese schon deshalb interessieren, besser noch \u201efesseln\u201c, weil SIE SELBST hier vorkommen und ge- oder betroffen sind. Allerdings: In der K\u00fcrze liegt die W\u00fcrze.<br \/>\n(5) \u201eAnbefehlen\u201c ist in Ps 37, 5 ein Begriff f\u00fcr \u00dcbertragen, allerdings im umgekehrten Sinn: \u201eBefiehl dem Herrn&#8230;\u201c. Der Begriff kommt im Deutschen von \u201eAnvertrauen\u201c und \u201eBeerdigen\u201c. Die Kompetenzen werden so radikal \u00fcbergeben wie eine Leiche der Erde, bzw. in Gottes H\u00e4nde.<br \/>\n(6) Torh\u00fcter sitzen in \u201eSchl\u00fcsselpositionen\u201c. Bis heute bewacht der \u201ePortier\u201c die Eing\u00e4nge wichtiger Bereiche. \u201eConcierges\u201c konnten in Frankreich den Zutritt in Wohnh\u00e4user verwehren. Sogar die griechische Sage kennt einen \u201eZerberos\u201c\/Cerberus, einen H\u00f6llenhund, der sogar den Eingang zur H\u00f6lle bewachen sollte.<br \/>\n(7) Das Volk lechzte immer nach Experten f\u00fcr kommende Ereignisse. Im Weltlichen war Nostradamus (1503-66, z.Zt. Luthers) nicht der erste Prophet. Wahrsager begleiteten fast jeden Machthaber. Astro-TV ist heute kein Winkelsender mehr.<br \/>\nAuch in der christlichen Gemeinde waren \u201eAlleswisser\u201c im Blick auf das, was kommt, immer begehrte Leute,  fanden Nachfolger und Verehrer. Ihre Fehldiagnosen wurden dann kaum publiziert: Gott sei Dank.<br \/>\n(8) R\u00f6mische Nachtwachen wurden durch ihr zeitliches Ende beschrieben: 18-21 Uhr = Abend; 21-24 Uhr = Mitternacht; 24-3 Uhr = Hahnenschrei; 3-6 Uhr = Morgen.<br \/>\nDas j\u00fcdische Zeitsystem kannte nur drei Nachtwachen (2. Mo 14, 24; Ri 7, 19; 1. Sam 11, 11; Ps 90, 4; Klgl 2, 19). Die erste dauerte etwa von 18-22 Uhr, die mittlere von 22-2 Uhr und die letzte, die Morgenwache, von 2-6 Uhr.<br \/>\n(9) Viele Literaten haben das Thema behandelt. Ein interessantes Beispiel zu Offb 3, 20 aus : \u201eund ihre Lampen verl\u00f6schen\u201c (Alexander L\u00f6vgren):<br \/>\n\u201eIch kam einmal sp\u00e4t abends in einer Stadt in ein Hotel und bat um ein Zimmer. Ich bekam keines. Warum nicht? Etwa, weil ich schlecht gekleidet gewesen w\u00e4re? Nein, meine Kleider waren in Ordnung. Es konnte mir niemand etwas Schlechtes nachsagen. Auch Geld hatte ich. Aber sie lie\u00dfen mich doch nicht hinein. Warum nicht? Nun, das Hotel hatte eben voll belegt. Alle Zimmer waren bereits vergeben.<br \/>\nSo war es, als Jesus zum ersten Mal auf die Erde kam. Sie hatten keinen Raum in der Herberge. Es geschah nicht aus Bosheit, dass sie ihn in den Stall schickten. Sie hatten tats\u00e4chlich keinen Platz mehr.<br \/>\nEs w\u00e4re nun ein schlechter Tausch, den lebendigen Herrn Jesus Christus hinzugeben f\u00fcr ein totes Christentum. Ich frage mich, ob nicht die Gemeinde hier drinnen sitzt, w\u00e4hrend Jesus drau\u00dfen steht. H\u00f6rt! Jesus vor der T\u00fcr seiner eigenen Gemeinde! Er kann vor lauter Christentum da drinnen nicht zu ihr hineingelangen.<br \/>\nWir haben die rechte Lehre. Unsere christlichen Lehren reihen sich logisch aneinander wie die Perlen einer Kette, und das ist gut so. Aber welchen Platz nimmt Jesus mit seinem Leben und mit seiner Liebe in dem Ganzen ein? Was sagt er dazu? Vielleicht ein schmerzliches, hilfloses: Siehe, ich stehe vor der T\u00fcr und klopfe an, ich stehe drau\u00dfen! Bedenkt, welchen Raum die Veranstaltungen im Leben unserer Gemeinde einnehmen. Und in den anderen Gemeinden. Wir machen uns gegenseitig Konkurrenz wie im Gesch\u00e4ftsleben. Der christliche Betrieb nimmt unsere Gemeinden gefangen. Wo ist bei alledem noch Raum f\u00fcr Jesus?\u201c<\/p>\n<p>(10) Ein Film \u201eder besuch\u201c (37 Min., H\u00e4nssler, DVD) von Alexander Plass in einer Stuttgarter Gemeinde. Hervorragend. Als Predigteinstieg allerdings zu lang. Hervorragend f\u00fcr Hauskreise oder Freizeit. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; zur Wachsamkeit ermahnt Bibelstelle: Markus 13, 33-37 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Eine Mahnung. 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