{"id":1513,"date":"2006-09-04T10:23:09","date_gmt":"2006-09-04T08:23:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=332"},"modified":"2006-09-04T10:23:09","modified_gmt":"2006-09-04T08:23:09","slug":"predigthilfe-vom-1-10-2006-psalmen-65","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-1-10-2006-psalmen-65\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 1.10.2006 &#8211; Psalmen 65"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn bezeugt<br \/>Predigtthema: Das Zeugnis der G\u00fcte Gottes<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Psalmen 65<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nDer Psalm wird leider bis auf V 2f und V 10b seltener zitiert.<br \/>\nDavid tritt in innerer und \u00e4u\u00dferer Gelassenheit vor Gott und lobt ihn in der Stille. Damit tritt er automatisch  gegen die kanaan\u00e4ischen Fruchtbarkeits- und Baalskulte an. Aller Segen f\u00fcr das Land geht von Gottes Heiligtum in Jerusalem aus, nicht von irgendeinem \u201eG\u00f6tterberg im Norden\u201c (s. V 5).     <\/p>\n<p>Die folgenden Tipps h\u00e4ngen mit C.H.Spurgeons Auslegungen zusammen (1), also eventuell auch ein Erntedanklied. <\/p>\n<p>Predigttipps:<br \/>\nV 1 Luthers \u201evorzusingen\u201c steht nicht im Urtext, sondern einfach \u201eEin Lied\u201c. Loblieder sind keine Schlager (2).<br \/>\nSpurgeon: \u201eEine Gemeinde, die sich in  stiller Anbetung vor dem Herrn beugt, weil sie seine Barmherzigkeit so tief empfindet, bringt dem Herrn ein besseres Lob dar, als die hervorragendsten Stimmen und Instrumente in lautem Lobgesang, hinter dem kein inneres Erleben steht.\u201c<br \/>\nV 2 Gott in der Stille loben. Elberfelder \u00dcbersetzung: \u201eDir gilt Stille, Lobgesang, o Gott, in Zion\u201c.<br \/>\nZion bezeichnete urspr\u00fcnglich die vorisraelische Stadt der Jebusiter auf dem s\u00fcd\u00f6stlichen H\u00fcgel von Jerusalem (vgl. 2. Sam 5, 7). Sp\u00e4ter wurde Zion zum Begriff f\u00fcr die Heiligt\u00fcmer Jerusalems (Jes 10,12) sowie auf den von K\u00f6nig David und Salomo bebauten nord\u00f6stlichen H\u00fcgel, insbesondere den Palast- und Tempelbezirk (siehe Tempelberg), ausgedehnt und schlie\u00dflich auf die gesamte Stadt Jerusalem \u00fcbertragen.<br \/>\nIn der pers\u00f6nlichen Stille mit Gott l\u00e4sst er sich finden. \u00dcbersetzungsm\u00f6glichkeit: \u201eIn feierlicher Stille beten wir dich an, Herr\u201c &#8211; weil wir nicht recht wissen, wie wir ihn am besten loben k\u00f6nnen.<br \/>\nGel\u00fcbde und Versprechungen sind zu erf\u00fcllen (3). In Not- oder Kriegszeiten werden Gott \u00f6fter Versprechungen gemacht. Gemeinden und Einzelne haben ihre Zusagen zu erf\u00fcllen, allerdings nicht, um damit vor anderen zu gl\u00e4nzen. Gott l\u00e4sst sich nicht spotten (Gal 6, 7). Lerneffekt: Vorsicht mit Wenn-Dann-Gel\u00fcbden.<br \/>\nV 3 Elberfelder \u00dcbersetzung: \u201eH\u00f6rer des Gebets\u201c, ein passender Gottesname. Der Kern aller anderen Religionen besteht darin, Gott n\u00e4her zu kommen, ihn \u201eg\u00fcnstig\u201c zu stimmen. Wir kommen zu ihm \u2013 in Reue, in F\u00fcrbitte, mit Anbetung und Lobpreis.