{"id":1510,"date":"2006-08-25T11:14:06","date_gmt":"2006-08-25T09:14:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=329"},"modified":"2006-08-25T11:14:06","modified_gmt":"2006-08-25T09:14:06","slug":"predigthilfe-vom-10-9-2006-offenbarung-3-7-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-10-9-2006-offenbarung-3-7-13\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 10.9.2006 &#8211; Offenbarung 3, 7-13"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der sich nach Vollendung sehnt<br \/>Predigtthema: In Schwachheit geduldig<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Offenbarung 3, 7-13<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Vorbemerkungen<br \/>\nPhiladelphia geh\u00f6rt geographisch zu einem Kranz von Sendschreiben-St\u00e4dten, die wohl untereinander regen Austausch pflegten. Ein fr\u00fches Beispiel f\u00fcr Bezirksarbeit. Philadelphia = Bruderliebe (1).<br \/>\nNur in den Briefen an Smyrna und Philadelphia fehlt der Satz: \u201eIch habe wider dich&#8230;\u201c.<br \/>\nZur \u201eGemeinde der schwachen Kraft\u201c tritt der Machthaber \u00fcber alles, auch \u00fcber Himmel und H\u00f6lle.<\/p>\n<p>Predigttipps<br \/>\nV 7 \u201eEngel\u201c sind Himmelswesen, hier aber wahrscheinlich menschliche Gottesboten (griech. derselbe Ausdruck f\u00fcr Engel und Bote). Im AT kommen Engel\/Gottesboten auch in Menschengestalt vor, z.B. 1. Mo 18, 1ff.; Hag 1, 13; Mal 2, 7. Gemeint sind hier wahrscheinlich die Verantwortlichen der Gemeinden, wobei der Text der ganzen Gemeinde gilt.<br \/>\nHeilig und wahrhaftig sind Pr\u00e4dikate des ewigen Gottes. Jesus ist Gott! (2) Sein Wort wiegt wie, besser: ist  Gottes Wort.<br \/>\nJesus hat die Schl\u00fcsselmacht \u00fcber die Weltgeschichte, Himmel und H\u00f6lle. \u201eSchl\u00fcssel Davids\u201c  kommen in Jes 22, 22 vor.<br \/>\nKeine Notf\u00e4lle, Lebensumst\u00e4nde, \u201eKollegen\u201c k\u00f6nnen den Weg versperren, den der Herr aufschlie\u00dft (Jo 10, 28).<br \/>\nJesus blickt, durchschaut Atheismus und erstarrte Fr\u00f6mmigkeit, auch die Selbstsicherheit und Sattheit von \u201eFrommen\u201c und kann jede Stunde die Gnadenzeit abschlie\u00dfen.<br \/>\nSehr ernst ist das Zuschlie\u00dfen. Weder Pfarrer, Priester noch Papst k\u00f6nnen aufschlie\u00dfen, was Jesus verschlossen hat. Sein Wort gilt und wirkt absolut (Ps 33, 4; Jo 11, 25.43f).<br \/>\nV 8 Jesus WEISS!<br \/>\nEr kennt die \u201ekleine Kraft\u201c des in der Stadt verachteten, geringen Haufens. Wahrscheinlich waren keine \u201eSchl\u00fcsselfiguren\u201c, wie B\u00fcrgermeister, Betriebsleiter oder h\u00f6here Angestellte dabei. Die Gemeinde konnte nicht mit Zahlen gl\u00e4nzen. Vor wem auch?<br \/>\nPhiladelphia hat eine OFFENE T\u00dcR in Gottes Reich, zu damaligen Menschen und sp\u00e4teren Bibellesern (3).<br \/>\nNicht die H\u00f6henlage der Heiligung und Erkenntnis, nicht die reife Erfahrung oder bestimmte Geistesausr\u00fcstungen: Die Gemeinde VERTRAUTE Gottes Wort trotz kleiner Kraft.<br \/>\nV 9 Die j\u00fcd. Synagoge in Philadelphia war wohl das Widerstandszentrum gegen die Jesusleute (4).