{"id":1530,"date":"2007-01-11T21:00:22","date_gmt":"2007-01-11T19:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=349"},"modified":"2007-01-11T21:00:22","modified_gmt":"2007-01-11T19:00:22","slug":"predigthilfe-vom-28-1-2007-jesaja-41-8-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-28-1-2007-jesaja-41-8-20\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 28.1.2007 &#8211; Jesaja 41, 8-20"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Aufblick erm\u00f6glicht<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 41, 8-20<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nZeitgeschichte: Unter K\u00f6nig Cyrus hat sich Persien zur Weltmacht entwickelt. V\u00f6lker brechen vor ihm zusammen. \u00dcber allem aber spricht Gott sein Wort und ruft den V\u00f6lkerkreis zur Rechenschaft.<br \/>\nBiblische Vorgeschichte: Die V\u00f6lker und das Volk Gottes stehen vor Gericht (ab V 1). Der Zusammenbruch der V\u00f6lker und ihrer G\u00f6tzen im Gericht (V 5-7).  <\/p>\n<p>Textbausteine<br \/>\nV 8 \u201eDu aber&#8230;\u201c. Gott kann jederzeit eingreifen, aus- und weiterhelfen. Das \u201eABER\u201c weist oft auf Gottes \u00dcberlegenheit hin. (1)<br \/>\nDrei Bezeichnungen f\u00fcr Gottes Volk:<br \/>\n&#8211; Israel, mein Knecht. In der Gefangenschaft waren sie Knechte, Sklaven. Gott erwartet aber keinen unterw\u00fcrfigen \u201eKadavergehorsam\u201c und bleibt ihr f\u00fcrsorglicher Herr \u201etrotz allem\u201c. (2)<br \/>\n&#8211; Jakob, den Gott  \u201etrotz allem\u201c nicht fallen lie\u00df.<br \/>\n&#8211; Spross Abrahams. Der Erw\u00e4hlte und Geliebte Gottes \u201etrotz allem\u201c. <\/p>\n<p>V 9 Der Wortstamm \u201efest sein\u201c bezeichnet auch die Haltlosigkeit gottloser V\u00f6lker und Menschen, die ihre  Hilflosigkeit ahnen, sich aber trotzdem Mut machen (V 6 \u201eSteh fest!\u201c). Sie WISSEN, dass ein Gott existiert, k\u00f6nnen ihn von sich aus aber nicht \u201ebegreifen\u201c (R\u00f6m 1, 19.21ff), suchen nach Halt und machen sich zwangsl\u00e4ufig G\u00f6tter. Eigene Vorstellungen werden umgesetzt. (3) Die G\u00f6tzenfabrikation lief auf Hochtouren.<br \/>\nDie ENDEN, R\u00c4NDER und Grenzen (w\u00f6rtl. Winkel) der Erde begr\u00fcnden kein \u201ebiblisches Weltbild\u201c einer Erdscheibe. (4)<br \/>\nDie ERW\u00c4HLUNG war allein Gottes Entscheidung, die nicht menschliche Verdienste beurteilte. Auf diese Auserw\u00e4hlung kann man sich nichts einbilden, sie ist Gottes Werk allein (Jesus Mt 3, 9). Die Gotteskindschaft begr\u00fcndet keinen automatischen Rechtsanspruch und wird von den Betroffenen selbst als reines Wunder eingestuft.  <\/p>\n<p>V 10.13 Drei Mal im Abschnitt \u201eF\u00fcrchte dich nicht!\u201c (V 10.13.14).  Wirksame Mutmacher m\u00fcssen begr\u00fcndet sein. (5) W\u00f6rtl. \u201eSchau nicht nach Hilfe um\/umher, denn ich bin dein Gott\u201c.  Bedr\u00fccktes Um- und R\u00fcckschauen bremst den Weg nach vorn. Gedanken k\u00f6nnen belasten: St\u00e4ndig Probleme w\u00e4lzen blockiert das Handeln. <\/p>\n<p>V 10b w\u00f6rtl. \u201eIch st\u00fctze (ergreife, halte) dich mit (in) der Rechten meines Heils\u201c &#8211; das bedeutet Geborgensein.