{"id":1532,"date":"2007-01-24T19:22:08","date_gmt":"2007-01-24T17:22:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=351"},"modified":"2007-01-24T19:22:08","modified_gmt":"2007-01-24T17:22:08","slug":"predigthilfe-vom-11-2-2007-philipper-1-18-26","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-11-2-2007-philipper-1-18-26\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 11.2.2007 &#8211; Philipper 1, 18-26"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; mit Hoffnung erf\u00fcllt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Philipper 1, 18-26<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nV 18 wird erst durch die Verse davor verst\u00e4ndlich. Die Verk\u00fcndigung, das \u201eVornedranstehen\u201c, anderen den Weg weisen, gern geh\u00f6rt zu werden k\u00f6nnen auch eine pers\u00f6nliche Machtstellung vermitteln. Macht kann s\u00fcchtig machen.<br \/>\nPaulus war die Weitergabe des Evangeliums (V 14 \u201edas Wort reden\u201c) wichtiger als sein eigenes Wohlbefinden. Das war nicht unbedingt unter allen Br\u00fcdern \u00fcblich. <\/p>\n<p>Texterkl\u00e4rungen<br \/>\nV 18 Christus verk\u00fcndigen auf JEDE Weise&#8230;, auch wenn die Motive nicht immer ganz lauter sind. (1)<br \/>\nWenn die Verk\u00fcndigung inhaltlich stimmt, wird Gottes Wort nicht leer zur\u00fcckkommen (Jes 55, 11).<br \/>\nGrund zur Freude!<br \/>\nWer das Evangelium \u201eaus Liebe\u201c zu den Verlorenen (V 16) weitergibt, wird allerdings auch pers\u00f6nliche M\u00e4rtyrersituationen, sogar den Tod einkalkulieren m\u00fcssen. <\/p>\n<p>V 18b.19 Paulus freut sich auch auf das Kommende \u2013 obwohl seine Gefangenschaft mit einer Hinrichtung enden k\u00f6nnte.<br \/>\nPaulus nutzt zwei Gehst\u00fctzen: Die \u201eGebete\u201c der Geschwister und den \u201eBeistand des Geistes Jesu\u201c. (2)  Gott kann alles heilen (R\u00f6 8, 28), heute und in Ewigkeit (Offb 21). Im AT verstand man das ganz praktische, allt\u00e4gliche Eingreifen Gottes als Heil und Rettung. Im NT erh\u00e4lt Heil das Gewicht ewiger Erl\u00f6sung. Damit ist das alte Verst\u00e4ndnis nicht \u00fcberholt. Gott kann in jeder aktuellen Situation eingreifen und Heil schenken.<br \/>\nBraucht Gott, der Allm\u00e4chtige, unsere Gebete, um helfen zu k\u00f6nnen? Er ist allerdings nicht der Gott aller anderen Religionen, der souver\u00e4n schaltet und waltet, sondern sucht das Miteinander \u2013 am deutlichsten durch Jesus Christus.<br \/>\nHans von Keler (Landesbischof i. R.): \u201eGebet ersetzt keine Tat. Aber Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann.\u201c<br \/>\nJesus ermuntert zum Bitten, Suchen und Anklopfen (Mt 7, 7f) und verspricht Erh\u00f6rung. Gott sucht das Liebesverh\u00e4ltnis zu Menschen, die nicht zweckgebunden beten, sondern Seine Ehre suchen.<br \/>\nDer \u201eBeistand des Geistes\u201c erinnert an seinen Vertretungsdienst vor Gott (R\u00f6 8, 26.34).<br \/>\nDer Text liefert auch einen Hinweis auf die Dreieinigkeit Gottes. <\/p>\n<p>V 20 Ein Prozess vor Gericht steht bevor. Paulus will trotzdem \u201eeinzig und allein\u201c an Jesus h\u00e4ngen, ob im Leben oder im Tod. (3) \u201eWenn nur Christus&#8230;\u201e (V 18).