{"id":1564,"date":"2007-09-06T21:21:29","date_gmt":"2007-09-06T19:21:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=383"},"modified":"2007-09-06T21:21:29","modified_gmt":"2007-09-06T19:21:29","slug":"predigthilfe-vom-16-9-2007-2-korinther-4-1-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-16-9-2007-2-korinther-4-1-6\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 16.9.2007 &#8211; 2.Korinther 4, 1-6"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; zu einer geistlichen Lebensqualit\u00e4t<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Korinther 4, 1-6<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nPaulus hat den harten Gegensatz zwischen Gesetz und Evangelium aufgezeigt (2. Ko 3).<br \/>\nNun verteidigt er sich auch pers\u00f6nlich, weil er von einer Gruppe der Verantwortlichen in Korinth angegriffen worden war (2. Ko 12, 19). Tats\u00e4chlich gab (gibt?) es f\u00fchrungsbegabte Menschen in der Gemeinde, die ihren Machtbereich \u201egeistlich\u201c aufgebaut und begr\u00fcndet hatten (oft auch durch Wahlergebnisse) und ihre Vorstellungen f\u00fcr biblisch begr\u00fcndet und richtig hielten. (1)<br \/>\nUnsere deutsche Geschichte seit 1945 weist tragische Entwicklungen von Werken auf, deren Leiter nach ihrer Glanzzeit nicht wirklich loslassen konnten.   <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 1 \u201eWeil&#8230;\u201c bedeutet \u201edeswegen\u201c, eine Begr\u00fcndung. WEIL Gott durch Christus allen Menschen (1. Tim 2, 4-6) barmherzig begegnen will, und seinen Kindern das \u201eAmt\u201c (Dienst, Auftrag) der Vers\u00f6hnung (2. Ko 5, 18) \u00fcbertrug. Dem Gl\u00fcck der unverdienten Errettung folgt ein Dienst in Dankbarkeit ohne \u201eMuss\u201c.<br \/>\n\u201eNicht mutlos werden\u201c, kann auch \u201em\u00fcde, \u00fcberdr\u00fcssig, nicht mehr m\u00f6gen\u201c einschlie\u00dfen. (2)<br \/>\nV 2 HINTER DEM R\u00dcCKEN anderer Menschen, gar Gotteskindern, haben Geschwister nichts zu suchen. (3)<br \/>\nF\u00fcr den Platz \u201ehinter dem R\u00fccken\u201c von Geschwistern (Sir 27, 26) gibt es nur eine Berechtigung: St\u00e4rkung und Schutz (Neh 4, 10).<br \/>\nW\u00f6rtl.: \u201eWir wandeln nicht in Arglist\/Verschlagenheit\u201c.<br \/>\n\u201eWir verf\u00e4lschen das Wort Gottes nicht\u201c. Die GANZE Bibel ist Gottes Wort! \u201eBiblische Vegetarier\u201c, die im Gotteswort ausw\u00e4hlen, \u00fcber- oder unterbewerten, verzichten auf Gottes reiche Vollkost. (Kol 3, 16).<br \/>\nDie \u201eOffenbarung der Wahrheit\u201c bedeutet Erkl\u00e4rung des Wortes (Dan 4, 34; Ps 43, 3; Joh 16, 13; 1. Jo 2, 8; Offb 19,11) und des Herrn (Joh 14, 6).<br \/>\nDas \u201eGEWISSEN\u201c ist nicht leicht zu erkl\u00e4ren. Es ist auf keinen Fall immer \u201eGottes Stimme\u201c! (4)<br \/>\nPaulus \u201e\u00dcBT\u201c sich darin, Gottes Stimme darin zu erkennen (Apg 24, 16), warnt vor verbranntem Gewissen (1. Tim 4, 2).<br \/>\nSiehe auch: Rienecker, Lexikon zur Bibel, Konkordanz und Kommentare<br \/>\nV 3f \u201eUNSER Evangelium\u201c unterschied sich von der Lehre der Korinther, die zus\u00e4tzlich menschliche Qualifikationen erwarteten.<br \/>\nLeute, die dem Gotteswort nicht trauen wollen, bleibt es verh\u00fcllt und unverst\u00e4ndlich, auch wenn sie nicht davon los kommen (R\u00f6m 1, 21). (5)<br \/>\nDie Bibel unterscheidet zwischen Ungl\u00e4ubigen und Unkundigen (1. Ko 14, 23f).<br \/>\nDas Wort vom Kreuz ist auch Ansto\u00df und \u00c4rgernis, den einen zum Leben, den andern zum Tod (2. Ko 2, 16).<br \/>\nWer Gott erkennen und erleben will, muss auf Christus sehen (Jo 10, 30).