{"id":1519,"date":"2006-10-31T20:20:07","date_gmt":"2006-10-31T18:20:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=338"},"modified":"2006-10-31T20:20:07","modified_gmt":"2006-10-31T18:20:07","slug":"predigthilfe-vom-19-11-2006-1-mose-17-1-27","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-19-11-2006-1-mose-17-1-27\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 19.11.2006 &#8211; 1.Mose 17, 1-27"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der alles von ihm erwartet<br \/>Predigtthema: Seine Zusage tr\u00e4gt<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 1.Mose 17, 1-27<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\nErst 13 Jahre nach Ismaels Geburt schlie\u00dft Gott seinen Bund mit Abram. ER allein ist der Handelnde.<br \/>\nGOTT offenbart seinen Namen El Schaddai, GOTT stiftet den Bund, GOTT gibt das Gebot zur Beschneidung, GOTT bestimmt den Erben des Bundes. <\/p>\n<p>Bausteine:<br \/>\nV 1 Die Bedeutung von \u201eEl Schaddai\u201c ist unklar (1). Neuere j\u00fcdische \u00dcbersetzungen meinen: \u201eIch bin genug. Ich bin der, der spricht: GOTT IST GENUG!\u201c<br \/>\nNamen sind heute oft zu Rufmitteln verk\u00fcmmert, vor wenigen Generationen noch wollte man mit Gotthilf, Traugott, Gottlieb, Christian noch einen Wunsch oder Inhalt ausdr\u00fccken. In der Bibel beschreiben Namen oft den ganzen Menschen ( 1. Mo 32, 29; Joh 1, 41).<br \/>\n\u201eVor Gott GANZ wandeln\u201c: Henoch und Noah wandelten MIT Gott (1. Mo 5, 22.24; 6, 9), Abraham soll VOR Gott leben, d. h. \u201eunter seinen Augen\u201c.<br \/>\nGANZ beschreibt auch \u201euneingeschr\u00e4nkt, vollendet, echt, r\u00fcckhaltlos\u201c. Auch Opfertiere sollten ohne Tadel sein, an denen nichts fehlte (1. Mo 1, 3).<br \/>\nGOTT IST GENUG: in jedem Los und Leid (R\u00f6m 8, 38f; 1. Kor 10, 13). Er setzt Grenzen (Paradies), benutzt dann 10 Grenzpfl\u00f6cke (2. Mo 20). Diesen Raum verlassen ist S\u00fcnde &#8211; das rabbinische Judentum spricht von \u201e\u00dcbertretung\u201c.<br \/>\nEr bestimmt das Ma\u00df und w\u00fcnscht, dass der Mensch den ihm zugeteilten Bereich annimmt, beherrscht, bebaut und bewahrt (1. Mo 1, 28; 2, 15).<br \/>\nV 2 und V 7 beschreiben den Bund.<br \/>\nV 2 Genauer: \u201estiften, geben\u201c. Der Bund ist komplett GOTTES Tat, also kein Vertrag zwischen gleichberechtigten Partnern. Gott l\u00e4sst sich herab und bindet sich an seine Versprechen (2).<br \/>\nV 3 Abrahams Reaktion: Sich-Niederwerfen. Nach Hj Br\u00e4umer \u201eein Ausdruck tiefster Beugung, hingebenden Vertrauens, \u00fcberw\u00e4ltigender Freude\u201c. Wer sein Gesicht im Staub hat, h\u00f6rt auf zu sehen, H\u00d6RT nur noch. Selig sind, die beim Glauben nicht auf das Sehen angewiesen sind &#8230; (Jo 20, 29). Das Sehen kommt noch (1. Ko 13, 12; Offb 22, 4).<br \/>\nWer vor Gort niederf\u00e4llt, bejaht seinen Weg und sagt in K\u00f6rpersprache Amen.<br \/>\nV 5 Abram bedeutet: \u201eGott, der Vater, ist erhaben\u201c. Abraham w\u00f6rtlich: \u201eVater eines Get\u00fcmmels von Volksst\u00e4mmen\u201c. Zuerst ein Bekenntnis zu Gott, dann Gottes Bekenntnis, Versprechen gegen\u00fcber Abraham (3).