{"id":1565,"date":"2007-09-14T18:31:39","date_gmt":"2007-09-14T16:31:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=384"},"modified":"2007-09-14T18:31:39","modified_gmt":"2007-09-14T16:31:39","slug":"predigthilfe-vom-23-9-2007-2-korinther-4-7-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-23-9-2007-2-korinther-4-7-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 23.9.2007 &#8211; 2.Korinther 4, 7-18"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; zu einer befreienden Lebensgestaltung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Korinther 4, 7-18<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nNicht nur die fettgedruckten Verse geben Wesentliches wieder. Jeder Vers eignet sich f\u00fcr eine eigene Predigt.<br \/>\nDie Herrlichkeit der Botschaft von Christus und des Zeugendienstes hat Paulus beschrieben.<br \/>\nWoran l\u00e4sst sich die Herrlichkeit aber erkennen?<br \/>\nPaulus selbst hatte auf die Korinther einen eher \u201emickrigen\u201c Eindruck gemacht. Eine \u00e4u\u00dferlich kleine Figur ohne mitrei\u00dfende Rednerqualit\u00e4ten (1. Ko 2, 1-5). Die Griechen erwarteten Neues, Interessantes, Machtvolles, und das in m\u00f6glichst knackiger Verpackung (Apg 17, 21). (1) Diese Erwartungen will und kann Paulus nicht erf\u00fcllen. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 7 Ein kostbarer Inhalt in zerbrechlicher Verpackung. Irdene Gef\u00e4\u00dfe, aus br\u00fcchigem Lehm gebrannt, waren Schutzh\u00fcllen f\u00fcr Wertvolles, z. B. Handschriften. (2) Verpackungen dienen \u201enur\u201c dem Schutz des Inhaltes. (3) Die besondere Kraft des Paulus stammte nicht aus ihm selbst, war allein Gottes Kraft und deshalb nicht mehr abh\u00e4ngig von Hochs und Tiefs ihrer \u201eVerpackung\u201c. Korinther Gemeindeleiter stellten IHRE Gaben und F\u00e4higkeiten heraus. Paulus dagegen wei\u00df von der Widerspr\u00fcchlichkeit (Paradoxie) des Christenlebens: Gottes gro\u00dfes Tun in schwachen, kleinen Menschen. (4) Er kennt auch das Traurigsein (2. Ko 2, 4), Beschwernisse und wei\u00df von den eigenen Grenzen (2. Ko 1, 8). Der \u201egro\u00dfe\u201c Paulus war immer noch Mensch mit den dazu geh\u00f6renden Einschr\u00e4nkungen.<br \/>\nChristsein besteht nicht nur aus geistlichen H\u00f6henfl\u00fcgen und himmlischer Stimmung. Wer Christen n\u00e4her kommt, wird auch das irdene Gef\u00e4\u00df kennen lernen: Der Lack zeigt Risse.<br \/>\nGrund zur Dankbarkeit ist, dass menschliche Schwachheit die Kraft Gottes nicht einschr\u00e4nken kann.<br \/>\nJesus suchte gerade die Schwachen auf (Mt 9, 12f; 11, 28) und ein Prinzip des Himmelreichs ist, KLEIN in diese Welt zu kommen (Senfkorn Mt 13, 31f, aber siehe auch Krippe, Kreuz, in \u201ezerbrechlichen Gef\u00e4\u00dfen\u201c).<br \/>\nZum Zerbruch des irdischen Gef\u00e4\u00dfes siehe auch 2. Ko 5, 2. DANN wird das Gef\u00e4\u00df nicht mehr zerbrechlich sein, weil es nicht mehr irden, sondern himmlisch ist.<br \/>\nV 8ff Siehe rev. Elberfelder: Bedr\u00e4ngt, aber nicht erdr\u00fcckt, keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg,<br \/>\nin Zweifel, aber nicht in Verzweiflung, verfolgt, aber nicht verlassen, niedergeworfen, aber nicht vernichtet.<br \/>\nDas ABER Gottes kann Verh\u00e4ltnisse umkehren. (5)<br \/>\nSo k\u00f6nnen Predigten Tr\u00f6ster und Mutmacher sein: \u201eAber der Herr!\u201c. Obwohl Paulus sogar das \u201eVerzagen am Leben\u201c kennen gelernt hatte (2. Ko 1, 8), kennt er DEN Heiland und Tr\u00f6ster Jesus.