{"id":1521,"date":"2006-11-14T19:09:09","date_gmt":"2006-11-14T17:09:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=340"},"modified":"2006-11-14T19:09:09","modified_gmt":"2006-11-14T17:09:09","slug":"predigthilfe-vom-3-12-2006-lukas-7-18-23","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-3-12-2006-lukas-7-18-23\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 3.12.2006 &#8211; Lukas 7, 18-23"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der versagt<br \/>Predigtthema: treu auch in Anfechtung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Lukas 7, 18-23<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nJohannes der T\u00e4ufer sitzt gefangen in der herodianischen Festung Mach\u00e4rus, \u00f6stlich vom Toten Meer. (1)<br \/>\nDie Verbindungen nach au\u00dfen funktionieren noch. Seine Nachfolger sind weder abgesprungen, noch zu Jesus \u201e\u00fcbergelaufen\u201c (Jo 3, 23ff; Apg 16, 1ff.), noch lassen sie \u201eihren\u201c Johannes uninformiert. (2)<br \/>\nEntt\u00e4uschung war im Volk allerdings dar\u00fcber entstanden, dass Johannes trotz starken Zulaufs nicht dem Unterdr\u00fccker Herodes das Handwerk legte. (3) <\/p>\n<p>Textbausteine:<br \/>\nV 18 Die Haftbedingungen f\u00fcr Johannes sind noch nicht unertr\u00e4glich (Mk 6, 19f).<br \/>\nMindestens zwei Zeugen waren nach alttestamentlichem Recht vorgeschrieben (5. Mo 19, 15).<br \/>\nV 19 Die L\u00f6sung dieser Frage war die urspr\u00fcngliche Aufgabe des Johannes (Lk 3, 4-6.16).<br \/>\n\u201eDer Kommende\u201c war die Bezeichnung f\u00fcr den Messias (Ps 118, 26; Mal 3, 1; Mt 3, 11; Hebr 10, 37).<br \/>\nEine schwere Anfechtung f\u00fcr Johannes.<br \/>\nEr war ja auch nicht wiedergeboren, hatte also die neue Sicht, den neuen Glauben und die Erf\u00fcllung mit dem Geist noch nicht erlebt.<br \/>\nSein Glaube an den lebendigen Gott und den versprochenen Messias droht zu zerbrechen. (4)<br \/>\nV 20 Sie blieben wortw\u00f6rtlich am Wort! (5). Beispielhaft auch f\u00fcr Jesusleute. (6)<br \/>\nV 21 Jesus ist der Herr. Er kann jede Krankheit beenden, aber auch Kranke begleiten als der gute Hirte und beste Seelsorger.<br \/>\nV 22 Zeugen geben nichts Eigenes wieder und erfahren die volle Unterst\u00fctzung ihres Herrn (7).<br \/>\nJesus gibt hier nicht an. Nachpr\u00fcfbare Tatsachen.<br \/>\nV 23 Das Wort \u201eselig\u201c (griech.: makarios) wurde im Altertum mit der Insel Cypern verbunden. Bis heute machen die Cyprioten Werbung mit diesem Begriff: \u201eDie Insel, wo die G\u00f6tter Urlaub machten.\u201c (8)<br \/>\nJesus w\u00e4hlt dieses damals bekannte \u201eweltliche\u201c  Wort f\u00fcr seine Seligpreisungen.<br \/>\n\u201eDer letzte Satz Jesu ist Seelsorge am T\u00e4ufer\u201c (Dr. Gerhard Maier). (9)<br \/>\nJ. A. Bengels NT-Auslegungen in seinem sehr empfehlenswerten GNOMON ist deutlich ergriffen: \u201eHerr Jesus, besser w\u00e4re es gar nicht geboren zu sein, als nicht in deiner Gemeinschaft und im Reich Gottes.