{"id":1484,"date":"2006-03-02T18:52:04","date_gmt":"2006-03-02T16:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=303"},"modified":"2006-03-02T18:52:04","modified_gmt":"2006-03-02T16:52:04","slug":"predigthilfe-vom-19-3-2006-matthaus-18-15-35","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-19-3-2006-matthaus-18-15-35\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 19.3.2006 &#8211; Matth\u00e4us 18, 15-35"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der seinem Wort glaubt<br \/>Predigtthema: Nach seinem Wort handeln<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Matth\u00e4us 18, 15-35<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Bausteine zu Matth\u00e4us 18, 15-35<\/p>\n<p>Der erste Textteil wird auffallend selten gepredigt oder kommentiert. VERGEBEN ist Hauptthema.<br \/>\nGemeindezucht darf nicht \u201ekalt\u201c nach juristischen Ma\u00dfst\u00e4ben ausge\u00fcbt werden. Es geht um Herzen. \u201eBringt ihn im Geist der Sanftmut zurecht \u2013 achtgebend auf dich selbst\u201c (Gal 6, 1). Schonung und Wiedergewinnung  der S\u00fcnder sind Themen!<br \/>\nGemeindezucht auf dem Boden der Rechthaberei schl\u00e4gt Jesus sicher nicht vor.<br \/>\nZitat 1QS (1): \u201eDesgleichen darf keiner eine Klagesache gegen seinen N\u00e4chsten vor die Vielen bringen, wenn nicht vorher (in der Instanz), Ermahnung in Gegenwart von Zeugen gewesen ist\u201c.<br \/>\nDie Gemeinden brauchten also schon fr\u00fch geistliche Ordnungen.<br \/>\nV 15 Geh hin, &#8211; selbst und verschwiegen! Das Beichtgeheimnis gilt f\u00fcr alle Christen. Der Kl\u00e4ger ist zuerst angehalten, den Sachverhalt selbst richtig- und den Schaden abzustellen. Beim Zuh\u00f6ren erledigt sich viel von selbst.<br \/>\nWer seine Klagen umgehend ver\u00f6ffentlicht, sollte unverz\u00fcglich eine Reaktion der Gemeindeleitung erhalten.<br \/>\n\u201eZurechtweisen\u201c hei\u00dft aus der S\u00fcnde heraushelfen, jdm. \u201edie Augen auftun\u201c (Joh 3, 20; 8, 9.46; 1. Ko 14, 24: 2. Tim 2, 4). Den Bruder wiederfinden, wiedergewinnen! &#8211; wie Jesus seine verlorenen Schafe.<br \/>\nR\u00dcCKGEWINNUNG ist das Thema in Mt 18.<br \/>\nLuther konnte sich solche \u201eGemeindezucht\u201c nur bei denen vorstellen, die \u201emit Ernst Christ sein wollten\u201c.<br \/>\nVergebung, LOSSPRECHUNG von S\u00fcnde bleibt das Ziel.<br \/>\nV 17 Ein Heide steht au\u00dferhalb Israels, der Z\u00f6llner ist abgefallen. Beide bleiben aber Adressaten missionarischer Bem\u00fchung.<br \/>\nV 18 Die Gemeinde und jeder J\u00fcnger hat Vollmacht, von S\u00fcnde loszusprechen. Wenn aber die Gemeinde nicht einig ist?: Kontakt aufnehmen mit anderen Gemeinden oder Geschwistern, die das Wort Gottes in dieser seelsorgerlichen Hinsicht verstanden haben.<br \/>\nV 19f Das Gemeindegebet hat Verhei\u00dfung. Wir beten nicht auf eigene Faust, sondern in Anwesenheit des Herrn, \u201ein Christus\u201c. \u201eIm Namen Jesu\u201c beten schlie\u00dft Unpassendes, T\u00f6richtes, Eigens\u00fcchtiges aus.  Es geht um die Teilhabe an einer weltweiten F\u00fcrbitte, die wirkt: Gebetsgruppen, Gebetsabende, Gebetswochen, Mitteilung von Gebetsanliegen auch Gebetskarten sind h\u00f6chst \u201eeffektiv\u201c.<br \/>\nDekan Walter Tlach: GEBETE verursachen die h\u00f6chste Kraftwirkung menschlicher Wirksamkeit.  <\/p>\n<p>Warum fragt Petrus?<br \/>\n1. Jesus duldet offensichtlich Menschen in seiner N\u00e4he mit denen \u201eNormale\u201c aus guten Gr\u00fcnden nichts mehr zu tun haben wollen. Wann ist aber das Ma\u00df voll? Was geht zu Recht \u00fcber die Hutschnur?<br \/>\n2. D\u00fcrfen Christen gegen\u00fcber Schuldigen \u201epflaumenweich\u201c werden? Unp\u00e4dagogisch.<br \/>\nWo ist die Grenze f\u00fcr christliche N\u00e4chstenliebe? Menschen suchen solche Grenzen um sich 1. mit gutem Recht zur\u00fcckziehen zu k\u00f6nnen und 2. auch einmal \u201eexplodieren\u201c zu d\u00fcrfen. <\/p>\n<p>Christen sind aber nicht das Echo auf ihre Umgebung, sondern das Echo auf das, was Gott an ihnen tat.<br \/>\nSie messen mit zweierlei Ma\u00df, wenn sie von Gott jede neue Chance dankbar annehmen und im Handumdrehen andere die volle H\u00e4rte des Gesetzes sp\u00fcren lassen.<br \/>\nUnd Vergebung ist keine Willensanstrengung, die sich ersch\u00f6pft. Sie ist Erinnerung an Golgatha.<br \/>\nUnd wenn das nicht \u201eklappt\u201c, bleibt die Frage, ob ich Gottes Vergebung ausreichend f\u00fcr mich erlebt habe. <\/p>\n<p>Noch eins: Vergebung wird mir immer wieder geschenkt, wenn sie umgehend weitergereicht wird.<br \/>\ns. Vaterunser: \u201eVergib&#8230;, genauso wie wir unseren Schuldigern &#8230;\u201c Gottes Vergebung h\u00e4ngt mit meiner Bereitschaft zum Vergeben zusammen. <\/p>\n<p>Fragen f\u00fcr eine stille Minute:<br \/>\nWann habe ich zum letzten Mal vergeben?<br \/>\nWo brauchte ich Gottes Vergebung zum letzten Mal selbst?<br \/>\nWarum klappt das Vergeben unter uns nicht immer? <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag:<br \/>\n1. Vergebung: Ja<br \/>\n2. Vergebung weitergeben \u2013 in Grenzen? (Ich bin selbst darauf angewiesen und wurde selbst damit beschenkt.)<br \/>\n3. Jesus bindet beides untrennbar zusammen <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nFu\u00dfnote<br \/>\n(1) 1QS = Qumran-Texte, H\u00f6hle 1, Gemeindeordnung \t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der seinem Wort glaubtPredigtthema: Nach seinem Wort handeln Bibelstelle: Matth\u00e4us 18, 15-35 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Bausteine zu Matth\u00e4us 18, 15-35 Der erste Textteil wird auffallend selten gepredigt oder kommentiert. VERGEBEN ist Hauptthema. 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