{"id":1528,"date":"2007-01-02T12:01:13","date_gmt":"2007-01-02T10:01:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=347"},"modified":"2007-01-02T12:01:13","modified_gmt":"2007-01-02T10:01:13","slug":"predigthilfe-vom-14-1-2007-jesaja-38-1-22","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-14-1-2007-jesaja-38-1-22\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 14.1.2007 &#8211; Jesaja 38, 1-22"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Ausblick gew\u00e4hrt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 38, 1-22<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nHiskia regierte ca. 29 Jahre (719-691 v. Chr.; 2. K\u00f6n 18, 2). Seine Krankheit und die Genesung fallen zeitlich in die Mitte. Anschlie\u00dfend lebte er noch 15 Jahre (V 5) &#8211; siehe auch Paralleltext 2. K\u00f6n 20, 1-11.<br \/>\nJesaja war DER Prophet des AT. Und weil Prophetie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus der Sicht Gottes erkl\u00e4rt, beschreibt Jesaja ab Kapitel 40 auch Entwicklungen, die z. T. in der Zukunft liegen.<br \/>\nJesaja hei\u00dft Jahwe heilt, Jahwe errettet.<br \/>\n2 Themenbereiche: Hiskias Krankheit und sein Lobpsalm. <\/p>\n<p>Textbausteine<br \/>\nV 1 \u201eZu der Zeit\u201c ist eine \u00fcbliche Redewendung und bindet die Geschichte ein (z. B. 1. Mo 2, 4; Mt 3, 1; Luk 2, 2, &#8211; s. Konkordanz).<br \/>\n\u201eTodkrank\u201c bedeutete den Tod. (1)<br \/>\nJesaja hatte das Vertrauen aufeinander folgender K\u00f6nige. Archivar, Biograf, Sekret\u00e4r, Erzieher (des Hiskia) und wohl auch Arzt am K\u00f6nigshof (2. K\u00f6n 20, 7; Jes 38, 21).<br \/>\n\u201eBestelle&#8230;\u201c (w\u00f6rtl. \u201eGib Anordnung f\u00fcr dein Haus\u201c), d. h. ordne, solange du noch kannst. (2)<br \/>\nV 2f Das \u201eGesicht zur Wand\u201c beschreibt weder Trotz noch kindhaftes Schmollen, sondern Hiskia wendet sich von allem ab, was ihn beeinflussen kann und redet mit Gott. Allerdings sehr menschlich, indem er versucht, Gott seine Verdienste vorzuhalten, wie oft er Gott zugewandt gelebt hatte; V 2b w\u00f6rtl. \u201edas in deinen Augen Gute habe ich getan\u201c.<br \/>\nHiskia war sicher: Wenn Gott gedenkt, greift er ein. Kein theatralisches Weinen. Wer ehrlich weint, ist am Ende. \u201eTr\u00e4nen sprechen eine Sprache, die Gott versteht.\u201c (Dieter Schneider) D\u00fcrfen M\u00e4nner weinen? (3)<br \/>\nV 4 Gott redet nicht daher (Ps 33, 9). Sein Wort GESCHIEHT! (Jer 1, 2; Hes 1, 3: Jona 1, 1; Tob 14, 6).<br \/>\nVon der Sch\u00f6pfung bis zur Herrlichkeit ist Gottes Wort dynamis.<br \/>\nV 5 Gott erh\u00f6rt Gebete. Seine Ziele sind zwar unver\u00e4nderlich, aber er l\u00e4sst durch ernstes Gebet \u00fcber die Wege dahin mit sich reden. (4) Er unterliegt nicht selbstgemachten Zw\u00e4ngen.<br \/>\nLogisch-wissenschaftlich Gepr\u00e4gte haben hier ein Problem. Sie halten sich an unverbr\u00fcchliche Regeln und Gesetze, die nicht auf Liebe, Gnade, Vergebung, Neuanfang gr\u00fcnden.<br \/>\nV 5 \u201eGeh hin!\u201c Glaube und Gehorsam kann nicht nur \u201eauf dem heimischen Sofa\u201c gelebt werden. (5)<br \/>\nWenn Gott h\u00f6rt und sieht, sind menschliche Anliegen in den besten H\u00e4nden.<br \/>\n\u201eSiehe!\u201c hei\u00dft \u201eAchtung, aufgepasst!\u201c, auch wenn die nat\u00fcrliche Augen noch nichts sehen, ist Gott am Werk.<br \/>\n15 Jahre sind eine Gnadenfrist. Der Tod ist damit aber nicht beseitigt, nur aufgeschoben (s. Lazarus Jo 11, 43f).<br \/>\nV 7f Gott setzt oft Zeichen (Regenbogen, Bundeszeichen, usw.). Er bekr\u00e4ftigt DAS WORT durch mitfolgende Zeichen (Mk 16, 20). Wunder und Zeichen sind Hinweise auf die Allmacht Gottes. Naturwissenschaft und Wunder sind f\u00fcr Gott derselbe Bereich.