\u201c <\/p>\n<p>Hilfen zur Predigt:<br \/>\nJohannes ist in einem Tief. In dieser Festung wird er sp\u00e4ter enthauptet (Mt 14, 10; Mk 6, 16-27; Luk 9, 9).<br \/>\nPers\u00f6nlich kann man politisch schlimme Entwicklungen kaum beeinflussen. Fragen bleiben: Was tut Gott? Wo ist er? War alles umsonst? Sollen wir auf einen Anderen warten?<br \/>\nJesus erscheint vielen weit weg.<br \/>\n1. Sie kennen weder Gott noch Jesus.<br \/>\nIn welchen Familien wird denn noch Gottes Wort WEITER GEGEBEN?<br \/>\nManche Kirchengemeinden bieten wenig Unterst\u00fctzung, viele Mitarbeiter im Raum der W\u00fcrttembergischen Landeskirche tragen aber das Anliegen mit.<br \/>\n\u00dcbrigens fehlen Gemeinschaftsverb\u00e4nden &#8211; Einzelgemeinschaften noch deutlicher &#8211; M\u00f6glichkeiten, Mitarbeiter und Kr\u00e4fte, unserem ganzen Volk das Wort Gotte nahe zu bringen.<br \/>\nWarum warten viele Menschen \u201eauf einen anderen\u201c? Die Vielzahl religi\u00f6ser Angebote wird nicht abnehmen. Im Gegenteil. Das Pr\u00fcfen wird manchmal vorgewandt, um selbst keine Entscheidung treffen zu m\u00fcssen.<br \/>\n2.  Weil man sich aber trotzdem nach geistlichen Erfahrungen sehnt: ZU viele Jahre beschr\u00e4nkte sich die offizielle Theologie auf das Wissen.<br \/>\nWenn das intellektuelle Wissen aber die Gemeinschaft mit dem lebendigen Herrn ersetzen soll, werden Menschern weder heil noch satt. Man kann \u00fcber Jesus stundenlang diskutieren und ihn doch nicht im Herzen haben.<br \/>\nBeispiel: Die Speisekarte ist in Restaurants wichtig. Aber wir essen diese Karte nicht!  Nur die Speise selbst hilft dem \u00e4u\u00dferlichen Leben weiter.<br \/>\nDie Bibel informiert \u00fcber Angebote, Ziele des christlichen Glaubens, Gemeinschaft mit Jesus. Leben mit ihm! Christliches Wissen reicht nicht aus. Wir m\u00fcssen mit Jesus selbst eine Lebensgemeinschaft eingehen.<br \/>\n\u00dcber die Entfaltung der verschiedenen Heilungsarten kommen wir nicht weiter. Jesus KANN alles! \u2013 aber wir k\u00f6nnen ihn nicht als einflussreichen, wohlwollenden Mitbegleiter UNSERER Anliegen, Sorgen und Gesch\u00e4fte vorstellen. Er ist HERR. <\/p>\n<p>Weitere Gedanken in einem Gliederungsvorschlag:<br \/>\n1. Wunder k\u00f6nnen geschehen.<br \/>\nAuch nichtchristliche V\u00f6lker und Gruppen kennen Wunder.<br \/>\nWer biblische Wahrheiten nicht blo\u00df lehrt sondern anwendet, wird seine Wunder erleben.<br \/>\nZeichen folgen (Mk 16, 17).<br \/>\n2. Biblische Verhei\u00dfungen erf\u00fcllen sich.<br \/>\nJesus zitiert Jesaja. Gottes Plan erf\u00fcllt sich. \u201eWarum zweifelst du noch?\u201c<br \/>\nGott erwartet, dass wir ihn beim Wort nehmen.<br \/>\nEntwicklungen der letzten Zeit erleben wir auch heute. Sollen wir auf einen Anderen warten?<br \/>\n3. Den ARMEN wird die Botschaft verk\u00fcndigt.<br \/>\nGemeinschaften haben kaum Einfluss in der Dritten Welt. Wir lesen Missionsberichte unterst\u00fctzen Missionen und leiden mit. Offenbar.<br \/>\nErreichen wir noch \u201eunsere\u201c Armen? F\u00fchlen sich die \u201eUntersten\u201c bei uns aufgenommen und wohl?