{"id":1543,"date":"2007-04-05T21:28:27","date_gmt":"2007-04-05T19:28:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=362"},"modified":"2007-04-05T21:28:27","modified_gmt":"2007-04-05T19:28:27","slug":"predigthilfe-vom-22-4-2007-johannes-20-24-31","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-22-4-2007-johannes-20-24-31\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 22.4.2007 &#8211; Johannes 20, 24-31"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Zweifel \u00fcberwindet<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Johannes 20, 24-31<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nZu Unrecht wurde dieser Bericht lange \u00fcberschrieben: \u201eDer ungl\u00e4ubige Thomas\u201c oder \u201eDer Zweifler Thomas\u201c. Kein anderer J\u00fcnger hat damals so deutlich begriffen: S\u00fcnde, Tod und Teufel sind nur dann echt besiegt, wenn der Herr tats\u00e4chlich leibhaftig auferstanden ist.<br \/>\nSogenannte \u201emodernistische Theologen\u201c legten und legen dagegen Wert auf den \u201eOsterglauben\u201c der Christen, die Begegnungen mit dem Auferstandenen in ihren eigenen Vorstellungen. (1)<br \/>\nPaulus wehrte solche Umdeutungen radikal ab (1. Ko 15, bes. V 14, 17, 19 und ff.).<br \/>\nAls J\u00fcnger war Thomas wohl eher ein Bedenkentr\u00e4ger (Jo 11, 6; 14, 5).<br \/>\nWeil gerade dieser Bericht aber GUT ausgeht, darf Hoffnung bestehen f\u00fcr viele \u201ezweifelnde Thomasse\u201c von heute und das Wissen vom geduldigen Herrn (Ps 86, 15; 103, 8; 145, 8).<br \/>\nThomas hat nach diesem Vorgang in Persien missioniert, \u201eThomaschristen\u201c finden sich heute noch in Indien.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 24 Thomas wurde griechisch und aram\u00e4isch \u201eDidymos\u201c (= Zwilling) genannt. Von seinem Bruder erfahren wir nichts.<br \/>\nBeim ersten Erscheinen Jesu im J\u00fcngerkreis (V 19ff) war Thomas nicht dabei. Wir wissen nicht warum, aber er wird \u201eWichtigeres\u201c vorgezogen haben. (2) Wer aber fehlt, wenn Jesus seinen Leuten z. B. im Gottesdienst begegnet, verliert Wichtiges.<br \/>\nV 25 NACH dem ersten Treff bezeugen die J\u00fcnger den Auferstandenen. Thomas war nicht dabei, meint aber, etwas dazu sagen zu m\u00fcssen. (3)<br \/>\nThomas stellt eine ZEICHENforderung (Ri 6, 17ff. 35ff.). ER will nicht nur SEHEN wie die J\u00fcnger, sondern auch PR\u00dcFEN.<br \/>\nDie Bedingung ist richtig und unrichtig zugleich. 1. Er wei\u00df: Lieber eine schlimme Wahrheit als einen Glauben, der sich Jesus vorstellen muss. Nur wenn Jesus unzweifelhaft lebt, hat er den Teufel besiegt.<br \/>\nGelernt hat er diese kompromisslose Suche nach Wahrheit \u00fcbrigens bei Jesus selbst (Jo 18, 37b). (4)<br \/>\n2. Zu weit geht er, weil hier nicht nur seine \u201eJ\u00fcngerkollegen\u201c herausgefordert werden, sondern Gott.<br \/>\nV 26f \u201eNach 8 Tagen\u201c meint eine Woche, wie bei uns. Die Regel der Jesusleute, sich sonntags zu treffen, beginnt. Warum ist Thomas pl\u00f6tzlich da? (5) Warum kommt Jesus ausgerechnet jetzt? Er l\u00e4sst seine Leute nicht einfach fallen.<br \/>\nEr kennt alle Glaubenshindernisse.