<br \/>\nSonnenzeiger\/Sonnenuhren zeigen durch ihren Schatten die Tageszeit an.<br \/>\nZur \u201eUhr des Ahas\u201c siehe ausf\u00fchrlicher auch 2. K\u00f6n 20, 8-11. Jes 7 wird Ahas durch Jesaja zum Glauben gerufen, der ihm Jesus als Zeichen ank\u00fcndigt (Jes 7, 14).<br \/>\nSchattenrisse ab\u00e4ndern ist aus menschlicher Sicht unm\u00f6glich. <\/p>\n<p>V 9 Dank kommt nach der Erfahrung von Bedr\u00e4ngnis \u00fcber die Bitte um Hilfe bis zum Eingreifen Gottes.<br \/>\nV 10 \u201eDer Mensch denkt und Gott lenkt!\u201c, eine Redewendung ohne Herkunftsnachweis, aber mit millionisch vielen Beispielen.<br \/>\nV 12 Das Abbrechen der H\u00fctte, des Zeltes war Zeichen einer Ver\u00e4nderung des Lebensbereiches (4. Mo 9, 18; 2. Ko 5, 1; Hebr 11, 8f).<br \/>\nDer Gl\u00e4ubige im AT kennt den Vergleich seines Lebens mit dem Faden des Webers, der einmal abgeschnitten wird (Hiob 7, 6) (6), \u00e4hnlich dem Abbrennen eines Kerzendochts.<br \/>\nAlle Lebenskraft ist erloschen: Verschmachten beschreibt das kl\u00e4glich-hilflose Verenden eines Lebewesens.<br \/>\nJeder Stolz und alles Selber-K\u00f6nnen haben ein Ende. Nur der Hilferuf bleibt.<br \/>\nLuthers Thema: Gesetz und Evangelium. Unseren verdienten Tod vor Augen brachte Jesus eine neue Gerechtigkeit, Erl\u00f6sung und Heil (R\u00f6 4, 25 \u2013 5, 1ff; 8, 1ff).<br \/>\nV 15ff Hauptthema: ER hat\u00b4s getan. Der Herr hat geholfen (V 20). Grund auch f\u00fcr alle Christuszeugnisse.<br \/>\nV 17 Luthers \u00dcbersetzung \u201eTrost\u201c geh\u00f6rt im Deutschen zur Wortfamilie Treue, vertrauen, Vertrag, vertragen. Echter Trost hat immer seinen R\u00fcckhalt im zuverl\u00e4ssigen Herrn.<br \/>\nW\u00f6rtl. \u201eZum Heil wurde mir die Bitternis, bitteres Leid.\u201c (siehe auch rev. Elberfelder). \u201eDer Weg durch die Verzweiflung war n\u00f6tig, weil das Heil nicht anders offenbar geworden w\u00e4re.\u201c (Dieter Schneider). (7)<br \/>\nDie rev. Elberfelder \u00dcbersetzung titelt den Abschnitt \u201eVom Segen der Krankheit\u201c.<br \/>\n\u201eSeele\u201c ist f\u00fcr den Hebr\u00e4er der ganzheitliche Mensch, nicht nur sein frommes Innenleben. (8)<br \/>\nV 20 Erlebte Hilfe hat Folgen (Ps 66, 13ff; Ps 118, 17; Lebensbilder von Paulus und Missionaren bis heute).<br \/>\nGrund zum Feiern! (Ps 66 u. a.) Lobpreis geh\u00f6rt zum Gottesdienst, aber nicht nur um menschlicher Erfahrungen willen, sondern WEIL GOTT IST.<br \/>\nV 21f Jesaja war auch Arzt. Trotzdem l\u00e4sst er einen Kollegen \u00fcbliche Medizin verschreiben. Feigenkuchen kann wohl Geschw\u00fcren sch\u00e4dliche Substanzen entziehen.<br \/>\nBei allen Glaubenserfahrungen verzichtet Jesaja nicht auf ordentliche, \u00e4rztliche Versorgung und anerkannt wirksame Medikamente. Auch der gro\u00dfe Glaube an Gottes Heilkr\u00e4fte wird nicht die gesundheitsf\u00f6rdernden Mittel der Medizin ablehnen.<br \/>\nHiskia kann wieder jubeln, weil er als Kranker vom Gottesdienst ausgeschlossen war, nun aber wieder teilnehmen darf. \u201eGott loben, das ist unser Amt!\u201c (aus: Nun jauchzt dem Herren, alle Welt&#8230;, V 5)<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\nGott schafft Neues<br \/>\n1. Er hilft verstehen und schafft Ausblicke<br \/>\n2. Ihn loben, das ist unser Amt<br \/>\n_______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Weder Notrufnummern noch Notfall\u00e4rzte. Keine Intensivstationen. Wer \u201etodkrank\u201c war, starb meistens.<br \/>\n(2) \u201eHaus\u201c schlie\u00dft Hiskia samt seiner Verwandtschaft ein, auch in geistlicher Hinsicht.<br \/>\nAlso 1. Ordne deine Vergangenheit gegen\u00fcber Gott und deinen Leuten. 