{"id":1533,"date":"2007-02-05T16:45:02","date_gmt":"2007-02-05T14:45:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=352"},"modified":"2007-02-05T16:45:02","modified_gmt":"2007-02-05T14:45:02","slug":"predigthilfe-vom-18-2-2007-philipper-1-27-30","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-18-2-2007-philipper-1-27-30\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 18.2.2007 &#8211; Philipper 1, 27-30"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; mit Einsicht erf\u00fcllt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Philipper 1, 27-30<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Erkl\u00e4rungen und Tipps:<br \/>\nV 27 \u201eW\u00fcrdig\u201c &#8211; gemeint ist das Verhalten als Glied in einer GEMEINSCHAFT. (1) Werner de Boor \u00fcbersetzt \u201eW\u00fcrdig des Evangeliums f\u00fchrt euer Gemeindeleben&#8230;.\u201c, also nicht nur \u201eeuer Leben\u201c, sondern \u201eGemeindeleben\u201c. (2) Wandel beschreibt hier das aktive Leben in der Gemeinde mit allen Rechten und Pflichten. (3)<br \/>\nWer Christus sehen will, muss seine Gemeinde anschauen (Eph 5, 23; Kol 1, 24).<br \/>\nEinm\u00fctigkeit sollte ein Kennzeichen der Gemeinde sein.<br \/>\nWenn Satan erst einmal \u201eMitglied\u201c der Gemeinde geworden ist (Mt 7, 14; 1. Petr 5, 8), f\u00fchren sachliche Unterschiede bald zu geistlichen Differenzen und trennen die Glieder. Eine in sich zerstrittene Gemeinde verliert bald ihre evangeliumsgem\u00e4\u00dfe Au\u00dfenwirkung. Geistliche Distanz l\u00e4sst sich nicht dadurch beseitigen, dass dem Gegen\u00fcber die eigenen \u00dcberzeugungen eingetrichtert werden. H\u00f6ren ist hier wichtiger als Reden.<br \/>\nUnfruchtbare Gemeinden haben oft ihr Problem darin, dass man \u00fcbereinander redet, statt aufeinander zu h\u00f6ren. Wo die Kluft zwischen Geschwistern oder Parteien er\u00f6rtert wird, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie dadurch nur weiter vertieft wird, wenn nicht gleichzeitig der ehrliche Wille zur Vergebung gegenseitig ausgedr\u00fcckt wird.<br \/>\nGemeinschaft wird nicht mehr gesucht, weil man sich einsam f\u00fchlt und hier gutes Programm geboten wird, sondern weil man seine eigene Schuld vor Gott ans Licht gebracht und wieder Gemeinschaft mit IHM gefunden hat. Das bewirkt Gemeinschaft untereinander.<br \/>\nVergebung ist keine Leistung, die erstens eben auch zur Heiligung geh\u00f6rt, sondern eine pers\u00f6nliche Grundsatzerkl\u00e4rung, die Jesu Vergebung f\u00fcr sich umfassend in Anspruch nimmt und Ihm damit allein die Ehre l\u00e4sst &#8211; und zweitens der ehrliche Wille, dem Anderen nun so zu begegnen, wie man sich auch die Begleitung Jesu f\u00fcr das eigenen Leben w\u00fcnscht. (4)<br \/>\nChristen sollten nicht den Ast abs\u00e4gen, auf dem sie selber sitzen. \u201eW\u00fcrdig des Evangeliums\u201c hei\u00dft auch: Gemeinsamer Nenner in der Gemeinde ist nicht das Tun (Leistung) sondern zuerst das GESCHENK der Freiheit in einem neuen Leben. Da kann man nur mitnehmen, nichts mitbringen.<br \/>\nAlle Selbstzufriedenheit schmilzt. Deshalb schreibt Paulus den Christen in Philippi auch nicht aus der Ferne vor, wie ihr Wandel im Einzelnen zu geschehen hat. Sie haben das Evangelium und den Geist, k\u00f6nnen also ihren Weg in der Bruderschaft gemeinsam finden und in gegenseitiger Unterst\u00fctzung gehen. (3b) (5)<br \/>\nEin Ursprung, ein Geist, eine gemeinsame Quelle f\u00fcr den Mut, eine Zukunft \u2013 alles durch Christus. Ob stark oder schwach, eingebunden in den Wirkungsbereich des Christus wirkt letztlich nur Er (Jo 15, 5b).<br \/>\nGegnerisches Ziel im Kampf gegen die \u201epolis\u201c war die Taktik, die K\u00e4mpfer auseinander zu bringen und in Einzelk\u00e4mpfe zu verwickeln. Deshalb gilt in der Gemeinde: Keiner kann alles, jeder kann etwas, gemeinsam k\u00f6nnen wir mehr.<br \/>\nFreiheit ist immer umk\u00e4mpft, auch das Geschenk der Freiheit durch Christus (Gal 5, 1): So steht nun fest&#8230;<br \/>\n\u201eNicht eingesch\u00fcchtert\u201c in K\u00e4mpfen, die Christen nicht suchen. Es geht um leidende Verteidigung, standhaftes Ausharren unter den Zust\u00e4nden der Welt. Die Kennzeichen der Jesusleute sind eher passiv: \u201eherzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Sanftmut, Demut, Geduld (Eph 4, 2; Ko 3, 12), siehe auch (6), &#8211; nicht die Verteidigung pers\u00f6nlicher Standpunkte. Die f\u00fchrt ins Leiden.