{"id":1505,"date":"2006-07-16T00:29:56","date_gmt":"2006-07-15T22:29:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=324"},"modified":"2006-07-16T00:29:56","modified_gmt":"2006-07-15T22:29:56","slug":"predigthilfe-vom-6-8-2006-matthaus-5-43-48","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-6-8-2006-matthaus-5-43-48\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 6.8.2006 &#8211; Matth\u00e4us 5, 43-48"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn liebt<br \/>Predigtthema: In durchhaltender Liebe<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 5, 43-48<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Bausteine zu Matth\u00e4us 5, 43-48<\/p>\n<p>Die Bergpredigt stellt \u00fcbliche Werte auf den Kopf (1).<br \/>\nV 43f Du sollst &#8230;  \u2013 aber wer ist mein N\u00e4chster? Jesus kehrt im Beispiel vom barmherzigen Samariter diese Frage um: Wem bin ICH der N\u00e4chste? (Luk 10).<br \/>\nZeloten, Pharis\u00e4er und Essener verachteten und bek\u00e4mpften \u201eAu\u00dfenstehende\u201c, auch im eigenen Volk (s. auch V 46f) (2). Gemeinschaft mit Z\u00f6llnern, Heiden, S\u00fcndern war suspekt &#8211; \u201eVaterlandsverrat\u201c. Jesus geriet so ins Visier der selbstgerechten Frommen (Mt 9, 11) (3).<br \/>\nVerfolgung ist die Zuspitzung von Feindschaft, wogegen F\u00dcRBITTE die Tat h\u00f6chster Liebe ist (4).<br \/>\nFeindbilder entstehen ohne Gottes Hilfe. Wichtiger ist die REAKTION der Jesus-Nachfolger (Phil 2, 5; 1. Petr 2, 21+23).<br \/>\nMenschen kennen die Regel \u201eDruck erzeugt Gegendruck\u201c. Jesus stellt dagegen das Waffenarsenal der Christen vor: Liebe und F\u00fcrbitte (5).<br \/>\nTrotz Verfolgung betete die fr\u00fche Gemeinde f\u00fcr alle Obrigkeit (1. Tim 2, 1). Beispiele genug aus den verfolgten Gemeinden des Ostens.<br \/>\nDas NT sieht im Irrlehrer allerdings einen Mitarbeiter des Satans, der Gemeinde zerst\u00f6rt und schl\u00e4gt Abstand, aber NICHT Hass, Verfolgung, Vernichtung vor (R\u00f6m 16, 17ff; 2. Joh 10).<br \/>\nIrrlehrer werden ermahnt, m\u00f6glichst wiedergewonnen, aber auch im Ernstfall nie gehasst.<br \/>\nDie g\u00f6ttliche agape-Liebe \u00fcberf\u00e4llt keinen ungeplant wie in weltlichen Liebesbeziehungen. Christen, die Gottes Liebe weitergeben WOLLEN, werden erfahren, dass ihre Gef\u00fchle dem Willen folgen, dass sich positive, \u201echristliche Gewohnheiten\u201c entwickeln (6). Liebe, die nur Freunde umarmt, ist unvollkommen, weil die eigentliche Reife fehlt. Vereinsmeierei, abgeschottetes Verbandsdenken f\u00fchrt in die Isolation.<br \/>\nV 45 Gott liebt seine Welt und zeigt das auch (1. Mo 8, 22). Liebesentzug als Strafe ist eine menschliche Erfindung und kommt bei Gott nicht vor. Seine Liebe ist \u201eausgegossen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist\u201c (R\u00f6m 5, 5).<br \/>\nV 48 Jesus meint keine umfassende Vollkommenheit, wie Gott sie besitzt. Hier geht es um Feindesliebe. Das  Wort \u201eteleios\u201c wird z.B. f\u00fcr die Reife eines Erwachsenen gegen\u00fcber einem Kind verwendet (V 45a) (7).<br \/>\nTrotzdem unm\u00f6glich f\u00fcr uns, das zu schaffen! Was wir nicht k\u00f6nnen, schafft aber Gott selbst &#8211; bis zum Kreuz, an dem er alles allein und ohne unser menschliches Zutun wirkt (Mt 19, 26; R\u00f6m 8, 3). Nirgends wird unser menschlicher Stolz, alles SELBER ordnen zu k\u00f6nnen, so zerst\u00f6rt wie auf Golgatha.  <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 1 (Oswald Sanders):<br \/>\n1. Wer ist mein N\u00e4chster?<br \/>\n2. Wer ist mein Feind?<br \/>\n3. Was ist Vollkommenheit?<\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag 2 (Gerhard Maier):<br \/>\nEinleitung: Wo unterscheiden sich Christen von Nichtchristen?<br \/>\n1. Gottes Liebe ist anders<br \/>\n2. Gott formt unsere Liebe \u00e4hnlich<br \/>\n3. Gott gibt dazu die Kraft<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten<br \/>\n(1) F. G. Chesterton: \u201eLiest man die Bergpredigt zum ersten Mal, so hat man das Gef\u00fchl, dass alles auf den Kopf gestellt wird. Beim zweiten Mal entdeckt man, dass alles genau richtig gestellt wird. Zuerst denkt man, ein solches Leben sei unm\u00f6glich, um dann festzustellen, dass nichts Anderes m\u00f6glich ist.\u201c<br \/>\n(2) Zeloten (Eiferer) benutzten einen kurzen Krummdolch, um Andersdenkende umzubringen. Schriftgelehrte verk\u00fcndeten: \u201eDen Feind sollst du hassen!\u201c, Qumran-Essener schrieben: \u201eEwigen Hass gegen alle M\u00e4nner des Verderbens!\u201c, d. h. gegen alle Nicht-Essener.<br \/>\n(3) Kritische Anfrage: Welche Sorte von fremden Leuten h\u00e4tten wir nicht so gern in unseren Gottesdiensten?<br \/>\n(4) Jesus am Kreuz (Luk 23, 34), Stephanus (Apg 7, 60); s. auch R\u00f6m 12, 14+20; 1. Kor 4, 12; 1. Petr 2, 21ff.<br \/>\n(5) \u201eGutes f\u00fcr Gutes, B\u00f6ses f\u00fcr B\u00f6ses, das ist nat\u00fcrlich. B\u00f6ses f\u00fcr Gutes ist teuflisch. Gutes f\u00fcr B\u00f6ses, das ist g\u00f6ttlich\u201c Kirchenvater Augustin<br \/>\n(6) Augustin: \u201eO Herr, schenke uns, was du befiehlst, und dann befiehl, was du willst.\u201c<br \/>\n(7) Oswald Sanders: \u201eEtwas ist vollkommen, wenn es den Zweck erf\u00fcllt, f\u00fcr den es geschaffen wurde.\u201c \u2013 hier also N\u00e4chsten- und Feindesliebe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihn liebtPredigtthema: In durchhaltender Liebe Bibelstelle: Matth\u00e4us 5, 43-48 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Bausteine zu Matth\u00e4us 5, 43-48 Die Bergpredigt stellt \u00fcbliche Werte auf den Kopf (1). 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