{"id":1549,"date":"2007-05-21T09:43:26","date_gmt":"2007-05-21T07:43:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=368"},"modified":"2007-05-21T09:43:26","modified_gmt":"2007-05-21T07:43:26","slug":"predigthilfe-vom-3-6-2007-2-petrus-1-12-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-6-2007-2-petrus-1-12-21\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.6.2007 &#8211; 2.Petrus 1, 12-21"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; sein Wort gibt als Grund des Glaubens<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Petrus 1, 12-21<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nPetrus hatte den Tod vor Augen, als er diesen Brief verfasste. (1) Er schrieb nicht an eine bestimmte Person oder Gemeinde, sondern einen Rundbrief \u201ean alle&#8230;\u201c (V 1). Ein Grund war der wachsende Einfluss der Gnostiker, denen es weniger um den praktischen Weg mit Jesus, um die Nachfolge ging, sondern eher um Ideen und Erkenntnisse. Die Menschwerdung Jesu wurde abgelehnt. Am Kreuz starb ihrer Meinung nach auch kein Mensch Jesus, sondern nur ein \u201eScheinleib\u201c (Doketismus).<br \/>\nUnser Text ist Folge des Vorangegangenen, wie V 10: \u201eDarum\u201c. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 12 Christen m\u00fcssen st\u00e4ndig neu auf Christus ausgerichtet werden. Deshalb brauchen sie pers\u00f6nliche Andacht und \u00f6ffentliche Predigt. Letztlich st\u00e4rkt Jesus selbst seine Leute, denn die Wahrheit ist kein philosophischer Begriff sondern Jesus selbst (Jo 14, 6). Auch der Heilige Geist lehrt nichts anderes als Jesus (Jo 14, 26; 16, 14).<br \/>\nV 13 Auch die Gemeinde braucht immer wieder Erweckung (2). Einzelchristen (Mt 26, 40; R\u00f6 13, 12; 1. Thess 5, 6-8), aber auch die ganze Gemeinde (Kirche) war immer versucht einzuschlafen.<br \/>\nV 14 \u201eEs dient einem Christen, dass er sich seine letzten Stunden vorstelle. Seine Hoffnung wird dadurch gest\u00e4rkt. Der Unchrist muss mit Schrecken daran denken.\u201c (J.A.Bengel, Gnomon).<br \/>\nPetrus MUSS predigen, wie auch Paulus (1. Ko 9, 16). Mission ist ihre Lebensaufgabe, wie auch die Begleitung der Gemeinde. Ihre Leiber vergleichen sie mit einem Zelt, das keine Fundamente in dieser Welt hat, sondern st\u00e4ndig abbruchbereit ist (2. Ko 5, 1.4.). BALD kann auch pl\u00f6tzlich oder schnell bedeuten.<br \/>\nDer Tod ist Petrus keine Last, sondern der \u00dcbergang in die ewige Heimat bei Gott.<br \/>\nDas Griechische verbindet mit ABBRUCH nicht nur Abbau und Aufbruch zu einem neuen Ziel, sondern ebenso das Wiedereinrichten eines verrenkten Gliedes oder eines Bruchs. Christen sind Glieder am Leibe Jesu (R\u00f6 12, 4f; 1. Ko 12, 12-27; Eph 5, 30).<br \/>\nV 15 Sein Tod (griech. Exodus) ist nicht einfach Exitus letalis (= medizinischer Ausdruck f\u00fcr das endg\u00fcltige Ende eines Lebens). Exodus ist der Fachausdruck f\u00fcr den Auszug, die Rettung aus \u00e4gyptischer Gefangenschaft, gleichzeitig Bezeichnung des 2. Mosebuchs.<br \/>\n\u201eJederzeit bem\u00fcht\u201c = permanenter Einsatz f\u00fcr Jesus. Predigten, Briefe, missionarische Gespr\u00e4che und nach alter \u00dcberlieferung durch Kirchenvater Papias, dass er auch seinen Dolmetscher Markus zum Schreiben des Evangeliums ermuntert hat (1. Petr 5, 13).<br \/>\nV 16 Alle V\u00f6lker und Religionen haben auch mythische Fabeln und Sagen hervorgebracht, die Bilder ihrer Sichten von Gott und Mensch, Gut und B\u00f6se, usw. entwarfen. (3)<br \/>\nDie Herrlichkeit Jesu \u00fcbertrifft alles (R\u00f6 8, 38f).<br \/>\n\u201eSelber gesehen\u201c zeichnet einen Zeugen aus (Apg 4, 20). Die Apostel waren ausschlie\u00dflich Augen- und Ohrenzeugen. Petrus sah den Auferstandenen als Erster (1. Ko 15, 5).<br \/>\nDie Herrlichkeit \/ Gro\u00dfartigkeit \/ Macht Jesu haben sie selbst erlebt, u.a. bei vielen Heilungen und Wundern.<br \/>\nDas l\u00e4sst sich nicht verschweigen. Jesusleute haben viel zu bezeugen.<br \/>\nIhr Thema ist auch die Wiederkunft Jesu (3, 4.12).<br \/>\nAdolf Schlatter: \u201eDarum gibt es f\u00fcr die Apostel keine Nachfolger und f\u00fcr ihre Schriften kein Ersatz. Deshalb hat die Kirche am Neuen Testament ihr Fundament.\u201c (4)<br \/>\nV 17 Petrus war u. a. Urzeuge der Verkl\u00e4rung Jesu (Mt 17, 1ff).<br \/>\nGott nannte Jesus \u201eMein Sohn!\u201c. \u201eGott hat viele Gesch\u00f6pfe, Menschen und Kinder, aber nur einen Sohn: Jesus Christus\u201c (Martin Holland).