<br \/>\nIst die \u201egehobene Mittelklasse\u201c unsere Hauptadresse? Jesus hat ein Herz f\u00fcr Arme!<br \/>\nManche sitzen heute im pers\u00f6nlichen \u201edunklen Loch\u201c. Die Erfahrung, dass Jesus sie dort SIEHT, hilft auf (Luk 18, 39f).<br \/>\n4. Mensch, \u00e4rgere dich nicht \u2013 schon gar nicht an Jesus.<br \/>\nWenn Jesus \u201everzieht\u201c (aufschiebt), hab Geduld. \u201eVersp\u00e4tungen\u201c im Reich Gottes sind meistens kein Ungl\u00fcck. Eher: Freu dich, dass Gott die Sache begleitet.<br \/>\n\u201eGl\u00fccklich ist, wer sich nicht an mir \u00e4rgert &#8230;\u201c. Das LETZTE Wort Jesu an seinen Wegbereiter.<br \/>\n5. Die Antwort musst du selbst geben!<br \/>\nGott schafft Fakten. Jeder darf ihn beim Wort nehmen und sich frei entscheiden.<br \/>\nIn Sachen Glaubensentscheidungen keinen Druck und kein Beschwatzen!  <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nFu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Schreckensnachrichten von damals sind teilweise schlimmsten Tagesschau-Nachrichten von heute vergleichbar.<br \/>\n(2) heute in Jordanien. Herodes hatte sich aus Sorge vor unzufriedenen Juden Festungen an sehr verschiedenen bauen lassen. Jesus nennt ihn einen \u201eFuchs\u201c (Lk 13, 32). Ein selbsts\u00fcchtiger Vollblutdiplomat. Vor dem r\u00f6mischen Kaiser hatte er Angst, aber auch vor extremen Vertretern unter den Juden.<br \/>\n(3) Die Geschichte der Zeloten spricht B\u00e4nde &#8211; denen standen \u00fcbrigens auch Jesusj\u00fcnger nahe. Bethsaida war ein Zentrum widerst\u00e4ndlicher Propaganda, ebenso die daneben liegende Festung Gamla.<br \/>\n(4) Wenn schon Johannes d. T. , der \u201eZweifler\u201c Thomas und andere aus dem Kreis der Jesusleute unsicher  werden konnten, wie viel mehr heutige Menschen?<br \/>\n(5) Verbandsintern: WBB bedeutet \u201eWir bleiben beieinander\u201c (Thomas Richter), k\u00f6nnte auch \u201eWir bleiben Bibelleser\u201c, \u201eWir bleiben bibeltreu\u201c,  o. \u00e4. bedeuten.<br \/>\n(6) H\u00f6chstwahrscheinlich musste die m\u00fcndliche \u00dcberlieferung des Gotteswortes damals hervorragend funktioniert haben.<br \/>\n(7) Im Altertum galt ein Grundsatz: Der Gesandte ist gleich dem Sendenden. Das meint 2. Kor 5, 20.<br \/>\nSehr gutes Beispiel: 1. Chron 19. Wer den Gesandten anr\u00fchrt, bekommt es mit dem Sender zu tun.<br \/>\n(8) Cypern = Wasser klar und warm, meistens blauer Himmel, Vegetation gr\u00fcn und lebendig, Menschen anziehend, bzw. gastfreundlich &#8211; ein ideales Urlaubsziel schon damals.<br \/>\n(9) Der Luthertext verharmlost \u201e\u00e4rgert sich an mir\u201c. Eigentlich: \u201ewer nicht zu Fall kommt an mir\u201c. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der versagtPredigtthema: treu auch in Anfechtung Bibelstelle: Lukas 7, 18-23 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Johannes der T\u00e4ufer sitzt gefangen in der herodianischen Festung Mach\u00e4rus, \u00f6stlich vom Toten Meer. 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