<br \/>\n\u201eDie T\u00f6tung Jesu am Leibe herumtragend\u201c weist auf nicht nur innerliche, versteckte Leiden hin, auf Askese und Zusammenrei\u00dfen aus eigener Kraft, auch nicht auf Selbstverschuldung oder gar Strafe Gottes.<br \/>\nWie Jesus wurde Paulus st\u00e4ndig schlecht geredet, verfolgt, war Mordanschl\u00e4gen ausgesetzt (Apg 9, 24.29; 21, 31). Das geschah mit dem Ziel in<br \/>\nV 11 \u201edamit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserem sterblichen Fleisch\u201c, am irdenen Gef\u00e4\u00df.<br \/>\n\u201ePaulus lebt in der Christusgemeinschaft.\u201c (Dr. H. Krimmer) und erf\u00e4hrt \u201eum Jesu willen\u201c Leiden.<br \/>\nDas geh\u00f6rt zur Christusgemeinschaft. Aber so wie Gott seinen Sohn nicht im Grab lie\u00df, gibt er auch seinen Kindern ewiges Leben, das nicht am Friedhof scheitern wird. (6)<br \/>\nDas Leben Jesu kann schon das irdische Leben seiner Nachfolger bestimmen und immer wieder erneuern.<br \/>\nV 12 Das neue Leben der korinthischen Gemeinde entstand zuerst durch Christus allein, aber auch durch den leidensvollen Einsatz des Missionars Paulus. ER wird zum \u201eWeizenkorn, das sterben muss, damit es Frucht bringt\u201c (Jo 12, 24ff; 1. Ko 15, 42ff).<br \/>\nV 13 Der Geist des Glaubens ist Triebfeder und Kraftquelle f\u00fcr den Zeugendienst. (7)<br \/>\nGlaube geschieht nicht aus eigener Kraft sondern im Namen Jesu, in Gottes Kraft.<br \/>\nDieser Glaube verbindet Paulus, den Diener auch der Korinther, mit dieser recht komplizierten und zerstrittenen Gemeinde.<br \/>\nV 14 Das Wissen des Glaubens ist das Gegenteil eigener Sichten und Urteile. Es gr\u00fcndet sich allein im Heilshandeln Gottes (siehe 1. Ko 15). Die Auferweckung Jesu ist Versicherung und Pfand daf\u00fcr, dass die durch Jesus zu Gotteskindern gewordenen ebenfalls ewiges Leben haben.<br \/>\n\u201eVor sich stellen\u201c meint die Darstellung wie die Siegesparade nach einem gewonnenen Krieg.<br \/>\nV 15 Wachstum kann sich \u00e4u\u00dferlich und innerlich zeigen. Das Leiden des Apostels hatte das Ziel, den selbstbewussten Korinthern die Gnade Gottes neu wichtig zu machen.<br \/>\nDer Dank f\u00fcr die erfahrene Gnade vergr\u00f6\u00dfert auch die Glaubensfreude der anderen. Zeugnisversammlungen sind Ermutigungen f\u00fcr die Zuh\u00f6rer.<br \/>\nV 16f Der Vergleich \u201eleicht \u2013 \u00fcber alle Ma\u00dfen gewichtig\u201c sieht die aktuellen Drangsale aus der Sicht Gottes. (8) Tr\u00fcbsal ist zeitlich begrenzt. Auch ihr Ma\u00df kann nicht \u00fcber Gottes Limit wachsen (1. Ko 10, 13).<br \/>\nV 18 Die Leiden des geplagten Paulus kamen in Korinth nicht gut an. Dort wollte man Herrlichkeit sehen &#8211; und das sofort.<br \/>\nWer allerdings auf seine Leiden und Schw\u00e4chen fixiert ist, vergisst leicht, auf die \u00fcberm\u00e4chtige Kraft Gottes zu warten. Die Folgen sind Minderwertigkeitsgef\u00fchle, Angst und Resignation.<br \/>\nDiese Welt wird so nicht ewig sein (1. Ko 7, 31; 1. Jo 2, 17). Ewig bleibt der, der schon hier die Ma\u00dfst\u00e4be Gottes in seinem Wort akzeptiert.<br \/>\nDie Vollendung ist noch nicht da, hat aber schon angefangen (1. Jo 2, 8). Seit Karfreitag und Ostern sind H\u00f6lle, Tod und Teufel ein f\u00fcr allemal (Hebr 9, 12.27f) besiegt.