<br \/>\nSchlimm, dass aus einer christlichen Synagoge (Jak 2, 2 steht \u201eSynagoge\u201c) ein Wirkungsort Satans werden kann. Ein Vakuum ist nicht m\u00f6glich: Entweder der Geist von oben oder von unten.<br \/>\nWer gegen Jesus und seine Gemeinde arbeitet, verk\u00f6rpert nicht das wahre Israel &#8211; das gilt sogar f\u00fcr das heutige Land und Volk Israel. Erst wenn die Juden Jesus erkennen, ist ihre Zukunft gekl\u00e4rt.<br \/>\nEbenso schaden religi\u00f6s-christlicher Fanatismus und verbissene, irrt\u00fcmliche Fr\u00f6mmigkeit:<br \/>\nPhiladelphia-Gemeindeleute werden staunen, dass ihnen die ganze Jesusliebe f\u00fcr alle Zeiten gilt.<br \/>\nV 10 Mit Jesus leben ist kein Kinderspiel, sondern eine Schlacht. Unz\u00e4hlige Jesusleute holten sich Vergiftungen in den Bleibergwerken Sardiniens. Frauen kamen wegen ihres Glaubens in Bordelle. Ihre heiligen Schriften wurden verbrannt. Ein WUNDER, dass Gemeinde Jesu unter solchen Verh\u00e4ltnissen \u00fcberlebt(e). (5) Zig-Tausende haben im vergangenen Jahrhundert Jesus die Treue gehalten und wurden trotz aller Drangsal bewahrt. Viele gingen lieber in den Tod, als Jesus zu verlassen. Trotz allem gilt die Zusage 1. Ko 10, 13: Er hilft uns beim Ertragen.<br \/>\nDer Ausdruck \u201ebewahren VOR der Stunde der Versuchung\u201c l\u00e4sst nicht den Schluss einer \u201eVor-Entr\u00fcckung\u201c (also VOR der gro\u00dfen Tr\u00fcbsal) zu, weil das griechische \u201eek\u201c auch AUS bedeuten kann.<br \/>\nV 11 \u201eSiehe\u201c steht nicht im Urtext. Luther \u00fcbernahm den Ausdruck von \u00e4hnlichen Bibelstellen und meint  \u201eAchtung! Aufpassen!\u201c Die Zeit scheint manchmal lang zu sein (2. Petr 3, 9), aber unser Zeitbegriff schr\u00e4nkt Gott nicht ein (Ps 90, 4). Es ist uns nicht erlaubt, die Zeit wissen zu wollen (Apg 1, 7); aber es ist uns geboten, die Zeichen zu beachten (Matth 24, 32f). Das Wort \u201ebald\u201c dr\u00fcckt im Griechischen gleichzeitig auch schnell, \u00fcberraschend, rechtzeitig aus.<br \/>\nZu den endzeitlichen Zeichen unserer Zeit z\u00e4hlt am deutlichsten die Geschichte des Volkes Israel vor und seit dem 5.5.1948, ebenso das Scheitern aller Versuche, die Juden \u201eins Meer zu werfen\u201c. Gott l\u00f6st seine Versprechungen nicht immer gleich heute ein, aber seine Wille geschieht (Ps 33, 4).<br \/>\nSchrecklich, wenn J\u00fcnger Jesu ihren Glauben verlieren, statt festzuhalten (Hebr 10, 35; 6, 4-6), wenn aus der anf\u00e4nglichen ersten Liebe eine k\u00fcmmerliche Nachfolge geworden ist. Nachdenklich sollte uns machen, wenn in unserer Gemeinde niemand mehr zum Glauben findet oder zur\u00fcckkommt. Bleiben in und Halten an Jesus sind Voraussetzungen f\u00fcr Leben (Jo 15, 5) und Kennzeichen der \u00dcberwinder.<br \/>\nV 12 \u00dcberwinder sind keine Kraftprotze, im Gegenteil, s. Mt 5, 3-12; 2. Ko 11, 30.<br \/>\nPfeiler sind Tr\u00e4ger. Sie verkraften auch \u201ebelastende Querbalken &#8230;\u201c. Tragen wir auch andere oder werden wir selbst nur mitgetragen?