<br \/>\n\u201eAlles Fleisch\u201c meint den Menschen in seiner Schwachheit, Ohnmacht und Bed\u00fcrftigkeit. Wer das wahre Licht erkannt hat, l\u00e4sst sich durch Irrlichter nicht mehr t\u00e4uschen.<br \/>\nV 4 Elberfelder: \u201eS\u00fcndige Taten haben mich \u00fcberw\u00e4ltigt\u201c. Menschen verleumden und verklagen mich. Eigene S\u00fcnde belastet. Wenn die Gnade nicht w\u00e4re, w\u00fcrden sie mich erdr\u00fccken.<br \/>\nWer S\u00fcnde gering sch\u00e4tzt, ist leichtsinnig. Wer sich an der S\u00fcnde freut, noch leichtsinniger. Fazit: Flucht vor der S\u00fcnde und Zuflucht bei Gott. Unsere S\u00fcnden k\u00f6nnen Gott nicht \u00fcberw\u00e4ltigen. Aber vor dem Lobpreis sollte Vergebung meiner S\u00fcnde geschehen.<br \/>\nWer durch das Blut des Lammes gereinigt ist, kann auch das Lied des Lammes mitsingen (Offb 7, 10): \u201eDas Heil ist bei dem, der auf dem Thron sitzt, unserem Gott, und dem Lamm!\u201c<br \/>\nV 5 Auf Reinigung folgt Segnung. Wir brauchen nicht zu f\u00fcrchten, dass seine N\u00e4he uns vernichtet (4. Mo 3, 4). S\u00f6hne im Hause Gottes (Jo 8, 35; 1. Jo 3, 1).<br \/>\nGottes Erw\u00e4hlung ist nicht zeitlich befristet. Das Wohnrecht gilt f\u00fcr alle Zeit.<br \/>\n\u201eWohl dem, den du erw\u00e4hlst\u201c. Die Psalmen kennen auch eine ansteigende Folge von Seligpreisungen: Zuerst f\u00fcr den, der sich in Gottes Wort vertieft (Ps 1, 1), dann der begnadigte Mensch (Ps 32, 1), dann das lebendige Vertrauen (Ps 34, 9; 40,5), dann der wohlt\u00e4tige Gl\u00e4ubige (Ps 41, 2), schlie\u00dflich Ps 65, 5.<br \/>\nV 6 w\u00f6rtl.: \u201eMit furchtbaren (Taten) antwortest du uns in Gerechtigkeit, Gott unserer Rettung, du Zuflucht aller Enden &#8230;\u201c.<br \/>\nHeilige Ehrfurcht ist vor Gott angebracht. Gott ist unser Vater geworden, aber kein Kumpel, mit dem wir alles anstellen k\u00f6nnten. Wenn Er handelt, sind oft Feinde und Freunde ersch\u00fcttert: Wir bitten um Heilung und die Antwort ist Pr\u00fcfung. Wir w\u00fcnschen mehr Glauben und die Antwort ist mehr Leiden. Wir bitten um Ausbreitung des Evangeliums und die Antwort ist Verfolgung. Trotzdem bleibt uns das Beten und Bitten, denn uns kann nicht schaden, was Gott in Liebe gibt (1. Ko 10, 13). Wer sein Vertrauen auf Gott setzt, erf\u00e4hrt, dass Gott schnell und m\u00e4chtig erh\u00f6ren kann.<br \/>\nV 7 Kein Sturm kann Bergen etwas anhaben, eher dem Meer.<br \/>\nBerge bleiben standhaft und sind unverr\u00fcckbar. Ohne Gottes Willen w\u00e4re das nicht so. Berge w\u00fcrden zusammenfallen wie Kartenh\u00e4user, wie alle Pl\u00e4ne und Werke, die gottlos entstanden.<br \/>\nV 8 Gott kann Meere still machen (Mk 4, 35ff). F\u00fcr den biblischen Menschen war seit 1. Mo 1 das Meer die vom Sch\u00f6pfer zur\u00fcckgedr\u00e4ngte Chaosmacht, vom Menschen im Ernstfall nicht \u201ein den Griff zu kriegen\u201c (4). Der Israelit stand mit Grausen am Strand und sah, wie die Angriffe der feindlichen, zerst\u00f6rerischen Macht, Welle um Welle, die geschaffene Gotteswelt bedrohte. Gott gebot \u201eBis hierher und nicht weiter\u201c (Hiob 38, 8.10).