{"id":1540,"date":"2007-03-28T15:38:04","date_gmt":"2007-03-28T13:38:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=359"},"modified":"2007-03-28T15:38:04","modified_gmt":"2007-03-28T13:38:04","slug":"predigthilfe-vom-6-4-2007-johannes-19-16-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-4-2007-johannes-19-16-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6.4.2007 &#8211; Johannes 19, 16-30"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Sohn opfert<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Johannes 19, 16-30<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\n\u201eLetzte Worte\u201c wichtiger Menschen werden oft zitiert, obwohl nicht immer klar ist, was aus ihrem weltlichen Umfeld wirklich noch mitgeteilt werden sollte. (1)<br \/>\nJesus spricht noch Verbindliches und Wesentliches. Sein Wort bleibt wahr auch noch vom Kreuz herab. (2)<br \/>\nDie sieben Worte Jesu am Kreuz sprechen wichtigste Themen an (s. auch unten):<br \/>\n1. Lk 23, 34 Vergebung<br \/>\n2. Lk 23, 42f Errettung<br \/>\n3. Jo 19, 26f Liebe<br \/>\n4. Mt 27, 46 Angst<br \/>\n5. Jo 19, 28 Leiden<br \/>\n6. Jo 19, 30 Sieg<br \/>\n7. Lk 23, 46 Ergebung<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 16b Jesus \u00fcberl\u00e4sst sich ganz der menschlichen Macht.<br \/>\nEr \u201eging hinaus\u201c. Drau\u00dfen war der Platz f\u00fcr die Unreinheit. (3)<br \/>\nDie Menschheit s\u00e4gte sich nun endg\u00fcltig den Ast ab, auf dem sie sitzen musste. Das Verh\u00e4ltnis zu Gott konnte nicht schlimmer verletzt werden. Aber wen k\u00fcmmert\u00b4s? (4)<br \/>\nJohannes setzt das Wissen \u00fcber die Berichte der anderen Evangelisten, wo Jesu mit dem Sch\u00e4cher spricht und er gel\u00e4stert wird, voraus.<br \/>\nJesu Platz in der Mitte war wohl f\u00fcr Barabbas gedacht gewesen. Ein Beispiel f\u00fcr die Einbeziehung ALLER S\u00fcnder in die Folgen der Kreuzigung Jesu.<br \/>\nV 19 Pilatus l\u00e4sst, wie \u00fcblich, ein Infoschild am Kreuz befestigen.<br \/>\nV 20 Viele lasen das. Der Kreuzigungsplatz lag nahe an der Stadt und der menschliche Zug, Verurteilte und Verunfallte mit eigenen Augen zu sehen, steckt in allen Menschen.<br \/>\nErste Regungen bei den Juden, hier nicht allein die Verantwortung tragen zu wollen. Wer war verantwortlich und muss sp\u00e4ter seinen Kopf herhalten? (5) Pilatus bel\u00e4sst es bei seiner Sicht.<br \/>\nV 23f Nach r\u00f6mischem Recht fallen dem Kreuzigungskommando die Kleider zu. Ob Jesus wie andere Verurteilte nackt am Kreuz hing, ist wahrscheinlich. Man nahm den Verurteilten bewusst ihre letzte Ehre.<br \/>\nGott hatte Mitleid mit den Menschen nach dem S\u00fcndenfall und fertigte ihnen selbst einen letzten Schutz an (1. Mo 3, 21). Die Gekreuzigten mussten darauf verzichten.<br \/>\nV 25ff Bei Jesus stehen bleiben! M\u00e4nner k\u00f6nnen sich \u201eeine Scheibe davon abschneiden!\u201c<br \/>\nJesus weist unterschiedliche Menschen unter dem Kreuz einander zu. Jesusnachfolger geh\u00f6ren nun zusammen, auch wenn sich ihre Charaktere, Blutgruppen und Verwandtschaften unterscheiden.<br \/>\nSogar Familienbande werden zweitrangig: Johannes\u00b4 Mutter Salome stand dabei, aber Maria wird vorgezogen. Jesus l\u00f6st alte Beziehungen dieser Welt und kn\u00fcpft neue f\u00fcr sein Reich.<br \/>\nMaria, die Mutter Jesu, war also dabei. Man h\u00f6rt in den Auferstehungsberichten nichts mehr von ihr. Trotzdem hat sie im Leben Jesu eine tragende Rolle gespielt (6) und Jesus sorgt f\u00fcr ihre Zukunft.