{"id":1562,"date":"2007-08-08T17:22:16","date_gmt":"2007-08-08T15:22:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=381"},"modified":"2007-08-08T17:22:16","modified_gmt":"2007-08-08T15:22:16","slug":"predigthilfe-vom-2-9-2007-2-korinther-1-3-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-2-9-2007-2-korinther-1-3-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 2.9.2007 &#8211; 2.Korinther 1, 3-11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; zu einer besonderen Lebenserfahrung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Korinther 1, 3-11<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nPaulus hatte es mit den Korinthern nicht leicht. Paulus musste einen Besuch abbrechen (10, 1.10). Der anschlie\u00dfende \u201eTr\u00e4nenbrief\u201c (2, 4; 7, 8ff) ist leider nicht erhalten. Ist deshalb 2. Ko der pers\u00f6nlichste Paulusbrief? <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 3ff Gott, der \u201eVater unseres Herrn\u201c, ist weder f\u00fcr Juden (allerdings nur vorl\u00e4ufig: R\u00f6 10, 2f. 28ff)) noch Allah-Anh\u00e4nger verst\u00e4ndlich, denen eine \u201eGottesvaterschaft\u201c einer Gottesl\u00e4sterung gleichkommt.<br \/>\nZwei Begriffe fallen auf: Barmherzigkeit (w\u00f6rtl.: Erbarmungen) und Trost. (V 3f ist als Luthertext allerdings gel\u00e4ufig).<br \/>\n1. Barmherzigkeit, die Gott schenkt, ist kein Gef\u00fchl sondern dr\u00e4ngt zum Handeln! Der Gott der Bibel kennt und versteht ein \u201eZugeneigt sein\u201c. Korinthische Griechen hatten ihre G\u00f6tter als unnahbare, unver\u00e4nderliche Gr\u00f6\u00dfen kennen gelernt. (1) Der \u201eVater Jesu Christi\u201c ist dagegen lebendig, bewegt sich und l\u00e4sst sich z.B. durch Gebet bewegen.<br \/>\nSeine Barmherzigkeit hat im AT viele Beispiele, ist aber am deutlichsten auf Golgatha zu erkennen.<br \/>\nBarmherzigkeit packt an, wo Kaputtes deutlich wird (Lk 10, 33) und heil werden sollte. <\/p>\n<p>2. Trost ist nur echt, wenn er Vergangenes  \u201eerkl\u00e4ren\u201c und f\u00fcr Kommendes verl\u00e4ssliche Hilfen bieten kann. (2)<br \/>\nDas Wort \u201eTROST\u201c h\u00e4ngt im Deutschen mit VerTRAUen zusammen, mit \u201eTRAUUNG\u201c und VerTRAG.<br \/>\nDas griechische Wort kann Folgendes bedeuten:<br \/>\n1. Herbeirufen, einladen, zu Hilfe rufen. Vorbedingung f\u00fcr Trost ist also: Den Herrn um Hilfe bitten. Gott will eingeladen sein. Aber er bleibt dann auch nicht weg (Jer 29, 13).<br \/>\n2. Aufrufen, auffordern, ermahnen, anrufen, bitten, ersuchen. Gebet ist keine Einbahnstra\u00dfe. Gott gibt seinen Leuten, die ja auch seine Mitarbeiter sind, auch zu verstehen, was anderen hilft. Und wenn dabei dann noch die \u201eBarmherzigkeit\u201c das Sagen hat, kommen sogar Ermahnungen an. (3)<br \/>\n3. Ermuntern, freundlich zusprechen, tr\u00f6sten. Glaubw\u00fcrdig tr\u00f6sten kann aber nur, wer selbst Trost erlebte.   