<br \/>\nV 9f Gott bindet sich. Die Antwort des Menschen ist die Beschneidung (4). Ein Zeichen, das der Mensch willentlich \u00fcbernimmt, um seine Zugeh\u00f6rigkeit zum Bund zu bejahen und vor anderen lebenslang zu bezeugen.<br \/>\nV 11f Der Mensch bejaht das Gemeinschaftsverh\u00e4ltnis durch ein Wortzeichen: Gott ist genug!<br \/>\nParallelen zur Taufe: Der Mensch sagt ja und bekennt sich zu Gottes Ja.<br \/>\nDeshalb wird eine Herzensbeschneidung gefordert (3. Mo 26, 41; Jer 4, 4; 9, 25; Hes 44, 7).<br \/>\nAls die Nachkommen Abrahams im Exil sa\u00dfen und Gottes Gebote vernachl\u00e4ssigten, wurde die Beschneidung zum Bekenntnisakt.<br \/>\nV 13f Familie und Verwandtschaft bildeten eine gemeinsame gottesdienstliche Einheit (5).<br \/>\nWer beschnitten war lobte den Gott der Bibel. Die Beschneidung ist das Zeichen des Alten Bundes. Mit dem Neuen verliert die Beschneidung ihre Bedeutung (6).<br \/>\nJuden versuchten gerecht zu werden durch Einhaltung von Gesetzen. Der Christ wei\u00df, dass es Gerechtigkeit nur durch Glauben an Jesu Stellvertretung gibt (R\u00f6m 5, 1;  8, 1ff).<br \/>\nV 15ff Der Unterschied zwischen den Namen Sarai (F\u00fcrstin, Herrin) und Sara ist nur noch schwer zu erkl\u00e4ren. Versuch, nach Hj Br\u00e4umer: \u201eAus Sarai, der \u00fcberragenden F\u00fcrstin, wurde Sara, die ma\u00dfhaltende, ma\u00dfgebende und ma\u00dfsetzende Herrin\u201c.<br \/>\nDas weibliche Geschlecht braucht keine Beschneidung, \u00e4u\u00dfere Erinnerungs- und Bekenntniszeichen. Frauen ist Treue oft eher ein inneres Anliegen. Sie richten sich mit weniger Widerspruch nach bew\u00e4hrten Regelungen (und bilden vielleicht auch deshalb in christlichen Versammlungen \u201estille Mehrheiten\u201c).<br \/>\nGottes SEGEN zeigt sich im AT meistens in erkennbaren Wachstumszahlen: Kinderzahl, Land, Ernte, Einfluss, u. \u00e4. Segen im neuen Bund geschieht in \u201egeistlichen, himmlischen G\u00fctern\u201c (Eph 1, 3).<br \/>\nSegen hat allerdings immer noch mit Mehrung zu tun.<br \/>\nAbraham m\u00f6chte auf das Nachweisbare, \u00dcberschaubare, \u201ewissenschaftlich\u201c Begr\u00fcndete ausweichen (7).<br \/>\nParallelen zum J\u00fcnger Thomas (Jo 20, 25).<br \/>\nV 17 Das Lachen Abrahams kann Vieles bedeuten (8). Von Kleinglaube darf nur der reden, der ebenfalls 100  Jahre alt ist.<br \/>\nV 18f Isaak wird \u00fcbersetzt mit \u201eGott lacht\u201c oder \u201eEr lacht\u201c (Vater oder Kind?).<br \/>\nDer Bund l\u00e4uft zwar nur in Isaaks Bereich, aber Gott vergisst die Ismael-V\u00f6lker nicht. Ismael bleibt Abrahams Sohn und \u201eprofitiert\u201c vom Segen Gottes.<br \/>\nV 23ff Abraham GEHORCHT. Gott handelt 4-fach (s. Vorbemerkungen) und Abraham handelt einfach ohne Z\u00f6gern. Bekenntnis und Gehorsam sind EIN Paar Stiefel.<br \/>\nEin gr\u00f6\u00dferes Problem war, dass Abrahams Familien-, Verwandtschafts- und Mitarbeiterzahlen kaum noch \u00fcberschaubar waren. Er handelt trotzdem SOFORT UND KONSEQUENT. <\/p>\n<p>Was bleibt f\u00fcr den Christen?<br \/>\nVieles ist durch Christus neu geworden.<br \/>\nDie Beschneidung wurde ersetzt durch Bekehrung und Wiedergeburt (2. Ko 5, 17).<br \/>\nHerzensbeschneidung ist angesagt (Hes 36, 26; R\u00f6m 2, 28; 2. Ko 5, 17). <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\n1. Gott stellt sich vor.