<br \/>\nV 11f Die Heimkehrer aus der babylonischen Gefangenschaft erlebten Feindseligkeit (s. Nehemiabuch).<br \/>\nIsraels Platzanspruch auf der Erdkugel war immer umk\u00e4mpft. Wichtige Welt- und Handelsstra\u00dfen liefen hier und die angrenzenden Gro\u00dfm\u00e4chte \u00c4gypten, Assyrien, Babylon (Irak) und Persien (Iran) zeigten \u00f6fter Bereitschaft, Israel auszul\u00f6schen und ins Meer zu werfen.   <\/p>\n<p>V 14ff Israel war inmitten der \u201eGro\u00dfen\u201c immer ein \u201eW\u00fcrmlein\u201c, allerdings in Gottes F\u00fcrsorgebereich (1. Sam 2, 4; Hes 34, 16), so wie die Gemeinde Jesu auch immer auf Macht und Durchsetzungskraft verzichten musste (1. Ko 1, 27; 9, 22; 2. Ko 12, 9).<br \/>\nDRESCHWAGEN waren landwirtschaftliche Ger\u00e4te. Vorl\u00e4ufer unseres M\u00e4hdrechers war ein Holzschlitten mit vorn hochgekr\u00fcmmter Bodenplatte, der an der Unterseite mit vielen scharfen Steinen oder Metallsplittern best\u00fcckt war. Der Bauer stand darauf und lie\u00df sich auf der Tenne vom Zugtier \u00fcber die am Boden ausgebreiteten Getreidehalme ziehen.<br \/>\nWORFELN: Nach der Arbeit des Dreschschlittens wurden die K\u00f6rner vom Weizen getrennt indem das Getreide mit Holzgabeln, Schaufeln oder T\u00fcchern in die Luft geworfen wurde. Der Wind trennte automatisch die leichtere Spreu vom wertvollen Getreide. <\/p>\n<p>V 15 \u201eDer Wurm Israel wird zum Dreschschlitten\u201c (Prof. theol. Karl Elliger). Gottes Zusagen machen aus dem kleinen Gottesvolk keine Weltmacht. Im Kleinsein erh\u00e4lt Israel gro\u00dfe Auftr\u00e4ge, die seine \u201eunbedeutende Rolle\u201c unter den Gro\u00dfm\u00e4chten nicht aufhebt, aber durch Gottes Obhut und dessen F\u00fcrsorge bis hin zur \u00dcberlebensgarantie. (6)<br \/>\nTrotz der Sch\u00f6pfungs- und Heilungskr\u00e4fte Gottes bleibt Israel klein, die Gemeinde Jesu schwach und manche Kranke krank. Der gro\u00dfe Gott kann es sich leisten, dass seine Leute nicht immer obenauf sind, aber seine Begleitung entzieht er keinem. Er wirkt sogar Gro\u00dfes durch ihre minimalen Reserven. <\/p>\n<p>V 16b \u00dcber Gott freuen kann man sich schon vor dem Eintreffen seiner Hilfe. <\/p>\n<p>V 17 Gott wirft seinen Leuten nichts vor, im Gegenteil: Vier Mal \u201eIch will!\u201c (Ps 33, 4.9). Und wenn Gott etwas will, k\u00f6nnen nicht einmal Leichen nein sagen (Jo 11, 43f; Offb 20, 12ff).<br \/>\nDie Vorhaben Gottes bauen auf: \u201eErh\u00f6ren, nicht verlassen, Quellen \u00f6ffnen, machen, pflanzen, wachsen lassen\u201c. (7)<\/p>\n<p>V 19 Die deutschen \u00dcbersetzungen der Baumsorten sind nicht sicher. Edelh\u00f6lzer waren gemeint.  <\/p>\n<p>V 20 Ziel des Abschnittes: Gott ist der heilige Israels. Er selbst wird ERKANNT durch seine Taten.<br \/>\nERKENNEN bedeutet im AT mehr als heute. Z. B. \u201eAdam erkannte sein Weib\u201c hatte nichts mit seiner Sehf\u00e4higkeit zu tun. Erkennen hie\u00df \u201eEinig werden \u2013 Eins werden \u2013 Heiraten\u201c.