{"id":1568,"date":"2007-10-09T18:45:11","date_gmt":"2007-10-09T16:45:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=387"},"modified":"2007-10-09T18:45:11","modified_gmt":"2007-10-09T16:45:11","slug":"predigthilfe-vom-14-10-2007-2-korinther-6-11-71","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-10-2007-2-korinther-6-11-71\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14.10.2007 &#8211; 2.Korinther 6, 11- 7,1"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; zu einer eindeutigen Lebenseinstellung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Korinther 6, 11- 7,1<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 11-13 Nachdem Paulus um das Verst\u00e4ndnis der Korinther f\u00fcr seine Lebensf\u00fchrung und die Herrlichkeit seines Dienstes geworben hat (ab 1, 3), fasst er zusammen. Im vorherigen Briefteil hat er kein Blatt vor den Mund genommen, hat sich ohne zu verletzen frei und offen ausgedr\u00fcckt. (1)<br \/>\nWer so redet, \u00f6ffnet sein Herz und dadurch entsteht in der Regel Vertrauen. Beispiel: Jede Liebesbeziehung f\u00e4ngt so an.<br \/>\nEventuell vermutete man in der Reiseplan\u00e4nderung (2. Ko 1, 16.23) eine Geringsch\u00e4tzung der korinthischen Gemeinde. Seine herzliche Zuneigung k\u00f6nnte sich verengt haben. Oder hatte seine Kritik an unguten Verh\u00e4ltnissen (z.B. 1. Ko 8; 11, 17ff; u. a.) in Korinth (2) inneren Abstand bewirkt?<br \/>\nDie Korinther gehen engherzig bei der Beurteilung des Paulus vor. F\u00fcr jeden Verk\u00fcndiger ist es schwer, steigenden Anspr\u00fcchen der Gemeindeglieder zu gen\u00fcgen.<br \/>\nDie \u201eGabe\u201c der Kritikaster (nicht immer kompetente N\u00f6rgler) ist auch in christlichen Gemeinden leider nicht ganz unbekannt.<br \/>\nDem Diener Paulus geht es nicht besser als seinem Herrn: keine Aufnahme (Jo 1, 11); kein Raum in  der Herberge\u201c (Lk 2, 7). Jesusnachfolger bekommen es ebenfalls mit dem Kreuz zu tun (Mt 16, 24).<br \/>\nTrotzdem hat Paulus sich f\u00fcr die Korinther ein weites Herz bewahrt. (3)<br \/>\nPaulus WIRBT, um die Herzen der Korinther zu GEWINNEN (1. Ko 9, 19) und zu \u00f6ffnen. <\/p>\n<p>V 14ff Eine Bitte an die Gemeinde, sich ganz zu reinigen; w\u00f6rtl.: \u201eSeid nicht fremd zusammengejocht mit Ungl\u00e4ubigen\u201c. (4)<br \/>\nUnter demselben Joch sollen nur \u201egleichgesonnene, gleichartige Tiere ziehen\u201c. (5)<br \/>\nGemeindeglieder, die sich auf engere Bindungen mit Ungl\u00e4ubigen (den Glauben an Jesus ablehnenden) einlassen, k\u00f6nnen nicht harmonieren. (6)<br \/>\nGerechtigkeit und Gesetzlosigkeit k\u00f6nnen niemals harmonieren. Licht und Finsternis sind daf\u00fcr deutliche Beispiele (siehe auch Offb 3, 15).<br \/>\nKinder des Lichtes sollten die Werke der Finsternis nicht mehr \u00fcbernehmen (Eph 5, 8.11; 1. Petr 2, 9).<br \/>\nEs gibt gute und notwendige Trennung. (7)<br \/>\n\u201eBelial\u201c wurde der \u201eF\u00fcrst dieser Welt\u201c genannt, zugleich eine Anlehnung an das Hebr\u00e4ische f\u00fcr \u201eSchlechtigkeit und Bosheit\u201c (1. Sam 25, 25; 30, 22; Nah 2, 1), dann der Name f\u00fcr den Satan selbst.<br \/>\n\u201eVon den G\u00f6tzen zu Gott bekehrt\u201c (1. Th 1, 9) kann nicht das Einziehen der G\u00f6tzen in Gottes Reich zulassen. Die G\u00f6tzen des Anderen stillschweigend akzeptieren bedeutet, ihnen Wirkungskraft zu lassen.<br \/>\nKorinther hatten immer noch ein weites Herz gegen\u00fcber der Welt mitten in ihrer \u201eweltm\u00e4nnisch gepr\u00e4gten\u201c Gro\u00dfstadt. (8) (9) <\/p>\n<p>V 17f Zum Christsein geh\u00f6ren Entscheidungen und Scheidungen. Das ist trotzdem eine wichtige Seite des Evangeliums. Gottes Gnade ist nicht immer angenehm und s\u00fc\u00dflich, sie kann herb und hart auftreten, wenn Gott uns nicht anders helfen kann (z. B. 1. Mo 32, 26. 31f).<br \/>\nEr ist heilig. \u201eHeilig\u201c, d. h. abgesondert, war schon im Alten Testament alles, was Gott und der g\u00f6ttlichen Sph\u00e4re zugeh\u00f6rt. (10)<br \/>\nDer gr\u00f6\u00dfte Machthaber aller Zeiten will den Menschen Vater sein (Jes 52, 11; Hes 20, 41; 2. Sam 7, 14).