{"id":1526,"date":"2006-12-18T19:40:49","date_gmt":"2006-12-18T17:40:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=345"},"modified":"2006-12-18T19:40:49","modified_gmt":"2006-12-18T17:40:49","slug":"predigthilfe-vom-1-1-2007-jesaja-43-19a","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-1-2007-jesaja-43-19a\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1.1.2007 &#8211; Jesaja 43, 19a"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott schafft Neues,  indem er&#8230;<br \/>Predigtthema: &#8230; den Einblick er\u00f6ffnet<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Jesaja 43, 19a<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nEin Gotteswort, zuerst an sein Volk Israel, das zum gro\u00dfen Teil in babylonischer Gefangenschaft ist (587 \u2013 538 v. Chr.). Es ging ihnen allerdings nicht schlecht. (1) Trotzdem wirkten Heimweh und Sehnsucht nach dem Tempel.<br \/>\nGott ERMUTIGT (43, 1f) und ERINNERT (V 3ff).<br \/>\nGute Vors\u00e4tze werden gefasst, \u00c4ngste und Erwartungen werden sp\u00fcrbar. Beim Mut fassen und Gehen erster Schritte soll die Vergangenheit nicht l\u00e4hmen (V 18). Das trauernde, zur\u00fcckgewandte Sich-Klammern an Fr\u00fcheres (2) kann zerm\u00fcrben und das Offensein f\u00fcr Gottes wunderbare M\u00f6glichkeiten und F\u00fchrungen verdunkeln (s. Beispielvorschl\u00e4ge 3). <\/p>\n<p>Textbausteine:<br \/>\nV 18 Die angebotene Vergebung soll das H\u00e4ngen an einer Vergangenheit beenden, die Gott schon bereinigt hat. Genauso lenkt das \u201eVergolden\u201c fr\u00fcherer Zeiten vom Heute ab. (3) Die \u201eFleischt\u00f6pfe \u00c4gyptens\u201c schmeckten im Laufe der Zeit in den Erinnerungen immer besser (2. Mo 16, 3). Kinder, in der Gefangenschaft geboren, waren mittlerweile erwachsen und z. T. in persischer Welt integriert. Sie waren noch dankbar f\u00fcr Gottes Errettung aus \u00c4gypten, empfanden aber das Heute in Babylon als nicht so unangenehm. <\/p>\n<p>V 19a SIEHE bedeutet \u201eAufgepasst! Achtung!\u201c (4), also keine Zumutung, Unglaubliches zu glauben.<br \/>\nGott wurde in seinem Eingreifen zwar oft deutlich erkannt, allerdings \u00fcberwiegend in weltweiten oder pers\u00f6nlichen Krisenf\u00e4llen.<br \/>\nZeugnisse sind oft authentische Berichte von Gottes \u00fcberraschendem Eingreifen und sein Bewirken in Zuh\u00f6rern, das Geschehene bildhaft nach- und mitzuerleben. <\/p>\n<p>NEUES sprosst. KEIMzeit.<br \/>\nAuch Anf\u00e4nge des Handelns Gottes kann man wahrnehmen.<br \/>\nDer kommende Messias wurde als \u201eSpross\u201c bezeichnet. Der Kirchenlehrer Hieronymus (349-419 n. Chr.) erw\u00e4hnt, dass mit Jes 11, 1 \u201eReis, Spross\u201c der Nachfolger Davids gemeint sei, der Messias.<br \/>\nJesus war nicht nur der Mann aus Nazareth, sondern der \u201eSpross\u201c, der Messias. (5) <\/p>\n<p>V 20f Der Sch\u00f6pfer hat ein Herz f\u00fcr die Gl\u00e4ubigen aus Israel und die Jesusnachfolger. Ihn besch\u00e4ftigt aber auch das Seufzen der Kreatur \/ Tierwelt. Das Ende der Leidenszeit seiner Leute wird auch das Ende der  Leidenszeit seiner Kreatur sein.<br \/>\nFranz Delitzsch: \u201eDie Menschheit ist das Herz des Universums und das Volk Gottes ist das Herz der Menschheit.\u201c Das eigentliche Herz bildet nach Jesu Auferstehung und Pfingsten die Gemeinde Jesu. <\/p>\n<p>ERKENNEN hei\u00dft: Gesehenes, Geh\u00f6rtes, Erlebtes verstehen und als Tatsachen \u00fcbernehmen und einordnen k\u00f6nnen. Das Wort beschreibt auch eheliche Gemeinschaft (1. Mo 4, 1). Durch Einswerden verstehen und begreifen (1. Tim 2, 4).