<br \/>\nDer Evangelist Johannes hat Maria zweimal besonders deutlich beschrieben: In Kana (Jo 2) und am Kreuz.<br \/>\nMaria war Mutter, nicht seine \u201eMiterl\u00f6serin\u201c. Sie war selbst ja auch auf Jesu S\u00fchnesterben angewiesen. F\u00fcr eine \u00dcberbewertung der Marien-Rolle fehlen im Gotteswort die Best\u00e4tigungen.<br \/>\nJesus sieht im Gegensatz zu den meisten Leidenden immer auch noch das Leiden der Anderen (Lk 18, 40)  trotz seiner unbeschreiblichen Schmerzen. Johannes soll die \u201eirdische\u201c Sohnesstelle einnehmen, Jesus \u00fcbernimmt als Sohn Gottes seinen Platz.<br \/>\nV 30 Nachdem Jesus wusste, dass sein Werk vollendet war (V28), nun das Wort vom Sieg.<br \/>\nEr ist nicht \u201eungewollt in eine Falle\u201c gelaufen. Er hatte vorher GEWUSST, was kommt (Lk 18, 31f).<br \/>\nDie \u201eerf\u00fcllten\u201c Schriftstellen waren wohl Ps 22, 16 und Ps 69, 22.<br \/>\nVollendet war die Liebe zum Vater und zu den Menschen.<br \/>\nDen \u201eEssig\u201c beschreibt Walter Bauer im W\u00f6rterbuch zum NT. (7)<br \/>\nYsop war ein kleiner Strauch mit St\u00e4ngeln von ca. 1 Meter L\u00e4nge, dessen Bl\u00fcten f\u00fcr Reinigungsmittel verwendet wurden, praktisch das K2r des Altertums, auch antiseptisch wirksam. Zum Passa brauchte man ihn (2. Mo 12, 22). Mit einem Ysop-B\u00fcschel wurden die T\u00fcrpfosten in \u00c4gypten mit Blut bestrichen, um die Leute des Gottesvolkes zu retten.<br \/>\nV 30b im Griechischen \u201eer \u00fcbergab den Geist\u201c. Dasselbe Verb wie in V 16 bei der \u00dcbergabe des Jesus durch Pilatus an die Juden. <\/p>\n<p>Zu den letzten sieben Worten Jesu am Kreuz geh\u00f6ren V 26.28.30 (zeitliche Reihenfolge s. o.):<br \/>\n(zu 3.) V 26f Liebe: WELT-Erl\u00f6sung besch\u00e4ftigt Jesus, aber Leben und Zukunft der Einzelnen beh\u00e4lt er trotzdem im Blick.<br \/>\n(zu 5.) V 28 Leiden:<br \/>\nNach einem Leben voller Hilfestellungen, vom Jakobsbrunnen \u00fcber die Speisung Tausender bis zum Lazarus verzichtet Jesus auf die erreichbare Hoheit und geht den ECHT UNTERSTEN Weg.<br \/>\nKein Held des Altertums wurde so umgehend und umfassend erniedrigt. Alles f\u00fcr uns (2. Ko 8, 9).<br \/>\nEr selbst wird lieber \u201eWurm\u201c (Ps 22, 7; Mt 27, 39ff) und BITTET ANDERE um Hilfe: Mich d\u00fcrstet! Seelsorgerlich-menschlich kaum nachvollziehbar bittet der Herr der Welt besonders Unprivilegierte um Hilfe (Jo 4, 10b).<br \/>\n(zu 6.) V 30 Sieg:<br \/>\nH\u00f6hepunkt des Wortes Gottes! Vom Anfang der Bibel \u201eSiehe, es war sehr gut!\u201c (1. Mo 1, 31) bis zum abschlie\u00dfenden \u201eEs ist geschehen!\u201c (Offb 21, 6) und zum \u201eAmen!\u201c (Offb 22, 20).<br \/>\nAlles, was Menschen kaputtgemacht hat im zwischenmenschlichen, seelischen oder medizinischen Bereich ist out. Vorbei.<br \/>\nMediziner und Prediger, Psychotherapeuten und Zukunftsforscher sind als Spezialisten nicht mehr n\u00f6tig. Sie d\u00fcrfen mit allen zusammen, die das Wasser des Lebens in Anspruch genommen haben, bei Gott sein rund um die Uhr (Offb 21, 3ff). <\/p>\n<p>Gliederungs- und zus\u00e4tzliche Themenvorschl\u00e4ge<br \/>\n1. Die Vollendung des Planes Gottes<br \/>\n2. Die Verherrlichung des Sohnes Gottes<br \/>\n3. Die Errettung des Volkes Gottes<\/p>\n<p>&#8211; Der Tod ist tot.<br \/>\n&#8211; Der Tag, an dem der Tod starb<br \/>\n____________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) \u00dcber Goethes zwei letzten Worte: \u201eMehr Licht!