{"id":1473,"date":"2005-12-16T11:11:12","date_gmt":"2005-12-16T09:11:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wbb-online.de\/pt\/pt.asp?id=291"},"modified":"2005-12-16T11:11:12","modified_gmt":"2005-12-16T09:11:12","slug":"predigthilfe-vom-31-12-2005-romer-14-7-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.christusbund.de\/predigthilfen\/predigthilfe-vom-31-12-2005-romer-14-7-9\/","title":{"rendered":"Predigthilfe vom 31.12.2005 &#8211; R\u00f6mer 14, 7-9"},"content":{"rendered":"<p><strong>Monatsthema: Die Hoffnung des Glaubens<br \/>Predigtthema: Dem Herrn leben<\/p>\n<p><strong>Bibelstelle: R\u00f6mer 14, 7-9<\/strong><\/p>\n<p><strong>Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler<\/strong><\/p>\n<p>Bausteine zu R\u00f6mer 14, 7-9<\/p>\n<p>Das eigentliche Kernst\u00fcck dieses Abschnitts. Zentrale Aussagen, die f\u00fcr das vergangene und das neue Jahr gelten.<br \/>\nSo unterschiedlich sich Christen auch verhalten m\u00f6gen, begr\u00fcndet und begrenzt ist alles \u201ein Christus\u201c: Wir leben (1) und sterben \u201eim Herrn\u201c. \u201eAlles, was ihr tut &#8230;\u201c (Kol 3, 17).<br \/>\nHier wird nicht gesagt, was Christen tun und lassen m\u00fcssen, sondern was gilt und woraus wir nur entsprechende Folgen zu ziehen haben.<br \/>\nDie christliche Ethik ist einzigartig in der Weltgeschichte. Sie gr\u00fcndet nicht auf Geboten und Gesetzen, sondern auf Christi Liebe. Kein Drohen, Zwingen, \u00c4ngstigen durch du sollst oder musst!, sondern: Du bist durch Jesus unendlich geliebt. ER will in dir wohnen, trotz allem! Wer sich dieser Liebe aussetzt, wird sie leben.<br \/>\nViele Menschen tun heute nur ihre christliche oder unchristliche Pflicht. Die Liebe Jesu aber schafft Vollkommenheit unter Unvollkommenen. Seine Liebe ist vollkommen, umfasst Leben und Sterben. <\/p>\n<p>Geistlich Tote K\u00d6NNEN und wollen letztlich NUR sich selber leben, auf \u201eihre Rechnung und Verantwortung\u201c. Jesu Leute geh\u00f6ren Gott, sind heilig (1. Petr 1, 15. 18f ), d. h. ausgesondert.<br \/>\nAuch im Blick auf seinen Tod ist der Christ nicht mehr sein eigen. Er geh\u00f6rt dem Herrn, weshalb der Gl\u00e4ubige weder sein Leben verl\u00e4ngern noch seinen eigenen Tod selbst herbeif\u00fchren kann (2). Als Eigentum (Diener, Knecht) Jesu ist der Wille des Herrn (Wort Gottes) alleinige Richtschnur. Die Herrschaft Christi \u00fcberragt alles im Leben, Sterben und im Gericht. Deshalb steht die Ehre Gottes an erster Stelle s\u00e4mtlicher Priorit\u00e4ten.<br \/>\nWir geh\u00f6ren Christus UNMITTELBAR. Deshalb geben wir unseren Glaubensgeschwistern Freiheit, weil sie auch den Geist haben und durch Christus selbst \u201ereguliert\u201c werden. Zus\u00e4tzliche \u201eHerren \u00fcber ihren Glauben\u201c sind nicht n\u00f6tig.<br \/>\nWir sind Christus \u00fcbereignet (3). Wessen Sklave bin ich? Allein Diener Jesu zu sein ist Freiheit.<br \/>\nDurch eine gewohnheitsm\u00e4\u00dfige oder bewusste Gottesabgewandtheit oder durch werkerische und so auch  eigenm\u00e4chtige, autarke Fr\u00f6mmigkeit wird Gottes Recht bestritten, seine Liebe abgelehnt (4).<br \/>\nIm Sinn des Evangeliums GEH\u00d6REN wir einem Herrn. Leibeigene (5).  <\/p>\n<p>Aber das alles ohne Zwang: \u201eWollt ihr auch weggehen?\u201c (Joh 6, 67). Wir d\u00fcrften es. Jesus \u00fcbt keinen Druck aus. Seine bedingungslose Liebe will nichts f\u00fcr sich aber alles f\u00fcr uns. Im Herrschaftsbereich dieses Herrn leben Menschen auf.<br \/>\nSo bekommen Denken, W\u00fcnsche, Tun, Streben, Hoffen eine NEUE RICHTUNG: Alles f\u00fcr Christus! Alles ihm zuliebe. Nichts verbindet Christen untereinander so wie dieses \u201ein Christus\u201c. Und dieses \u201eDir zuliebe\u201c entfremdet uns nicht von unseren Mitmenschen, sondern f\u00fchrt uns erst recht zu ihnen. Genau die liebt unser Herr ja auch.<\/p>\n<p>Vom STERBEN h\u00f6rt keiner gern. Ein Schatten in unserem Denken. F\u00fcr Paulus ist Sterben Durchgangsstation. Im Leben und Sterben sind wir mit Christus VERBUNDEN. Aus den H\u00e4nden des Herrn kann uns keine Macht rei\u00dfen. Wir sterben nicht dem Tod. W\u00fcrde unser Leben nicht dem Herrn geh\u00f6ren, h\u00e4tte der Tod \u201enat\u00fcrlich\u201c etwas ungewiss Unheimliches. Aber der Auferstandene hat uns l\u00e4ngst diesem \u201eTeufelskreis\u201c entzogen und in seiner ewigen Gemeinde aufgenommen.<br \/>\nNebenbei: Gl\u00e4ubig Verstorbene sind nicht einfach weg. Sie sind in der \u201eoberen\u201c Gemeinde gegenw\u00e4rtig (Hbr 12, 1. 22f). Allerdings geh\u00f6rt das zu den Realit\u00e4ten, die Auge, Ohr und Herz heute noch nicht komplett  begriffen haben (1. Kor 2, 9), aber in \u00fcbersetzender Sprache verst\u00e4ndlich gemacht werden k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Zwischen Weihnachtszeit und Jahreswechsel ist die Frage nach der Liebe Gottes fast verstummt: Wie geht es weiter mit der Welt, mit Deutschland? Wer k\u00fcmmert sich um kranke und schwache Menschen, um hungernde Kinder und V\u00f6lker? Wie entgehen wir einem Weltkrieg?  <\/p>\n<p>Gedanken zum Jahreswechsel:<br \/>\n1. Gute Vorschl\u00e4ge m\u00f6gen Sie MORGEN fassen. Mit ihnen ist ja bekanntlich der Weg zur H\u00f6lle gepflastert.<br \/>\nGute Nachs\u00e4tze sollten Sie HEUTE fassen. Mit ihnen k\u00f6nnte sich ein St\u00fcck Himmel aufschlie\u00dfen.<br \/>\nJeder Tag des Jahres war ein Tag von Gott f\u00fcr mich zum Leben! Das Jahr ist nicht vorbei, sondern vorhanden in meiner Erinnerung und in Gottes Buch. Die Freude \u00fcber das Sch\u00f6ne wird zum Danken, das Leiden an all dem Schweren kann ich Gott klagen. Manche Schuld l\u00e4sst mich um Vergebung bitten, und Gottes Verhei\u00dfung l\u00e4sst mich auf Gutes hoffen. Die Zahlen und Jahre wechseln, Gott bleibt mit seiner Treue gleich verl\u00e4sslich und unver\u00e4ndert nah. Alles, was gelang, ist letztlich Gottes G\u00fcte. Und alles, was missriet, macht Gott letztlich gut.<br \/>\nPs. 65,12: Du kr\u00f6nst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fu\u00dfstapfen triefen von Segen! (aus Axel K\u00fchner, \u00dcberlebensgeschichten). <\/p>\n<p>2. Heute noch.<br \/>\nHerr, Jahre verrinnen, Jahre beginnen, immer wieder 365 Tage und 365mal deine Frage: \u201eBeginnst du heute?\u201c<br \/>\nHerr, du hast mich gefragt, du hast mir gesagt: \u201eUngeteilt will ich dich ganz f\u00fcr mich. Heute noch!