<br \/>\nWo Ordnungen sich aufl\u00f6sen, finden Gotteskinder Zuflucht und Halt bei dem, der auch die Alpen und den Himalaja festh\u00e4lt und st\u00fcrmische Meere beruhigen kann.<br \/>\nGesetze k\u00f6nnen die Unruhen unter Menschen kaum b\u00e4ndigen. Regierungen k\u00f6nnen ihre eigenen V\u00f6lker nicht in Schranken halten. Elberfelder: \u201eGet\u00fcmmel der V\u00f6lker\u201c (5).<br \/>\nV 9 Nicht wenige Zeichen weisen auf Gott hin (Ps 66, 3-6ff), Zeichen zum Erschrecken und Zeichen zur Freude. Wenn wir unsere Freude an ihm haben, h\u00f6rt er nicht auf, uns Freude zu schenken.<br \/>\nV 10 Gottes Besuchsgeschenk ist Segen. Wie ein G\u00e4rtner, der einzelne Pflanzen nicht \u00fcbersieht, pflegt er seinen Garten. Der Wunsch der Gemeinden nach \u201eLieferung\u201c frischen, lebendigen Wassers kennt er.<br \/>\nGott ist der erste Geber. Sein \u201eBr\u00fcnnlein hat Wasser die F\u00fclle\u201c, man muss es nur anzapfen (Offb 21, 6; Jo 4, 1ff). Irrlehrer versprechen, aber halten nicht (2. Petr 2, 17). Irdische Brunnen und Hilfsquellen versiegen bald.<br \/>\nV 11 Hitze verh\u00e4rtet Erdschollen, Regen macht sie weich und f\u00e4hig, zarten Pflanzen beim Wachsen zu helfen. Auch ein Bild f\u00fcr das geistliche Leben. Der Heilige Geist f\u00fcllt die Leere der Herzen und bereitet sie vor, geistliche Fr\u00fcchte wachsen zu lassen.<br \/>\nV 12 Die Ernte ist ein deutlicher Beweis der G\u00fcte Gottes, die Kr\u00f6nung des Jahres f\u00fcr alle Landwirte.<br \/>\nFu\u00dfspuren Gottes erkennt man im feuchten Boden (6).<br \/>\nV 13 Gott schickt Regen auch in die Steppe. In fast menschenleeren Gegenden haben Gotteskinder ihren Herrn erfahren. Auch die Tiere der W\u00fcste werden unterst\u00fctzt. Gott besucht in seiner Liebe auch die einsamsten und verlassensten Herzen!<br \/>\nH\u00fcgel, die in der Trockenheit ein Bild des Jammers sind leuchten nach dem Regen in frischen Farben.<br \/>\nV 14  Die \u201eKleidung\u201c der Weiden durch Schafe verschafft Menschen Wolle f\u00fcr ihre Kleidung.<br \/>\nFleisch und Brot liefern die Wiesen und Felder. Das Bl\u00f6ken der Schafe und das Rauschen des Windes in den Kornfeldern ehrt Gott und freut ihn.<br \/>\n \u201eJauchzet Gott!\u201c Das AT ist nicht engherzig oder gesetzlich! Praktisch: Wann haben Sie das letzte Mal gejauchzt? Jauchzen ist mehr als Freuen (7).<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (nach C.H.Spurgeon, s. (1)):<br \/>\n1. Der Weg zu Gott<br \/>\n2. Gott antwortet<br \/>\n3. Erntelied<br \/>\nGliederungsvorschlag 2 (auch C.H.Spurgeon):<br \/>\n1. Die G\u00fcte Gottes (Er segnet die Erde in allen Jahreszeiten)<br \/>\n2. Der Reichtum seiner G\u00fcte (Wasser die F\u00fclle)<br \/>\n3. Die Vielfalt seiner Segnungen (Getreide, Wasser, Schafe, Geistliche Gaben)<br \/>\n4. Die Best\u00e4ndigkeit seiner Segnungen (Du kr\u00f6nst das Jahr)<\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nFu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Charles Haddon Spurgeon, au\u00dfergew\u00f6hnlich gesegneter Prediger in England: Aus der Schatzkammer Davids, IV Die Botschaft der Psalmen von der Sch\u00f6pferherrlichkeit Gottes, Oncken-Verlag.