{"id":1561,"date":"2007-08-06T12:45:50","date_gmt":"2007-08-06T10:45:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=380"},"modified":"2007-08-06T12:45:50","modified_gmt":"2007-08-06T10:45:50","slug":"predigthilfe-vom-26-8-2007-psalmen-133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-26-8-2007-psalmen-133\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 26.8.2007 &#8211; Psalmen 133"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; hineinf\u00fchrt in die Gemeinschaft<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Psalmen 133<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nEin kurzer Psalm, der sich aber nicht nur f\u00fcr \u201eKurzandachten\u201c eignet&#8230;<br \/>\nEr k\u00f6nnte als Fortsetzung der Psalmen 127f gelten.<br \/>\nFriede und Eintracht sind die Ziele guter Politik in V\u00f6lkern und Familien. Geistlicher Hausbau gelingt aber nur mit dem Segen Gottes. Jak 3, 16 + Jo 3, 16: W\u00e4hrend Jakobus das oft \u00dcbliche beschreibt, das abh\u00e4ngig ist von \u00dcberzeugungen \u201eWo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter b\u00f6se Dinge\u201c, stellt Jo 3, 16 die M\u00f6glichkeit des neuen, ewigen Lebens, allein durch Christus, vor. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 1 Zu \u201eSiehe\u201c: vgl. Predigttipp f\u00fcr Ps 132, 6 \u201eSiehe\u201c meint Achtung, aufgepasst!<br \/>\nDas Wort \u201eeintr\u00e4chtig\u201c steht nicht im Urtext, ist aber sachlich richtig und durch das \u201eBeieinander\u201c angedeutet. (1)  Das Beispiel stammt aus einer Zeit, als es in Israel noch Sitte war, auch nach dem Tod des Familien-oberhauptes das v\u00e4terliche Erbe weiter in einer festen Wohn- und Arbeitsgemeinschaft zu bewirtschaften.<br \/>\nDas war nicht selten mit Reibereien verbunden (1. Mo 27, 41ff; 36, 7).<br \/>\nWenn auch heute Verwandtschaften friedlich zusammenleben, fragt man: \u201eHaben sie schon geteilt?\u201c Durch Erbstreitigkeiten entzweiten sich schon K\u00f6nigsh\u00e4user, Kinder und Ehepaare.<br \/>\nDer Psalmschreiber h\u00e4lt sich aber nicht mit den unerquicklichen Zust\u00e4nden auf, sondern lenkt die Gedanken auf Gottes Tun (ab V 2).<\/p>\n<p>Predigttipp: Entscheidend f\u00fcr das Leben von Gemeinschaften ist es, wie sie mit Konflikten fertig werden. Unbew\u00e4ltigte Konflikte lassen seelische Verletzungen entstehen, die schlie\u00dflich auch das k\u00f6rperliche Befin-den beeinflussen. (2)<br \/>\nPaulus r\u00e4t praktisch in Anlehnung an Jesus (Mt 5, 23f): \u201eLasst die Sonne nicht \u00fcber eurem Zorn untergehen!\u201c (Eph 4, 26). Bereitschaft zur gegenseitigen Vergebung ist ein paulinisches Lieblingsthema (R\u00f6 15, 1-7; 2. Ko 2, 7; Gal 6, 1f; Eph 4, 26.32; Kol 3, 13 \u2013 und etwas ironisch Gal 5, 15: \u201eWenn ihr euch aber untereinander bei\u00dft und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.\u201c)<br \/>\nDie Vergebung Jesu nehmen Christen gern in Anspruch, aber das Weitergeben f\u00e4llt ihnen manchmal schwer  (Eph 4, 32). Jesus hat g\u00f6ttliche und zwischenmenschliche Vergebung unl\u00f6sbar miteinander verbunden (Mt 6, 12). Paulus hat Ermahnung und Vers\u00f6hnung nicht in den seelsorgerlich-privaten Bereich verschieben lassen. Der Auftrag der Gemeinde ist es, \u201ezu vergeben und zu tr\u00f6sten, damit niemand in allzu gro\u00dfe Traurig-keit versinkt.\u201c (2. Ko 2, 7) \u2013 und sich einer \u201eeintr\u00e4chtigen Bruderschaft\u201c entzieht. (3)<br \/>\nDer anschlie\u00dfende Rat: \u201eDarum ermahne ich euch, dass ihr ihm Liebe erweist.\u201c (2. Ko 2, 8)<br \/>\nEs geht nicht um verordnete Vergebungsstimmung! \u201eAblegen und T\u00f6ten des alten Menschen\u201c (Eph 4, 22; Kol 3, 5.9) durch immer wieder neu notwendige Ausrichtung auf Jesus entzieht allem ichhaften Streiten den Boden.<br \/>\nSo kann der GANZE Leib (Gemeinde) wachsen (Eph 4, 15).  <\/p>\n<p>Jesus versteht unter DEM Kennzeichen seiner Leute nicht zuerst Fischaufkleber, goldene Kreuzanh\u00e4nger, Schauk\u00e4sten oder die \u201erechte\u201c Gemeindezugeh\u00f6rigkeit, sondern schlicht und einfach die LIEBE unter seinen Geschwistern (Jo 13, 35). Die f\u00e4llt auf. <\/p>\n<p>V 2 Aaron war der \u201eUr-Vater\u201c aller Priester, von Mose gesalbt (3. Mo 8, 12).<br \/>\nDas Bild vom Salb\u00f6l entspricht altem, orientalischen Verst\u00e4ndnis. (4)<br \/>\nSalb\u00f6l ist das Siegel der Einsetzung und Begabung durch Gott (1. Sam 10, 1; 16; 1. K\u00f6n 1, 32-35).