<br \/>\n\u201eIn sehnlicher Erwartung und Hoffnung\u201c (Elberfelder) beschreibt auch die gespannte Erwartung eines Tiers, das den Hals in die Richtung streckt, in die es begehrend oder ver\u00e4ngstigt blickt. <\/p>\n<p>V 21 s. a. Gal 2, 20. <\/p>\n<p>V 22 Eine gr\u00f6\u00dfere Chance f\u00fcr das Evangelium verbindet Paulus mit seinem eventuellen Weiterleben. Die L\u00e4nge seines Lebens war ihm zweitrangig. (4) <\/p>\n<p>V 23f Bei der G\u00fcterabw\u00e4gung belegt die L\u00c4NGE des Lebens nur die hinteren R\u00e4nge.<br \/>\nAuch die \u201eErf\u00fcllung\u201c im Dienst kommt nicht zur Sprache. Es kommt nicht darauf an, was MIR zusagt.<br \/>\nDas LebensENDE kann in ausweglosen Situationen auch als Trost erscheinen. Aber Paulus will Christus dienen und keinen eigenen Lebensentwurf verwirklichen &#8211; nicht \u201emit links\u201c: Er LEIDET an dieser Entscheidung. <\/p>\n<p>V 25f ZUVERSICHT (s. Predigttipp Phil 1, 3-11, V6-7).<br \/>\nSeine Argumente:<br \/>\n&#8211; Zur F\u00f6rderung des Evangeliums<br \/>\n&#8211; Zur Freude am Glauben<br \/>\n&#8211; Damit das R\u00fchmen in Christus Jesus durch ihn zunimmt.<br \/>\nIn Gef\u00e4ngnismauern eingeschlossen \u2013 aber ihn umgibt auch die gr\u00f6\u00dfere Macht, das Gebet und die Treue Gottes. <\/p>\n<p>Predigttipps<br \/>\nDie besorgte Philippi-Gemeinde nimmt teil am Schicksal des Paulus. (5)<br \/>\nAuf die Frage, wie es IHM gehe, reagiert der Apostel mit einem Bescheid, wie es dem EVANGELIUM geht.<br \/>\nEine klare Vorstellung von Mt 6, 33. Wen das Evangelium erst einmal erfasst hat, bei dem wird es zur gewichtigen Kraft.<br \/>\nMenschen, deren Gedanken immer nur um ihr eigenes Schicksal kreisen, HABEN dann auch ein schweres Schicksal. Ein Leben in Hingabe an Jesus und Mitmenschen erzeugt Erf\u00fcllung und Freude, trotz eigener Beschwerden. Hauptsache: das Evangelium.<br \/>\nDie Geschichte der Gemeinde Jesu zeigt, dass alle Berechungen der Christenverfolger Milchm\u00e4dchenrechungen waren. Sie erreichten meistens ungewollt das Gegenteil ihrer Bem\u00fchungen. Gott gibt sein \u201egutes Werk\u201c nicht auf, auch wenn der Apostel \u201eFesseln\u201c tr\u00e4gt. <\/p>\n<p>Die Gegner des Paulus sind unterschiedlich motiviert, aber sie predigen KEIN ANDERES Evangelium, sonst w\u00fcrde der Fall Gal 1, 6ff eintreten.<br \/>\nDas Evangelium gilt, auch wenn seine Zeugen zu oft nicht fehlerfrei leben. (6) <\/p>\n<p>Paulus kennt die \u201eLust, aus der Welt zu scheiden\u201c &#8211; das Wort beschreibt auch das Losmachen eines Kahns, aber wichtiger als das eigene Schicksal ist das Ergehen des Evangeliums. Seine Zuversicht (V 6) und Gewissheit ruht auf der Zuverl\u00e4ssigkeit seines Herrn. \u201eWir wissen aber&#8230;\u201c (R\u00f6 8, 28). \u201eIch bin \u00fcberzeugt, dass weder Tod noch Leben&#8230; (R\u00f6 8, 38f). Gott wird\u00b4s WOHL machen (Ps 37, 5).<br \/>\nSollte es zum Todesurteil kommen, dann nicht, weil Gott sich zur\u00fcckgezogen h\u00e4tte. Kommt es zum Freispruch bleibt es ebenfalls beim Leben \u201ein Christus\u201c.<br \/>\nPaulus redet nicht von einem Leben NACH dem Tod, sondern vom Leben des Christus. Dem Herrn leben, dem Herrn sterben (R\u00f6 14, 8): \u201eWir werden allezeit beim Herrn sein\u201c (1. Thess 4, 17). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\nFreude auch in schlimmster Lage \u2013 wenn man sagen kann<br \/>\n1. Hauptsache: das Evangelium<br \/>\n2. in jedem Fall: Christus<br \/>\n______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1a) Welcher Zeuge und Verk\u00fcndiger kann von sich sagen, dass seine Motive umfassend und jederzeit ganz der Botschaft untergeordnet sind und er seine gelungenen Beitr\u00e4ge nicht hin und wieder doch auf SEIN Wirken bezieht.<br \/>\n(1b) M\u00fcssen s\u00e4mtliche Chormitglieder, Instrumentalisten und Mitarbeiter in der Jungschar (nicht Leiter!) wiedergeboren sein? Beispiel: Eine Masterarbeit in Adelshofen \u00fcber Mitarbeiter in Gemeinden weist nach, \u201edass heute mehr junge Erwachsene eine Beziehung zum pers\u00f6nlichen Christus durch MITARBEIT gewinnen, als durch Evangelisationsveranstaltungen\u201c. (Infoheft 4\/2006, S.19)<br \/>\nDr. Paul Murdoch: \u201eWichtig ist, WAS gesagt wird, nicht warum.\u201c<br \/>\n(2) Wie stark besch\u00e4ftigt uns und unsere Gemeinde die F\u00fcrbitte? Nicht Pflicht, sondern K\u00fcr: Wir d\u00fcrfen Jesus in alles \u201eeinspannen\u201c, was uns bewegt.<br \/>\n(3) Der Unterschied zu allen falschen Messiassen und ihren tragischen Enden wurde aktuell bei der Hinrichtung Saddam Husseins: Jesus starb ausschlie\u00dflich f\u00fcr ANDERE.<br \/>\n(4) In dieser Welt scheint die LEBENSL\u00c4NGE allerh\u00f6chstes Gut zu sein &#8211; seiner \u201eLebensl\u00e4nge eine Elle zusetzen\u201c k\u00f6nnen. Jungbrunnen, Zellkuren, Vitaminspritzen, nichts bleibt unversucht trotz horrender Preise.<br \/>\nSogar \u201eSport ist Mord\u201c (Winston Churchill) k\u00f6nnte im Einzelfall eintreten, wenn das \u201eFit-Bleiben\u201c extensiv das  eigene Leben verl\u00e4ngern soll.<br \/>\nDurch die S\u00fcnde des Menschen (1. Mo 3) wurde der Tod f\u00fcr Jeden unausweichlich (Mt 6, 27; Lk 12, 20.25). Nur Christus hat den Tod besiegt.<br \/>\n(5) Ein Menschenschicksal wog damals wenig. Gerieten Menschen in Gewalt anderer (z. B. Kriegsgefangenschaft), dann war ihr Los nicht nur Leibeigenschaft, Zwangsarbeit in Bergwerken und auf Galeeren; man hat z. B. im Jahr 70 Hunderte an einem Tag gekreuzigt; man hat sie, ebenfalls zu Hunderten, in Arenen den wilden Tieren ausgeliefert, bis keiner mehr am Leben war. Das geh\u00f6rte zur r\u00f6mischen Philosophie der Kaiser: Gebt dem Volk Brot, Spiele und etwas Religion. Die Herrscher machten sich beim Volk beliebt, indem sie Menschenblut sehen lie\u00dfen. In dieser Zeit lebte Paulus.<br \/>\nWas konnten Menschen aller Zeiten nicht alles ihren Mitmenschen antun?<br \/>\nF. Nietzsche bezeichnet den Menschen als \u201edas herrliche Raubtier, die prachtvolle nach Beute und Sieg l\u00fcstern schweifende Bestie\u201c (Zur Genealogie der Moral 1).<br \/>\n(6) Augsburger Bekenntnis Artikel 8: Auch das Abendmahl darf ich im Glauben an den Herrn annehmen, auch wenn mir die geistlichen Schw\u00e4chen des Austeilers bekannt sind. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; mit Hoffnung erf\u00fcllt Bibelstelle: Philipper 1, 18-26 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen V 18 wird erst durch die Verse davor verst\u00e4ndlich. 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