<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (nach Dr. Heiko Krimmer)<br \/>\n1. Vom Leiden umstellt \u2013 doch nicht gefangen<br \/>\n2. Im Leiden niedergedr\u00fcckt \u2013 doch nicht verzweifelt<br \/>\n3. Durch Leiden zur Herrlichkeit<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (nach Wachler, Gnade und Wahrheit):<br \/>\nWir sehen<br \/>\n1. auf den Schatz, der ewig ist, n\u00e4mlich<br \/>\n2. auf das Leben, das im Sterben verborgen ist;<br \/>\n3. auf die Kraft, die in Schwachheit verborgen ist. <\/p>\n<p>Materialvorschlag f\u00fcr Anschauung:<br \/>\n&#8211; Vergammelter (l\u00e4dierter) Blumentopf = irdisches Gef\u00e4\u00df<br \/>\n&#8211; Kieselstein mit Gold- oder Silberfolie umwickelt, ein Stein mit \u201eGoldspray\u201c bespr\u00fcht = Schatz<br \/>\n&#8211; Hammer, um die Zerbrechlichkeit des Topfes zu demonstrieren (vorsichtig!)<br \/>\n&#8211; Frage: Wer will meinen Schatz haben? Praktisch meldet sich immer ein Kind. Etwas Eingewickeltes (S\u00fc\u00dfigkeit, 5\u20ac-Schein o.a.) verschenken.<\/p>\n<p>__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) in Journalistenmanier &#8230;<br \/>\n(2) Duden: \u201eAus Erde gebrannte Tonware\u201c. Bei den Funden der \u00e4u\u00dferst wertvollen AT-Schriftrollen im Kloster Qumran am Toten Meer (1947-56) waren die Tonkr\u00fcge nur Verpackungsmaterial. Der INHALT war kostbar.<br \/>\n(3) Die neuzeitliche Verpackungsindustrie (Studium?) kann der Versuchung nicht immer widerstehen, die Aufmachung kostbarer erscheinen zu lassen als den Inhalt. \u201eMogel(!)packungen\u201c, d.h. was heute drauf steht, ist nicht immer drin.<br \/>\nBeispiel Offb 3, 20: Jesus hatte die Laodizea-Gemeinde gegr\u00fcndet, aber er war nicht mehr ihr Inhalt. Vielleicht hatten die Nachbarn es nicht bemerkt, vielleicht nicht einmal die Gemeinde selbst! Ganze Gemeinden k\u00f6nnen zu Mogelpackungen werden, wie viel leichter einzelne Christen &#8230;<br \/>\nAndererseits bringt eine schlichte Verpackung ihren verborgenen Schatz umso deutlicher zum Erstrahlen.  Ein goldener, zu prunkvoller Rahmen zieht bewundernde Blicke an und lenkt leicht vom Eigentlichen ab.<br \/>\nEin weiteres Beispiel: Eine Perle in der Auster.<br \/>\n(4) Der Liedtext \u201eSie kennen sich am Liede, am leuchtenden Gesicht&#8230;\u201c tr\u00e4gt unrealistische Z\u00fcge.<br \/>\n(5) Passend Iwwd 377: \u201eAber der Herr ist immer noch gr\u00f6\u00dfer.\u201c<br \/>\nDas Wort \u201eAber\u201c kommt in der Lutherbibel 6446 mal vor, in der rev. Elberfelder 5016 mal, &#8211; oft im Zusammenhang mit Gottes M\u00f6glichkeiten, einzugreifen und zu ver\u00e4ndern.<br \/>\n(6) Gotteskinder leben auch im Alter nicht auf den Friedhof hin. Sie brauchen weder prunkvolle Gr\u00e4ber, besonders h\u00fcbsche Trauerkr\u00e4nze noch lobende Nachrufe \u201ein ehrendem Gedenken\u201c, denn \u201eChristus ist ihr Leben und Sterben ihr Gewinn\u201c (Phil 1, 21).<br \/>\n(7) Nicht umsonst hei\u00dft Zeuge griechisch \u201emartys\u201c (M\u00e4rtyrer). Mission ist Passion.<br \/>\n(8) Beispiel: Ein Zentner kann schwer sein, wenn man ihn allein tr\u00e4gt. F\u00fcr ein Frachtschiff mit 10.000 BRT ist der Zentner unbedeutender. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;Predigtthema: &#8230; zu einer befreienden Lebensgestaltung Bibelstelle: 2.Korinther 4, 7-18 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Nicht nur die fettgedruckten Verse geben Wesentliches wieder. Jeder Vers eignet sich f\u00fcr eine eigene Predigt. 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