<br \/>\nKeine Religion l\u00e4sst sich mit dem Evangelium vergleichen. <\/p>\n<p>7, V 1 \u201eGeliebte\u201c sind die Korinther \u2013 trotz allem. \u201eVerhei\u00dfungen\u201c z\u00e4hlt Paulus auf, nicht Einengungen und Verbote.<br \/>\nUnser \u00e4u\u00dferes Leben ist seit dem S\u00fcndenfall von Natur aus nicht von makelloser Reinheit und wird immer neu Flecken annehmen. Deshalb ist die st\u00e4ndige, umfassende Reinigung von \u201eGeist, Seele und Leib\u201c (1. Th 5, 23) lebensnotwendig.<br \/>\n\u201eWie diese Reinigung geschieht, hat Paulus hier nicht gesagt. Es ist aber aus 1. Jo 1, 7-9 und Offb 7, 14 und anderen Stellen des NT deutlich, dass dieses Reinigen nur durch die Kraft des Blutes Jesu geschehen kann. Aber sie geschieht nicht durch unseren Willen. Unsere Sache ist das \u201aBekennen\u2019, das Hineintreten in das Licht des Herrn und das Ausliefern aller Flecken an den, der allein reinigen kann. Das Rat des Jakobus (5, 16) dabei gegenseitige, br\u00fcderliche Hilfe zu suchen, ist wichtig.\u201c (Werner den Boor)<br \/>\nDie v\u00e4terliche N\u00e4he des \u201eAbba\u201c (Mk 14, 36; R\u00f6 8, 15; Gal 4, 6) schlie\u00dft die Ehrfurcht vor dem gro\u00dfen Gott nicht aus. Gotteskinder k\u00f6nnen Menschen werden, Gott\/G\u00f6tter aber nicht. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag (Thomas Richter)<br \/>\nEine eindeutige Lebenseinstellung kommt aus einem<br \/>\n1) &#8218;weiten&#8216; Herz f\u00fcr die Gemeinde (6, 11-13)<br \/>\n2) &#8218;ungeteilten&#8216; Herz gegen\u00fcber der Welt (6, 14-16a)<br \/>\n3) &#8218;gehorsamen&#8216; Herz zum Herrn (6, 16b-7,1)<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Mt 12, 34 Jesus: \u201eWes das Herz voll ist, dem geht der Mund \u00fcber\u201c.<br \/>\n(2) Ein bekanntes Synonym f\u00fcr eine besonders ausschweifende Lebensweise war im Altertum das Verb \u201ekorinthiazestai\u201c. In Korinth, der Welthafenstadt war Tempelprostitution in Verbindung mit der G\u00f6ttin Aphrodite \u00fcblich, ca. 1000 \u201ePriesterinnen\u201c sollen in Tempeln\u00e4he gewohnt haben. \u201eKorinthisches M\u00e4dchen\u201c bezeichnete eine Frau mit anst\u00f6\u00dfiger Lebensf\u00fchrung.<br \/>\nIn dieser Umgebung hatten es korinthische Christen besonders schwer, weil sie die S\u00fcnden ihres alten Lebens st\u00e4ndig vor Augen hatten. \u00dcbersetzt: Eine Gemeinde in Hamburg \u2013 St. Pauli hat es sicher schwerer als im W\u00fcrttembergischen.<br \/>\n(3) Rektor Christian Dietrich, Gr\u00fcnder der Altpietisten: \u201eDer Herr helfe mir zu einem Herz, gro\u00df und weit wie ein Scheunentor f\u00fcr alle, denen ich begegne.\u201c<br \/>\n(4) Das Joch war das auf der Stirn oder dem Nacken aufliegende Geschirr bei Zugtieren. Es diente zur F\u00fchrung der Tiere.<br \/>\nEbenso war es ein Trageholz auf menschlicher Schulter, das auf beiden Seiten Lasten \u00fcbernehmen konnte, z.B. Bilder von holl\u00e4ndischen Wassertr\u00e4gern.<br \/>\nAuch nannte man nach einer Schlacht die rechts und links am Wege aufgerichteten, vorgeneigten Speere der Sieger, die eine Gasse f\u00fcr die Verlierer bildeten, ein Joch.<br \/>\nHeute nur noch nach Trauungen von Kindern gehaltene Blumenbogen, die das Paar durchl\u00e4uft. Ob man nur deshalb vom \u201eJOCH der Ehe\u201c und in diesem Zusammenhang von \u201eJochgenossen\u201c spricht, wird nur vermutet.<br \/>\nFr\u00fcher auch ein Gespann von 2 Ochsen oder K\u00fchen (Lk 14, 19).<br \/>\n(5) Jeder Kutschenbesitzer spannt nur Pferde zusammen, die im Alter und im Charakter \u00e4hnlich sind.<br \/>\n(6) Liebesheiraten zwischen Gl\u00e4ubig und Ungl\u00e4ubig nehmen m\u00e4chtige Reibungsverluste und Z\u00fcndstoffe in Kauf, die echte Offenheit und Liebe unweigerlich zerst\u00f6ren werden.