{"id":1516,"date":"2006-10-13T19:54:09","date_gmt":"2006-10-13T17:54:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=335"},"modified":"2006-10-13T19:54:09","modified_gmt":"2006-10-13T17:54:09","slug":"predigthilfe-vom-29-10-2006-2-korinther-11-16-33","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-29-10-2006-2-korinther-11-16-33\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 29.10.2006 &#8211; 2.Korinther 11, 16-33"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn bezeugt<br \/>Predigtthema: Das Zeugnis im Leiden<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: 2.Korinther 11, 16-33<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen:<br \/>\n\u00dcber diesen Text wurde kaum gepredigt.<br \/>\nEr hilft sicher Paulus besser zu verstehen. Der Apostel schreibt hier \u00fcberwiegend bewusst  \u201enicht dem Herrn gem\u00e4\u00df\u201c (V 17). Also ein \u00fcberraschender Predigttext. Er h\u00f6rt sich nach Selbstlob an, aber Paulus ist eigentlich zum R\u00fchmen gezwungen. Die Korinther verstehen Anderes kaum noch.<br \/>\nAber das Christuslob \u00fcberwiegt (V 31). Der Text-ZUSAMMENHANG ist wichtig. <\/p>\n<p>Predigttipps<br \/>\nV 16f Die korinthische Gemeinde lie\u00df sich von \u201e\u00dcberaposteln\u201c (V 5) und \u201ePseudoaposteln\u201c (V 11) leiten. Verdiente M\u00e4nner, die sich im frommen Bereich zu Machtmenschen entwickelten. IHR Wort kam an.<br \/>\nUm geh\u00f6rt zu werden, w\u00e4hlt Paulus unvern\u00fcnftige \u201et\u00f6richte\u201c Methoden. Und wer ihn daraufhin f\u00e4lschlich f\u00fcr einen Toren h\u00e4lt, soll ihn wenigstens ertragen. Er z\u00e4hlt vergangene Ereignisse auf, die beeindrucken k\u00f6nnen.<br \/>\nSein Reden ist \u201enicht dem Herrn gem\u00e4\u00df\u201c, soll also nicht beispielhaft sein. Selbstlob bleibt letztlich Torheit.<br \/>\nV 18f Selbstlob \u201enach dem Fleisch\u201c war in Korinth \u00fcblich. Paulus stellt sich hier in missionarischer Zielsetzung  auf die Gepflogenheiten seines Missionsfeldes ein und \u00fcbernimmt f\u00fcr diesen Fall Verhaltensmuster.<br \/>\nGern (w\u00f6rtl. ironisch  \u201emit Vergn\u00fcgen, Genuss\u201c) ertragen sie die Machtmenschen, anstatt sich von ihnen zu trennen.<br \/>\nV 19 \u201eKlug\u201c waren die korinthischen Christen eigentlich durch das Evangelium geworden. Paulus erinnert an die Bekehrung zu Jesus Christus. Aber diese Lebenswende k\u00f6nnte durch die \u201echristliche\u201c Tagespolitik in Vergessenheit geraten, versch\u00fcttet werden.<br \/>\nV 20 Sie lassen mit sich machen, was Andere wollen, werden der Menschen Knechte (1. Ko 7, 23), h\u00e4ngen sich an \u201everdiente Mitarbeiter\u201c.<br \/>\nH. Krimmer: \u201eJe h\u00f6her sich einer erhebt, sich gro\u00df macht und auff\u00fchrt, desto mehr m\u00fcssen die anderen kuschen und werden kleingemacht\u201c. Das ging in Korinth bis zu \u201eSchl\u00e4gen ins Gesicht\u201c.<br \/>\nV 21 Schande der Gemeinde ist es, gegen\u00fcber ihren \u201eMachthabern\u201c schwach zu sein. Wenn sich Korinther \u00fcber den \u201eschwachen Paulus\u201c beklagen, ziehen sie Leiter vor, die sich selbst f\u00fcr wichtig halten, ihre Verdienste im Reich Gottes zitieren und letztlich \u201eihre\u201c Herde m\u00e4chtig knechten.<br \/>\nPaulus\u00b4 Auftritt in Liebe konnte als Schwachheit ausgelegt werden.<br \/>\nV 22f Dreimal \u201eIch auch!\u201c: Hebr\u00e4er (Phil 3, 5); Israelit und Glied des Bundesvolkes (R\u00f6m 11, 1); Abrahams Kinder (R\u00f6m 11, 1). Sogar im Vergleich mit den beeindruckenden Uraposteln in Jerusalem kann er mithalten.<br \/>\nIn Korinth war das Vergleichen \u00fcblich. Vergleichen von und unter Gotteskindern f\u00fchrt aber zu \u201eGewinnern und Verlierern\u201c (Lk 18, 11f), zum Ver-Messen (= falsch messen), zu \u00dcberheblichkeit und Vermessenheit.<br \/>\nPaulus bewertet sein Vergleichen als t\u00f6richt, w\u00f6rtl. \u201ewahnwitzig\u201c. Alles, um sich der Korintherart verst\u00e4ndlich zu machen, die zur fr\u00fcheren Klugheit in Christus zur\u00fcckfinden soll.<br \/>\nDiener Christi erkennt man nicht an ihrem Beliebtheitsgrad und ihren H\u00f6henfl\u00fcgen. Sie k\u00f6nnten eher vom Leiden berichten (1). Erfolge und Geistesgaben eignen sich zur Selbstdarstellung.