2. F\u00fcr das Morgen besteht f\u00fcr V\u00e4ter und Verantwortliche eine F\u00fcrsorgepflicht. Sie haben Nachfolger, d. h. vorerst Anbefohlene f\u00fcr ihren k\u00fcnftigen Einsatz im Reich Gottes zeitig und ausreichend anzuleiten. Hiskia war K\u00f6nig:<br \/>\nPraxis: Welche Politiker sehen \u00fcber den Tellerrand ihrer zeitlichen Verantwortung hinaus? WELCHE WICHTIGKEIT wird \u201everdienten, unersetzlichen\u201c Mitarbeitern zugemessen? Welche Bezirks- und Gemeinschaftsleiter sehen ihre Verantwortung darin, NACHFOLGER ZEITIG zu suchen und anzuleiten? Viele Bauernh\u00f6fe, Betriebe, Gesch\u00e4fte, sogar einzelne Missionswerke \u00fcberdauerten kaum\/nicht, weil ihre \u201everdienten Gr\u00fcnderv\u00e4ter\u201c nicht abgeben konnten.<br \/>\nVorschlag: Wer in der Gemeinschaftsbewegung \u00fcber 65 Jahre z\u00e4hlt und noch keinen qualifizierten Nachfolger eingewiesen hat, sollte den Rat seines Verbandes einholen oder einholen lassen, weil im Lauf der Jahre schon viele in Frage gekommene, begabte Pers\u00f6nlichkeiten abwanderten.<br \/>\n(3) M\u00e4nner halten eher die aktuelle Politik oder Fu\u00dfballergebnisse zum Weinen. J. A. Bengel fragte zu Offb 7, 17 und 21, 4: \u201eWas soll Gott den M\u00e4nnern denn mal abwischen, wenn sie gar nicht mehr \u00fcber SICH weinen k\u00f6nnen?\u201c<br \/>\n(4) Weshalb sind eigentlich ausgerechnet Gebetsversammlungen so schlecht besucht?<br \/>\n\u201eGebet ist in unserer Zeit die h\u00f6chste Form von Energieentfaltung\u201c (Walter Tlach).<br \/>\nZ.B. 1. Mo 6, 6 \u201eEs reute ihn, dass er die Menschen gemacht hatte; V 8 \u201eAber Noah fand Gnade\u201c.<br \/>\nOder Jona 3, 10 \u201eAls aber Gott ihr Tun sah, &#8230; reute ihn das \u00dcbel &#8230; und er tat\u00b4s nicht\u201c.<br \/>\nOder 2. Petr 3, 9: \u201eDer Herr verz\u00f6gert nicht die Verhei\u00dfung, &#8230; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht &#8230;\u201c.<br \/>\n(5) Jesus ordnet oft an: \u201eGeht hin &#8230;\u201c (s. Konkordanz).<br \/>\nGehen hat allgemein mit Fortschritt zu tun: Von Jesus fort\/weg (Judas Mt 27, 5), zu ihm hin (Jo 1, 42), auf Sein Wort hin zu Anderen (Mk 16, 15), oder um Sein Wort im eigenen Leben umzusetzen (Jo 5, 14; Jo 6, 68).<br \/>\n(6) siehe Lied: \u201eMeinen Jesus lass ich nicht\u201c (Iwdd 270): V3 \u201eWenn der Lebensfaden bricht&#8230;\u201c.<br \/>\n(7) Zum Segen geh\u00f6rte f\u00fcr Jakob ein chronisches H\u00fcftleiden (1. Mo 32, 32), f\u00fcr Paulus ein \u201ePfahl im Fleisch\u201c dazu (2. Ko 12, 7). F\u00fcr viele Jesusleute bis heute z\u00e4hlen ihr Vorleben mit Leiden, Schuld und Zerbruch dazu.<br \/>\nWenn der Herr uns stolze Menschen nicht anders von unseren hohen R\u00f6ssern bewegen kann, geht es manchmal nicht ohne g\u00f6ttliches Abbremsen. Gl\u00e4ubige Kranke wissen dar\u00fcber Bescheid.<br \/>\nLied \u201eHerr, du hast uns gerufen\u201c, V3: \u201eDu f\u00fchrtest uns in N\u00f6te, du nahmst uns unsre Kraft. Auf keine andre Weise h\u00e4ttst du es sonst geschafft.\u201c (Iwwd 290).<br \/>\n(8) Das Gewissen beisst und schl\u00e4gt, der Magen rebelliert, das Herz schl\u00e4gt vor Freude, bleibt vor Schreck fast stehen, \u201eMein Herze geht in Spr\u00fcngen&#8230;\u201c (P. Gerhardt), Kniee werden weich, die Vergangenheit lastet auf den Schultern (Ps 32, 3). Psychosomatische Zusammenh\u00e4nge wurden in der Medizin erst in den letzten Jahrzehnten ernster genommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Ausblick gew\u00e4hrt Bibelstelle: Jesaja 38, 1-22 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Hiskia regierte ca. 29 Jahre (719-691 v. Chr.; 2. K\u00f6n 18, 2). Seine Krankheit und die Genesung fallen zeitlich in die Mitte. 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