<br \/>\nSein Eingehen auf die Bedingungen des Thomas zeigt die unendliche Demut Jesu. Er muss nicht, aber er will, dass alle Menschen zum Glauben kommen (1. Tim 2, 4). Gott erf\u00fcllt Bedingungen. (6)<br \/>\nProblem: Der \u201eMensch von heute\u201c stellt kaum Bedingungen: \u201eLass mich in Ruhe mit eurer Bibel!\u201c<br \/>\nGott erf\u00fcllt aber auch diese Bedingung und l\u00e4sst Menschen auf deren Wunsch immer mal \u201eallein\u201c, &#8211; kann ihnen aber auch dort begegnen.<br \/>\nThomas wollte Jesus greifen, um ihn begreifen zu k\u00f6nnen. Hat er ihn angefasst? Die Wirklichkeit Gottes bleibt \u00dcBERBEGREIFLICH (Eph 3, 20). Unser Verstand reicht nicht aus, um Gott zu verstehen.<br \/>\nThomas sieht sich aber in ganz neue R\u00e4ume gestellt. ER erkennt, dass er von Christus schon v\u00f6llig erkannt ist (Ps 139, 1-6ff.). Jesus zitiert Worte des Thomas, obwohl dieser \u201ewusste\u201c, dass Jesus gar nicht dabei war.<br \/>\nMenschen sind von Jesus geh\u00f6rt und gesehen, geliebt und ihm bekannt, auch wenn er manchmal weit zu sein scheint.<br \/>\nDie Sprache der N\u00e4gelmale beschreibt deutlich die Liebe Jesu gerade auch f\u00fcr Thomas.<br \/>\n\u201eHerr und Gott\u201c sind Namen, die allein Gott zustehen. Sie d\u00fcrfen von Menschen nicht nebenbei, gedankenlos oder unpassend gebraucht werden (2. Mo 20, 7).<br \/>\nBEKENNTNISSE wirken bei Zuh\u00f6rern oft Nachdenken.<br \/>\n\u201eMEIN\u201c beschreibt, dass Thomas nun f\u00fcr sich in Anspruch nehmen kann, dass der Auferstandene SEIN Herr ist. Die schreckliche Abwesenheit Gottes ist vorbei.<br \/>\nJesus r\u00e4t zum Glauben und zum Vertrauen. (7)<br \/>\nWer nicht vertraut, erlebt nichts.<br \/>\nJesus hat nur eine Bedingung: Glaube meinem Wort.<br \/>\nUnd nun muss er nicht fort und fort all seinen Mitarbeitern seine H\u00e4nde und die Seite zeigen, damit Vertrauen entsteht.<br \/>\nEs war immer wieder dieser GLAUBE, klar, fest und gewiss, dass Nachfolger Jesu den Verlust ihrer G\u00fcter, Gef\u00e4ngnis, Trauer und sogar den Tod erlitten haben. (8)<br \/>\nDer GLAUBE ist so m\u00e4chtig, dass Petrus schreibt \u201eIhn habt ihr nie gesehen und habt ihn doch lieb; und nun glaubt ihr an ihn, obwohl ihr ihn nicht seht und freut euch mit unaussprechlicher, herrlicher Freude.\u201c<br \/>\nV 30f Die Bemerkung \u201edieses Buch\u201c schlie\u00dft einige sp\u00e4ter erschienene Schriften (9) aus, aber nicht die Wunderberichte aus den anderen drei Evangelien.<br \/>\nDie J\u00fcnger waren AUGENZEUGEN, denen man damals R\u00fcckfragen stellen konnte.<br \/>\nJ\u00fcnger sind Erw\u00e4hlte, Beauftragte, Gesandte. Sie sagen der Welt weiter, was sie erkannt haben, wie vertrauensw\u00fcrdig Gottes Wort und wie zuverl\u00e4ssig seine Versprechungen eintreffen.<br \/>\n\u201eIn seinem Namen\u201c bezieht in der Bibel immer den Aussteller der Prokura ein. DER handelt letztlich.<br \/>\nZIEL bleibt der Glaube an diesen Herrn Jesus.  <\/p>\n<p>Gliederungs- und zus\u00e4tzliche Themenvorschl\u00e4ge<br \/>\nI. (nach Gerhard Maier)<br \/>\n1. Ein Dank an den n\u00fcchternen Thomas<br \/>\n2. Die neue Wirklichkeit sprengt alle bisherigen Begriffe<br \/>\n3. Die neue Wirklichkeit f\u00fchrt auch Thomas zum Glauben<\/p>\n<p>II.<br \/>\n1. Der Mensch meint, Gott etwas sagen zu m\u00fcssen.