\u201c gehen die Meinungen auseinander: Der Wunsch nach mehr Wissen, Weitsicht und \u00dcberblick oder nur eine Bitte, die Jalousien im Raum zu \u00f6ffnen.<br \/>\n(2) Die letzten Worte Jesu wurden von hervorragenden Schriftkennern erkl\u00e4rt, z.B. C.H.Spurgeon \u201eChristi Worte am Kreuz\u201c, Hermann Bezzel \u201eDie Worte am Kreuz\u201c u. a. Als Taschenb\u00fccher erh\u00e4ltlich.<br \/>\n(3) Wer Tote ber\u00fchrt hatte, war 7 Tage unrein. Friedh\u00f6fe lagen immer \u201edrau\u00dfen\u201c.<br \/>\n(4) Praxis heute \u2013 nur ein Ausschnitt (2007): Islamisten durften ungestraft beim Metzger auf Schweinefleisch spucken. In D\u00fcren (NRW) ert\u00f6nt dreimal t\u00e4glich der Aufruf zum Gebet vom Minarett. WEN K\u00dcMMERT\u00b4S?<br \/>\n(5) Unendliches Leid erfuhren die Juden in den anschlie\u00dfenden Jahrhunderten, weil man sie einfach haftbar machte. Obwohl WIR ALLE Golgatha mitverschuldet haben!<br \/>\n(6) Die \u00dcBER-bewertungen aus Sicht der katholischen Kirche sollten uns nicht ermutigen, Marias wichtige Aufgabe und ihre hervorragende Erf\u00fcllung abzuwerten.<br \/>\n(7) \u201eZum nachhaltigen Stillen des Durstes geeigneter als Wasser und, weil billiger als der eigentliche Wein, bei kleinen Leuten &#8230; beliebt, auch als Soldatengetr\u00e4nk.\u201c <\/p>\n<p>Zitate<br \/>\n&#8211; M. Luther, Kleiner Katechismus, 2. Hauptst\u00fcck &#8211; Der Glaube:<br \/>\nDieser Jesus \u201esei mein Herr, der mich verlorenen und verdammten Menschen erl\u00f6set hat, erworben, gewonnen von allen S\u00fcnden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; auf dass ich sein Eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er &#8230;\u201c<br \/>\n&#8211; N. L. Graf v. Zinzendorf: Am Holz des Kreuzes wurde die Welt ein f\u00fcr allemal gerettet. Und wer verloren geht, geht selber verloren, weil er den Retter nicht annehmen will, weil er wieder zu Fall kommt und den S\u00fcndenfall Adams wiederholt.<br \/>\nEin f\u00fcr alle Mal wurden alle S\u00fcnden am Kreuz ges\u00fchnt, der ganze S\u00fcndenfall ist getilgt und die ganze Verpflichtung gegen\u00fcber Satan und das ganze Unheil, das nach dem S\u00fcndenfall Adams ergangen ist, wurde  durch die N\u00e4gel Jesu zerrissen, aufgehoben und f\u00fcr nichtig erkl\u00e4rt.<br \/>\n&#8211; M. Luther: Ich bin sicher, wenn ich auf der Kanzel stehe, um zu predigen oder am Pult, um zu lehren, dann ist es nicht mein Wort, sondern meine Zunge ist die Feder des lebendigen, beredten Schreibers.<br \/>\n&#8211; M. Luther: Das ist das Geheimnis des Reichtums der g\u00f6ttlichen Gnade f\u00fcr die S\u00fcnder; denn durch einen wunderbaren Tausch sind unsere S\u00fcnden jetzt nicht mehr unsere, sondern Christi S\u00fcnden, und Christi Gerechtigkeit ist nicht mehr nur Christi, sondern unsere Gerechtigkeit.<br \/>\n&#8211; Donald Bloesch: Das Gef\u00e4ngnis wurde gest\u00fcrmt und die Gef\u00e4ngnistore wurden ge\u00f6ffnet, aber wenn wir unsere Gef\u00e4ngniszellen nicht verlassen und nicht in die Freiheit hinaustreten, sind wir in Wirklichkeit noch nicht erl\u00f6st.<br \/>\nObwohl das Werk Christi f\u00fcr den S\u00fcnder beendet ist, ist sein Werk in dem S\u00fcnder noch nicht beendet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Sohn opfert Bibelstelle: Johannes 19, 16-30 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung \u201eLetzte Worte\u201c wichtiger Menschen werden oft zitiert, obwohl nicht immer klar ist, was aus ihrem weltlichen Umfeld wirklich noch mitgeteilt werden sollte. 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