{"id":1479,"date":"2006-01-16T11:04:29","date_gmt":"2006-01-16T09:04:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=298"},"modified":"2006-01-16T11:04:29","modified_gmt":"2006-01-16T09:04:29","slug":"predigthilfe-vom-12-2-2006-josua-20-1-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-12-2-2006-josua-20-1-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 12.2.2006 &#8211; Josua 20, 1-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihm gehorcht<br \/>Predigtthema: Gottes Treue wirkt Verschonung<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: Josua 20, 1-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Bausteine zu Josua 20, 1-9<\/p>\n<p>Vorab: Gott ist GEGEN RACHE.<br \/>\nBlutschuld ist im alten Israel die Verantwortlichkeit, die man durch das T\u00f6ten eines Menschen auf sich zieht.<br \/>\nWer Menschenblut vergie\u00dft&#8230; (1. Mo 9, 6; 2. Mo 21, 12) oder 1. Mo 4, 10: Die Stimme deines Bruders schreit&#8230;, oder Jos 2, 19; Hes 33, 45 UND Mt 27,25: Sein Blut komme \u00fcber ihn.<br \/>\nDer Blutr\u00e4cher (w\u00f6rtl. \u201eBluterl\u00f6ser\/-einl\u00f6ser\u201c) hatte die S\u00fchneaufgabe (4. Mo 35, 19). Ein naher Verwandter durfte den M\u00f6rder t\u00f6ten (4. Mo 35, 16ff). Ausgenommen waren UNBEABSICHTIGTE T\u00f6tungen. \u201eFreist\u00e4dte\u201c wurden zu Zufluchtsorten (4. Mo 35; 5. Mo 4). Bedingung: Kein Mord, sondern ohne T\u00f6tungsabsicht.<br \/>\nUnger\u00e4chte Morde blieben Gott, dem h\u00f6chsten Richter \u00fcberlassen (1. Mo 9, 5; 2. K\u00f6n 9, 7; Hes 33, 6).<br \/>\nBlutschuld VERMEIDEN bedeutete praktisch u.a. sogar schon, Gel\u00e4nder auf Flachd\u00e4chern anzubringen (5. Mo 22, 8).<br \/>\nWillk\u00fcrliche Blutrache konnte bis zur Blutfehde f\u00fchren, bis zur Ausl\u00f6schung einer verfeindeten Sippe. Jehu machte sich z. B. mitschuldig, als er Blutrache zu gr\u00fcndlich ausf\u00fchrte (2. K\u00f6n 9, 1-10, vgl. Hos 1, 4f).<br \/>\nIm NT ist Blutrache grunds\u00e4tzlich AUFGEHOBEN, s. Bergpredigt (Mt 5, 38f). Paulus bittet die Christen in Rom, Gott die Rache zu \u00fcberlassen und statt dessen FEINDESLIEBE zu \u00fcben (R\u00f6m 12, 19-21).<\/p>\n<p>Die Freist\u00e4dte werden in vier B\u00fcchern des AT beschrieben, waren also von gro\u00dfer Bedeutung (1). <\/p>\n<p>V 4-6: Der atemlose Fl\u00fcchtling musste seinen Fall den \u00c4ltesten der Stadt (damaliges Gericht) am Tor (= Gerichtsort) vortragen. Freistadt bedeutete Zufluchtsort. Das VORL\u00c4UFIGE Urteil reichte bis zur Hauptverhandlung vor der Gemeinde. Die Stadt sch\u00fctzte bis dahin den Verfolgten. Auch ungewollter Totschlag brachte Nachteile mit sich.<br \/>\nEin \u00fcberraschendes Ende mit Freispruch f\u00fcr einen Totschl\u00e4ger (nicht M\u00f6rder!) nahm dieses unfreiwillige Exil allerdings, wenn der Hohepriester starb (\u201eAmnestie\u201c) (2). <\/p>\n<p>Zufluchtsorte: Im AT z.B. Ps 46, 2: \u201eGott ist unsere Zuversicht und St\u00e4rke&#8230;\u201c; Im NT R\u00f6m 8, 1: \u201eSo gibt es nun keine Verdammnis&#8230;\u201c. Auch der Hebr\u00e4erbriefschreiber kennt wohl die Freist\u00e4dte-Regelung, Hbr 6, 18: \u201e&#8230;Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen Hoffnung\u201c.<\/p>\n<p>Die Freist\u00e4dte sind VORSCHATTEN AUF CHRISTUS. S\u00fcnder, die den Tod verdient haben und vom r\u00e4chenden Gesetz und Menschen bedr\u00e4ngt oder verfolgt werden, k\u00f6nnen bei ihm Schutz und Frieden finden.<\/p>\n<p>Das Reich Gottes gew\u00e4hrt im AT Asyl, im NT ist die Gemeinde Jesu DIE Zuflucht. Paulus beschreibt diesen sichersten Freiplatz der Weltgeschichte durch \u201ein Christus\u201c (R\u00f6merbrief ca. 15mal; oft in allen Paulusbriefen).<br \/>\nDie Sonderregel der Vergebung im Fall des Todes eines Hohenpriesters, weist deutlich auf Jesus hin (Hbr 4, 14; 7, 26.27!; 9, 11-14). Die Befreiung geschah am Kreuz.  <\/p>\n<p>Gliederungsvorschlag<br \/>\nEinleitung: Warum ist Friede n\u00f6tig? Gott regelt das Zusammenleben.<br \/>\n1. Der Schutz des Lebens ist vorrangig. Gott schafft Schutzzonen.<br \/>\n2. S\u00fcnde wird nicht sch\u00f6ngeredet. \u00dcberpr\u00fcfung durch \u00c4lteste hei\u00dft nicht Ablehnung.<br \/>\n&#8211; Gottes Gebote gelten, z.B. bleiben T\u00f6tung Ungeborener, \u201eunwerten\u201c Lebens und \u00e4lterer \u201eSterbewilliger\u201c Mord.<br \/>\n3. Asylorte in dieser\/f\u00fcr diese Welt<br \/>\n&#8211; Die Bestrafung Unschuldiger schafft nur neue Schuld. Gott schuf schon im AT Orte der Gnade.<br \/>\n&#8211; Fl\u00fcchten muss man d\u00fcrfen, am besten aber zum Kreuz. Wer Jesus am Kreuze im Glauben erblickt (aus:  Ich will dir danken 221). GOLGATHA ist DER Asylort.<br \/>\n&#8211; Gerettete S\u00fcnder nehmen auch andere in Schutz. Freistadt Gemeinde. <\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<br \/>\nFu\u00dfnoten:<br \/>\n(1) Nach j\u00fcd. \u00dcberlieferung wurden die Zugangsstra\u00dfen besonders sorgf\u00e4ltig gepflegt, Kreuzungen waren mit Schildern markiert, auf denen \u201eZuflucht! Zuflucht!\u201c stand. In besonderen F\u00e4llen wurden L\u00e4ufer stationiert, die Schutzsuchende zur Freistadt f\u00fchrten.<br \/>\n(2) Weshalb das AT aber nirgends \u00fcber eine gn\u00e4dige L\u00f6sung berichtet? Vielleicht hielten die Schreiber diese  Freispr\u00fcche f\u00fcr Angeklagte nicht f\u00fcr erinnerungs- und aktenpflichtig. Wie ist das heute in der Gemeinde? <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Gott bleibt treu &#8211; dem, der ihm gehorchtPredigtthema: Gottes Treue wirkt Verschonung Bibelstelle: Josua 20, 1-9 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Bausteine zu Josua 20, 1-9 Vorab: Gott ist GEGEN RACHE. 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