{"id":1571,"date":"2007-11-06T15:19:18","date_gmt":"2007-11-06T13:19:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=390"},"modified":"2007-11-06T15:19:18","modified_gmt":"2007-11-06T13:19:18","slug":"predigthilfe-vom-11-11-2007-markus-13-14-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-11-2007-markus-13-14-23\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.11.2007 &#8211; Markus 13, 14-23"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; die Bedr\u00e4ngnis begrenzt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Markus 13, 14-23<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nNach den vorwarnenden S\u00e4tzen (V 1-23) beantwortet Jesus die Frage der J\u00fcnger nach einem \u201eZEICHEN\u201c f\u00fcr den Beginn der Endzeit (Mk 13, 4b) nun auch inhaltlich. Manche Ausleger deuten die Ank\u00fcndigungen in diesem Text auf die furchtbaren Wirren um die Zerst\u00f6rung Jerusalems durch Titus (66-70 nChr). Andere sehen hier Hinweise auf die letzte Zeit vor der Wiederkunft Jesu. Wahrscheinlich meint Jesus beides (Mt 24, 15f; 29ff; Lk 21, 20ff).<br \/>\nChronologisch liegen die Ereignisse (Zerst\u00f6rung Jerusalems und Jesu Wiederkunft) auseinander, aber theologisch gibt es wichtige Verbindungen (Dan 9, 26f; Lk 21, 24). Die nahe bevorstehende Not Jerusalems wird zum Beispiel f\u00fcr die Zeit der Tr\u00fcbsal vor Jesu Kommen. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 14 \u201eAll das\u201c steht nahe bevor. Die \u201eGreuel der Verw\u00fcstung\u201c (Dan 9, 27; 11, 31; 12, 11; Mt 24, 15) werden ausgerechnet im Tempelzentrum, dem Allerheiligsten (Umschreibung: \u201ewo er nicht sollte\u201c) zu finden sein.<br \/>\nAber auch Christen gingen einer Verfolgung entgegen, deshalb \u201eMerke auf!\u201c. Der Zusammenhang mit Dan 9, 27ff, Juden gel\u00e4ufig, sollte bedacht werden.<br \/>\n\u201eGreuelbild\u201c, ein Synonym f\u00fcr den heidnischen G\u00f6tzendienst, der BILDER brauchte (5. Mo 29, 16ff; 2. K\u00f6n 16, 3ff; 23, 12ff; Hes 8, 9ff; Dan 9, 27). Fremde G\u00f6tter im Allerheiligsten trieben die Gl\u00e4ubigen aus dem Tempel. Historisch geschah die Entweihung des Tempels (Dan 11, 31f) durch den syrischen Herrscher Antiochus Epiphanes (1. Makk 1, 57; 6, 7). (1)<br \/>\nJesus sah aber in der furchtbaren Epiphanes-Tat noch nicht die letzte Zerst\u00f6rung des Tempels, die erst 70 nChr durch Titus geschah. Das haben einige J\u00fcnger noch miterlebt, deshalb \u201eSeht!\u201c. (2)<br \/>\nDie gewohnt \u00fcbliche Zuflucht Israels waren die Mauern Jerusalems. Die sollten aber nicht mehr lange stehen. Flucht muss nicht Feigheit sein. Dieses Jesuswort bewahrte die Christengemeinde davor, mit den nationalistischen Juden gegen die R\u00f6mer zu k\u00e4mpfen, was sicher keine Sympathien ausl\u00f6ste (s. Bibellexikon: Makkab\u00e4er, Zeloten, Masada).  <\/p>\n<p>V 15 Die meisten H\u00e4user hatten Flachd\u00e4cher mit Au\u00dfengel\u00e4nder und -treppe, wo sich das t\u00e4gliche Leben abspielte (Lk 5, 19). Die Not wird so pl\u00f6tzlich kommen, dass nur noch eine Flucht \u00fcber die Au\u00dfentreppe retten kann (Lk 17, 31).  <\/p>\n<p>V 16 Das Obergewand wurde bei der Feldarbeit abgelegt. Auf Reisen brauchte man es, aber in diesem Fall war besondere Eile angesagt. Gott wird das ungehorsame Jerusalem (Mt 23, 37; Lk 13, 34) so \u00fcberraschend richten wie Sodom (1. Mo 19, 15ff).  <\/p>\n<p>V 17f Seelsorgerliche Worte mitten in einer Gerichtsank\u00fcndigung. Tats\u00e4chlich traf es Schwangere und junge M\u00fctter besonders katastrophal. (3)  Die Winter sind in Israel besonders in H\u00f6henlagen kalt. Alle paar Jahre ist Schnee in Jerusalem \u00fcblich (siehe auch Mt 24, 20). <\/p>\n<p>V 19 Jesus sieht nun beide Bedr\u00e4ngnisse gleichzeitig: Die kommende Not in Jerusalem und die Bedingungen der letzten Tage in der endzeitlichen Tr\u00fcbsal. (Dan 12, 1; Joel 2, 2; Offb 16, 18). <\/p>\n<p>V 20 Aber Gott steht immer noch \u00fcber allem. (4) Verzweiflung hat ihre Wurzeln meistens im vermeintlichen Alleinsein (Ps 103, 2; Jes 49, 15; Jer 3, 21; Lk 12, 6). Vergessen d\u00fcrfen wir Anderes (Phil 3, 13).<br \/>\nKEIN EINZIGER w\u00fcrde durchhalten, wenn Gott nicht seinen schon bestehenden Plan um der Menschen willen ge\u00e4ndert h\u00e4tte (siehe auch Jona 3, 10). Sein Heilsplan bestand von Anfang an (Eph 1, 4ff; R\u00f6 8, 28ff).<br \/>\nEventuell deutet sich dies Verk\u00fcrzung um seiner Leute willen schon an in Dan 7, 25: \u201eEine Zeit und zwei Zeiten und eine HALBE Zeit\u201c. (Offb 12, 14; 13, 5). <\/p>\n<p>V 21 Verf\u00fchrung war immer schlimmer als Verfolgung. Durch Zeichen und Wunder l\u00e4sst Gott sich nicht beweisen. Jeder \u201eZauberer\u201c und \u201eIllusionist\u201c in Kabaretts kann den menschlichen Augenschein betr\u00fcgen.<br \/>\nDer Mensch glaubt dem, was vor Augen ist (1. Sam 16, 7). Pl\u00f6tzliche \u201eKrankenheilungen\u201c bis hin zu \u201eTotenauferstehungen\u201c beweisen nicht die Urheberschaft Gottes. <\/p>\n<p>V 22 Falsche Christusse sind immer wieder aufgetreten und fanden Anh\u00e4nger. Die Kette der falschen Christusse wird im Kommen DES falschen Christus, des ANTICHRISTUS gipfeln (Mt 24, 25-27; Offb 13).<br \/>\nDer wahre Christus kommt in Macht und Herrlichkeit \u2013 f\u00fcr die ganze Welt sichtbar \u2013 in einem Augenblick wieder: &#8222;Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohns am Himmel. Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden kommen sehen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit gro\u00dfer Kraft und Herrlichkeit&#8220; (Mt 24,30). <\/p>\n<p>V 23 Eine weitere Ermahnung, weil f\u00fcr Jesusleute nicht auf rosige Zeiten warten d\u00fcrfen. (zB. \u201eDie Entr\u00fcckung kommt sicher VOR der Tr\u00fcbsal!\u201c ist ein Trost auf schwachen F\u00fc\u00dfen.  [FALLS es doch so k\u00e4me, freuen sich alle mit&#8230;]). Die Warnungen Jesu klingen allerdings nicht nach fr\u00fchzeitiger Rettung. <\/p>\n<p>Alles, was wir \u00fcber die k\u00fcnftige Tr\u00fcbsal wissen m\u00fcssen, hat der Gottessohn gesagt. Falsche Entwicklungen k\u00f6nnen erkannt werden, falsche Christusse und Propheten entlarvt.