<br \/>\nV 29f Leiden muss kein Missgeschick und kein Zeichen daf\u00fcr sein, dass Gott einen h\u00e4ngen l\u00e4sst, es wird (w\u00f6rtl.) \u201egeschenkt f\u00fcr Christus\u201c.<br \/>\nGerade im Leiden wurden viele Zeugnisse \u00fcberzeugend. Sie machen auf zwei Befreiungen aufmerksam: Erstens F\u00dcR CHRISTUS, zweitens VON SICH. Das \u201eIch-Gef\u00e4ngnis\u201c (Werner de Boor) wirkt auch in der allt\u00e4glichen Last der Gedanken: St\u00e4ndig eigene Probleme w\u00e4lzen blockiert das Handeln. Gerade weil Paulus und Silas sich im Gef\u00e4ngnis von Philippi NICHT vom pers\u00f6nlichen Leiden erdr\u00fccken lie\u00dfen, konnten sie noch singen (Apg 16, 25) und f\u00fchrten ihren derzeit gr\u00f6\u00dften Gegner zu Jesus.<br \/>\nGerade in der verfolgten Gemeinde, in der Diaspora und in Untergrundkirchen, ist das Zeugnis der Christen oft  glaubw\u00fcrdiger, weil kein Eigennutz mehr erkennbar ist. Wie viele Kranke und Leidende haben andere zu Christus f\u00fchren k\u00f6nnen. (7)<br \/>\nJe mehr weltliche Machthaber Druck machten und beabsichtigten, Gottes Leute in ihrem Bereich abzuschaffen, desto mehr wurden sie, ein uraltes Ph\u00e4nomen (2. Mo 1, 12).<br \/>\nZeuge hei\u00dft griechisch \u201emartys\u201c = M\u00e4rtyrer.<br \/>\nEine allgemein anerkannte Regel im Altertum war \u201eDer Gesandte ist gleich dem Sendenden\u201c. Und 2. Ko 5, 20 \u201eBotschafter an Christi Statt\u201c spricht den Zeugen zu: Wie sie euch begegnen, begegnen sie mir.<br \/>\nAu\u00dferdem bleibt dem Zeugen aber das Leiden nicht erspart.<br \/>\nAus dem \u201eChristus starb F\u00dcR MICH\u201c wird ein \u201elebe ich F\u00dcR CHRISTUS\u201c (Phil 1, 13; 1. Petr 2, 21).<br \/>\nChristus gro\u00df machen ist ein Ziel, dass die Gemeinde am besten intern vers\u00f6hnt anstrebt.   <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. W\u00fcrdig des Evangeliums leben<br \/>\n2. W\u00fcrdig in Einheit<br \/>\n3. W\u00fcrdig zum Leiden<br \/>\n______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) s. Erkl\u00e4rung Elberfelder rev.<br \/>\n(2) Im Deutschen entstammt das Adjektiv \u201ew\u00fcrdig\u201c der Wortfamilie \u201eWert, wertvoll\u201c.<br \/>\n(3) Das Verb \u201ewandeln\u201c hei\u00dft im Griechischen \u201epoliteuomai\u201c und h\u00e4ngt mit der griechischen \u201epolis\u201c, dem Stadtstaat, zusammen, daher Politik, Poliklinik, Polizist und Politesse.<br \/>\nEinzelne Heldenk\u00f6nige (Goliath) k\u00e4mpften f\u00fcr ihre Schutzbefohlenen, d.h. Einzelk\u00e4mpfer, die Vordersten im Heer (daher \u201eHeer-Mann\u201c = Hermann, Armin). Sp\u00e4ter entwickelte sich die \u201ePhalanx\u201c, eine Kette von K\u00e4mpfern, die von drei Seiten durch Mitk\u00e4mpfer gesch\u00fctzt waren. Jeder profitierte vom Nachbarn, konnte nicht auf ihn verzichten. Das Gemeinwesen vergab Rechte und Pflichten.<br \/>\n(4) \u00c4lterer Ausdruck: Etwas unters Kreuz bringen und dort f\u00fcr immer zu begraben.<br \/>\n(5) Zur griechischen \u201epolis\u201c geh\u00f6rte auch die Pflege guter Beziehungen zu den Nachbargemeinden des Volkes. Im Ernstfall brauchten die Athener die Spartaner und umgekehrt. In der Geschichte der Gemeinschaftsbewegung war das Miteinander der Werke und Verb\u00e4nde \u201e\u00fcberlebenswichtig\u201c. Der gute geistliche Kontakt zu anderen Christen und Gemeinden muss gepflegt werden, damit er \u201efunktioniert\u201c, wenn man sich braucht (Joh 17, 20f).<br \/>\n(6) J.A.Bengel, Gnomon: \u201eWillst du wissen, wie ein evangelischer Christ wandeln soll? Hier steht es eigentlich; es wird gemeldet der GLAUBE (V27), die HOFFNUNG (V28); die LIEBE (2, 2).\u201c<br \/>\n(7) \u201eWas w\u00e4ren wir ohne das hingeweinte Lob Gottes der Bedr\u00e4ngten?\u201c (Verfasser unbekannt). <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; mit Einsicht erf\u00fcllt Bibelstelle: Philipper 1, 27-30 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Erkl\u00e4rungen und Tipps: V 27 \u201eW\u00fcrdig\u201c &#8211; gemeint ist das Verhalten als Glied in einer GEMEINSCHAFT. 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