<br \/>\nDrei Namen schreibt Jesus auf die Pfeiler: Gottes Namen, den Namen des neuen Jerusalems und den neuen Jesus-Namen (Phil 2, 9-11). Wir kennen Jesus nur als den erniedrigten am Kreuz und den verborgenen Herrn der Herrlichkeit. DANN  wird man sehen.<br \/>\nV 13 Diesen Vers haben unz\u00e4hlige Gemeinden hochm\u00fctig auf sich bezogen in der Meinung, dass sie und nur sie die \u00dcberwinder-Gemeinde seien (6).<br \/>\nDie Voraussetzungen f\u00fcr ein Leben wie in der Philadelphia-Gemeinde hat Jesus klar umrissen. Andere Voraussetzungen gibt es nicht, oder es sind Menschensatzungen, bzw. subjektive Verst\u00e4ndnisse vom Gotteswort, die langfristig keine Bedeutung haben.  <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1<br \/>\n1. Offene T\u00fcren<br \/>\n2. In Schwachheit geduldig<br \/>\n3. Auf Jesus ist Verlass<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (nach Gottfried Voigt)<br \/>\nWas die Gemeinde in der gro\u00dfen Erprobung ermutigt<br \/>\n1. die offene T\u00fcr<br \/>\n2. das bewahrende Wort<br \/>\n3. die k\u00fcnftige Aufgabe<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) Der Stadtname stammt allerdings von ihrem Gr\u00fcnder K\u00f6nig Attalus Philadelphus von Pergamon (159-138 v.Chr.).<br \/>\n(2) s. Erkenntnis des Thomas Jo 20.<br \/>\n(3) Viele Gemeinden klagen \u00fcber \u201eharten Boden\u201c in ihrem Bereich. Viele Gr\u00fcnde sind denkbar.<br \/>\n(4) Schwierig, wenn z. B. Kirchenvertreter gegen Jesus-Nachfolger agieren.<br \/>\n(5) Erzbischof Firmian von Salzburg verf\u00fcgte 1731, dass (evangelische) Bibelleser sofort das Land verlassen m\u00fcssen. Die Exulanten wirkten in ihren Zielgebieten bis an die Ostsee in gro\u00dfem Segen.<br \/>\n(6) Ein Beispiel f\u00fcr viele: In deutschen St\u00e4dten bildeten sich vor gut 25 Jahren exklusive ORTSGEMEINDEN (nach Watchman Nee durch Witness Lee geleitet), die den Anspruch vertraten, pro Ort k\u00f6nne nur eine, n\u00e4mlich IHRE Gemeinde die wahre sein. Kirchen, Freikirchen, Gemeinschaften und Evangelische Allianz wurden abgelehnt. Ziel war weniger, Einzelne zum Glauben an Christus zu rufen, als vielmehr IHRE Vorstellung von Gemeindebau zu verwirklichen. Kritiker wurden auch vor weltlichen Gerichten hart attackiert, ein Buch als Gegenschrift verfasst (John So und J\u00f6rn Uhlenbruck, 2. Aufl. 1980). Trennungen und Leiden gab es in den fr\u00fcheren Heimatgemeinden vieler Ortsgemeindler. Aber auch innerhalb der sog. Ortsgemeinden ergaben sich gro\u00dfe Spannungen, nicht zuletzt in DER \u201eGemeinde in Stuttgart\u201c, Filderhauptstra\u00dfe in Plieningen. Die Episode hat sich wohl von selbst erledigt. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der sich nach Vollendung sehntPredigtthema: In Schwachheit geduldig Bibelstelle: Offenbarung 3, 7-13 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Vorbemerkungen Philadelphia geh\u00f6rt geographisch zu einem Kranz von Sendschreiben-St\u00e4dten, die wohl untereinander regen Austausch pflegten. 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