\u201c<br \/>\nJedes Mal an 365 Tagen wusste ich nur eines zu sagen: \u201eHeute habe ich andere Sorgen. Komm morgen!\u201c<br \/>\nUnd am n\u00e4chsten Tag? Da gab es zu arbeiten, zu lesen, Geld zu verdienen und Spesen.<br \/>\n\u201eHeute\u201c, so sagte ich, \u201efehlt mir die Zeit, die Stimmung, der Mut, die Gelegenheit.<br \/>\nHeute kann ich den Anfang nicht wagen, dir ganz zu leben, dein Kreuz zu tragen.<br \/>\nMorgen vielleicht! Morgen!\u201c<br \/>\nHerr, wie soll ich es nennen, wie bekennen, was ich getan?!<br \/>\nIch bot dir an:<br \/>\nGebet, Almosen, Kirchgang, frommen Verein, um mich zu befrein von deinem Verlangen: dir ganz anzuhangen, dir ganz zu leben auf allen Wegen.<br \/>\nHerr, ich wollte dir dienen, aber nur stundenweise;<br \/>\nich wollte dir folgen, aber nicht immer;<br \/>\nich wollte dein Kreuz tragen, aber kein schweres;<br \/>\nich wollte Opfer bringen, aber nicht mich;<br \/>\nich wollte lieben, aber nicht zu sehr;<br \/>\nich wollte anfangen, aber erst morgen.<br \/>\nHerr, noch ist dein Dr\u00e4ngen nicht verstummt, noch fragt dein Mund: \u201eBeginnst du heute?\u201c<br \/>\nVerzeih, Herr, was ich getan, jetzt biet\u00b4 ich dir an:<br \/>\nMein Leben, mich selbst; dir ganz zu dienen, zu folgen auf allen Wegen; dein Kreuz zu tragen;<br \/>\nzu lieben aus ganzem Herzen, aus ganzer Seele.<br \/>\nHeute noch will ich beginnen.<br \/>\nHeute \u2013 nicht morgen!<br \/>\n(P. Roth)<\/p>\n<p>3. Jochen Klepper:<br \/>\nDer du die Zeit in H\u00e4nden hast, Herr, nimm auch dieses Jahres Last und wandle sie in Segen.<\/p>\n<p>4. Dietrich Bonhoeffer:<br \/>\nVon guten M\u00e4chten treu und still umgeben, beh\u00fctet und getr\u00f6stet wunderbar,<br \/>\nso will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr.<br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<br \/>\nFu\u00dfnoten:<\/p>\n<p>(1) Nach Otto Michel \u00e4hnelt das Verb dem Hebr\u00e4ischen und meint neben leben auch wiederaufleben (Hes 37, 5ff; 1. K\u00f6n 17,22), k\u00f6nnte also ein uraltes, bekanntes Zeugnis sein.<br \/>\n(2) Die Wahl hat der M\u00e4rtyrer, der unter blutiger Verfolgung sein Leben verl\u00e4ngern k\u00f6nnte, wenn er sich vom  Evangelium lossagt.<br \/>\n(3) Wer sich am Ausdruck \u201eSklave Christi\u201c sto\u00dfen w\u00fcrde, hat es nicht begriffen, nichts vom Evangelium verstanden. Wir sind NICHT gefragt, WESSEN Diener wir sein wollen. Jeder l\u00e4sst sich auch \u201eleiten\u201c durch innere oder \u00e4u\u00dfere Stimmen, \u00dcberzeugungen oder Zw\u00e4nge.<br \/>\n(4) Luther k\u00e4mpfte in seiner Klosterzelle nicht so stark gegen konkrete S\u00fcnden, sondern gegen sein \u201ein sich verkr\u00fcmmtes Herz\u201c.<br \/>\n(5) Pommerscher Landesbischof Abromeit Ende 2005 \u00fcber schrumpfende Gemeinden: \u201eIch lebe nicht vom Erfolg, sondern vom Gehorsam gegen\u00fcber Gott\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monatsthema: Die Hoffnung des GlaubensPredigtthema: Dem Herrn leben Bibelstelle: R\u00f6mer 14, 7-9 Verfasser: Eckhard L\u00f6ffler Bausteine zu R\u00f6mer 14, 7-9 Das eigentliche Kernst\u00fcck dieses Abschnitts. Zentrale Aussagen, die f\u00fcr das vergangene und das neue Jahr gelten. 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