<br \/>\nDer \u201eliebe Sohn\u201c erinnert an Abraham und Isaak (1. Mo 22, 2; Jes 42, 1). Gott opfert mit seinem Sohn sein Liebstes.<br \/>\nV 18 Petrus war unmittelbarer Ohrenzeuge. Johannes versteht das originale H\u00f6ren ebenfalls als Auftrag zur Verk\u00fcndigung (1. Jo 5, 9), d. h. Christen sind keine Einzelwesen, sie kennen in dieser Welt viele Menschen, die das Evangelium h\u00f6ren sollten. (5)<br \/>\nV 19 \u201eWir HABEN das prophetische Wort!\u201c Die Bibel der Urgemeinde war zuerst das AT, f\u00fcr Jesus, seine J\u00fcnger und folglich alle Christen unentbehrlich.<br \/>\nDAS Wort ist Jesus selbst (Jo 1, 14).<br \/>\nEin \u201eLicht am dunklen Ort\u201c, eine Kerze, Lampe zeigt vorl\u00e4ufig den Weg (Ps 119, 105). (6) Der Tagesanbruch zeigt deutlich mehr an.<br \/>\nV 20f \u201eSchrift\u201c war damals Bezeichnung des AT. Die Schreiber waren aber nicht eigenen Ideen gefolgt (V 16), sondern waren Beauftragte. (7) Gott befahl, sein Wort aufzuschreiben (Jer 36, 2. 28).<br \/>\n\u201eAls Ergriffene haben die Propheten das Wort ergriffen\u201c (Martin Holland).<br \/>\nUnd die Gemeinde hatte anhand ihrer Bibeln das Gepredigte zu pr\u00fcfen (Apg 17, 11). Gepredigtes Wort muss anhand der Schrift gepr\u00fcft werden (1. Jo 4, 1).<br \/>\n\u201eIm Namen Gottes\u201c reden von Gott Gesandte. Menschliche \u00dcberlegungen k\u00f6nnen Predigten und biblischen Unterricht tendenzi\u00f6s beeinflussen.<br \/>\nWie will die Gemeinde aber evangelisieren, wenn ihr Herz nicht ungeteilt f\u00fcr den Herrn schl\u00e4gt? (8) <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Daheim noch in \u201eH\u00fctten\u201c<br \/>\n2. Dankbar f\u00fcr das Wort Gottes<br \/>\n3. Dabei \u201eim Auftrag des Herrn\u201c<br \/>\n__________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Petrus erwartete seine baldige Hinrichtung (1, 13ff). Wenn er ca. 67 nChr den M\u00e4rtyrertod starb, wurde der Brief also schon ca. 66 nChr geschrieben.<br \/>\n(2)  z. B. hat jeder Wecker die Funktion, daran zu ERINNERN, dass es Zeit ist.<br \/>\n(3)  Die griechischen Sagen von Zeus und seiner \u201eG\u00f6ttermannschaft\u201c, die eine Regierungszentrale mit ihren Ministerien schildern, beschreiben auch die meisten Schw\u00e4chen der Menschen. Ihre \u201eG\u00f6tter\u201c brauchen Jahresurlaub (immer auf der Insel Cypern, wo bis heute laut Cyprian Airways \u201edie G\u00f6tter Urlaub machen\u201c). Menschlichen Schw\u00e4chen, wie Eigennutz und Hinterlist, wurden in die G\u00f6tter projiziert.<br \/>\n(4) Neuere Apostel, gar Stammapostel sind selbsterdachte Titel ohne biblische Begr\u00fcndung.<br \/>\n(5) Nie sind Christen auf sich selbst angewiesen. Auch Luther in Worms und Elia vor Ahab waren in Gottes Hand und hatten Gl\u00e4ubige hinter sich (Elia 7000, 1. K\u00f6n 19, 18 und Luther viele Glaubensgeschwister). Deshalb Luthers Mut: \u201eUnd wenn in Worms so viele Teufel w\u00e4ren wie Ziegel auf den D\u00e4chern: Ich wollte doch hinein!\u201c Kein \u00dcbermut, nur die Gewissheit, nicht allein zu sein.)<br \/>\n(6) Evangelist Ernst Krupka erlebte in S\u00fcdamerika Indianer, die sich nachts kleine, ehemalige Marmeladengl\u00e4ser auf die Schuhe banden, in denen sie Leuchtk\u00e4fer aufbewahrt hatten. Durch das Sch\u00fctteln beim Gehen leuchteten sie auf und gaben genug Licht f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt.<br \/>\nSchritte ohne Jesus f\u00fchren immer ins Ungewisse. Julie Haussmann in Iwwd 376, 1: \u201eIch mag allein nicht gehen, nicht einen Schritt&#8230;\u201c.<br \/>\n(7) Deshalb passt der Begriff Autor nicht f\u00fcr die Verfasser biblischer Schriften, weil er den Schreiber als geistigen Urheber beschreibt. Lateinisch auto = selbst, pers\u00f6nlich, eigen.<br \/>\n(8) Weshalb nahmen Evangelisationen der Gemeinde vor Ort und pers\u00f6nliche, missionarische Eins\u00e4tze im vergangenen Jahrzehnt deutlich ab?<br \/>\n\u201eBrennen\u201c wir noch, \u201egetrieben vom heiligen Geist\u201c? Hervorragende Vortr\u00e4ge \u00fcber Feuer steigert nicht die \u201eTemperaturwerte\u201c der Zuh\u00f6rer. Damals \u201ebrannte unser Herz\u201c (Lk 24, 32).   <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; sein Wort gibt als Grund des Glaubens Bibelstelle: 2.Petrus 1, 12-21 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Petrus hatte den Tod vor Augen, als er diesen Brief verfasste. 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