<br \/>\nV 24f Die Zahl der Gei\u00dfelhiebe war beschr\u00e4nkt (2). Rutenschl\u00e4ge waren R\u00f6merrecht (Apg 16, 22). Unschuldige leiden viel h\u00e4rter unter ungerechter Bestrafung.<br \/>\nWie Paulus eine Steinigung \u00fcberlebte (Apg 14, 19) bleibt ein Wunder.<br \/>\nSchifffahrten waren weit gef\u00e4hrlicher als heute. Der Schiffbruch auf der Fahrt nach Rom (Apg 27) lag noch in der Zukunft. Wahrscheinlich hat Paulus auch in 14 Jahren im syrischen Bereich (Gal 1, 21; 2, 1) oft Schiffe benutzt.<br \/>\nV 26-29 Die gr\u00f6\u00dfte Gefahr war das Fallen \u201eunter falsche Br\u00fcder\u201c. M\u00e4nner stellten ihm nach, die beanspruchten, Jesusleute zu sein. Unterdr\u00fcckung im Gottesvolk und in der Gemeinde geh\u00f6rt zum Bedr\u00fcckendsten (Ps 66, 10-12; Jer 9, 3).<br \/>\n\u201eDie Sorge f\u00fcr die Gemeinden\u201c \u00fcbersah nicht den Herrn als Sorgeberechtigten der Gemeinden (1. Petr 5, 7). Seelsorge an anderen (und der eigenen Seele) kostet aber Zeit und Kraft (Mt 23, 37; 1. Tim 4, 15).<br \/>\nEr k\u00fcmmerte sich um \u201ezu Fall gebrachte Br\u00fcder\u201c, \u201evon der S\u00fcnde ereilt\u201c (Gal 6, 1). Und wenn er \u201ebrennt\u201c, dann f\u00fcr das Wohl anderer. Jedenfalls meidet er k\u00fchles Richten und Aburteilen.<br \/>\nHinter Paulus\u00b4 bedr\u00fcckenden Erlebnissen steht Satan mit allem Hass auf die gl\u00e4ubige Gemeinde. Und seine wirksamste Zerst\u00f6rungsart setzt im Inneren der Kreise an: \u201eBr\u00fcder\u201c gegen Br\u00fcder.<br \/>\nTrotzdem wurde Paulus bis heute als wesentliche Autorit\u00e4t unter den Schreibern des Neuen Testaments anerkannt. Vergessen wir nicht, welchen Preis er u.a. daf\u00fcr zahlen musste, trotzdem aber Christus die ganze Ehre \u00fcberlie\u00df.<br \/>\nHier nun gegen seine \u00dcberzeugungen \u201ezum R\u00fchmen gezwungen\u201c.<br \/>\nV 30f H\u00f6hepunkt des Textes: Gerade das Thema seines R\u00fchmens, n\u00e4mlich seine Schwachheit, galt in Korinth als verachtungsw\u00fcrdig. Um wahren Ruhm rang er schon 1. Ko 4, 9-13 mit dieser Gemeinde.<br \/>\nAndere Apostel in Jerusalem lebten vielleicht unangefochtener und besser, aber kann das ein Wesenszug  von Vergleichen sein? Paulus sah das Kriterium gerade dort, wo die Korinther aus den selben Fakten v\u00f6llig entgegengesetzte Schl\u00fcsse zogen.<br \/>\n\u201eDie au\u00dferordentliche, \u00fcberschw\u00e4ngliche Kraft sei von Gott und nicht von uns\u201c (2. Kor 4, 7). \u201eWer sich r\u00fchmen will, r\u00fchme sich des Herrn\u201c \u2013 die \u201eumfassende Klugheit des Gotteslobes\u201c (H. Krimmer), zu dem er die Korinther wieder bewegen will.<br \/>\nV 32f Ein besonderes Erlebnis z.Zt. des Aretas, Statthalter der Nabat\u00e4er (Apg 9, 23-25), der in Zusammenarbeit mit j\u00fcdischen Gegnern Paulus fangen wollte. Wahrscheinlich erinnerte dieser Vorgang Paulus auch an Jos 2, 15.<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag (nach Dr. H. Krimmer)<br \/>\n1. Preisgegeben<br \/>\n2. Hineingegeben<br \/>\n3. Hingegeben<\/p>\n<p>Schluss: Flucht aus Damaskus, aber das Wort verbreitete sich rasend schnell. Die \u201eNiederlagen\u201c der Jesusleute k\u00f6nnen u. a. Siegesz\u00fcge des Evangeliums ausl\u00f6sen. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\nFu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Lied: \u201eDu gingst, o Jesu, &#8230; und ziehest jeden, der da glaubt, mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so f\u00fchr uns all zugleich, zum Teil am Leiden&#8230;\u201c  (Ich will dir danken 318)<br \/>\n(2) Im r\u00f6mischen Reich behielten die Juden eine eigene, eingeschr\u00e4nkte Gerichtsbarkeit. Kein Todesurteil (Jo 18, 31). Die H\u00f6chstzahl der Gei\u00dfelhiebe war auf vierzig beschr\u00e4nkt (5. Mo 25, 2f), um das Gebot aber nicht zu verletzen, wurde einer weniger zugelassen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn bezeugtPredigtthema: Das Zeugnis im Leiden Bibelstelle: 2.Korinther 11, 16-33 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen: \u00dcber diesen Text wurde kaum gepredigt. 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