<br \/>\nGerhard Maier \u201eNur Gott kann die Zukunft richtig voraussagen. (Jes 40, 21; 41, 22f; 43, 9ff; 44, 7; 46, 10; Jo 13, 19; 14, 29; 16, 1.4; 2. Petr 3, 17; Jud 17)\u201c.<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1.  Durchblicken, auch wenn es schlimm kommt<br \/>\n2.  Wegsehen von falschen Christussen<br \/>\n3.  Hinschauen auf Jesus<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Er errichtete dem heidnischen Zeus einen Altar direkt \u00fcber dem Brandopferaltar und opferte Schweine.<br \/>\n(vgl. 1. Makk 1, 41-64; 6, 7) und Josephus in \u201eJ\u00fcdische Altert\u00fcmer\u201c. <\/p>\n<p>(2) Josephus in \u201eJ\u00fcdischer Krieg\u201c, 6. Buch: \u201eAls der Tempel selbst sowie alle umliegenden Geb\u00e4ude in Flammen standen, trugen die R\u00f6mer ihre Feldzeichen in den heiligen Bezirk und stellten sie dem \u00f6stlichen Tor gegen\u00fcber auf. Eben an dieser Stelle brachten sie ihnen dann Opfer dar.\u201c<\/p>\n<p>(3) Josephus in \u201eJ\u00fcdischer Krieg\u201c, 6. Buch, Kap. 3: \u201eDie Not machte f\u00fcr sie alles essbar; was selbst die widerlichen unter den vernunftlosen Tieren verschm\u00e4hen, das nahmen sie an sich, um es bedenkenlos aufzuessen. Sogar G\u00fcrtel und Schuhe verschonten sie nicht und zerkauten sie genauso wie das Leder, das sie von den Schilden abrissen. &#8230;  Kap. 4: Eine reiche Frau von bester Abkunft &#8230; \u00fcbermannte der Hunger, noch mehr aber der Zorn, und sie tat nun etwas Widernat\u00fcrliches, fasste ihr Kind \u2013 es war noch ein S\u00e4ugling \u2013 und sprach: \u201aArmes Kind, in all dieser Kriegs- und Hungersnot, mitten im Aufruhr, wof\u00fcr soll ich da dein Leben erhalten? Was wir von den R\u00f6mern zu erwarten haben, falls sie uns \u00fcberhaupt noch leben lassen, ist die Knechtschaft. Vor der Knechtschaft hat sich schon der Hunger eingestellt und die Rebellen w\u00fcten noch entsetzlicher als diese beiden \u00dcbel.\u2019 Sprach\u00b4s und schlachtete das Kind, briet es und a\u00df die eine H\u00e4lfte auf.\u201c <\/p>\n<p>(4) Am 9. Dezember 1968, dem Abend vor seinem Tod, telefonierte der evangelische Theologe Karl Barth mit seinem Freund Eduard Thurneysen und gab ihm als Verm\u00e4chtnis mit: &#8222;Ja, die Welt ist dunkel&#8230;&#8230; Nur ja die Ohren nicht h\u00e4ngen lassen! Nie! Denn es wird regiert, nicht nur in Moskau oder in Washington oder in Peking, sondern es wird regiert, und zwar hier auf Erden, aber ganz von oben, vom Himmel her! Gott sitzt im Regimente! Darum f\u00fcrchte ich mich nicht. Bleiben wir doch zuversichtlich auch in den dunkelsten Augenblicken! Lassen wir die Hoffnung nicht sinken, die Hoffnung f\u00fcr alle Menschen, f\u00fcr die ganze V\u00f6lkerwelt! Gott l\u00e4sst uns nicht fallen, keinen einzigen von uns und uns alle miteinander nicht! &#8211; Es wird regiert!&#8220;<br \/>\nBarth war kein Freund der Pietisten, suchte aber zunehmend den Kontakt mit Pfr. Christoph Friedrich Blumhardt (1842-1919), dem Sohn des ber\u00fchmten Johann Christoph Blumhardt, M\u00f6ttlingen (1805-80).