<br \/>\nDas war Gottes Problem mit Israel: Trotz Sehen und Erleben, was Gott kann und schafft, war die \u00dcberzahl \u201eblind\u201c. Wann wird Israel zum Sehen &#8211; Begreifen &#8211; Glauben kommen (R\u00f6m 9-11; Jo 19, 37; 2. Ko 3, 13-16!)?  Jesus erkennen geht auch ohne gro\u00dfe Erfahrungen, sogar ohne Augenlicht. (6)<\/p>\n<p>Echt DRAN ist heute die Anfrage an Jesusnachfolger: Wie sah die Begleitung des guten Hirten in meinem Leben aus? Jesus erkennen hei\u00dft \u2013 einig und eins mit ihm sein (Jo 17, 21ff). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Neues schafft Gott<br \/>\n2. Hinsehen sollten WIR<br \/>\n3. Erkennen hei\u00dft: Einig, eins mit Gott sein. <\/p>\n<p>Zum allg. Neujahrstag:<br \/>\n153 n. Chr. verlegten die R\u00f6mer den Jahresbeginn nach ihrem damaligen Kalender vom 1. M\u00e4rz auf den 1. Januar, auf den Tag des Amtsantritts ihrer Konsuln.<br \/>\nDas Fest wurde erst ab Mittelalter im westlichen Kulturraum eingef\u00fchrt, hat keinen direkten, biblischen Hintergrund. Gl\u00fcck- und Gesundheitsw\u00fcnsche kamen in diesem Zusammenhang auf. (7) Viele Religionen feiern den Jahreswechsel zu unterschiedlichen Zeiten. Christen dachten wohl an Lk 2, 22ff (Darstellung und Beschneidung Jesu im Tempel).<br \/>\n_______________________________<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten:<br \/>\n(1) Im babylonischen Exil konnten die Juden ihre Traditionen und ihre religi\u00f6se Identit\u00e4t bewahren. Die in und um Babylon angesiedelten Juden assimilierten sich dann recht schnell in die babylonische Gesellschaft. So tauchen bald j\u00fcdische Namen auf Inschriften auf, die belegen, dass Juden im Hofstaat und im Milit\u00e4r Nebukadnezars Karriere machen konnten. Auch gibt es Berichte \u00fcber j\u00fcdische Bankiersdynastien. Nach der Eroberung des babylonischen Reiches erlaubte der Perserk\u00f6nig Kyros II. den Gefangenen die R\u00fcckkehr in ihre Heimat und den Wiederaufbau des Jerusalemer Tempels.<br \/>\nWie die Juden ihre Lage w\u00e4hrend des Exils empfanden, kommt sehr gut in Psalm 137, 1-6 zum Ausdruck.<br \/>\n(2) Das werde ich dem nie vergessen! Wei\u00dft du \u00fcberhaupt, was der mir angetan hat, wie man mir begegnet ist, wie ich abgelehnt wurde? \u2013 schlimmer noch: wie ich mich SELBST nicht mehr leiden konnte? Vergangenheit kann Lehr- und\/oder Leidenszeit sein.<br \/>\n(3) Z. B. \u00dcber der T\u00fcr eines Bauernhauses in Nottuln (Kr. M\u00fcnster, Westf.) steht: \u201eGott kennt dein Gestern, gib ihm dein Heute, er sorgt f\u00fcr dein Morgen.\u201c Altes muss nicht verdr\u00e4ngt werden, aber es darf das Neue nicht verstellen!<br \/>\n(4) Obwohl es an vielen Stellen nichts zu SEHEN gibt (\u201e&#8230;ich komme bald!\u201c, \u201e&#8230; ich bin bei euch&#8230;\u201c, \u201eeuer Lohn ist gro\u00df im Himmel!\u201c, usw.) Wer Gottes Tun erleben will, muss mit dem Herzen sehen wollen, (siehe auch Antoine de St. Exup\u00e9ry, der seine Kinderjahre in einem christlichen Internat verbracht hatte, in \u201eDer kleine Prinz\u201c).<br \/>\n(5) Bargil Pixner, Mit Jesus durch Galil\u00e4a, Rosh Pina 1992, ISBN 965-434-000-3.