<br \/>\nDer Hohepriester wird beschrieben: \u201eauf dessen Haupt das Salb\u00f6l gegossen und dessen Hand gef\u00fcllt ist und der angezogen ist mit den heiligen Kleidern\u201c (3. Mo 21, 10). Die heiligen Kleider, die Mose f\u00fcr Aaron anferti-gen lie\u00df, werden in 2. Mo 28, 2-39 beschrieben. Das Salb\u00f6l floss \u201ebis auf den Halssaum seines Gewandes\u201c.<br \/>\n\u00dcbrigens auch ein Bild f\u00fcr das \u201eEinssein der Br\u00fcder\u201c (V1): Wie das Salb\u00f6l die einzelnen Haare zusammen-h\u00e4lt, bleiben Br\u00fcder eins &#8211; \u201etrotz Wind und Wetter\u201c. <\/p>\n<p>Gesalbter gilt auch als Bezeichnung des verhei\u00dfenen Messias (vgl. Ps 2, 2), der Israel in Jesus Christus gesandt wurde (Jo 1, 41). Er ist K\u00f6nig, Priester und Prophet in einem und von Gott mit dem Heiligen Geist gesalbt (Apg 4, 26; 10, 38).<br \/>\nV 3 \u201eVon dem einen Ort gelangt gottgewirktes Leben zu den Vielen.\u201c (Dieter Schneider).<br \/>\nVom Herrn allein geht der Segen aus (Neutestamentlich: Apg 4, 12). (5)<br \/>\nVom Tau des Hermon ist Israel bis heute abh\u00e4ngig. (6) Aber nicht der Ort, das Gebirge, wird verehrt, so wie es in Kanaan und anderen Naturreligionen \u00fcblicherweise geschah, sondern der Herr, der auch durch nat\u00fcrli-che Vorg\u00e4nge segnen kann. Dabei wird die Natur nicht zum G\u00f6tzen.<br \/>\nGott l\u00e4sst von bestimmten Stellen aus einen Segen ins Land gehen. Neutestamentlich: Der \u201eBerg der Brot-vermehrung\u201c, der Teich Bethesda, Golgatha, die Westmauer des Tempels sind NUR Hinweise auf den Gott, der in Jesus Christus wirkt und segnet. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag:<br \/>\n1. F\u00fcr Eintracht sind wir alle.<br \/>\n2. An Gottes Segen ist alles gelegen.<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Luther- und Elberfelder \u00dcbersetzungen f\u00fcgen das Wort ein, die Z\u00fcrcher \u00dcbersetzung nicht.<br \/>\n(2) Magengeschw\u00fcre sind h\u00e4ufig Hinweise auf ungel\u00f6ste Konflikte. Die Bibel kennt psychosomatische Zu-sammenh\u00e4nge. Vergebung und Vers\u00f6hnung sind wirksame und kostensparende Therapien.<br \/>\n(3) Dietrich Bonhoeffer: \u201eS\u00fcnde will mit dem Menschen allein sein. Sie entzieht ihn der Gemeinschaft&#8230;\u201c.<br \/>\n(4) Der lang herabwallende Bart ist noch heute im Orient das Zeichen m\u00e4nnlicher Sch\u00f6nheit und W\u00fcrde. Das duftende \u00d6l, das vom Haupthaar (bei Priestern unbeschnitten) ins Barthaar tr\u00e4ufelte, wurde auch bei Grie-chen und \u00c4gyptern als K\u00f6stlichkeit ger\u00fchmt.<br \/>\nDas Salb\u00f6l dient also nicht kosmetischer Hautpflege. Durch Salbung werden Diener Gottes zu besonderen g\u00f6ttlichen Auftr\u00e4gen Berufene und Geweihte. Mit der Salbung ist die Begabung mit dem Heiligen Geist ver-bunden (vgl. 1. Sam 10, 1ff), der den Menschen \u00e4ndert und zum g\u00f6ttlichen Auftrag bef\u00e4higt.<br \/>\n(5) Im Volksmund hielt sich diese Erkenntnis: An Gottes Segen ist alles gelegen. Alles Gute kommt von o-ben.<br \/>\n(6) Wie kommt das Land Israel eigentlich zu seinem Regen, und wie kommt es zu dem rei\u00dfenden Jordan-fluss mit seinen fruchtbaren Auen? Der aus der arabischen W\u00fcste von S\u00fcd nach Nord wehende hei\u00dfe Wind schl\u00e4gt sich an den immer k\u00fchlen, weil hoch gelegenen und oft verschneiten H\u00e4ngen des Hermongebirges nieder. Das bei dem Zusammenprall von hei\u00dfer und kalter Luft kondensierende Wasser wird in den Nacht-stunden bei entgegengesetzter Luftbewegung wieder auf den Norden und die Mitte des Landes als reichlich sich niederschlagender Tau abgegeben und speist nat\u00fcrlich insbesondere die Jordanquellen. Das ist der Tau des Hermon, der sogar herabrinnt auf die Berge Zions. So kommt gewisserma\u00dfen von einer einzigen Region das lebensnotwendige Nass auf das ganze Land \u2013 ebenso ist es mit der Segenskraft des Priester\u00f6ls, das vom Haupt Aarons die einzelnen Fasern des K\u00f6rpers und der Dienstkleidung durchtr\u00e4nkt. (aus Dieter Schneider, Das Buch der Psalmen, Wuppertaler Studienbibel, Brockhaus)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; hineinf\u00fchrt in die Gemeinschaft Bibelstelle: Psalmen 133 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Ein kurzer Psalm, der sich aber nicht nur f\u00fcr \u201eKurzandachten\u201c eignet&#8230; Er k\u00f6nnte als Fortsetzung der Psalmen 127f gelten. 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