<\/p>\n<p>(5) Weil somit Jesus Christus nicht mehr in menschlicher Gestalt und Niedrigkeit auf dieser Erde erscheint, sondern auf den Wolken des Himmels in Herrlichkeit, sind alle Menschen, die unter uns leben, gelebt haben oder noch leben werden und behaupten, der wiedergekommene Christus zu sein, eindeutig als falsche Christusse zu entlarven. Auch der Antichrist l\u00e4sst sich daran sowie an dem Zahlenwert seines Namens (&gt; 666) erkennen (Offb 13,18).<br \/>\nFalsche Christusse gab es von der Zeit der Urkirche bis heute, doch erleben wir jetzt eine H\u00e4ufung in weltweitem Ma\u00dfstab und ein Wachstum ihrer Anh\u00e4ngerschaft wie nie zuvor. Als Beispiele seien genannt: Abd-ru-shin (= 0skar Ernst Bernhardt; 1875-1941), ein Deutscher, sah das Werk Jesu Christi als gescheitert an und verk\u00fcndigte sich selbst als den &#8222;wahren Christus&#8220;, welcher der Menschheit die rettende &#8222;Gralsbotschaft&#8220; \u00fcbermittelt. Jiddu &gt;Krishnamurti (1895-1986), ein Hinduknabe, wurde seit 1910 von Annie Besant, der Pr\u00e4sidentin der Theosophischen Gesellschaft, als wiedergekommener &#8222;Messias&#8220;, &#8222;Lord Maitreya&#8220; und &#8222;Weltenlehrer&#8220; propagiert.<br \/>\nFather Divine (= George Baker, gestorben 1965) ein Schwarzer aus S\u00fcd-Georgia\/USA, betrachtete sich als die zweite Fleischwerdung Gottes (= Vaterstufe) nach der Sohnesstufe (= Christus). Sein Tod wird von seinen Anh\u00e4ngern als S\u00fchneopfer f\u00fcr ihre S\u00fcnden gewertet. San Myung Mun (geb. 1920), ein Koreaner, behauptet, der &#8222;Sohn Gottes&#8220; und &#8222;Besieger Satans&#8220; zu sein. Sein vierter Eheschluss im M\u00e4rz 1960 sei die &#8222;Hochzeit des Lammes&#8220; nach Offenbarung 19 gewesen (Vereinigungskirche). &#8222;Der Christus des Neuen Zeitalters (New Age)&#8220;, der noch anonym ist, soll der Welt Frieden und Sicherheit bringen und identisch sein mit den erwarteten Heilsgestalten anderer Religionen (z.B. mit dem Maitreya-Buddha der Buddhisten, dem Imam Mahdi der Moslems und dem Krishna der Hindus). Diese Ansicht hat weit \u00fcber das Lager der Theosophischen Gesellschaft und New-Age-Bewegung hinaus, durch die sie zuerst propagiert wurde, Verbreitung gefunden. Sie tr\u00e4gt Kennzeichen des in der Bibel vorhergesagten Antichristus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; die Bedr\u00e4ngnis begrenzt Bibelstelle: Markus 13, 14-23 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Nach den vorwarnenden S\u00e4tzen (V 1-23) beantwortet Jesus die Frage der J\u00fcnger nach einem \u201eZEICHEN\u201c f\u00fcr den Beginn der Endzeit (Mk 13, [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-1571","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markus"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-22 07:37:21","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1571","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1571"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1571\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1571"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1571"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1571"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}