Wer erfahren hat, dass Gott ihn liebt und ihn bei sich haben will (Jo 17, 24), wird Anderen echten Trost (im Blick auf den Gott, dem unser VerTRAUen geh\u00f6rt) vermitteln (!) k\u00f6nnen.<br \/>\nWir bedauern Menschen in Not, Traurigkeiten, Tr\u00fcbsalen. (4) Gott sieht das anders. Jesus: \u201eGl\u00fccklich sind die Traurigen, denn Gott wird sie tr\u00f6sten\u201c (Mt 5, 4).<br \/>\nNiemand w\u00fcnscht Anderen Probleme, aber Leiden k\u00f6nnen auch weiterhelfen (Jak 1, 12). Und wer sie mit Gottes Hilfe bew\u00e4ltigt, kann Anderen erprobte Ratschl\u00e4ge geben. <\/p>\n<p>Letztlich ist DER Trost eine Person, Gott selbst im AT (Ps 73, 26), im NT Jesus Christus (Lk 2, 25; Jo 14, 26). (5) <\/p>\n<p>V 5 \u201eWer Leiden, Verfolgung und Hass der Welt flieht, geht von Jesus weg.\u201c (H. Krimmer)<\/p>\n<p>V 6 Nur wer selbst getr\u00f6stet ist, kann Trost glaubw\u00fcrdig weitergeben. Leidende Christuszeugen sind auch deshalb n\u00f6tig, um der Welt zu zeigen, wie Leben aussehen kann (Beispiele genug).<br \/>\nDieser Trost festigt die Hoffnung. Durchgestandenes hat bleibende Frucht f\u00fcr das Leben.<br \/>\nDie Korinther lernen an Paulus auch Geduld (w\u00f6rtl.: Darunterbleiben, Ausharren). <\/p>\n<p>V 8 Paulus nennt seine Probleme beim Namen und bei der RICHTIGEN Adresse (s. Vorbemerkungen).<br \/>\n\u201eIm \u00dcberma\u00df\u201c, w\u00f6rtl.: \u201eim \u00dcberwurf\u201c erinnert an die R\u00fcstung Sauls, die David zu gro\u00df und schwer war (1. Sam 17, 38f). <\/p>\n<p>V 9f \u201eAm Leben verzweifeln\u201c ist der Grund f\u00fcr fast jeden \u201eFreitod\u201c (Selbstmord). Begleiten Christen ihre Geschwister so, dass es so weit nicht kommen kann?<br \/>\nDer Gott, der Tote auferwecken kann, wird s\u00e4mtliche geringf\u00fcgigeren Schwierigkeiten bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie HOFFNUNG der Christen gr\u00fcndet sich deshalb auf Tatsachen. (6) Glaube beruht nicht auf eigenen Eisichten und Kr\u00e4ften. (7) <\/p>\n<p>Vertrauen h\u00e4ngt mit Trost zusammen (s. o. V3ff). <\/p>\n<p>Wer Gottes Trost erfahren hat, kann selbst sagen: V3f.<\/p>\n<p>1. Gliederungsvorschlag 1 (nach Dr. H. Krimmer)<br \/>\nDurch Leiden zur Anbetung<br \/>\n1. Leiden wirkt Bew\u00e4hrung<br \/>\n2. Leiden gr\u00fcndet Vertrauen<br \/>\n3. Leiden f\u00fchrt zur Anbetung<\/p>\n<p>2. Gliederungsvorschlag 2 (nach Wilhelm Wagner)<br \/>\n1. GRENZerfahrung<br \/>\n1.1. Umgang mit der Grenzerfahrung<br \/>\n1.2. Vorgang der Grenzerfahrung<br \/>\n1.3. Ausgang der Grenzerfahrung<br \/>\n2. GOTTESerfahrung<br \/>\n2.1. Zuwendung<br \/>\n2.2. Zuspruch<br \/>\n2.3. Zuflucht<br \/>\n3. GLAUBENSerfahrung<br \/>\n3.1. Pers\u00f6nlicher Aspekt<br \/>\n3.2. Seelsorgerlicher Aspekt<br \/>\n3.3. F\u00fcrbittender Aspekt<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 3 (nach Gottfried