<br \/>\n(7) Die Ann\u00e4herungsversuche (leider gerade evangelischer Kirchen) gegen\u00fcber den vielen muslimischen Religionsparteien sind nicht durch das Evangelium gepr\u00e4gt (Apg 4, 12).<br \/>\n Z.B. soll in London bis zur Olympiade 2012 die gr\u00f6\u00dfte europ\u00e4ische Moschee f\u00fcr ca. 12.000 Besucher direkt neben dem geplanten Sportgel\u00e4nde errichtet werden. England war einmal christlich gepr\u00e4gt, die Londoner sehen sich als multikulturelle Weltstadt und haben bis heute nichts gegen die Moschee.<br \/>\n(8) Missionare kennen die Macht der fr\u00fcheren Religion und Kultur.<br \/>\nEinige L\u00e4nder, die sich streng katholisch entwickelt haben wie \u00d6sterreich, Spanien, Frankreich gelten nicht umsonst als \u201eMissionarsgr\u00e4ber\u201c. Die alten Bindungen sind stark.<br \/>\n(9) Neuere Beispiele sind bestimmte Nachtprogramme im Fernsehen f\u00fcr alle und Mordspiele speziell f\u00fcr junge PC-Freunde.<br \/>\n(10) Lexikon zur Bibel: \u201eHeilig bezeichnet etwas vom Gew\u00f6hnlichen Getrenntes oder Ausgeschiedenes; geweiht, unverletzlich; abgegrenzt vom Kreaturhaften bei deutlichem Wesensunterschied. Ferner bezeichnet es den Besitz einer das Irdische \u00fcberragenden Macht, die aber durch bestimmte Verbindung mit dem Heiligkeitstr\u00e4ger auch von Menschen erlangt werden kann. Daraus ergibt sich eine Erweiterung des Wortsinns und die Gleichsetzung von Heiligung mit Reinheit und Makellosigkeit vor Gott im Gegensatz zur S\u00fcndhaftigkeit&#8230;. Erst im NT haben wir den neuen, lebendigen Weg, der ins Allerheiligste f\u00fchrt (Hebr 9, 11-14). Jesus Christus hat sich durch sein Leiden und Sterben, durch seinen Gehorsam bis zum Tode am Kreuz selbst f\u00fcr uns geheiligt; nun erst k\u00f6nnen auch wir in der Wahrheit geheiligt werden (Jo 17, 19). So ist Christus uns von Gott zur Heiligung gemacht worden (1. Ko 1, 30) &#8230;<br \/>\nHeiligung ist ganz und gar GOTTES WERK: Sie ist die Gabe Gottes an alle, die sich durch den rechtfertigenden Glauben dem Evangelium erschlie\u00dfen. Gott wirkt im Gerechtfertigten nicht nur die Vergebung der S\u00fcnden um Christi willen, sondern eignet ihm auch Christi Heiligkeit zu (1. Ko 6, 11; Eph 4, 24; 5, 25ff). Dadurch wird der Gl\u00e4ubige von innen her erneuert, wiedergeboren (Jo 3, 1-16; 1. Petr 1, 3-5) durch die \u00bbHeiligung des Geistes\u00ab (R\u00f6 1, 4; 15, 16; 1. Petr 1, 2)&#8230;<br \/>\nZIEL der Heiligung ist die Vollendung und Verkl\u00e4rung der Gl\u00e4ubigen in das Bild des Christus (R\u00f6 8, 17.28; 1. Ko 15, 35ff; Phil 3, 21; 1. Jo 3, 2), die Vollkommenheit in ihm (Kol 1, 28; 2, 10), wie sie der Herr selbst von seinen J\u00fcngern gefordert und ihnen verhei\u00dfen hat (Mt 5, 48). Das Anziehen dieser Vollkommenheit, des neuen Menschen (Eph 4, 24), ist unsere t\u00e4gliche Aufgabe: \u00bballezeit fr\u00f6hlich &#8211; allezeit f\u00fcr alles dankbar &#8211; v\u00f6llig in der Liebe\u00ab (1. Ko 14, 20; Phil 3, 15; 1. Petr 2, 9f; Hebr 5, 14).\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;Predigtthema: &#8230; zu einer eindeutigen Lebenseinstellung Bibelstelle: 2.Korinther 6, 11- 7,1 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Erkl\u00e4rungen und Tipps: V 11-13 Nachdem Paulus um das Verst\u00e4ndnis der Korinther f\u00fcr seine Lebensf\u00fchrung und die Herrlichkeit seines Dienstes [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33],"tags":[],"class_list":["post-1568","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-2-korinther"],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-08-21 05:32:19","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"post_mailing_queue_ids":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1568"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1568\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1568"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1568"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1568"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}