<br \/>\nDer \u201eGott dieser Weltzeit\u201c meint dunkle, harte G\u00f6tter, G\u00f6tzen, den Feind. Alle Religionen haben sich bis heute G\u00f6tzen geschaffen (Baal, Astarte, Zeus, F\u00fchrer, Kommunismus, Dalai Lama, Wohlstand, usw.). Wer Christus nicht will, wird zwangsl\u00e4ufig anderen G\u00f6ttern nachlaufen. (4)<br \/>\nSatans stolzes Wort bei der Versuchungsgeschichte Jesu: \u201e&#8230; ist mir \u00fcbergeben&#8230;\u201c, findet bei Hiob nat\u00fcrlich einen Grund (Hiob 1, 7-12; Lk 4, 6). Satan hat tats\u00e4chlich seit dem S\u00fcndenfall MACHT gewonnen und praktiziert sie \u201ein Gottes Art\u201c. (6) Er wirkt von innen her. Es geht ihm nicht um einzelne S\u00fcnden, sondern um die grunds\u00e4tzliche Richtung, an Jesus vorbei Leben finden zu k\u00f6nnen.<br \/>\nS\u00fcnde = hei\u00dft Zielverfehlung.<br \/>\nErnsthafter Spruch aus Fu\u00dfballstadien: Knapp vorbei ist auch daneben.<br \/>\nPraxis: Man kann Jesus in aktueller Sprache verk\u00fcndigen. Nicht alle Zuh\u00f6rer wollen oder k\u00f6nnen es aber verstehen.<br \/>\nV 5 Predigen (ker\u00fcssein = w\u00f6rtl.: herolden). Der Herold, griech. Ker\u00fcs, war Ausrufer und Abgesandter. Er gab nur weiter, was ihm aufgetragen wurde. Die Verantwortung f\u00fcr die Botschaft trug der Absender. (7)<br \/>\nVerk\u00fcndiger, die Gottes Wort umfassend vertrauen &#8211; und wie immer sie sich nennen: Pfarrer, Pastor, Prediger, Wortverk\u00fcndiger \u2013 vertreten Gott selbst!<br \/>\nUnd Missionare beziehen die Zuh\u00f6rer ein. Jeder Missionar fragt anfangs, wie die Kultur und Gew\u00f6hnungen seiner neuen Umwelt beschaffen sind.<br \/>\n\u201eDiener, Sklaven, Knechte\u201c orientieren sich an den Vorstellungen ihres Herrn.<br \/>\nV 6 Der Dienst f\u00fcr Gott ist deshalb herrlich, weil er Menschen Herz und Augen \u00f6ffnet f\u00fcr Gottes und Jesu Tun. Als Vergleich kann nur die Erschaffung des Lichts in der Finsternis dienen (1. Mo 1, 14ff).<br \/>\nNun geschieht das Wunder nicht in der Natur, sondern in den Herzen der Gotteskinder.<br \/>\nAuf Moses Angesicht lag zeitlich begrenzt ein gl\u00e4nzendes Leuchten (2. Mo 34, 35), durch Christus erleuchtete Herzen k\u00f6nnen aber hell BLEIBEN.<br \/>\nDas Angesicht ist das Typischste an jedem Menschen. (8)<br \/>\nAuch Jakob \u201esah Gott von Angesicht\u201c (1. Mo 32, 31), nicht im fotografischen Sinn (Jo 1, 18), aber indem er das Typische an Gott erkannte. Er musste an den Nullpunkt seiner Existenz  gef\u00fchrt werden, um Gottes Gnade und seinen Segen zu erfahren.<br \/>\nWo l\u00e4sst sich Gott heute genauer erkennen als am Kreuz? Genau so ist er. Die \u201eErkenntnis der Herrlichkeit Gottes geschieht im Angesicht Jesu Christi\u201c. Wer erkennen und erleben will, wie Gott ist, muss zuerst das Kreuz auf Golgatha anschauen. SO ist er.<br \/>\nNicht in der besonderen \u201eErleuchtung\u201c gnostischer Lehren und Methoden, die durch eigenes Denken bestimmt werden. Die Klimmz\u00fcge des MENSCHEN bestimmen die Erl\u00f6sungsw\u00fcnsche alle Religionen. Hier geht es aber um EVANGELIUM (Gute Botschaft) (V3), die sich ganz und allein auf Gott und seine Zusagen verl\u00e4sst. (9)<br \/>\nPaulus an Timotheus (1. Tim 6, 20\u201c \u201eO Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, indem du die unheiligen leeren Reden und Einw\u00e4nde der f\u00e4lschlich so genannten Erkenntnis meidest\u201c (1. Tim 4, 7; Kol 2, 8.23; siehe auch 2. Tim 1, 14). Dies ist sehr wahrscheinlich ein Hinweis auf die Irrlehre der Gnosis (= Erkenntnis), deren Vertreter in urchristl. Zeit Eingang in die christl. Gemeinden suchten. Die Gnosis machte den Versuch, Gott und die Welt denkend zu erkl\u00e4ren.<br \/>\nDas \u201eLicht aus der Finsternis\u201d ist mehr als Sonne und Leuchtk\u00f6rper. Man freut sich an der Sonne, aber Jesus, das Licht des Lebens (Jo 8, 12), ist wichtiger (siehe Blinder von Jericho Lk 18, 41ff), der nach der Heilung dem Licht der Welt folgte. Schlimmer als das Schicksal blinder Augen sind in dieser Welt die blinden Herzen. Und noch schlimmer: Diese Blindheit steckt an.