<br \/>\nDeshalb kann Menschen nur durch Erkenntnis der Wahrheit geholfen werden:<br \/>\nErkenntnis = Einig\/Eins werden (Jo 6, 69; 8, 32).<br \/>\nWahrheit = Jesus Christus (Jo 14, 6; 8, 32). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Gott erw\u00e4hlt<br \/>\n2. Gott nimmt die Furcht<br \/>\n3. Gott ordnet die Zukunft<br \/>\n______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Beispiele (ausf\u00fchrlicher siehe Konkordanz):<br \/>\n&#8211; Jos 24, 15 Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen<br \/>\n&#8211; 1. Sam 16, 7 Der Herr aber sieht das Herz an<br \/>\n&#8211; Hi 19, 25 Aber ich wei\u00df, dass mein Erl\u00f6ser lebt<br \/>\n&#8211; Ps 2, 4 Aber der im Himmel wohnt, lacht ihrer<br \/>\n&#8211; Ps 27, 10 Aber der Herr nimmt mich auf<br \/>\n&#8211; Ps 73, 28 Aber das ist meine Freude<br \/>\n&#8211; Ps 93, 4 Der Herr aber ist noch gr\u00f6\u00dfer<br \/>\n(2) Claus Westermann (Prof. theol.): \u201eDie wesentliche Besonderheit liegt darin, dass das Wort f\u00fcr \u201eKnecht\u201c im Hebr. (\u00e1b\u00e4d) etwa gleichgewichtig das Moment des bergenden, sichernden Zugeh\u00f6rens und das des Darunterstehens, der Unterordnung, zum Ausdruck bringt &#8230; Das \u00e1b\u00e4d-Sein bedeutet in dieser Hinsicht Vertrauen, Ehre, Geborgenheit, so etwa wie es dies f\u00fcr den Knecht Abrahams in 1. Mo 24 bedeutet\u201c.<br \/>\n(3) Beispiele:<br \/>\nVon griech. G\u00f6ttern kann man \u00fcber Gott nichts lernen, nur \u00fcber die Menschen und ihre Vorstellungskraft.<br \/>\nNaturv\u00f6lker verehrten Steine, Wurzeln. In Tempeln stellte man anthropomorphe (menschen\u00e4hnliche) \u201eAbbildungen\u201c als G\u00f6tterbilder auf. Luther: \u201eWoran du dein Herz h\u00e4ngst, das ist dein Gott!\u201c.<br \/>\n(4) Trotz Wissen von einer Erdkugel, die sich bewegt und einer \u201efeststehenden\u201c Sonne versteht jeder: \u201eDie Sonne geht auf, &#8230; geht unter\u201c.<br \/>\n(5) Fast alle Hundebesitzer sagen: \u201eF\u00fcrchte dich nicht! Der beisst nicht!\u201c Dem beruhigenden Wort allein ohne unterst\u00fctzende Fakten fehlt meistens die Wirkung.<br \/>\n(6) Beste Beispiele f\u00fcr die deutsche Redewendung \u201eKlein, aber oho!\u201c sind Israel und die Gemeinde Jesu.<br \/>\n(7) Kein Land mit W\u00fcstengegenden hatte je solche \u201eErfolge\u201c in der Urbarmachung ver\u00f6deter und verw\u00fcsteter Fl\u00e4chen. Im krassen Gegensatz zu den Nachbarstaaten w\u00e4chst hier etwas auf. Die \u201eWurm-Qualit\u00e4t\u201c des Landes, die geringe Gr\u00f6\u00dfe und Wichtigkeit in Presse, Funk und TV bleibt. Trotz allem steht Gott hinter ihnen. <\/p>\n<p>Liedvorschlag<br \/>\nIwdd Rubrik Glaube und Vertrauen, z. B.<br \/>\nIwdd 377 Aber der Herr ist immer noch gr\u00f6\u00dfer<br \/>\nIwdd 378 Herr, weil mich festh\u00e4lt<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Aufblick erm\u00f6glicht Bibelstelle: Jesaja 41, 8-20 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Zeitgeschichte: Unter K\u00f6nig Cyrus hat sich Persien zur Weltmacht entwickelt. 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