{"id":1541,"date":"2007-03-28T15:39:40","date_gmt":"2007-03-28T13:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=360"},"modified":"2007-03-28T15:39:40","modified_gmt":"2007-03-28T13:39:40","slug":"predigthilfe-vom-8-4-2007-johannes-20-1-18","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-8-4-2007-johannes-20-1-18\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 8.4.2007 &#8211; Johannes 20, 1-18"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Sohn auferweckt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Johannes 20, 1-18<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nJohannes berichtet, wie ihm pers\u00f6nlich die Bedeutung des offenen, leeren Grabes klar wurde und er zum Glauben an den Auferstandenen fand. Die \u00fcbrigen Evangelisten erg\u00e4nzen durch zus\u00e4tzliche Fakten.<br \/>\nDER Wendepunkt der Weltgeschichte. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nWissenschaftlich l\u00e4sst sich Jesu Auferstehung nicht begr\u00fcnden! Der GLAUBE ist entscheidend (Jo 20, 29b). Die Auferstehung Jesu bringt alle \u201ewissenschaftlich gesicherten\u201c Erkenntnisse \u00fcber Leben und Tod durcheinander. Aber tot ist nicht tot. (1)<br \/>\nCampus f\u00fcr Christus z\u00e4hlt 4 \u201eBeweise\u201c f\u00fcr die Auferstehung Jesu auf. (2)<br \/>\nProfessor Thomas Arnold erg\u00e4nzt. (3)<\/p>\n<p>V 1 Au\u00dfer Maria Magdalena (4) waren auch andere Frauen unterwegs zum Grab (Lk 23, 56; 24, 1), um den Leichnam zu salben, bzw. ihn l\u00e4nger vor Verwesung zu sch\u00fctzen.<br \/>\nDer Stein war eine Verschlussplatte oder ein runder, rollbarer Verschluss, auf jeden Fall f\u00fcr Frauen zu schwer.<br \/>\nV 2 Die Adresse der J\u00fcngertreffs war ihr bekannt, also das Haus eines Jerusalemer J\u00fcngers oder der Abendmahlsraum. Petrus ist trotz seines Versagens (Mt 26) noch dabei! \u201eWir wissen nicht\u201c deutet auf die anderen Frauen hin, die in der Zwischenzeit ein Gespr\u00e4ch mit einem Engel hatten (Mt 28, 5ff; Mk 16, 5ff; Lk 24, 4ff). Maria spricht auch nach Jesu Tod von ihrem \u201eHerrn\u201c.<br \/>\nV 3 Eigentlich war es f\u00fcr Jesusnachfolger sicherer, im Haus zu bleiben (Jo 20, 19). Die Liebe zu Jesus war st\u00e4rker als die Angst vor dem eigenen Tod.<br \/>\nV 4-10 Johannes berichtet \u00fcber sich selbst gern anonym (Jo 13, 23). Die Tatsache des leeren Grabes st\u00fctzt sich stark auf die Aussagen der beiden Zeugen.<br \/>\nDreimal wird in V 2 und V 4 vom Laufen berichtet, ein Hinweis auf die Riesenspannung.<br \/>\nDer Fischer Petrus war sicher gelenkig, aber Johannes als J\u00fcngerer der Schnellere.<br \/>\nDie vorhandenen Leint\u00fccher weisen darauf hin, dass Jesu Leichnam nicht einfach gestohlen wurde, weder von Gegnern noch von J\u00fcngern. Dazu liegt das \u201eSchwei\u00dftuch\u201c (\u00e4hnlich unserem Taschentuch, Lk 19, 20; Apg 19, 12) ordentlich gefaltet da.<br \/>\nJohannes tritt nun auch n\u00e4her, \u201esah und kam zum Glauben\u201c. Der erste Mensch, der Jesu Auferstehung erfasst hatte.<br \/>\nAu\u00dfer den Sadduz\u00e4ern rechneten die Juden auch mit einer Auferstehung, aber erst am Ende der Tage (Mt 22, 23-34; Jo 11, 24; Apg 23, 8).<br \/>\nJohannes SIEHT erst und glaubt dann. In Israel war das nicht \u00fcberraschend (2. Mo 14, 31). Johannes wurde hier nicht zuerst durch die SCHRIFT \u00fcberzeugt, sondern durch Gottes TUN. (5)<br \/>\nDaneben war er von der Zuverl\u00e4ssigkeit der Schrift \u00fcberzeugt (Jo 10, 35).