<br \/>\n2. Gott schlie\u00dft seinen Bund &#8211; ganz von sich aus.<br \/>\n3. Gott wartet auf meine Antwort. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nFu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Nach Hj. Br\u00e4umer: der Gewaltige und Starke, der Herr, die Mutterbrust, der Blitzeschleuderer, der<br \/>\nAller-H\u00f6chste, der Herzenskenner, der Gott des Feldes, der Gen\u00fcgende. F\u00fcr \u201cder Gen\u00fcgende\u201c entscheiden sich Kirchenlehrer ab ca. 160 n.Chr.<br \/>\n\u201eJahwe\u201c war ab 1. Mo 4, 26 sein Name.<br \/>\n(2) \u00dcbrigens hat unser \u201eBitten\u201c (Mt 7, 7f) seine Wurzeln in \u201eBinden\u201c. Gott bindet sich freiwillig an seine Zusagen.<br \/>\n(3) Interessant ist, dass sich der Wortabschnitt \u201eraham\u201c im Arabischen (= Ismaels V\u00f6lker) bis heute erhalten hat als \u201eMenge\u201c (nach Hj Br\u00e4umer).<br \/>\n(4) Wie umfassend medizinische Ausf\u00fchrungen dazu in den sonnt\u00e4glichen Gottesdienst statt in die Bibelstunde geh\u00f6ren, bleibt der Weisheit des Predigers \u00fcberlassen.<br \/>\nIn Abrahams alter Heimat im Osten, dem Zweistromland, in Babylon, Assyrien und allerdings auch bei den Philistern kannte man keine Beschneidung. In der Antike war sie im Westen aber \u00fcblich.<br \/>\nGr\u00fcnde f\u00fcr die au\u00dferj\u00fcdischen Beschneidungen waren hygienische, medizinische, gesellschaftliche und religi\u00f6se Gr\u00fcnde. Zwecke waren Reinerhaltung, F\u00f6rderung der Fruchtbarkeit und Krankheitsverh\u00fctung. Das Alter der Jungen lag zwischen 6 und 14 Jahren. Die Vorhaut wurde entfernt.<br \/>\nEingeborenenst\u00e4mme f\u00fchr(t)en die Beschneidung an m\u00e4nnlichen und weiblichen Kindern durch.<br \/>\nDer Unterschied zu den anderen Beschneidungen: Gott selbst ordnet sie per Gebot an, legt den Termin fest (V 12) und bezieht die Sklaven der Familie, die fremden V\u00f6lkern angeh\u00f6rten, ein. Mit der Beschneidung verliert der Sklave seine fr\u00fchere Volks- und Religionszugeh\u00f6rigkeit.<br \/>\nMutter und Knabe sind 7 Tage nach der Geburt unrein (3. Mo 12, 2f), dann Beschneidung, Fortdauer der Unreinheit m\u00fctterlicherseits bis zum 40. Tag (3. Mo 12, 4).<br \/>\n(5) Beispiel: \u201emit seinem ganzen Hause\u201c (Apg 10, 2; 16, 15.31).<br \/>\n(6) Missionssituation: Paulus und Timotheus waren beschnitten, w\u00e4hrend Titus (\u201eHeidenchrist\u201c griech. Herkunft) nicht beschnitten wurde.<br \/>\n(7) Nur eine Frage: Um wie viel leichter fiele uns das Glauben, wenn die christlichen Naturwissenschaftler endlich unsere \u00dcberzeugung von Gottes Sch\u00f6pfung weltweit und \u00fcberzeugend durchsetzen k\u00f6nnten &#8230;<br \/>\n(8) \u00dcberw\u00e4ltigende Freude, Zweifel, dass zwei so alte Menschen ein Kind bekommen k\u00f6nnten, Verwunderung, Unglaube. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der alles von ihm erwartetPredigtthema: Seine Zusage tr\u00e4gt Bibelstelle: 1.Mose 17, 1-27 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: Erst 13 Jahre nach Ismaels Geburt schlie\u00dft Gott seinen Bund mit Abram. ER allein ist der Handelnde. 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