<br \/>\n(6) Der Blinde (Luk 18) h\u00f6rt von Jesus, dem \u201eNazor\u00e4er\u201c und assoziiert das hebr. Wort f\u00fcr Spross \u201eNezer\u201c:  \u201eJesus, du Sohn Davids, &#8230;\u201c<br \/>\n(7) Der Wunsch \u201eGuten Rutsch\u201c beruht auf einem Missverst\u00e4ndnis. Viele deutsche Redewendungen haben ihren Grund im Jiddischen und Hebr\u00e4ischen. Der Neujahrswunsch \u201eGuter Rutsch!\u201d ist eine deutschsprachige Verballhornung und hat mit Rutschen wahrscheinlich nichts zu tun. Aus dem jiddischen Gru\u00df \u201eGut Rosch\u201d (Rosch = Kopf, Anfang; also etwa: \u201eGutes Neujahr\u201d) k\u00f6nnte der deutsche Neujahrswunsch \u201eGuter Rutsch\u201d entstanden sein. <\/p>\n<p>Beispielvorschl\u00e4ge<br \/>\n1. Der indische Evangelist Sadu Sundar Singh (*1888):  Was ist im Leben die Nummer eins? Was ist das erste im Neuen Jahr? \u201eChristus ist die Nummer eins. Stellen wir die Eins an den Anfang und f\u00fcgen eine Anzahl Nullen an, so wird die Summe immer gr\u00f6\u00dfer, denn die Eins steht am Anfang. Setzen wir die Nullen nach links und die Eins an den Schluss, werden alle Nullen bedeutungslos bleiben. Wer Jesus ans Ende r\u00fcckt, bleibt eine Null, wer ihn an die Spitze stellt, wird aufgewertet.\u201c <\/p>\n<p>2. Hanns Dieter H\u00fcsch, (1925-2005),  Schriftsteller, Kabarettist, Christ:<br \/>\nWenn das Jahr beginnt<br \/>\nIst man in Gedanken<br \/>\nGeh\u00f6rt am Ende man<br \/>\nZu den Gesunden oder Kranken<\/p>\n<p>Vieles wird passieren<br \/>\nFreude und auch Leid<br \/>\nJeder muss addieren<br \/>\nHoffentlich Zufriedenheit<\/p>\n<p>Das Jahr ist jung und \u00fcbertreibt<br \/>\nInfolgedessen sehr<br \/>\nWas von uns allen \u00fcbrigbleibt<br \/>\nDas wei\u00df bald keiner mehr<\/p>\n<p>Drum hebe doch das alte Haupt<br \/>\nUnd bleib bei deinen Dingen<br \/>\nAuch wenn es kein Mensch glaubt<br \/>\nAm Ende werd ich singen.<\/p>\n<p>3. Neues erf\u00e4hrt man nicht durch tiefsinnige \u00dcberlegungen in der Sofaecke, sondern durch neue Schritte:<br \/>\nChristoph Kolumbus wird nach seiner R\u00fcckkehr aus Amerika w\u00e4hrend eines Essens bei Kardinal Mendoza im Jahr 1493 vorgehalten, es sei ein Leichtes gewesen, die \u201eNeue Welt\u201c zu entdecken, es h\u00e4tte dies schlie\u00dflich auch jeder andere vollf\u00fchren k\u00f6nnen, immerhin f\u00e4nden spanische und andere Kapit\u00e4ne den Weg in die Neue Welt inzwischen ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme. Daraufhin verlangt Kolumbus von den anwesenden Personen, ein Ei auf der Spitze aufzustellen. Es werden viele Versuche unternommen, aber niemand schafft es, diese Aufgabe zu erf\u00fcllen. Man ist schlie\u00dflich davon \u00fcberzeugt, dass es sich hierbei um eine unl\u00f6sbare Aufgabe handelt, und Kolumbus wird darum gebeten, es selbst zu versuchen. Dieser schl\u00e4gt sein Ei mit der Spitze auf den Tisch, so dass sie leicht eingedr\u00fcckt wird und das Ei stehen bleibt. Als die Anwesenden protestieren, dass sie das auch gekonnt h\u00e4tten, antwortete Kolumbus: \u201eDer Unterschied ist, meine Herren, dass Sie es h\u00e4tten tun k\u00f6nnen, ich hingegen habe es getan!\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott schafft Neues, indem er&#8230;Predigtthema: &#8230; den Einblick er\u00f6ffnet Bibelstelle: Jesaja 43, 19a Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Ein Gotteswort, zuerst an sein Volk Israel, das zum gro\u00dfen Teil in babylonischer Gefangenschaft ist (587 \u2013 538 v. Chr.). 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