<br \/>\nDie Erfahrungen allein reichen nicht aus und m\u00fcssen an der Schrift gemessen werden. \u00dcbrigens war auch Petrus erst ganz \u00fcberzeugt, als er den Auferstandenen traf (Lk 24, 34; Jo 20, 19ff; 1. Ko 15, 5).<br \/>\nDie Lebensf\u00fchrungen dieser beiden J\u00fcnger unterscheiden sich (Jo 21, 15-24), d. h. Gott arbeitet nicht \u201enach Schablone\u201c, sondern beruft, begleitet, beauftragt und begabt jeden Jesusnachfolger individuell.<br \/>\nDie beiden J\u00fcnger gingen wieder heim&#8230;<br \/>\nV 11-18 Maria ist der erste Mensch als Zeuge der Auferstehung Jesu. Warum Frauen und in der Weihnachtsgeschichte sogar Hirten? Beide Gruppen waren unterprivilegiert, vor Gericht keine glaubw\u00fcrdigen Respektspersonen. Gerhard Maier weist deshalb auf die GNADE hin, die keinen menschlichen Beitrag zur Erf\u00fcllung braucht.<br \/>\nMaria, die Mutter Jesu (4), war nicht auf dem Friedhof. Der Schock vom Karfreitag hatte sie offensichtlich stark getroffen (Mt 27, 56ff; Jo 19, 27). (6)<br \/>\nMaria Magdalena kommt nach den J\u00fcngern an. Nat\u00fcrlich: M\u00e4nner rennen \u00fcberwiegend schneller &#8230; \u2013 manchmal aber auch schneller weg. V 13 war sie beim Weinen allein.<br \/>\n\u201eWei\u00dfe\u201c Engel deuten die Reinheit und den Glanz Gottes an. (7)<br \/>\nMaria ist auch die erste Nachfolgerin Jesu, die ihn lebendig sah (Mk 16, 19ff).<br \/>\nMaria SIEHT: kein Traum, keine Vision. Das griech. Wort meint das \u00fcbliche Anschauen (s. auch 1. Jo 1, 1).<br \/>\nJesus war nach der Auferstehung wie ein normaler Mensch zu \u201ebesichtigen\u201c (s. Emmaus-J\u00fcnger), aber nicht gleich zu erkennen.<br \/>\nMaria sorgt sich noch um die ordentliche Unterbringung eines toten Jesus.<br \/>\nV 16 Jesus sagt nur \u201eMaria\u201c. EIN Wort spricht sie an. (8) Sie erkennt ihn (Jo 10, 27; auch 3-5).<br \/>\nSie will \u201eihn holen\u201c, einen Leichnam. F\u00fcr Jesus tut sie immer noch alles.<br \/>\nV 16b \u201eRabbuni\u201c ist die gesteigerte Ausdrucksform f\u00fcr Rabbi = Lehrer (rev. Elberfelder).<br \/>\nUnklar bleibt, weshalb Maria ihn nicht ber\u00fchren soll, aber Thomas (knapp 30 Verse weiter) ihn anfassen darf.  Die Erkl\u00e4rung Jesu meint hier die Himmelfahrt.<br \/>\nEin \u201evorgezogener\u201c Missionsbefehl an Maria. Sie war die erste Botin der Auferstehung und erstmalig nennt Jesus seine J\u00fcnger \u201eBr\u00fcder\u201c, ein Hinweis auf Ps 22, 23?<br \/>\nV 17b \u201eund zu eurem Vater\u201c. Der Weg zu Gott ist frei. Menschen d\u00fcrfen ihn Vater nennen.<br \/>\nMit Ostern beginnt die neue Sch\u00f6pfung.<br \/>\nV 18 Maria verk\u00fcndigt. Zwei Themen: 1. Jesus lebt. 2. Sie gibt sein Wort weiter. Nicht mehr und nicht weniger.<br \/>\nDer Tod ist tot und bleibt nicht mehr der gro\u00dfe Feind und letzte Bezwinger. Und seit Maria w\u00e4chst die Gruppe der Zeugen st\u00e4ndig: \u201eJesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken?\u201c (Iwwd 188) \u2013 und Hunderte weiterer Auferstehungslieder.  <\/p>\n<p>Gliederungsvorschl\u00e4ge:<br \/>\n1. Vor Sonnenaufgang<br \/>\n2. J\u00fcngerinnen Jesu k\u00f6nnen zum Gl\u00fcck das Wichtigste nicht f\u00fcr sich behalten<br \/>\n3. Weinen ist out. Jesu lebt!<\/p>\n<p>Nach Gottfried Voigt:<br \/>\n1. Jesu meint uns pers\u00f6nlich<br \/>\n2. l\u00e4sst sich nicht fassen<br \/>\n3. ist aber bei Gott mit uns verbunden. <\/p>\n<p>Nach Dr. Gerhard Maier:<br \/>\n1. Der seltsamste Morgen in der Weltgeschichte<br \/>\n&#8211; Ein Morgen der Entt\u00e4uschung<br \/>\n&#8211; Ein Morgen der Ratlosigkeit<br \/>\n&#8211; Ein Morgen der ersten Glaubensahnung<\/p>\n<p>2. Weshalb reden Christen von der Auferstehung?