Voigt)<br \/>\n1. Gott sei gelobt<br \/>\n1.1. Wir k\u00f6nnen andere tr\u00f6sten<br \/>\n1.2. Wir k\u00f6nnen f\u00fcr andere leiden<br \/>\n1.3. Wir k\u00f6nnen f\u00fcr sie hoffen<br \/>\n2. Unser Trost: Wir haben einen verl\u00e4sslichen Gott<br \/>\n2.1. auch im \u00e4u\u00dfersten Fall: Hoffnung<br \/>\n2.2. in zahllosen F\u00e4llen: Erfahrung<br \/>\n2.3. in jedem Fall: Zuversicht<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Leider auch neuzeitlichere Theologen: In den 60er Jahren machte ein englischer Bischof Robinson Eindruck mit seinem Buch: Honest to God \/ Gott ist anders. Er schreibt: Gott ist kein Gott, wie sich die Frommen ihn vorstellen, er \u201eist viel mehr die mythologische Tiefe des Daseins\u201c. &#8211; Weitere abstruse Gottesbilder existieren mehr als genug.<br \/>\n(2) Trost an Krankenbetten: \u201eWird schon wieder! Man muss nur durchhalten! Kopf hoch, wir kennen das auch!\u201c. Ein Sammelsurium von Hilflosigkeiten. Trostworte wie Schneeflocken in der Sommersonne.<br \/>\nTrostpflaster sollen Wundes verdecken.<br \/>\n(3) Heute ein Notstandsgebiet? Man L\u00c4SST dem Anderen alle Freiheiten, m\u00f6chte selbst auch nicht kritisiert werden, h\u00e4lt Toleranz allgemein f\u00fcr wichtig und l\u00e4sst das tr\u00f6stende ERMAHNEN den Mutigeren.<br \/>\n(4) Leben wir in einer LEIDENSSCHEUEN Zeit?<br \/>\n(5) \u201eSind Sie noch ganz bei Trost?\u201c ist eine bekannte Redenswendung, wenn jemand seinen inneren Halt verliert und Unsinniges anstellt. Wer Jesus hat, hat DEN Trost f\u00fcr Leben und Sterben.<br \/>\n(6) Hoffnung im zwischenmenschlichen Bereich ist etwas v\u00f6llig anderes: Man \u201ehofft\u201c, dass sich die Gegebenheiten, die sich noch im eigenen Blick- oder Denkbereich befinden, zum \u201eGuten\u201c entwickeln.<br \/>\nBeispiel: Das F\u00e4hrschiff Estonia sank am 28.09.94. Die Passagiere \u201ehofften\u201c, dass sie am n\u00e4chsten Morgen am Ziel sein w\u00fcrden, dass der angesagte Sturm sich in Grenzen halten w\u00fcrde, dass die Wellen nicht zu gef\u00e4hrlich w\u00e4ren, dass das Schiff kein Loch h\u00e4tte, dass sie im Wasser Schwimmhilfen erwischen k\u00f6nnten, dass die Rettung wegen der K\u00e4lte bald k\u00e4me, dass ihre Verwandten auch bei den Geretteten&#8230;<br \/>\nHOFFNUNG h\u00e4ngt in dieser Welt mit denkbaren Hilfen zusammen, bei Gott nicht.<br \/>\n(7) Abraham (1. Mo 22), Joseph (1. Mo 50, 20, Hiob (Hi 2, 9f) und Jesus (Hebr 5, 8; 2, 17: 4, 15; 12, 6) glaubten beispielhaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er herausfordert&#8230;Predigtthema: &#8230; zu einer besonderen Lebenserfahrung Bibelstelle: 2.Korinther 1, 3-11 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Paulus hatte es mit den Korinthern nicht leicht. Paulus musste einen Besuch abbrechen (10, 1.10). 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