<br \/>\nDie Neuschaffung der Herzen wirkt aber auch ansteckend. Gottes Lob infiziert andere, will sich in die Herzen anderer transportieren lassen (schon in Ps 66, 1ff). Wenn das kein Grund zu missionarischer Lebensgestaltung ist! (10) <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag (von Heiko Krimmer)<br \/>\n1. Vom Licht erweckt<br \/>\n2. Zum Licht erweckt<br \/>\n3. Zum Licht erwecken<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Vordergr\u00fcndig dem\u00fctig auftretende, Vertrauen erweckende Br\u00fcder, die aber IHRE Erfahrung und Erkenntnis im Zusammenhang mit dem Bibelwort \u00fcber die Erkenntnis anderer setzen und vor Ort durchsetzen (siehe Predigttipp 2. Ko 1, 23 \u2013 2, 4, Fu\u00dfnote 2.<br \/>\nManche Nachl\u00e4sse gro\u00dfer F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten in Verb\u00e4nden und Werken ben\u00f6tigten viel Zeit, um wieder von personen- zu bibelgesteuerten Entscheidungen zu kommen.<br \/>\n\u201eVerf\u00fchrung ist f\u00fcr die Gemeinde gef\u00e4hrlicher als Verfolgung. Verfolgung eint die Gemeinde. Verf\u00fchrung spaltet sie. Verfolgung l\u00e4sst das Echte hervortreten, Verf\u00fchrung das Unechte triumphieren.\u201c (Prof. Gerhard Maier)<br \/>\n(2) Geistliche M\u00fcdigkeit ist auch ein Problem in heutigen Gemeinden. Sie weicht nicht durch mitrei\u00dfende Appelle, sondern durch die \u201eErinnerung an die Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist\u201c.<br \/>\n\u201eWir m\u00fcssen auch sehen, ob die M\u00fcdigkeit nicht von einer falschen Aktivit\u00e4t auf eigenen Wegen und in eigenm\u00e4chtigen Bem\u00fchungen kommt. Wer viel arbeitet und wenig betet, darf sich nicht wundern, wenn er m\u00fcde und mutlos wird\u201c (Werner de Boor).<br \/>\nLied Iwwd 362: \u201eDu sollst nicht m\u00fcde werden&#8230;\u201c.<br \/>\n(3) Ein undankbares Kapitel: Abwertendes Reden \u00fcber Geschwister, anonyme Hinweise, heimliche Briefe an eventuell gleichdenkende, \u201evertrauensw\u00fcrdige\u201c Kritiker.<br \/>\n(4) Das AT kennt diesen Begriff nicht und spricht daf\u00fcr vom HERZEN, &#8211; was bis ins NT reicht (Apg 2, 37; 5, 33: 7, 54).<br \/>\nDas Gewissen wurde in der Welt extrem unterschiedlich interpretiert. Man hat sich dabei immer durch eigene Vorstellungen leiten lassen.<br \/>\nGriechen: Rei\u00dfende Bestie<br \/>\nNietzsche: Gef\u00e4hrlichste Erkrankung des Menschen<br \/>\nFreud: Sammelbecken von Ma\u00dfst\u00e4ben der Umwelt<br \/>\nSeneca (griech. Philosoph): Stimme Gottes<br \/>\nManche Naturv\u00f6lker: Wer die Blutrache nicht gehorsam praktiziert&#8230;<br \/>\nKEIN Gewissen haben Gott, Satan, Engel, Tiere, &#8211; die beim S\u00fcndenfall nicht beteiligt waren.<br \/>\n(5) Luther nannte den Satan den Nachahmer, den \u201eAffen Gottes\u201c.<br \/>\n(6) Heinrich B\u00f6ll: \u201eDie Atheisten sind so arg langweilig, weil sie st\u00e4ndig von Gott reden m\u00fcssen.\u201c<br \/>\n(7) Botschafter arbeiten im Auftrag ihrer Regierungschefs und d\u00fcrfen nur Regierungsmeinung weitergeben. Im Altertum galt aber ein Grundsatz: \u201eDer Gesandte ist gleich dem Sendenden.\u201c<br \/>\nEin hervorragendes Beispiel: 2. Sam 10, 4. Davids Nachbark\u00f6nig Hanun beschimpft Gesandte und hat die Folgen zu tragen.<br \/>\n(8) Theoretisch k\u00f6nnten auch Fotos von typischen Hinterk\u00f6pfen in P\u00e4ssen aufgenommen werden.<br \/>\nDie klarste, \u00e4u\u00dfere Erkenntnis einer Person bezieht das Gesicht ein.<br \/>\n(9) Luthers Grundsatzprogramm: \u201eAllein Christus, allein aus Glauben, allein aus Gnaden, allein die Schrift.\u201c<br \/>\n(10) Lied Iwwd 428: \u201eHerr, das Licht deiner Liebe leuchtet auf&#8230;\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;Predigtthema: &#8230; zu einer geistlichen Lebensqualit\u00e4t Bibelstelle: 2.Korinther 4, 1-6 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Paulus hat den harten Gegensatz zwischen Gesetz und Evangelium aufgezeigt (2. Ko 3). 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