{"id":1535,"date":"2007-02-08T12:09:52","date_gmt":"2007-02-08T10:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=354"},"modified":"2007-02-08T12:09:52","modified_gmt":"2007-02-08T10:09:52","slug":"predigthilfe-vom-4-3-2007-philipper-2-5-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-4-3-2007-philipper-2-5-11\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 4.3.2007 &#8211; Philipper 2, 5-11"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; mit Christus erf\u00fcllt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Philipper 2, 5-11<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkung<br \/>\nPaulus r\u00e4t Jesusleuten, die GESINNUNG Jesu zu \u00fcbernehmen. Nur so k\u00f6nnen Spannungen und Streitigkeiten innerhalb der Gemeinde aufgel\u00f6st werden &#8211; nicht durch Besserwisser und Besserglauber.<br \/>\nV 6-11 sind auch als Philipper- oder Christushymnus bekannt, wohl ein gel\u00e4ufiges Lied der Urchristenheit, das Paulus \u00fcbernommen hat. Es enth\u00e4lt das wahrscheinlich \u00e4lteste und k\u00fcrzeste Glaubensbekenntnis in V 11: Herr (ist) Jesus Christus &#8211; im Griechischen nur drei Worte.<br \/>\nHier werden aber nicht die Menschwerdung, Erniedrigung und Erh\u00f6hung Jesu theologisch umfassend entfaltet, sondern versucht, das selbsts\u00fcchtige Herz des Menschen (gerade auch des gl\u00e4ubigen&#8230;) zu gewinnen und dazu zu bringen, MIT JESUS zu denken und zu leben, die gleiche Richtung einzuschlagen. <\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps<br \/>\nV 5 Die \u00dcberschrift und das Anliegen sollen anreizen, immer wieder die Denkweise Jesu zu \u00fcbernehmen.   \u201ewwjd\u201c steht unter jungen Leuten f\u00fcr &#8222;What would Jesus do?&#8220; (deutsch: \u201eWas w\u00fcrde Jesus tun?\u201c), die Abk\u00fcrzung f\u00fcr einen Denkspruch, den man vorwiegend auf Armb\u00e4ndchen lesen kann. Hinter der Frage steht die Idee, durch solche Armb\u00e4ndchen erinnert zu werden, sich bei allem, was man tut, zu fragen, wie Jesus Christus in dieser Situation reagieren, handeln oder denken w\u00fcrde. (1)<br \/>\nJesus ist kein bestaunenswertes Vorbild, sondern seine Grunds\u00e4tze sollen \u00fcbernommen werden: Selbstlosigkeit, Demut und Gehorsam. Unsere N\u00e4chsten werden es sp\u00fcren, ob wir \u201ein Christus\u201c sind oder nicht. <\/p>\n<p>V 6 Das Raubobjekt, ein \u201ean sich Festzuklammerndes\u201c (2) soll nicht verloren werden.<br \/>\nDas \u201eSein gleich Gott\u201c (w\u00f6rtl.) beschreibt Jesu G\u00f6ttlichkeit VOR seiner Menschwerdung (Jo 1, 1f).<br \/>\nHier wird schon der Name Gottes angedeutet (2. Mo 3, 14) \u201eSein, der ich sein werde\u201c (s. unten zu V 9). Dieser Name beschreibt nicht das unbewegliche Bild eines G\u00f6tzen, sondern einen LEBENDIGEN Gott, der z. B. auch verfolgen (z. B. Jona), strafen (1. Mo 6, 11ff), begnadigen (Jes 43, 1), lieben (Jer 31, 3), auf Gebet hin vorgesehene Weichenstellungen \u00e4ndern (Jes 38, 5). <\/p>\n<p>V 7 Elberfelder: \u201eEr machte sich selbst zu nichts\u201c, griech. auch: \u201eentleerte sich selbst\u201c.<br \/>\nSklaven waren Entleerte ohne Freiheit, Besitz und \u201eMenschenrechte\u201c. Sie durften nur tun, was ihr Herr ihnen  auftrug.<br \/>\nJesus hat nicht seine Gottheit aufgegeben, als er in die Menschheit eintrat, verzichtete allerdings auf die Bandbreite seiner g\u00f6ttlichen M\u00f6glichkeiten (R\u00f6 8, 3; Hebr 2, 14.17). (3)<br \/>\nEr behielt tats\u00e4chlich seine g\u00f6ttliche Kraft, als er wie wir wurde, blieb dabei aber selbstlos, dem\u00fctig und gehorsam (s. o.). Jesus ist willig untertan und bildet die Spitze der Sklaven aller Zeiten &#8211; bei allen bleibenden Unterschieden.<br \/>\nSpannungen unter Br\u00fcdern, die keine Sonderlehre vertreten, deuten manchmal darauf hin, dass die Beteiligten noch nicht ganz begriffen haben, wie Jesus ihr Thema begleitet h\u00e4tte. <\/p>\n<p>V 8 Jesus blieb allm\u00e4chtig, verzichtete aber von Betlehem bis Golgatha auf seine absolute \u00dcbermacht.<br \/>\nH\u00e4tte er sein Menschsein nur vorgespielt, w\u00e4re es das gr\u00f6\u00dfte Schauspiel der Geschichte gewesen. Sp\u00e4testens am Kreuz h\u00e4tte der \u201eSpa\u00df\u201c aber aufgeh\u00f6rt.<br \/>\nSeinen Willen n\u00e4herte er nicht dem Vaterwillen an. ER wollte was Gott will. Sein Wille WAR Gottes Wille.