<br \/>\n&#8211; Eines der umstrittensten Themen der Weltgeschichte<br \/>\n&#8211; Maria auf der Suche nach ihrem Herrn<br \/>\n&#8211; Selbst das Sehen Jesu \u00e4ndert nichts<br \/>\n&#8211; Erst sein Wort macht alles klar<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Die Leute sagen \u201eTot ist tot. Schluss und vorbei. Das war\u00b4s. Bis jetzt ist keiner zur\u00fcckgekommen.\u201c Kein anderer Irrtum ist so gro\u00df und folgenschwer. Vorl\u00e4ufig kam z.B. Lazarus zur\u00fcck, f\u00fcr alle Zeiten Jesus.<br \/>\nDie Naturwissenschaftler sind durch solche Ereignisse eher verunsichert. W\u00e4hrend der 70er Jahre boomte der Buchmarkt durch Schilderungen Scheintoter, die Licht u. a. gesehen hatten. Die Schweizerin Elisabeth K\u00fcbler-Ross war Gallionsfigur dieser Bewegung. Das Wissenschaftsmagazin Times z\u00e4hlte sie 1999 zu den \u201e100 gr\u00f6\u00dften Wissenschaftlern und Denkern\u201c. Kritiker warfen ihr einen Hang zur Esoterik und ihre Teilnahme an spiritistischen Sitzungen vor. Sie starb selbst 2004 verzweifelt und alleingelassen in Arizona.<br \/>\n[Aber Achtung: In der Verk\u00fcndigung nicht die Irrwege anderer besonders ausbreiten.]<br \/>\n(2) 1. Die Auferstehung wurde von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, vorausgesagt.<br \/>\n2. Die Auferstehung bleibt die einzig vern\u00fcnftige Erkl\u00e4rung f\u00fcr das leere Grab.<br \/>\n3. Die Auferstehung ist die einzig vern\u00fcnftige Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, dass Jesus Christus seinen J\u00fcngern erschien.<br \/>\n4. Die Auferstehung ist die einzig vern\u00fcnftige Erkl\u00e4rung f\u00fcr den Beginn einer Gemeinde, die l\u00e4nger existiert als alle anderen Zusammenschl\u00fcsse.<br \/>\n(3) Thomas Arnold, Professor f\u00fcr Geschichte, 14 Jahre Leiter der Rugy-Universit\u00e4t: \u201eIch kenne nicht eine Tatsache in der Menschheitsgeschichte, die durch bessere und v\u00f6lligere Beweise jeder Art bewiesen wurde, als dass Christus starb und von den Toten wieder auferstand.\u201c<br \/>\n(4) Die Marias des NT werden oft verwechselt:<br \/>\n&#8211; Maria, die Mutter Jesu<br \/>\n&#8211; Maria Magdalena aus Magdala am See Genezareth. Sie wurde von Besessenheit geheilt, folgte Jesus nach und erhielt als erste die Gewissheit der Auferstehung.<br \/>\n&#8211; Maria aus Betanien, die Schwester von Lazarus und Martha. Sie h\u00f6rte gern auf Jesu Wort, traute ihm bei der Beerdigung ihres Bruders die Macht \u00fcber Leben und Tod zu, salbte Jesus mit wertvoller Narde.<br \/>\n(5) Tausende wurden in Zeiten pers\u00f6nlicher Not durch Begegnungen und praktische Hilfen auf Gott aufmerksam und interessierten sich DANN f\u00fcr die Schrift.<br \/>\n(6) Die \u00fcberschw\u00e4ngliche Verehrung der Mutter Jesu im katholischen Raum wirft auch Fragen auf.<br \/>\n(7) Das Werbeversprechen f\u00fcr wei\u00dfe Ergebnisse \u201ePorentiefe Reinheit\u201c reicht nicht. Das HERZ muss erreicht werden, nicht der \u00e4u\u00dfere Schein aufpoliert.<br \/>\n(8) Manchmal trifft in einer l\u00e4ngeren Predigt auch nur EIN Wort tief, und Menschen \u00e4ndern ihren Lebensstil oder gar ihr Leben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Sohn auferweckt Bibelstelle: Johannes 20, 1-18 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung Johannes berichtet, wie ihm pers\u00f6nlich die Bedeutung des offenen, leeren Grabes klar wurde und er zum Glauben an den Auferstandenen fand. 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