<br \/>\n2. Gott hat dem Menschen etwas zu sagen<br \/>\n3. Das Gespr\u00e4ch miteinander<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Auch Bisch\u00f6fe legen in der Frage des LEEREN Grabes z. T. mit frommen Worten Wert auf eine Interpretation, die von einem naturwissenschaftlichen Verst\u00e4ndnis abweicht, z.B. Horst Hirschler (Hannover), Ulrich Fischer (Baden), Manfred Kock (Rheinland).<br \/>\n(2) Wie leicht lassen sich Geschwister vom Besuch der Gemeindeversammlungen abhalten &#8211; und durch was?<br \/>\nNoch leichter lassen sich viele Naturwissenschaftsgl\u00e4ubige von Begegnungen mit Jesus abhalten.<br \/>\n(3) Leute, die \u201egar nicht dabei\u201c waren, geben oft ihr Urteil ab. Die Medien leben von solchen Berichten.<br \/>\n(4) Menschen fallen zu oft auf einen sympathischen Schein herein. Man muss doch auch was sehen und erleben k\u00f6nnen&#8230; Deutlich in vielen prunkvollen (oft katholischen) Kirchenbauten, bei Prozessionen, aber auch im evangelischen Bereich bestehen W\u00fcnsche nach \u201eErlebnisgottesdiensten\u201c.<br \/>\n(5) Manchmal ist man \u00fcberrascht, dass XY pl\u00f6tzlich wieder im Gottesdienst sitzt.<br \/>\nChristus ist da! \u2013 beim zur\u00fcckhaltenden Thomas und den ver\u00e4ngstigten J\u00fcngern.<br \/>\nz. B. Paul Claudel, ein atheistischer Literat Frankreichs, beschreibt selbst: Er ging in Paris spazieren und kam an der Kirche Notre Dame vorbei. Weil Gottesdienst war, betrat er den Eingang weiter hinten. Viele sa\u00dfen unter dem Wort und wahrscheinlich h\u00f6rten nicht alle zu. Paul Claudel wurde aber vom Bibelwort getroffen und er schreibt: \u201eAls Betroffener und Umgewandelter verlie\u00df ich die Kirche\u201c. Eine Messingplatte im Fu\u00dfboden am Steinpfeiler erinnert: \u201eHier bekehrte sich Paul Claudel\u201c.<br \/>\n(6) August Winnig (1878-1956), ein \u201eDenkertyp\u201c, war Chefredakteur der sozialdemokratischen Zeitschrift und Vorsitzender des Dt. Bauarbeiterverbandes. Er kam vor dem Weltkrieg \u201ezum Glauben im Zuge eines Nachdenkens\u201c \u00fcber Gottes Wort. Nach dem Krieg geh\u00f6rte er zu den Gr\u00fcndern der CDU.<br \/>\nGott kann jedem SO begegnen, dass er es verstehen kann.<br \/>\n(7) Das ist schon im Menschlichen so:<br \/>\n\u201eHerr Doktor, warum wollen Sie mir diese Spritze verpassen? Was ist da \u00fcberhaupt drin? Sind Sie ganz sicher? Ist bei ihnen schon mal jemand gestorben?\u201c<br \/>\n\u201eLieber Taxifahrer, bevor ich mich Ihnen anvertraue: Haben Sie einen g\u00fcltigen F\u00fchrerschein? Gab es bisher Unf\u00e4lle? Waren Sie beim Fahren schon mal unsicher?\u201c<br \/>\n(8) Christenverfolgungen haben keinen Seltenheitswert, auch nicht in Europa.<br \/>\nBeispielhaft die evangelischen \u201eSalzburger Exulanten\u201c, die 1731 gezwungen wurden, zwischen pers\u00f6nlicher Bibellese und kurzfristiger Auswanderung zu w\u00e4hlen. Komplette Dorfeinwohnerschaften wanderten bis Ostpreu\u00dfen.<br \/>\n(9) z. B. ein sogenanntes Thomasevangelium, in dem Jesus kuriose, angebliche Wunder vollf\u00fchrt haben soll.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Zweifel \u00fcberwindet Bibelstelle: Johannes 20, 24-31 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung Zu Unrecht wurde dieser Bericht lange \u00fcberschrieben: \u201eDer ungl\u00e4ubige Thomas\u201c oder \u201eDer Zweifler Thomas\u201c. 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