<br \/>\nEr und der Vater blieben eins (Jo 10, 30). Deshalb lehnte er die Bitten der Kreuzigungsbesucher ab: \u201eHilf dir selber, wenn du Gottes Sohn bist, und steig herab vom Kreuz\u201c (Mt 27, 40); \u201eEr hat Gott vertraut, der erl\u00f6se ihn nun\u201c (Mt 27, 43). <\/p>\n<p>V 9 Nach der Beschreibung des Weges Jesu nach unten folgt die Zielrichtung nach oben. Erstes Wort =  DESWEGEN, also die Wirkung der Ursache. Jetzt ist Gott der Vater am Zuge. Und er, Gott, erh\u00f6ht Jesus, WEIL dieser den Weg V5-8 gegangen ist.<br \/>\n\u201e\u00dcber alle Ma\u00dfen erh\u00f6ht\u201c meint die \u00dcbergabe der absoluten Herrschaft, die in der Herrlichkeit sichtbar wird. (4)<br \/>\nLuthers \u201egegeben\u201c und Elberfelders \u201everliehen\u201c beschreiben eine Schenkung. Der Begriff Gnade steckt in diesem Verb.<br \/>\nDer J\u00fcnger Thomas entdeckt pl\u00f6tzlich: Jesus begegnen hei\u00dft Gott begegnen: \u201eMein Herr und mein Gott\u201c (Jo 20, 28). Den Namen Gottes d\u00fcrfen Juden in Gottes Wort nur lesen, aber nicht aussprechen (2. Mo 20, 7), d. h. Thomas war \u00fcberzeugt, Jesus ist Gott.  <\/p>\n<p>V 10f NAMEN waren im Altertum Lebensbeschreibungen, Programme, nicht nur Rufmittel (5)<br \/>\nDas Knie beugen zeigte Unterwerfung an, (6) allerdings auch Verehrung und Anbetung. Wer vor jemandem auf die Knie fiel, beugte sich ihm, betete ihn an. (Beispiel Dan 2, 46 + 3, 6)<br \/>\nJ. A. Bengel, Gnomon: \u201eDas Beugen der Knie geschieht entweder willig mit Freuden oder gezwungen mit Zittern\u201c. (7)<br \/>\n\u201eZur Ehre Gottes\u201c weist auch hier auf die Urheberschaft des Erl\u00f6sungsprogramms hin. Gott ist hier (R\u00f6 8, 31-34, s. besonders V 33). Gott plante hier schon lange im Voraus und lie\u00df es sich alles kosten, um Menschen zu erl\u00f6sen.<br \/>\nBei der Inthronisation erh\u00e4lt Jesus alle Funktionen eines allm\u00e4chtigen Herrn. <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\nThema: Mit Christus erf\u00fcllt<br \/>\nIm Kraftfeld des Christus leben wir<br \/>\n1. in seiner Selbstlosigkeit<br \/>\n2. in seinem Gehorsam<br \/>\n3. in seiner Herrschaft<br \/>\n______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Nach Angaben der Hersteller wurden bisher weltweit \u00fcber 52 Millionen verkauft.<br \/>\n(2) Wie der fl\u00fcchtende Dieb eine gestohlene Handtasche unter den Arm klemmt.<br \/>\n(3) In den ersten Jahrhunderten entstanden manche Sonderlehren, die die G\u00f6ttlichkeit oder Menschlichkeit Jesu einseitig festlegen wollten. Das Konzil von Chalkedon kl\u00e4rte 451 n. Chr.: Jesus Christus, WAHRER Mensch und gleichzeitig WAHRER Gott.\u201c (Zweinaturenlehre).<br \/>\n(4) Iwwd 358, 1-3 \u201ewird doch nur Jesus und Jesus allein, Grund meiner Freude&#8230;\u201c.<br \/>\n(5) Umbenennungen waren mit neuen Lebenszielen verbunden, z. B. Jo 1, 42: Simon = Gott hat erh\u00f6rt, Petrus = Felsen). Bis Mitte des 20. Jh. w\u00e4hlten Christen gern deutschsprachige Vornamen mit biblischem Hintergrund f\u00fcr ihre Kinder: Gotthilf, F\u00fcrchtegott, Traugott, Gottlieb, Christian, Christoph usw., aber auch Renate = die Wiedergeborene u. v. a.<br \/>\n(6) Sieger lie\u00dfen ihre Hauptfeinde niederknien und setzten ihnen als \u00f6ffentliches Zeichen ihrer \u00dcbermacht den Fu\u00df in den Nacken. Die Redewendung: \u201e&#8230; sitzt mir im Nacken\u201c hat auch hier Urspr\u00fcnge, \u00fcbernimmt heute aber das Bild des schmerzenden Nackens als Folge psychischer Belastung.<br \/>\nIm Kairoer Museum werden ausgegrabene Pharaonen gezeigt. Die Herrscher hatten Fu\u00dfschemel aus Gold, die aus verkleinerten Abbildungen vor ihm kniender Feinde bestanden.<br \/>\n(7) Anh\u00e4nger der sogenannten Allvers\u00f6hnung, &#8211; hier existieren allerdings auch unterschiedliche Lehren &#8211; , finden hier keine Beweismittel. Wenn im letzten Gericht auch jeder bekennen wird, ob er kann und will oder muss: ALLE werden, Geisterm\u00e4chte eingeschlossen, die Menschen der irdischen und himmlischen Gemeinde nicht ausgeschlossen. (Hebr 12, 1a; 22f; Offb 5, 13; 7, 9-17).  <\/p>\n<p>Liedvorschlag<br \/>\nIwwd 241: Sag kennst du wohl den wunderbaren Namen<br \/>\nNEUERE LIEDER befassen sich wieder mehr mit dem Namen Jesus. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; mit Christus erf\u00fcllt Bibelstelle: Philipper 2, 5-11 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkung Paulus r\u00e4t Jesusleuten, die GESINNUNG Jesu zu \u00fcbernehmen. 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