<br \/>\n(2) Wie beim Besuch eines Staatsoberhaupts \u00fcben Orchester und Ch\u00f6re das beste Liedgut ein.<br \/>\n(3) \u201eWenn Gott mir hier noch mal heraushilft, werde ich &#8230;\u201c<br \/>\n(4) aus Predigttipp zu Offb 21, 1-8: Das Tsunami-Beispiel (jap. tsu=Hafen und nami= Welle) zeigte die Hilflosigkeit der Menschen. Japan hat eine Tiefseesteilk\u00fcste. Riesenwellen bilden sich quasi erst kurz vor dem Strand und schlagen deshalb \u00fcber die Hafenmauer in den Hafen, wo sie die Schiffe und H\u00e4user zertr\u00fcmmern. Eine Reihe verheerender Tsunamis machten dieses Naturph\u00e4nomen weltweit bekannt. H\u00f6hepunkt  am 26.12.2004: 231.000 Tote. Menschen finden im und auf dem Meer ihre Grenzen. Sie k\u00f6nnen nur re-agieren. Beispiel Pellworm: Deiche m\u00fcssen st\u00e4ndig wieder erh\u00f6ht werden.<br \/>\n(5) Beispiel 1 Libanon: Die Hisbollahs k\u00f6nnen ungestraft Terror und Mord anrichten, ohne die \u201eordentlich gew\u00e4hlte, zust\u00e4ndige Regierung\u201c zu fragen.<br \/>\nBeispiel 2: Islamistische Terrorvertreter konnten auch in Deutschland ihre Pl\u00e4ne ungest\u00f6rt vorbereiten.<br \/>\nBeispiel 3, etwas \u00e4lter: Gegen die Praktiken der RAF-Gruppe um Baader und Meinhof war der zust\u00e4ndige Staat sehr lange machtlos. \u00dcbrigens hat Meinhofs Tochter, Journalistin Bettina R\u00f6hl, (www.bettinaroehl.blogs.com) eine ganz gegens\u00e4tzliche Richtung eingeschlagen.<br \/>\n(6) Von den Tartaren sagte man, dass \u201ekein Gras mehr w\u00e4chst, wo ihre Hufe hingetreten haben\u201c. Die Fu\u00dfspuren von Eroberern trieften von Blut, Feuer, Tr\u00e4nen und Fl\u00fcchen. Wenn fr\u00fchere Herrscher ihr Land bereisten, hinterlie\u00dfen sie in der Regel Hungersn\u00f6te. Ihre genusss\u00fcchtigen H\u00f6flinge vertilgten in der Regel alles, was sie finden konnten. Bei Gott ist das Gegenteil zu erfahren.<br \/>\nGottes Spuren sind Segensspuren. Wo der K\u00f6nig der K\u00f6nige hinkommt, beschenkt er seine Untertanen.<br \/>\n(7) \u201eJuchzer\u201c sagen die Norddeutschen. Die Bayern \u201ejodeln\u201c, wenn sie beim Sonnenuntergang in den Bergen ihre Kuhglocken h\u00f6ren und ihr Gl\u00fcck ausdr\u00fccken m\u00f6chten &#8230;  Neudeutsch: \u201eDie Sprechwerkzeuge werden aktiviert, bevor unser Zentrum im Gehirn das Programm fertig ausgedruckt hat.\u201c Das versteht nur, wer das Jauchzen kennt.<br \/>\nDa \u201eplatzt\u201c einer vor Freude \u00fcber seinen Gott. Der n\u00e4chste Psalm 66 schlie\u00dft sich an und liefert zus\u00e4tzliche Gr\u00fcnde f\u00fcr das herausragende Loben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn bezeugtPredigtthema: Das Zeugnis der G\u00fcte Gottes Bibelstelle: Psalmen 65 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Der Psalm wird leider bis auf V 2f und V 10b seltener zitiert. 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